WOMÖGLICH LERNEN PROVIDER VON DER PHOTOKINA!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Light_and_Shadow_Photokina_2018Gestern habe ich – wie alle zwei Jahre – die Photokina in Köln besucht. Ich besuche die Photokina seit Anfang der 70er Jahre und ich habe somit die Entwicklung der Foto-Industrie über einen Zeitraum von nahezu 50 Jahren verfolgen können.

 

Für mich lautet die Quintessenz aus all diesen fast 50 Jahren: Wenn irgendwo die Wucht einer disruptiven Entwicklung zu sehen ist, dann hier!

 

Die erste Hälfte dieser 50 Jahre war bestimmt durch Firmen wie Braun, Contax, Minox, Rollei, Voigtänder, Yashica, Zeiss-Ikon, Agfa, Kodak, Ilford, Tetenal oder Durst. Ich habe bewusst diese Namen gewählt, denn fast ausnahmlos sind sie vom Markt verschwunden (und wenn nicht, dann haben sie ihre einst starke Position eingebüßt) – vornweg der einstige Weltmarktführer Kodak.

 

Die Gründe sind sicher mannigfach. Dennoch lassen sie sich letztlich auf eine völlige Fehleinschätzung zurückführen: „Digitale Fotografie? Neumodischer Kram! Brauche mer net! Wir bleiben beim Silber-Halogenid!“

 

Heute charakterisieren neben den „traditionellen“ Biggies, von denen niemand mehr analoge Kameras herstellt (z. B. Canon, Nikon, Olympus), viele neue Namen die Messe – z. B. Sony – ein Mischkonzern – vor allem aber: Handyhersteller! Dass dies einmal so kommen würde, hätten wir in den Anfängen meiner Fotozeit müde belächelt – was sage ich: Das war zu Zeiten der Telefone mit Wählscheibe und Kupferdraht-Wand-Anschluss einfach jenseits jeden Vorstellungsvermögens!

 

Jenseits jeden Vorstellungsvermögens…

 

Und doch ist es so gekommen. Ebenso, wie schier unglaubliche, auch hier das damalige Vorstellungsvermögen bei Weitem übersteigende technische Innovationen: Vom Live-View über Kontrast-Autofokus und Pixel-Shift bis zur Fünf-Achsen-Bildstabilisierung.

Völlig neue Angebote während der Messe

 

Mir ganz persönlich fällt jedoch auf, dass die großen Anbieter längst mehr machen, als tumb ihre Produkte am Stand zu zeigen und anfassen zu lassen!

 

Sie runden ihr technisches Messeangebot ab durch Vorträge (z. B. ein Stern-Fotograf zum Thema „Foto-Reportage“ andere zum Thema „Elemente“ oder „Videos“), Workshops (z. B. „Bildkomposition“, „Dos and Don´ts“ bei Instagram oder „Arbeiten mit Blitz“). Oder aber, indem man die Meute ganz dicht an professionelle, im wahren Wortsinne „bildschöne“ Models heranlässt, die eigens für solche Shootings engagiert werden.

 

Spätestens dann fühlt sich Otto-Normal-Foto-Amateur für eine wertvolle Zeit als kleiner Helmut Newton – und geht beschwingt und überglücklich mit einem „Shot“ heim, von dem er noch lange zehren wird.

 

Das erklärt zudem, weshalb überragend viele Messebesucher ihre eigene Kamera dabei haben.

 

Den Vogel abgeschossen hat Olympus, die nahezu eine komplette Halle mit einem „Playground“ (Spielwiese aus Formen, Farben, Licht und Spiegeln) ausgestattet  und einen gefühlten Tieflader voll Kameras mitgebracht hatten – zum Ausleihen und „Spielen“! Es versteht sich von selbst, dass Menschenschlangen die Eingänge zierten. Mein heutiges Foto ist am Rande dieses Playgrounds entstanden – mit meinem IPhone: Kamera und 40-150mm Zoom waren zu dieser Zeit bei Olympus zum kostenlosen (!) Check.

 

Warum schreibe ich das hier in meinem Interim Management-Blog?

 

Weil alle anderen Industrien  in den kommenden Jahren ähnliche Umwälzungen durchlaufen werden! Das ist unstrittig, denke ich.

Interim-Provider mitten im Change-Prozess

 

Das gilt selbstverständlich auch für das Interim-Business. Und damit auch für die Provider. Interim Provider, die heute auf eine „Weitermachen wie bisher“-Strategie setzen, werden sich in die lange Liste der oben genannten Unternehmen einreihen. Davon bin ich zutiefst überzeugt.

 

Ich sage jedoch keineswegs, dass die Interim-Provider keine Bedeutung mehr haben werden!

 

Diese Meinung habe ich in der Vergangenheit nicht vertreten – und ich vertrete sie auch heute nicht. Auch wenn mir das gern angehängt wird – und ich in der Folge für dieses Anhängsel dann heftig kritisiert werde.

 

Achtung, aufgepasst: Wenn das meine Überzeugung wäre, dann hätte ich doch zwingend MANATNET zusperren müssen!

 

Habe ich aber nicht…

 

Stattdessen habe ich MANATNET vom Provider mit Marktplatz zum reinen Interim-Dienstleister für Interim-Mandate im Umfeld der Digitalisierung (im Mittelstand) umgebaut – und das alles ohne eigenen Pool!

 

Denn das ist der Kern meines Credos: Das „Weitermachen wie bisher“ hat keine Zukunft, weil ich das reine Vermitteln (vulgo Kandidaten vorstellen) nicht länger für eine Wertschöpfung an sich halte. Und weil ich nicht glaube, dass die Kunden dauerhaft dafür bezahlen werden – denn das tun sie sonst auch nicht (Ja ich weiß: „Das Interim-Business ist völlig anders!“).

 

Aber ich bin vollkommen davon überzeugt, dass smarte Interim-Provider Angebote schneidern werden, die ihre Kunden brauchen, gut finden und deshalb auch honorieren werden.

 

Auf den Punkt und nicht neu: Interim-Provider stehen mitten in einem Change-Prozess. Der Vorteil der Provider: Sie haben in den vergangenen Jahren zwischen 17 und 23 Prozent aller Projekte im Change-Management gemacht (Quelle: AIMP-Providerumfrage) – und somit zahlreiche solcher Veränderungs-Projekte ihrer Kunden mit Interim Managern begleitet. Sie betreten somit keineswegs Neuland, sondern sie kennen sich aus. Das macht doch Mut!

 

Sicher: Hierfür brauchts eine gehörige Portion Kreativität, aber warum in Gottes Namen sollten nicht auch die Interim-Provider Kreativität entwickeln, wenn sie dazu gezwungen werden?

 

Und von anderen lernen. Vielleicht sogar von anderen Branchen.

 

Und wer weiß:

 

Womöglich lernen Provider von der Photokina!

 

VOM SCHEITERN DES PROVIDERS, EIN HAAR IN DER SUPPE ZU FINDEN

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Grafitti_Westerland_Sylte_2017Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll: So viele Blog-werte Themen flattern hier auf meinen Tisch.

 

Ein sensationelles Thema ist für den kommenden Freitag darunter. Ich freue mich bereits jetzt darauf, das in Worte zu kleiden und mit meinen Lesern in der kommenden Woche teilen zu dürfen.

 

Ich bitte um Nachsicht, denn ich muss noch einmal auf die Persönlichkeits-Struktur-Analyse eingehen, die wir seit dem Relaunch von UNITEDINTERIM anbieten. Die Interim Manager reagieren über alle Maßen positiv auf dieses in der deutsch-sprachigen Interim-Welt einzigartige Angebot. Folglich ist das erste Kontingent der Zugangs-Codes, die wir für die Interim Manager erworben haben, praktisch ausgeschöpft.

 

Wir werden nachlegen müssen.

 

Professionelle Interim Manager gehen aufmerksam, einem Seismographen gleich, durch die Welt – stets auf der Suche nach etwas Neuem, das sie für ihr Geschäft aufsaugen können, das ihnen Wettbewerbsvorteile bietet. Und idealerweise für ihre eigenen Unternehmens-Kunden wichtig sein kann.

Ein Gespräch – noch vor dem Kaffee zu Ende

 

Möglicherweise haben die Interim Manager daher das Interview gelesen, das Thomas Belker, Personalchef der Talanx-Versicherung, über Precire (die Software, die in zehn Minuten die Persönlichkeit eines Bewerbers durchanalysiert), dem Tagesspiegel gegeben hat: „Der Algorithmus kann 42 Dimensionen einer Persönlichkeit messen“.

 

Also Leute: Es tut sich was! Seid neugierig! Schaut Euch an, was hier geschieht – und fragt Euch, welche Auswirkungen das auf Euer Geschäft haben wird. Und seid sicher: Es wird Auswirkungen haben!

 

Ich kann mir gut vorstellen, wie Herr Belker im Akquisitionsgespräch reagieren würde – auf das traditionelle Verkaufsargument der Provider-Gilde:

 

„Wir kennen alle unsere Interim Manager persönlich und können Ihnen deshalb stets den Kandidaten empfehlen, der auf Ihre ganz besondere Aufgabenstellung am besten passt…“

 

Ich denke, Herr Belker ist ein feiner Mensch – und würde deshalb in aller Freundlichkeit den gemeinsamen Kaffee wohl zu Ende trinken – ohne seinem Gegenüber auch nur zur signalisieren, dass für ihn das Gespräch längst beendet wäre….

 

Grundlegend auseinanderdriftende Denkwelten waren noch nie eine gesunde Grundlage für eine belastbare Zusammenarbeit: In der Festanstellung nicht und im Interim Management schon gar nicht.

 

Precire hat mit UNITEDINTERIM oder MANATNET rein gar nichts zu tun. Jedoch zeigt es exemplarisch und überdeutlich, was sich auf Seiten der Kunden derzeit verändert. Am liebsten hätte ich geschrieben: „Erdrutsch-artig“ – jedoch, meine Leser wissen das: Ich neige nicht zu Übertreibungen…

„Ihr habt den Interim Management-Markt ziemlich aufgemöbelt!“

 

Aus meiner ganz persönlichen Sicht – wie stets hat jeder das Recht, das völlig anders zu sehen – ist das Interim-Business in der DACH-Region mitten im größten Umbruch seiner vergleichsweise jungen Geschichte. Und nur wenige scheinen das derzeit auch nur ansatzweise mitzubekommen:

 

„Eure Aktionen in den letzten Monaten haben den Interim Management-Markt ziemlich aufgemöbelt, was für Anbieter und Kunden äusserst positiv ist. Gratulation dazu.“ (Zitat eines in einem Branchen-Verband sehr engagierten Interim Managers).

 

Unter dem Postulat „Transparenz“ stellt UNITEDINTERIM jedermann über die Homepage das „Who-is-who?“ des Interim-Marktes in der DACH-Region zur Verfügung. Wir nennen alle Anbieter, bringen deren Logo und verlinken auf die jeweilige Homepage. Als Dienstleistung. Kostenlos.

 

UNITEDINTERIM kann das, weil das Unternehmen als Infrastruktur-Anbieter nicht im Wettbewerb zu den Providern steht.

 

Selbstverständlich haben wir dann alle Provider angeschrieben und darüber informiert.

UNITEDINTERIM vor der providerlichen Inquisition

 

Das Feedback der Provider war überwältigend – und auch erstaunlich:

 

„Was kostet uns das?“

 

„Nichts!“

 

„Nun gut: Jetzt nichts. Aber später dann?“

 

„Auch dann nichts!“

 

„Äh. Und wir dürfen einfach auf Ihren Pool zugreifen?“

 

„Ja, Sie müssen sich nur registrieren – schon aus Gründen des Datenschutzes.“

 

„Und wir können dann die Kandidaten selbst kontaktieren?“

 

„Richtig.“

 

„Und was kostet uns das dann?“

 

„Nichts.“

 

„Und später?“

 

„Ist nicht vorgesehen.“

 

„Aber wenn ich dann einen Interim Manager finde und dann auf ein Projekt bringe: dann kostet das etwas!“

 

„Nein.“

 

„Egal, wie oft ich das mache?“

 

„Ja. Und: Sie können darüber hinaus noch Interim-Projekte ausschreiben…“

 

„Ha! Das kostet mich dann aber etwas!“

 

„Nein. Auch nicht!“

 

„….“

 

Vom Scheitern des Providers, ein Haar in der Suppe zu finden.

 

SIND WIR NUN INTERIM-PROFIS ODER NICHT?!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Eingangssäulen_Westerland_Sylt_2018Wenn ich Anfragen meiner Kunden nach professionellen Interim Managern bearbeite, dann verwende ich die „Experten-Suche“ bei UNITEDINTERIM. Fast hätte ich geschrieben: Was sonst?!

 

Dann finde ich die passenden Interim Manager, das System zeigt mir alle an, die verfügbar sind – und der guten Ordnung halber auch diejenigen, die nicht verfügbar sind.

 

Das System kontaktiert per Mail und App die Kandidaten, die ich aus den verfügbaren Kandidaten in die engere Auswahl übernehme und bittet sie, ihre Verfügbar zu bestätigen.

 

Dass dann regelmäßig etwa die Hälfte dann doch nicht verfügbar ist, versteht sich von selbst. Ich erwarte nichts anderes mehr aufgrund von Jahrzehnte-langer Erfahrung bei MANATNET. Mit den dann verbleibenden Kandidaten arbeite ich.

 

Das ist der schnellste – und ich gebe zu, auch für mich der mit Abstand einfachste Weg.

 

Mitunter schreibe ich jedoch auch das Projekt aus. Das mache ich nur, wenn´s dafür wirklich gute Gründe gibt, die hier jedoch nichts zur Sache tun. Warum mache ich das so selten? Es ist der aufwendigere Weg!

 

Und er beginnt mit der Ausschreibung selbst. Ich skizziere – anonym – den Kunden, die Situation beim Kunden, die Aufgabenstellung für den Interim Manager, das erwartete Profil des Interim Managers und schließlich die Dauer des Projektes, Auslastung und die Erwartung des Kunden an den Preis – sprich Tagessatz. Und in aller Regel füge ich eine Anlage bei, so dass wir typischerweise bei vier Seiten landen.

Ungewohnte Facetten meiner Ausschreibung

 

Offenbar bekomme ich das recht gut hin. Zumindest deutet auch in dieser Woche das Feedback darauf hin:

 

„Hallo Herr Becker,

 

…Übrigens, großes Lob zu der Ausschreibungsunterlage. Endlich einmal eine Anfrage mit klaren Worten und Stärken/Schwächen des Unternehmens!

 

Mit den besten Grüßen

 

Interim Manager 2.618

 

Offenbar sind auch andere Facetten meiner Ausschreibung für einige Interim Manager ungewohnt – wenn nicht sogar außergewöhnlich:

 

Ich nenne prominent die KO-Kriterien, die der Kunde vorgegeben hat (In dieser Woche: „Nachgewiesene Erfolge in einer vergleichbaren Aufgabe in der Linienfunktion A“ und „Ausgeprägte Erfahrungen in der Branche B“. Und ich weise explizit in Fettdruck „KO-Kriterium“ aus – und ich bitte die Interim Manager stets, auf einer Viertelseite zu skizzieren, weshalb sie glauben, der richtige Kandidat für diese Aufgabenstellung zu sein.

 

Ich erhalte daraufhin „Bewerbungsunterlagen“, die im Detail – meist zusätzlich zum CV – auf diese Aufgabenstellung eingehen. Exzellente Arbeit! Eine wahre Freude!

 

Und ich erhalte „Bewerbungen“ mit dem minimalistischen Hinweis: „Anbei mein CV“: Keine exzellente Arbeit! Keine wahre Freude!

 

Irgendwann muss ich an meinen Kunden liefern. Und deshalb beinhalten meine Ausschreibungen – wie in jede andere Ausschreibung in der deutschen Wirtschaft auch – eine Ausschreibungsfrist: Donnerwetter! In diesem Fall „Mittwoch, 6. Juni 2018, 24.00 Uhr“. Offenbar bin ich der einzige in der Interim-Szene, der das so macht.

 

Anders kann ich mir die Nachzügler am Donnerstagnachmittag nicht erklären. Zudem noch aus der Liga „Anbei mein Lebenslauf“.

 

Tough luck: Am Donnerstagmorgen hatte ich bereits sechs Kandidaten an den Kunden geliefert!

 

Sind wir nun Interim-Profis – oder nicht?!

 

ES IST MEHR DIE QUALITÄT ALS DIE QUANTITÄT, DIE ZÄHLT!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Fassade_Westerland_Sylt_2017Ich weiß nicht, was gerade los ist – aber bei UNITEDINTERIM haben sich in dieser Woche drei namhafte Provider registriert. Neukunden also.

 

Einen Tag später schrieb der Geschäftsführer eines dieser Provider:

 

„Besten Dank!! Ich habe gestern in 30 Minuten Suche absolute „Granaten“ gefunden, in einem sehr spezialisierten Feld. Ein fachliches Schwergewicht ist bereits unserem Mandanten angeboten worden. Bin begeistert von der Funktionsweise. Auf dieser Plattform gibt es absolute Transparenz, das ist Top.“

 

Unsere beispiellose Qualitätssicherung beginnt zu greifen – und die Interim-Szene spricht darüber.

Granaten und Schwergewichte

 

Ganz offen: Was uns in Sachen Qualitätssicherung erwarten würde, haben wir völlig unterschätzt, als wir UNITEDINTERIM vor gut eineinhalb Jahren aufgesetzt hatten.

 

Sicher, wir haben inzwischen viele „Granaten“ und „Schwergewichte“ an Bord. Ebenso sicher haben wir viele „Rohrkrepierer“ und „Leichtgewichte“ ausgefiltert. Dass das so viele waren, hat mein Weltbild „Interim Manager“ zutiefst erschüttert!

 

Selbstverständlich begründen wir unsere Entscheidung dann dem Kandidaten gegenüber:

 

„Hallo Frau Interim Managerin,

 

wir tun uns sehr schwer mit Ihrem Profil.

 

Ohne jeden Zweifel bringen Sie jede Menge Kenntnisse, Erfahrungen und auch Spezialwissen mit – jedoch in Bereichen neben dem klassischen Interim Management.

 

Sie positionieren sich im CV als [ZITAT]: „Kommunikationspsychologie als Mediatorin, Coach und Supervisorin in allen meinen Personalmanagement Funktionen“. Das ist jedoch ein Feld, das bei UNITEDINTERIM nicht nachgefragt wird, weil die Unternehmen hier Personalspezialisten für die Linie, das operative oder strategische Personalgeschäft suchen. Das haben Sie sicher auch gemacht, jedoch werden Sie im Wettbewerb mit den Personal-Spezialisten mit überbordender Linienerfahrung hier bei UNITEDINTERIM kaum bestehen können.

 

Daher fürchten wir, dass wir Ihre Erwartungshaltung an Geschäft über UNITEDINTERIM nicht werden erfüllen können. Deshalb möchten wir zunächst davon Abstand nehmen, Ihre Daten freizuschalten und bitten dafür um Ihr Verständnis.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Jürgen Becker“

Du bist böse

 

Wenn wir auf diese Weise einen Kandidaten ablehnen, dann sind wir (beste Transaktionsanalyse) „böse“ – so sicher, wie ich diese Zeilen schreibe! Nie, ich wiederhole: nie, hat ein solcher Kandidat dann selbstkritisch reagiert. Oder gar den Dialog gesucht, um Unterstützung gebeten, damit er oder sie im Wettbewerb besser werden könne: Womöglich gar durch die Profis von forma interim

 

Stattdessen müssen wir, vorzugsweise ich, als Projektionsfläche herhalten – der gern einmal seine Entscheidungen trifft, ohne auch nur den CV gelesen zu haben. Dass der UNITEDINTERIM-interne Prozess das beiderseitige Nein von Dr. Schönfeld und mir für eine Ablehnung erfordert, weiß diese Kandidatin natürlich nicht:

 

„Ich bin froh, dass sich mit Ihrer Rückmeldung mein Eindruck aus unseren E-mailkontakten der letzten Wochen jetzt abschließend bestätigt und nicht erst im ersten Projekt: Wir passen nicht zusammen! Deshalb bitte ich Sie, alle meine im gesamten Anbahnungsprozess erfassten, gespeicherten und verarbeiteten persönlichen Daten rückstandslos zu löschen und mir dieses schriftlich zu bestätigen.

 

Gerne führe ich Ihnen ebenso offen meinen Eindruck der letzten Wochen aus: mein Eindruck ist, dass es an der Sorgfalt in Bezug auf Ansprache und auch im Zusammenhang mit der Art und Weise der Ansprache mangelt. Ihre Rückmeldung gibt mir dazu ein aktuelles Beispiel, denn ich frage mich, ob Sie mein Profil tatsächlich gelesen und verstanden haben, denn Supervisor/in ist ein feststehender Begriff, den ich weder auf meiner Webseite noch in meinem Profil verwende.

 

Gerne nehme ich Ihre Rückmeldung zum Anlass meinen CV zu überarbeiten, um auch dem unaufmerksamen Leser meine operativen Erfahrungen als HR Business Partner und Head of HR der letzten vier Jahre deutlich zu machen.“

 

So trennen sich denn unsere Wege und ich kann meiner umfangreichen Sammlung eine weitere „Du bist nicht okay“-Botschaft hinzufügen. Das ist nicht schön, aber wohl auch nicht zu ändern.

 

Denn sie folgt halt Seneca, die Strategie von UNITEDINTERIM:

 

Es ist mehr die Qualität als die Quantität, die zählt!

 

NIEMAND HIER RUFT WENIGER ALS 540 EURO AUF

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Spendenkasse_Althistorische_Narrenzunft_Offenburg_2018Über das Jahresende hat mich so einiges beschäftigt. Das eine oder andere private Thema. Ja, tatsächlich: kaum zu glauben!

 

Urlaubspläne: Sylt, natürlich. Major cash outflow forecasted. Merke: Wenn Dich Grenz-Kosten beschäftigen, solltest Du nicht nach Sylt fahren! Merke darüber hinaus: Jede Sucht ist teuer!

 

Irgendwie kommen mir der Rotwein und der Whisky in den Sinn. Und in der Folge schliddern meine Gedanken dann in die nicht privaten Bereiche.

 

Zur Investition in ein neues Objektiv der Spitzenklasse. 90mm „Prime Lens“ (für die nicht-Insider: Eine Festbrennweite). „Nicht mal´n Zoom!“, sagte erschüttert der Amateur kürzlich, „und das für sage und schreibe 1.299 Euro. Dafür bekomme ich zwei komplette Digitale…!“ Stimmt. Oder eben 14 Linsen in 10 Gruppen. Nie, wirklich nie, nannte ich besser Glas mein Eigen!

 

Meine Gedanken driften ab zur avisierten Rechnung an meine Zunft – für die neue „Spenden-Kasse“ (denn ohne Spenden geht´s heute nicht mehr!). Echte Handarbeit aus dem Schwarzwald und ich hatte entschieden, diese Kosten zu übernehmen. Und der Schnitzer ruft fast den Gegenwert eines halben Tagessatzes auf, den ein Interim Manager im Schnitt am Tag verdient (Quelle: AIMP-Providerumfrage 2017). Aber sensationell ist´s geworden!

 

Ich frage mich, ob die vielen Hunderter, die monatlich ans Rechenzentrum gehen, wirklich sein müssen. Oder das Doppelte davon in Suchmaschinen-Optimierung. Oder die monatlichen Investitionen in die technische Seite von UNITEDINTERIM, die alles, was ich je bei MANATNET gemacht habe, als Beitrag für den klerikalen Klingelbeutel erscheinen lassen.

 

Die Antwort gebe ich mir selbst. Sie ist denkbar einfach: Wie zum Teufel willst Du sonst in diesem – sichtbar auf die digitale Welt einschwenkenden Interim-Business – jemals erfolgreich sein? Wie, bitte, soll das auch nur ansatzweise funktionieren?

 

Die Alternative heißt natürlich: Nichts tun! Ja, ja, ich weiß: Darin sind wir Deutschen halt groß – und dennoch halte ich das für grundlegend falsch! Denn noch immer heißt mein Job „Geschäfts-Führer“ – und nicht „Geschäfts-Verweser“! So dissonant das für einen oder anderen klingen mag.

Teuer? Verglichen mit was?

Unmittelbar nach diese Phase inniger Reflexion beginnen die Diskussionen mit einigen Interim Managern. Weil UNITEDINTERIM die Rechnungen für das neue Jahr gestellt hat. Ein Standard-Prozess für uns – ein markerschütternder Vorgang für den einen oder anderen Interim Manager!

 

Im Rahmen dieser quälenden Diskussionen – die wir leider führen müssen und die deshalb tiefe Löcher in unsere Zeitbudgets reißen – fällt irgendwann so sicher, wie ich das hier schreibe, der Begriff „teuer“.

 

Ich frage neuerdings immer: „Teuer, verglichen mit was?“

 

Dann wird es in aller Regel sehr still auf der anderen Seite.

 

In diese Stille hinein frage ich ausnahmslos: „Sagen Sie, Frau Interim Managerin/Herr Interim Manager, ich habe mal eben nachgesehen: Wenn Sie 540 Euro für ein ganzes Jahr als teuer empfinden, was sagen denn Ihre Kunden zu Ihrem ganz persönlichen Tagessatz von [EURO] – den Preis, den Sie somit für nur einen einzigen Tag aufrufen?“

 

[EURO] ist an dieser Stelle der Platzhalter für den tatsächlichen Preis des jeweiligen Interim Managers. Er hat bei UNITEDINTERIM eine Bandbreite von 655 bis 2.100 Euro.

 

Und eins ist so sicher, wie mich diese Diskussionen quälen:

 

Niemand ruft hier weniger als 540 Euro auf!

 

SIE SUCHEN EUCH, INTERIM MANAGER, FINDEN ABER NICHTS!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Juedischer_Friedhof_Sulzburg_2017„In zwei von drei deutschen Unternehmen, die bereits auf Interim Management setzen, verfügt die eigene Personalabteilung nach Ansicht der Fachabteilungen über kein ausreichend belastbares Netzwerk an Interim Managern.“

 

So beginnt die Pressemitteilung von Aurum von Anfang dieser Woche. Aurum Interim Management hatte insgesamt 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen zum Thema Interim Management befragt.

 

Demnach halten 67 Prozent der Führungskräfte das Interim Manager-Netzwerk der eigenen HR-Abteilungen nicht für ausreichend. Das ist durchaus alarmierend, weil die Personalbereiche den Fachabteilungen bei zwei Drittel aller befragten Unternehmen, die Interim Manager einsetzen, zuarbeiten.

 

Stimmt. Und auch ist es völlig legitim, wenn Aurum aus all dem den Wert der Provider für die Unternehmen ableitet. „Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte schätzen es, dass sie über einen Provider eine größere Auswahl an Kandidaten zur Verfügung haben und weniger lange nach einem passenden Interim Manager suchen müssen.“

 

Allerdings schwingt hier für mich durch, dass die Arbeit mit Providern noch längst keine Selbstverständlichkeit ist, denn sonst müsste man über das als „nicht ausreichend“ kritisierte Unternehmens-eigene Netzwerk kein Wort verlieren – sondern stattdessen festhalten: „Ist ohnehin nicht unser Kerngeschäft…!“

 

Ebenso bleibe ich hängen an dem „größere Auswahl“ und „weniger lange suchen“.

 

Ich formuliere das einmal anders: Wenn wir im Unternehmen Festanstellungen besetzen wollen, dann haben wir eine ausreichende Auswahl und müssen auch nicht lang suchen – im kleinen Markt des Interim Managements hingegen schon!

 

Ich neige dazu, dem zuzustimmen!

Es fehlt an Awareness im Interim Management

 

Also, Interim Manager: Es fehlt an „Awareness“! Die Unternehmen suchen Euch – aber sie finden Euch nicht…

 

Folglich besteht akuter Handlungsbedarf!

 

Wo werden heute Menschen – gleichgültig in welchem Umfeld! – suchen? Die ersten, möglicherweise vorsichtigen Schritte gehen? Sich vielleicht auch erst einmal „schlau machen“?

 

Sicher: Im Internet! Sie suchen dort – und sie erwarten Antworten dort. Sofort. Nicht erst in 48 Stunden….

 

Und dort im Internet finden sie dann die Interim Manager, die sie suchen….

 

Tatsächlich?

 

Ich kenne Interim Manager, die tun tatsächlich sehr viel für ihre eigene Präsenz im Internet – und die fassen dann auch schon einmal ein paar Tausender an.

 

Und ich kenne viele, die tun aber auch rein gar nichts. Eine eigene Website? Blödsinn! GMX-Adresse reicht… Michael Zachrau hat das wunderbar glossiert: [WARUM UNS DIE DIGITALE TRANSFORMATION NICHT BETRIFFT]

 

Wir müssen das mal unmissverständlich sagen: Solche Interim Manager kann schlichtweg kein Unternehmen finden!

Ich hab‘ ja nichts zu sagen!

 

Ich kenne kaum einen Interim Manager, der ein eigenes Blog unterhält! „Ich habe die Zeit nicht!“ (na gut) oder „Ich hab ja nichts zu sagen!“ (hoppla!) lauten dann die Top-Platzierungen in den Charts der beliebtesten Ausreden.

 

Aber es werden immer mehr, die Kräfte mit Kollegen bündeln. Ohne sich zu verausgaben oder sich gar um die Vermarktung des eigenen Beitrags kümmern zu müssen! Sie nutzen das UNITEDINTERIM-Blog – und freuen sich über mehr als 10.000 Zugriffe auf die besten Posts (so der Fachbegriff). Eine smarte, noch immer einzigartige Lösung im Interim Management der gesamten DACH-Region! Denn jeder Autor schreibt in der Regel ein-, zweimal im Halbjahr, stützt damit seine eigene Reputation im Interim Business und tummelt sich zudem in einer Content-Maschine, die Google inzwischen sehr wohl bemerkt und goutiert hat.

 

Und weil UNITEDINTERIM keine Provisionsansprüche schützen muss, fehlt auf keinem Blogbeitrag die E-Mailadresse des Interim Managers oder der Interim Managerin. Potentielle Kunden können somit den Anbieter direkt erreichen und über ihre Anfrage sprechen.

 

Und selbstverständlich reagiert der Markt darauf!

 

Es ist ja eine besondere, die vorweihnachtliche Zeit: Ich wünsche mir deshalb vom Christkind, dass das immer mehr Interim Manager erkennen. Und entsprechend handeln. Sich dadurch selbst nachhaltig stärken, die „Awareness“ für sich selbst verbessern und damit auch für die gesamte Interim-Branche.

 

Dass sie erkennen, dass ein professionelles Interim Management ohne Kommunikation, ohne Vertrieb und ohne Investitionen in das eigene Geschäft – ja, tatsächlich! – nicht funktionieren kann!

 

Warum? Es funktioniert auch sonst nirgends.

 

Aber wenn wir dann neben dem analogen auf den digitalen Kanal setzen, dann wird das zunächst einmal viel, viel schneller: Das wird sicher die Unternehmen freuen (siehe oben).

 

Und es wird viel, viel billiger! Ich kann das aus vielerlei Erfahrungen belegen – zum Beispiel durch die AIMP-Foren: Früher haben wir jährlich für 1.500 Euro Programme gedruckt. Heute stellen wir diese Informationen über eine App zur Verfügung – und die Druckkosten entfallen.

 

Einher geht dieses Sparen auf der quantitativen mit einem Quantensprung auf der qualitativen Seite: Zum Beispiel können Teilnehmer vor Ort die anderen Teilnehmer kontaktieren oder aber Fragen über die App an die Workshop-Leiter senden.

 

Natürlich haben wir diese App einmal bauen und Geld in die Hand nehmen müssen – ja, sicher! Dann aber eben nicht mehr…

 

Die Kernaussage lautet daher: Kosten runter und Qualität rauf!

 

Diese Kernaussage leitet uns in unserem gesamten Tun bei UNITEDINTERIM. Denn eins geht gar nicht:

 

Man sucht Euch, Interim Manager, findet euch aber nicht!

 

UNITEDINTERIM®: MEHR ALS NUR EIN DEAL!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Kampen_Sylt_2016Ich hatte erwartet, dass sich die Dinge wiederholen würden – aber es kam anders!

 

Die Gründung von MANATNET im Jahr 2003 machte mich zum Missionar in Sachen Interim Management über Internet. Nicht vergessen: Kurze Zeit vorher war die Dotcom-Blase geplatzt! Heute reagieren die Interim Manager auf unser neues Unternehmen UNITEDINTERIM®, den neuen Dienstleister für alle am Interim-Business beteiligten Parteien in der DACH-Region, ganz anders: Offen, neugierig – und ja, einige sogar begeistert.

 

„Toll! Endlich mal was wirklich Neues – und nicht wieder dieses hohle Marketing-Geblubber!“, lautet eine solche Reaktion.

 

„Donnerwetter! Das ist ja mal eine echte Innovation: Das werde ich sicher testen!“

 

Oder, fast schon legendär für uns, Heinz Sommers (CEO der Companytransfer AG) „This could be a Game Changer!“

 

Eine andere Reaktion, über die ich mich zugegebenermaßen wirklich freue:

 

„Als Feedback möchte ich Ihnen geben: Ich war am Anfang doch etwas skeptisch und möchte grundsätzlich nicht für etwas bezahlen, wovon ich nicht weiß ob ich wirklich davon profitiere. Der Auftritt von UNITEDINTERIM war aber von Anfang an sehr professionell: Die Informationen erfolgten regelmäßig (und nicht zu oft) und waren klar und verständlich. Die selbst gestellten Termine wurden (zumindest meinem Empfinden nach) eingehalten und der Auftritt im Internet gefällt mir gut. Ich war überrascht wie einfach das Einpflegen der Daten war. Hoffentlich geht es so weiter und der Markt nimmt das Angebot auch entsprechend an. Ich werde es jedenfalls die Vermarktung fürs Erste über diese Plattform versuchen.“

 

Nun, wir wollen fair sein: Es gibt auch anderes Feedback:

UNITEDINTERIM® ist kein Provider

 

„Da ich bereits auf 2 digitalen Plattformen „kostenfrei“, d.h. nur Provision im Auftragsfall, hinterlegt bin, habe ich kein weiteres Interesse an Ihrem Projekt. Bitte löschen Sie meine Daten.“

 

„Ich zahle keine 45 Euro im Monat! Ich bevorzuge das Provisionsmodell: Wenn Sie mir ein Projekt bringen, dann sollen Sie auch verdienen!“

 

Nun ist UNITEDINTERIM nicht als Provider, als „Projektbringer“, aufgestellt, sondern als Unternehmen, das die Interim Manager auf ihrem digitalen Weg zum Kunden stark machen möchte! Und zwar vor allem die Interim Manager, die ihr Geschäft vorwiegend direkt mit dem Kunden abschließen. Dieses Direktgeschäft umfasst, je nach Schätzung, 70 oder sogar noch mehr Prozent des Marktes – und wird, wen kann das wundern, mittelfristig weitgehend digital über Internet angebahnt und abgewickelt werden. Wir sind davon überzeugt: Interim Manager brauchen vor diesem Hintergrund eine gute Strategie für ihren künftigen direkten Weg zum Kunden.

Interim Manager –  Einzelkämpfer auch für die Digitalisierung?

 

Die simple Frage lautet daher: Kann das jeder (!) Interim Manager allein? Kann ein Interim Manager allein eine vergleichbare Präsenz, eine vergleichbare Wucht wie UNITEDINTERIM® generieren? Und: Ist das sinnvoll oder gar effizient?

 

Jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, wird das verneinen. Bemerkenswerter Weise würde wohl auch kein professioneller Interim Manager seinem Kunden ein solches Vorgehen empfehlen.

 

Dennoch, und das kann nicht verwundern, denken zahlreiche Interim Manager noch nicht so und sind noch im traditionellen, im Provisions-Modell verhaftet. Natürlich, denn mit diesem Modell sind wir doch alle aufgewachsen!

 

Und Menschen tun sich halt schwer damit, Dinge, die sie kennen, infrage zu stellen.

 

Allein der Blick auf die Telekommunikationswelt würde hier helfen: Als ich MANATNET gründete, haben wir langsame Verbindungen über Modems nutzungsabhängig teuer bezahlt. Heute zahlen wir für superschnelle Verbindungen nutzungsunabhängige Flatrates – und die sind auch noch günstiger, als wir uns früher je vorstellen konnten.

 

Ich bin sicher, meine Leser nutzen im privaten Bereich ganz selbstverständlich die Vorteile von Plattformen: Für den kommenden Urlaub, den günstigsten Flug oder die neue Wohnung. Was früher die Durchsicht von Zeitungs-Anzeigen oder das Blättern im Katalog war, ist heute die Suche auf spezialisierten Plattformen: aktuell, übersichtlich, einfach und schnell!

 

„Wenn man da mal genauer hinschaut, dann ist das schon `ne coole Nummer! Wenn ich auch nur die Providermarge für einen Monat spare, dann kann ich neun Jahre bei UNITEDINTERIM dabei sein! Das ist mehr als ein Deal!“.

 

INEFFIZIENZEN IM INTERIM MANAGEMENT: TEIL 2

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_stets_online_Offenburg_2016Der DDIM-Kongress in Düsseldorf am vergangenen Freitag und Samstag hielt die eine oder andere Überraschung für mich bereit. So begrüßte mich gleich ein halbes Dutzend Interim Manager mit der verstörten Frage, weshalb es denn im kommenden Jahr kein AIMP-Jahresforum gäbe…

 

Gibt es, natürlich, wie geplant am 21./22. April auf Burg Schwarzenstein – wo sonst?

 

Es stellte sich heraus: Ein Kommunikationsfehler vor Ort war für dieses Missverständnis verantwortlich.

 

Viele gute Themen kennzeichneten die Veranstaltung und – mindestens genauso wichtig! – viele gute Gespräche.

 

Und ein Thema war aufgrund der kleinen Umfrage, die wir gerade durchführen, bestimmend: „Was hecken Sie denn da schon wieder aus?“

 

Nun, wir schauen derzeit, ob der Interim-Markt reif ist für einen spezialisierten Dienstleister für Interim Manager und Provider – keinen neuen Provider: Davon haben wir beileibe genug! Also keinen weiteren „führenden“ Interim-Provider, denn das Providergeschäft werden wir wie bisher unter den eigenen Marken, fast hätte ich hier geschrieben „Brands“, weiterführen.

 

Das Providergeschäft läuft gut und bei MANATNET stehen wir vor dem besten Jahr in der Unternehmensgeschichte mit einer Lead-to-Deal-Quote von 2 : 1. Hier, unternehmensintern, haben wir damit eine der großen Ineffizienzen in unserem Geschäft dramatisch abgebaut: Die Arbeit für die Mülltonne. Ich werde alles daran setzen, dass das auch im kommenden Jahr so sein wird.

Traditioneller Kanal bleibt wichtig im Interim Management

 

Die Beratung und die Search-Dienstleistung für Unternehmen, die einen Interim Manager suchen, werden für uns auch in den kommenden Jahren eine große Bedeutung haben. Wir sind uns deshalb so sicher, weil viele Kunden, mit denen wir zusammenarbeiten, genau dies wollen. Sie erwarten im Kern den direkten Draht zum kompetenten Ansprechpartner beim Provider. Sie erwarten ein professionelles Filtern der möglichen Kandidatenprofile auf der Grundlage des langjährig aufgebauten Verständnisses der Gegebenheiten beim Kundenunternehmen. Und sie erwarten das entsprechende Briefing der Kandidaten durch den Provider.

 

Ein ziemliches Dienstleistungspaket, für das es offensichtlich einen gehörigen Bedarf gibt: Daher müssten wir mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn wir das kappen würden!

 

Um es an dieser Stelle klar auszudrücken: Unternehmen honorieren diese Arbeit auch – in einem vernünftigen Rahmen. Unangenehmer Weise wird dieser „vernünftige Rahmen“ von den Unternehmen über die vergangenen Jahre immer ein wenig kleiner geschnitten. Fragen Sie mal die Headhunter!

Zwei Gründe für die Mehrfachansprache

 

Typischerweise fragen die Unternehmen nicht bei nur einem Interim-Provider an, sondern bei mehreren. Oft höre ich die Zahl „3“, ich habe aber auch schon die Zahl „7“ erlebt – und mich daraufhin von dieser Anfrage verabschiedet. Die Gründe für die Unternehmen, mehrfach anzufragen, sind im Wesentlichen diese beiden:

 

(1) Compliance: Um ein „Buddy-Geschäft“ weitgehend auszuschließen. Auf gut deutsch: Ein Geschäft auf der Grundlage „irgendjemand kennt irgendjemanden gut – und der wird´s dann schon gut richten – für gutes Geld“.

 

(2) Arithmetik: Um die Grundgesamtheit, in der gesucht wird, zu vergrößern und damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den besten Interim Manager für die gegebene Aufgabenstellung zu finden.

 

Dieses aus Sicht der nachfragenden Unternehmen nachvollziehbare Unterfangen führt jedoch zwangsläufig zu einem hohen Grad an Ineffizienzen auf der Anbieterseite, sprich der Interim-Provider.

 

Zwar scheint der Prozess „Beschaffung Interim Manager“, wenn wir weit genug vereinfachen, vergleichbar mit allen anderen Ausschreibungen in anderen Welten – z. B. im Baugewerbe oder im Erwerb von Flugzeugen durch Airlines.

 

Aber halt nur auf den ersten Blick – denn die Provider sind letztlich nicht die Leistungserbringer: Stattdessen übernehmen das die Interim Manager. Ich weiß, der eine oder andere Provider sieht das anders – was ich wie stets respektiere, dem ich aber keineswegs zustimme.

 

Eben weil die Provider nicht selbst die Leistung erbringen, müssen sie sich diese passenden Leistungserbringer aus ihren Pools heraussuchen – und dann dem Kundenunternehmen vorschlagen. So weit so gut!

 

Nun ist es einleuchtend, dass (wenn die Provider gut recherchieren) von den drei bis sieben angesprochenen Interim-Providern mitunter dieselben passenden Leistungserbringer, vulgo Interim Manager, angesprochen werden.

 

Wenn wir Glück haben, dann erkennen die jeweiligen Interim Manager, dass es sich bei unterschiedlich aufschlagenden Anfragen um dasselbe Mandat handelt. In diesem Fall bekommt der Faktor Schnelligkeit überragende Bedeutung: Der professionelle Interim Manager wird nämlich in diesem Fall kommunizieren: „Tut mir leid, ich bin schon von einem anderen Provider angesprochen worden!“ – z. B. von MANATNET [MANATNET – DER SCHNELLSTE INTERIM-PROVIDER].

 

Das ist aber beileibe nicht immer der Fall. Und so erhält der Kunde denselben Interim Manager als Empfehlung gleich von mehreren Providern. Glauben Sie nicht? Ist aber tatsächlich so!

 

Nun erwarte ich nicht überall und immer überbordende Probleme – und so neige ich dazu, einem Kunden in diesem Fall zu sagen: „Das ist halt so, wenn Sie mehr als einen Interim-Provider ansprechen. Nicht nur Sie versuchen, Ihre Chancen zu optimieren: Die Interim Manager tun das auch!“

 

Anders sieht das aus, wenn derselbe Interim Manager zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird. Auf der Logik beinahe aller Interim Manager („Was der Provider verdienen will, muss er draufrechnen“) kann ein Interim Manager, der 1.000 Euro als Tagessatz erwartet, den Kunden 1.250, 1.350 oder schon einmal über 1.400 Euro am Tag kosten. Und diese Preisstaffel liegt dann sauber ausgebreitet auf dem Tisch des beeinduckt staunenden Kunden.

 

Da gehen dann auch mir die Argumente aus…

 

Wäre es deshalb nicht sehr viel besser, es gäbe einen Dienstleister, dessen Kerngeschäft das Poolmanagement ist? Und alle Interim Manager aus der DACH-Region wären in diesem Pool vertreten und alle Provider könnten auf diesen Pool zugreifen und ihre Mandate besetzen?

 

Und, Achtung!: In dem Moment, wo ein Provider einen Interim Manager für ein Mandat vorstellen würde, erhielten die anderen Provider für diesen Interim Manager den Hinweis: „Nicht verfügbar“…?

 

Das eine der elementaren Fragen, die uns derzeit umtreibt.

 

MANATNET HAT WOHL DIE BESTEN DATEN IM POOL

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Fuer_mich_nur_das_Beste_Gengenbach_2015Mein Interim Management-Blog mögen manche nicht. Recht viele aber mögen es. Manch einer findet, ich sei „zu sarkastisch“. Mag sein, jedoch habe ich von Beginn an klargemacht, dass mein Blog zur Interim-Szene kein weichgespültes Marketing-Geblubber sein würde – womöglich noch mit einem ausgeprägten Hang zur vollumfänglichen Selbstbeweihräucherei. Entsetzlich! Und ganz offen: Dafür wäre mir meine Zeit zu schade…

 

Und das mögen wieder andere und senden dann schon einmal ein solches Feedback:

 

„… Der Grund? Sie thematisieren als einziger Provider die dramatische Veränderung des Marktes. …“

 

Und für genau diese Menschen schreibe ich.

 

Und mit diesen Menschen spreche ich zudem. Und das Tolle ist: Wenn ich ehrlich bin, dann sind es meine Gesprächspartner auch – und dann höre ich dies:

Interim-Würstchenverkäufer oder -Leiter Bauchtanzgruppe

 

„Stellen Sie sich vor, Herr Becker: Da bekomme ich einen Anruf eines namhaften Interim-Providers. Der bietet mir ein Mandat als Werksleiter an – und im nächsten Atemzug sagt er mir, ich müsse meine Unterlagen aktualisieren, denn die seien von Ende 2008! Ich habe abgelehnt, weil ich noch bis Jahresende in einem Mandat gebunden bin. Aber das ist nicht das eigentliche Problem…!“

 

„Kann ich mir vorstellen….“

 

„Das eigentliche Problem, Herr Becker, ist: Der Provider hat meine Unterlagen in den vergangenen sagen wir fünf Jahren nicht einmal angefasst, denn sonst hätte er längst reagiert. In diesem Zeitraum bin ich also offenbar nicht einmal in die Nähe eines Mandates gekommen!“

 

„Verstehe…!“

 

„Das Schlimmste jedoch ist: Der Provider identifiziert mich auf der Grundlage von Daten aus 2008 als passenden Kandidaten für die Aufgabe bei seinem Kunden. Er hat nicht den Schimmer einer Ahnung, was in den letzten 5 Jahren auf meiner Seite geschehen ist – und das sind bekanntlich die Jahre mit der größten Relevanz für den Kunden! Ich könnte in diesen Jahren Würstchen verkauft oder eine Bauchtanzgruppe geleitet haben: Er wüsste es nicht: Da bin ich wirklich sprachlos!“

 

Nun, es steht mir nicht an, den Wettbewerber-Provider zu kritisieren. Ich denke aber, diese Geschichte ist eher typisch für unser Interim Provider-Geschäft als ungewöhnlich. Denn das ist systemimmanent!

 

Wenn Sie als Provider CVs von Interim Managern entgegennehmen, dann beginnt in genau diesem Augenblick deren Verfallsdatum abzulaufen. Das ist solange unkritisch, wie Sie in Ihrem eigenen Mikrokosmos leben. Und wenn Sie dann für einen Ihrer Kunden nach einem passenden Interim Manager suchen, dann stellen Sie halt fest, dass das Verfallsdatum der CVs abgelaufen ist – und kontaktieren den oder die Interim Manager mit der Bitte, seine oder ihre Unterlagen zu aktualisieren.

Kuscheliger Interim-Mikrokosmos oder rauhe Außenwelt

 

Ganz anders sieht das aus, wenn Sie Ihren eigenen Mikrokosmos verlassen und sich der Außenwelt öffnen – sprich: Ihre Kunden selbst in Ihre Interim Manager-Datenbank schauen lassen.

 

Wenn dann Ihre Datenbank von CVs mit abgelaufenen Verfallsdaten nur so strotzt, dann werden Ihre Kunden mit einer mir ähnlichen Prägung Sie fragen, ob Sie noch ganz gescheit sind. Andere Kunden, mit einer eher scheuen Prägung, werden Sie einfach nicht mehr wiedersehen…

 

Das ist der Grund, weshalb ich so sehr auf die Aktualität der Daten der Interim Manager bei MANATNET achte – und darauf sogar in einem Video eingegangen bin.

 

Und glauben Sie mir: Auch bei MANATNET veralten die Daten der Interim Manager! Aber unser System hält das nach und weist die Interim Manager darauf hin, dass ihre Daten veralten. Und wenn sie dann nicht reagieren, dann deaktiviert unser System halt diese Daten – solange, bis sie aktualisiert werden. Ein Kunde wird daher niemals alte CVs sehen – und wir im eigenen Projektgeschäft folglich auch nicht. (Obendrein entfällt die ganze Hinterher-Rennerei auf unserer Seite vollständig: Welch ein Effizienzvorteil!)

 

Tatsächlich gibt es jedoch Interim Manager, die auch dann nicht reagieren: In diesem Fall wende ich mich persönlich an die jeweiligen Interim Manager – überschrieben mit „Eigentümer Follow-up“.

 

Tatsächlich gibt es aber Interim Manager, die auch darauf nicht reagieren: Dann kündige ich die Geschäftsverbindung. Zu meinem großen Bedauern. Und frage mich immer wieder, wie in Gottes Namen man annehmen kann, mit einem alten Verkaufsprospekt in eigener Sache, auch nur in die Nähe eines Projektes zu kommen – geschweige denn, ein Manadat gewinnen zu können…

 

182 mal gekündigt habe ich im vergangenen Jahr. Und 16 mal bereits in diesem Jahr.

 

Nun weiß ich natürlich nicht, ob das bei meinen Providerkollegen auch so sein könnte. Aber ber nach all den Jahren glaube ich fest:

 

MANATNET hat wohl die besten Daten im Pool.

 

„LASS DOCH“ GEHT BEI MANATNET GAR NICHT!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Komposition_mit_zwei_Fenstern_Gengenbach_2016Der Anruf des Interim Managers kommt am Vormittag: „Haben Sie das aktuelle Heft des SPIEGEL gesehen, Herr Becker?“

 

„Nein, Herr Interim Manager, tut mir leid. Ich lese den SPIEGEL nicht!“

 

„Sollten Sie aber! In der Titelgeschichte „Sie sind entlassen!“ – das hat dieser Typ von der Innovationsschmiede beim letzten AIMP-Jahresforum fast alles erzählt…!“ [Video]

 

„Sie meinen Thomas Huber, den Chef von Cassing, Institut für Absatz- und Produktentwicklung?“

 

„Ja, genau! Lesen Sie das mal!“

 

Und das tue ich dann. Und ich muss dem Interim Manager zustimmen!

 

Also reift der Entschluss, das mit unseren Interim Managern zu teilen – in der „Post Clippings“-Ära muss das natürlich auf elektronischem Weg gehen. Und bei MANATNET ohnehin. Also betrete ich erstmals seit Menschengedenken die SPON-Site….

„Der Hinweis reicht doch auch!“

 

Ich kann das Heft in der Online-Version erwerben. Das ganze Heft. Nicht nur den Leitartikel. Das kann die FAZ besser!

 

Egal. Ich registriere mich, natürlich. Im „Double-opt-in“-Verfahren, natürlich. Ich zahle, natürlich. Und ich erhalte das gesamte Heft als PDF-Datei. Gut 23 MB groß ….

 

Damit steht fest: Als Mail versendest Du das ganz sicher nicht! Also: Auf die MANATNET-Site hochladen! Keine allzu gute Idee, denn wir haben aus mannigfachen Gründen ein Upload-Limit von 10 MB je Datei. Natürlich kann der Chef die Techniker bitten, das dennoch zu tun, jedoch haben die gerade deutlich andere Prioritäten.

 

„Lass doch!“, heißt es aus meinem Umfeld, „der Hinweis reicht doch auch…!“

 

„Nein, ganz sicher nicht!“

 

„Aber die Leute können sich das Heft doch selbst kaufen!“

 

„Natürlich können die das. Aber ich möchte das nicht. Denn, erstens, erwarten die Interim Manager von MANATNET, dass an der Stelle ein Link kommt; und, zweitens, wäre das ein Medienbruch – und das geht ja mal gar nicht: Sie müssten die Online-Welt verlassen und in die analoge Welt eintauchen, um ihren Wunsch nach Information zu erfüllen. Das ist nicht, wie ich ticke, und daher ist das auch nicht diskussionsfähig!“

 

Mitunter bin ich etwas ruppig…

Dropbox-Link für Interim Manager

 

Die Lösung heißt Dropbox. Also, Datei hochladen, freigeben und den Link in meine personalisierte Mail (andere Mails versende ich nicht) einarbeiten.

 

In ein paar Minuten hat Word Steuer- und Quelldatei zusammengeführt, weitere wenige Minuten später sind rund 500 Mails raus. Die Diskussion zum Medienbruch vorhin hat länger gedauert.

 

Es dauert keine fünf Minuten, dann sind die ersten Antworten da:

 

Hallo Hr. Becker,

 

Toller Service!

 

Vielen Dank dafür – ich freue mich auf die Lektüre heute Abend.

 

MfG

 

Interim Manager

 

Oder auch:

 

Lieber Juergen,

 

fuer mich bist Du nicht nur ein ehrenwerter Fuerst der Finsternis, sondern auch ein wirklich kunden- und serviceorientierter Unternehmer!

 

Herzlicher Gruss
Interim Managerin

 

Oder direkt bei SPON am Artikel:

 

Einfach klasse – danke für den Hinweis und den Artikel! Sehr treffend!

 

Ich freue mich über dieses Feedback, ganz ehrlich! Und ganz besonders freue ich mich darüber:

 

Klasse, Herr Becker – gerade die nächsten 5 Jahre sind für uns Interimer / Freelancer hochspannend – vielen Dank hierfür!

 

Sie schrieben in Ihrem letzten Blog

 

MANATNET – der schnellste Interim-Provider!

Ich würde hinzufügen: MANATNET – mit Abstand der innovativste Interim-Provider (so wie derzeit Mercedes in der Formel 1).

 

Vielen Dank & alles Gute, Herr Becker.

Bin schon auf Ihren neuen Blog gespannt.

 

Beste Grüße

Interim Manager

 

Da werde ich fast ein wenig verlegen. Und so bin ich dem Hinweisgeber auf diesen Artikel zu besonderem Dank verpflichtet und ich bin heilfroh, dass ich den Medienbruch nicht zugelassen habe! Trotz leichter Konflikte in meiner Umgebung.

 

So bin ich halt geprägt:

 

„Lass doch“ geht bei MANATNET gar nicht!