Friday 26. May 2017

45 EURO FÜR UNITEDINTERIM? SPOTTPREIS!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_45_EURO_2017Im Rahmen der aktuellen AIMP-Providerumfrage haben wir diese Frage gestellt:

 

„Wieviel Prozent Ihrer Mandate beschäftigten sich mit dem Schwerpunkt Digitalisierung?“

 

Sie werden der Seite 33 der AIMP-Providerumfrage entnehmen, dass der Anteil dieser Mandate im Jahr 2016 insgesamt gerade mal 8 Prozent ausgemacht hat. Wenn Sie die Kommentare lesen, die die Provider zusätzlich abgegeben haben, dann werden Sie bei diesen Kommentaren hängenbleiben:

 

„Ich halte die allermeisten Interim Manager nicht für adäquat ausgebildet, die Digitalisierung auf der Kundenseite zu begleiten, geschweige denn zu treiben“ – und – „Es wird dramatisches ‘Overselling‘ betrieben: Gefahr negativer Auswirkungen auf Markt.“

 

Ich tendiere dazu, dieser Aussage zuzustimmen – auf jeden Fall aber, ihr nicht zu widersprechen. Ja, ich möchte die Aussage sogar ergänzen:

 

Nicht nur die adäquate Ausbildung fehlt, sondern das Denken in digitalen Dimensionen ist bei erstaunlich vielen Interim Managern nicht vorhanden, zumindest aber nicht ausgeprägt.

 

Wie kann ich mir ein solches Urteil anmaßen?

 

Nun, ich lebe in dieser digitalen Interim-Welt seit den Anfängen von MANATNET im Jahr 2003 und erlebe seitdem das Denken und Handeln vieler Interim Manager – und nun durchlebe ich die nächste Stufe bei UNITEDINTERIM.

 

Hierbei geht es mir nicht darum, dass ich mitunter die Frage beantworten muss: „Die Seite neu laden? Wie mache ich das…?“ Vielmehr erkenne ich zwei typische Reaktionen:

Reaktion 1: Digital im Interim Management? Brauch´ ich nicht!

 

Meine Leser wissen das: Ich respektiere grundsätzlich die Meinung meines Gegenüber (wenn`s nicht gerade Nazi-Geschwätz ist), auch wenn ich sie deshalb nicht teilen muss. Daher respektiere ich die Meinung der Interim Manager, die sicher sind, dass sie keinen digitalen Vertriebskanal benötigen, sondern auch weiterhin sehr gut auf analogem Wege klarkommen werden.

 

Es gab auch vor satten hundert Jahren genügend Droschken-Eigner, die dem Automobil keine Zukunft bescheinigten, sondern frohgemut ihre Gäule striegelten.

 

Die andere Reaktion hingegen, bringt mich auf die Palme, denn sie zeugt von rührender Unkenntnis.

Reaktion 2: Dat is misch zu teuer!

 

Auch der ungemein sympathische Kölsche Dialekt kann nicht davon ablenken, dass die zwingende Frage beantwortet werden muss: „Verglichen mit was?“

 

Vergleichen wir also die 1,50 Euro, die UNITEDINTERIM am Tag kostet (was 45 Euro im Monat entspricht):

 

Vergleich 1 – Mit dem Tagessatz des jeweiligen Interim Managers: Der letzte Interim Manager, die das Argument „zu teuer“ in den Raum stellte, ruft einen Tagessatz von 1.500 Euro auf. Plus Spesen – versteht sich. Ein marginales Tausendstel seines eigenen Honorars für die uneingeschränkte Nutzung eines digitalen Vertriebskanals (ohne Provisionspflicht) empfindet dieser Interim Manager als zu teuer. Ich persönlich führe solche Diskussionen nicht mehr.

 

Vergleich 2 – Mit anderen Dienstleistungen für den Interim Manager: Für 45 Euro – am Tag, wohlgemerkt – kommen Sie nicht einmal in Low-Budget-Hotels wie Motel One unter. Oder: Für 45 Euro am Tag bekommen Sie bei Sixt nicht mal einen Smart – ohnehin nicht die bevorzugte Karosse der Interim Manager.

 

Vergleich 3 – Mit „Selbermachen“: Klar, im Kern, kann jeder Interim Manager das machen, was UNITEDINTERIM auch macht. Also schaun wir mal – und lassen die Arbeitszeit, die erforderlich ist ebenso außen vor, wie die runde Viertelmillion, die MANATNET und butterflymanager investiert haben, nur um die Betaphase zu erreichen.

Selber machen kostet wohl mehr als das Fünfzigfache

 

Und auch dann haben Sie nur ein digitales Reihenhäuschen hingestellt – und kein digitales Powerhouse!

 

Wie komme ich zu dieser Aussage? Schauen wir uns die wesentlichen monatlichen (Sach-!) Budgets von UNITEDINTERIM an – und vergleichen sie mit dem monatlichen „Abo“ von 45 Euro:

 

700 Euro – Rechenzentrum, Backup und Sicherheit: Entspricht 17 Abos

1.000 Euro – Maintenance und Usabiltiy (Front- und Backend): entspricht 22 Abos

2.000 Euro – Suchmaschinenoptimierung: entspricht 44 Abos

5.000 Euro – Online- und Offline Werbung: entspricht 111 Abos

5.000 Euro – Weiterentwicklung: entspricht 111 Abos

 

Sie sehen also, es ist kein Problem, so etwas selbst auf die Beine zu stellen: Sie legen monatlich halt fast 14.000 Euro auf den Tisch! Ach ja: Und Sie müssen natürlich Ihr Geschäft als Interim Manager an den Nagel hängen, denn das hier ist ein Fulltime-Job!

 

Einspruch, sagen Sie? Der Vergleich hinkt, denn Sie würden ja nur etwas für sich ganz persönlich machen, etwas viel Kleineres – und so viel braucht´s also nicht für Sie persönlich? Okay, wenn Sie für Ihr digitales Reihenhäuschen obendrein noch keine hohen Ansprüche haben, dann kommen Sie vielleicht mit gut zweitausend Euro im Monat hin. Aber die sind´s dann ganz sicher – und dann sind wir beim Fünfzigfachen dessen, was UNITEDINTERIM kostet. (Die Arbeitszeit, die Sie investieren müssen immer noch außen vor!)

 

Nun gibt es – dankeswerterweise! – eine gehörige Anzahl an smarten, digital-affinen Interim Managern, die das erkennen. Womöglich sind das exakt die Interim Manager, die unsere Wirtschaft braucht auf ihrem weiteren Weg in die Digitalisierung. Diese Interim Manager erhöhen die Effizienz Ihrer Kunden – und für sich selbst auch.

 

Oder wie ein Interim Manager lapidar kommentierte:

 

45 Euro für UNITEDINTERIM? Spottpreis!

 

Friday 19. May 2017

INTERIM PROVIDER STEHEN MITTEN IM CHANGE PROZESS

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Wohlfuehloase_Westerland_Sylt_2017Spätestens seit UNITEDINTERIM, dem neuen Dienstleister für alle am Interim-Business beteiligten Parteien in der DACH-Region, ist die Digitalisierung endgültig in der Interim-Szene angekommen.

 

Der eine Teil der Szene erkennt die Wucht, mit der die Digitalisierung das Interim-Geschäft verändern wird. Der andere hält das Interim-Geschäft für nicht digitalisierungsfähig und glaubt, sich dieser Wucht entziehen zu können. Aus meiner unmaßgeblichen Sicht wird es ein schmerzhaftes Erwachen geben.

 

Weit weniger wird darüber diskutiert, welche Auswirkungen die Digitalisierung dann auf das Geschäft der professionellen Interim Management-Provider haben wird.

 

Mit diesem Thema beschäftige ich mich heute und ich möchte meine ganz persönliche Einschätzung mit meinen Lesern teilen. Wie stets, lechze ich an dieser Stelle viel mehr nach Widerstand und Sperrfeuer denn nach Zustimmung: Denn genau hier liegen die Ansätze, um stets besser zu werden!

Trend 1: Eigener Provider-Pool stirbt

 

Die in der Werbung gern verwendete Aussage der Provider, „Wir kennen alle unsere x-Tausend Interim Manager persönlich!“, zaubert immer mehr Kunden ein mattes Lächeln auf die Lippen – denn, die glauben das schlicht nicht. „So viele Leute kann man gar nicht richtig kennen! Zudem stellt sich – beim gegebenen Personalumschlag – die Frage, wer das Interview geführt und wann dieses Kennenlernen stattgefunden hat. Ein Interview im Jahr 2013 halte ich heute für ziemlich wertlos.“

 

Aus meiner Erfahrung – andere mögen das anders sehen! – geht es Kunden heute darum, möglichst schnell einen grundsätzlich guten Kandidaten zu identifizieren und ihn oder auch sie ebenso schnell abzulehnen oder aber – und das ist das Ziel – in einem ersten Telefonat eine Ebene tiefer abzuklopfen.

 

Da der Markt immer enger wird, versuchen die Kunden solche Kandidaten über alle nur eben möglichen Kanäle aufzutreiben. Und sie fragen eben nicht nur bei einem Provider an, weil sein jeweiliger Pool systembedingt eingeschränkt ist, sondern bei mehreren (oftmals auch aus Compliance-Gründen). Da auch das in der Regel nicht reicht und weil Kunden durchaus versuchen, Geld einzusparen, suchen sie zusätzlich selbst z. B. bei XING, LinkedIn und den anderen vergleichbaren Anlaufstellen. Und neuerdings dort, wo man sich auf dieses Geschäft spezialisiert hat, bei UNITEDINTERIM.

 

Es ist für mich daher sicher: Der eigene Pool ist für einen Interim-Provider kein Wettbewerbsvorteil, keine „Unique Selling Proposition“ mehr. Wenn aber der Pool kein Wettbewerbsvorteil mehr ist, dann muss ich ihn nicht zwingend vorhalten! Merke: Auch Banken haben bis an die Neunziger Jahre eigene Rechenzentren gefahren….

Trend 2: Provider-Dienstleistungen werden entscheiden

 

Wenn sich ein Interim-Provider nicht durch seinen Pool vom Wettbewerb unterscheidet: wodurch denn dann? Ich halte es für überlebenswichtig, dass sich die Provider mit dieser Frage auseinandersetzen. Das gilt auch für MANATNET als Interim Provider.

Ganz offensichtlich muss der Mehrwert eines Providers auf anderen Feldern erbracht werden als dem „Matching“ – dem zusammenbringen des passenden Angebotes mit der entsprechenden Nachfrage. Vielmehr wird der Erfolg jedes Providers daran gemessen werden, welche Mehrwerte er darüber hinaus für den Kunden erbringen kann. Und wir wissen alle, dass ein Mehrwert für den Kunden typischerweise dann gegeben ist, wenn er Geld oder Zeit spart – idealerweise beides.

 

Folglich müssen sich die Provider die Prozess-Kette „Mitarbeiterbeschaffung“ auf Seiten der Kunden ansehen und sich fragen, an welcher Prozess-Stufe sie unterstützen und dem Kunden Arbeit abnehmen können. Ich bin sicher, hier schlummern viele Möglichkeiten – ganz besonders im deutschen Mittelstand.

Trend 3: Interim-Provider liefern keine CVs mehr

 

Ich bin der festen Überzeugung, dass auf absehbare Zeit kein Kunde mehr akzeptieren wird, dass er vom Provider einen CV oder Lebenslauf in den heute üblichen Formaten vom Interim Manager erhält. Weshalb? Nun, es interessiert letztlich kaum einen Kunden, was der Kandidat im Leben bisher beruflich gemacht hat. Vielmehr möchte er genau wissen, was die Interim Managerin oder den Interim Manager befähigt, die bei ihm anstehende Aufgabe zu stemmen. Und es ermüdet ihn, sich diese Dinge aus einem CV selbst zusammenzuklauben….

 

CVs von Kandidaten einholen: Das kann so gut wie jeder Kunde heute schon selbst: Der Kunde wird deshalb vom Provider mehr als das erwarten. Im Kern, dass schriftlich, schnell (!) und im Detail Provider und Interim Manager gemeinsam nachweisen, weshalb die Kandidatin oder der Kandidat für genau die jeweils anstehende Aufgabe geeignet sind. Eine Art Dossier mit „Fact & Figures“, exakt orientiert an den Vorgaben des Anforderungsprofils wird wohl das Ergebnis sein, das der Kunde erhalten wird. Ich persönlich glaube fest daran, dass dieses Dossier ein kurzes Video der Interim Managerin oder des Interim Managers beinhalten wird, in dem er seinen USP für das anstehende Projekte kurz und knackig dem Kunden benennen wird.

 

Aus meiner Sicht gehen damit ganz sicher auch die Zeiten zu Ende, in denen sich die Interim Manager mit einem launigen „Anbei mein aktueller CV“ aus der Akquisitionsphase ausklinken konnten.

 

Für die Provider bedeutet all dies am Ende: Sie müssen die eigenen Kapazitäten anders ausrichten: Weg vom Poolmanagement – und hin zum Kunden! Exakt deshalb haben Dr. Harald Schönfeld und ich UNITEDITINTERIM als Outsourcing-Partner für die Providerpools aufgebaut….

Trend 4: Rein erfolgsabhängiges Honorar stirbt

 

Wenn das reine „Matching“ zur Nebensache wird – und das wird es letztlich, wenn Kunden ihre Kandidaten selbst praktisch überall finden können – dann, natürlich, kann man darauf kein Geschäft aufbauen. Im Umkehrschluss gilt jedoch für mich zwingend:

 

Das Honorar der Interim-Provider kann nicht länger an die erfolgreiche Besetzung eines Projektes beim Kunden gekoppelt werden. Stattdessen wird das Unternehmen die Dienstleistung des Providers honorieren müssen – wie die Leistung aller anderen Berater auch. Das wiederum bedeutet für den einen oder anderen Provider, dass sein Mitarbeiter-Mix nicht länger passen wird: Quereinsteiger und Praktikanten werden in der Regel nicht in der Lage sein, die erforderliche Beratungs-Qualität zu liefern, für die der Kunde bereit ist, zu bezahlen.

 

Im Ergebnis werden mittelfristig vom Kunden die Provider-Leistungen aus dem Beratungsbudget bezahlt. Die Tagessätze für die Interim Manager hingegen aus dem Topf „Löhne und Gehälter“. Klingt doch recht plausibel, oder?

 

Zusammengefasst in nur einem Satz, den wir so gern für unsere Kunden verwenden:

 

Interim Provider stehen mitten im Change-Prozess!

 

Friday 12. May 2017

WIE, DAS IST NICHT ALLES KOSTENLOS?

Interim_Management_Blog_Screenshot_Analyseseite_tagessaetze_UNITEDINTERIMMein Blogeintrag vom vergangenen Freitag hat zur allgemeinen Erheiterung innerhalb der Interim-Szene beigetragen:

 

Kaum jemand wollte glauben, dass es Interim Manager gibt, die AGB anklicken, ohne sie zu lesen, sie dann explizit per Mail bestätigen – und dann, unmittelbar darauf, durch irgendeine Erleuchtung feststellen, dass sie im Gegenzug für das Dienstleistungspaket von UNITEDINTERIM eine existenzgefährdende Zahlungsverpflichtung in Höhe von 45 Euro je Monat eingegangen sind: „Wie, das ist nicht alles kostenlos?“

 

Doch, es gibt sie – und so auch in dieser Woche! Immerhin nicht so ruppig, vorwurfsvoll wie sonst (“Wie könnt Ihr nur…?”) – jedoch eine weitere Sequenz aus der beliebten Reihe “Und täglich grüßt das Murmeltier”:

 

„Sehr geehrter Herr Becker, sehr geehrter Herr Dr. Schönfeld,

 

ich möchte hiermit die Registrierung bei UNITEDINTERIM per direkt widerrufen.

 

Bitte bestätigen Sie mir dies schriftlich. 

 

Auch bitte ich um eine Löschung meiner Daten. 

 

Vielen Dank.

 

Herzliche Grüße / Warm regards

 

Interim Manager“

 

Tagesgeschäft inzwischen bei UNITEDINTERIM. Wir bestätigen die Löschung der Daten – jedoch ohne warme Grüße – und widmen uns anderen Themen.

 

Zum Beispiel mit dem Ausbau des Service-Angebotes für die Interim Manager. Und hier haben wir noch einige spektakuläre Dinge in der Pipeline!

Echtzeitanalyse der Tagessätze aller Interim Manager

 

Am Mittwoch haben wir die Analyse der Tagessätze aller Interim Manager bei UNITEDINTERIM freigeschaltet und legen sie allen registrierten Interim Managern gegenüber offen:

 

Eine solche Analyse stellt niemand sonst in der DACH-Regionn den Interim Managern zur Verfügung! („Wie, das ist nicht kostenlos?”)

 

Unsere Analyse zeigt keine geschätzten Tagessätze oder Tagessätze aus der Welt der Wunder – sondern Tagessätze, die Interim Manager ihren Kunden über Internet für ein Direkt-Geschäft nennen, ohne Provisionen. Also Tagessätze, die der aktuellen Marktsituation entsprechen.

 

Kann es ein besseres Benchmark geben, um den eigenen Tagessatz regelmäßig abzugleichen?

 

Kann es eine bessere Basis geben, um abgesichert mit den Kunden zu verhandeln?

 

Und: Kann es einen besseren Impuls für das Hinterfragen der eigenen Situation geben?

 

Zum Beispiel so: „Der Median für meine Linienfunktion liegt bei 1.250 Euro. Ich verlange 1.500 Euro. Habe ich ausreichend starke Argumente, die den Kunden überzeugen werden, rund 5.000 Euro mehr im Monat auf den Tisch zu legen als für einen grundsätzlich vergleichbaren Kollegen?!”

 

Oder so: „Der Durchschnitt für meine Linienfunktion liegt um 200 Euro höher als der Tagessatz, den ich fordere. Ähnlich ist das im Vergleich zum Median. Verschenke ich richtig Geld? Oder möchte ich mich weiter als „günstiger Anbieter“ positionieren, weil ich dadurch meine Auslastung erhöhen kann?“

 

Wie, das ist nicht alles kostenlos?

UNITEDINTERIM-Blog ante Portas – für die Interim Manager

 

Und in zwei Wochen bringen wir das UNITEDINTERIM-Blog: Ein Blog ausschließlich für die registrierten Interim Manager bei UNITEDINTERIM: Mächtig in der digitalen Welt positioniert über die Marke UNITEDINTERIM!

 

Hier können Interim Manager über die Themen schreiben, die sie mit ihrer Zielgruppe teilen möchten – zum Beispiel: Der eigene Beitrag zu neuen Entwicklungen im eigenen Spezialgebiet. Neues aus der Welt der wichtigsten Zielkunden. Neue technische Entwicklungen, bei denen der Interim Manager Kompetenzen zum Nutzen seiner Kunden einsetzt. Oder der (anonymisierte) Bericht über das letzte, schwierigste oder schönste Mandat.

 

Ohne, dass der einzelne Interim Manager selbst ein eigenes Blog aufsetzen muss (kostet Geld) und ohne, dass der einzelne Interim Manager regelmäßig für neue Beiträge sorgen muss (kostet viel Zeit), damit Google das eigene Blog als relevant einstufen wird.

 

Denn die Interim Manager profitieren nun von meiner jahrelangen Erfahrung aus diesem, dem MANATNET-Blog, das Google an No. 1 der Interim Management-Blogs in der DACH-Region „rankt“. Obendrein unterstützen wir das Ganze durch Aktivitäten zur Suchmaschinen-Optimierung von UNITEDINTERIM, die durch eine professionelle SEO-Agentur durchgeführt werden.

 

Ich freue mich schon wieder auf die entrüstete Frage in Schnapp-Atmung:

 

Wie, das ist nicht alles kostenlos?

 

 

Friday 05. May 2017

INTERIM MANAGER: UP OR OUT!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Gengenbach_2017Gut, ich habe lernen müssen, dass es Menschen gibt, die sich „Interim Manager“ (das sind bislang nur Männer!) nennen – die aber durchaus nicht wissen, was sie tun.

 

Diese Menschen registrieren sich als Interim Manager bei UNITEDINTERIM®, akzeptieren die AGB durch Anklicken des entsprechenden Kasterl, werden dann vom System angeschrieben und explizit gefragt, ob sie sich tatsächlich auf der Grundlage der AGB registrieren möchten – und die bestätigen das dann durch Klick auf den Bestätigungslink.

 

Unser System nimmt dann das Datum und die IP-Adresse des Interim Managers entgegen – und damit ist ein bindender Vertrag zustande gekommen: Nach dem so genannten „Double-Opt-In-Verfahren”, dem Standard in der Online-Welt, und unser System informiert mich mit einem „Der Interim Manager mit der ID 9999 hat die Registrierung bestätigt“, denn danach beginnen wir mit der Qualitätssicherung.

 

Eine Viertelstunde später schlagen dann entrüstete Mails in vorwurfsvollem Ton hier auf:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich habe festgestellt (!), dass ich bei Ihnen bezahlen muss. Ich widerrufe hiermit meine Registrierung mit sofortiger Wirkung und untersage Ihnen das Speichern und Verwenden meiner Daten und erwarte Ihre umgehende Bestätigung, dass Sie meine Daten nach dem Bundesdatenschutzgesetz gelöscht haben.

 

MfG

 

Interim Manager“

 

Ich lösche dann sofort alle Daten dieses Interim Managers und meine Antwort ist in diesen Fällen immer gleich:

 

„Sehr geehrter Herr Interim Manager,

 

Ihre Daten wurden gelöscht.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Jürgen Becker“

 

Fertig. In meinem Hinterkopf bleibt die Frage, was um Himmels willen diese „Interim Manager“ bei den Kundenunternehmen anstellen werden, wenn die Dinge komplexer werden …

 

Dennoch ist das nicht die größte Überraschung, die ich seit der Gründung von UNITEDINTERIM® erlebe:

 

Im Kern haben mein Partner, Dr. Harald Schönfeld, und ich UNITEDINTERIM® als digitalen Vertriebskanal für die Interim Manager aufgebaut – und alle anderen Angebote und Dienstleistungen an diesen Kern angedockt.

Interim Manager müssen stets gute und aktuelle Informationen vorhalten

 

Die Botschaft an jeden Interim Manager lautet daher: „Du kannst weiter Deinen Vertrieb auf analogem Wege machen – die Kunden, die Dich jedoch auf digitalem Wege finden möchten, erreichst Du elegant und überragend kostengünstig über UNITEDINTERIM!“

 

„Toll!“ schallt es uns aus der Interim-Szene entgegen.

 

Nun, dieser digitale Weg zum Kunden unterscheidet sich an der einen oder anderen Stelle ganz erheblich vom analogen Weg! Einer der entscheidenden Unterschiede lautet:

 

Die Interim Manager müssen jederzeit gute und aktuelle Informationen für ihre potentiellen Kunden bereitstellen! Jederzeit – weil die potentiellen Kunden auch jederzeit darauf zugreifen werden. Kein Provider steht dazwischen, um Interim Manager-Unterlagen, die nicht gut sind, abzufangen und Kunden-gerecht aufzubereiten!

 

Überragende Bedeutung erhält hierbei der Lebenslauf des Interim Managers als erster Aufsetzpunkt für den Kunden und als Grundlage für seine Entscheidung, mit dem jeweiligen Interim Manager oder Interim Managerin die Gespräche aufzunehmen – oder eben nicht!

Unfassbar lausige Qualität der CVs

 

Ein überraschend großer Anteil der Interim Manager ordnet dies aus meiner Sicht völlig falsch ein, weil dem eigenen CV rein administrativ dokumentatorische Aufgaben zugeordnet werden – auf keinen Fall jedoch eine entscheidende, den eigenen Vertrieb unterstützende Rolle. Und so kommen hier „Lebensläufe“ in unfassbar lausiger Qualität an:

 

  • Ohne Kontaktdaten
  • Ohne Branchenangaben, Anzahl der Mitarbeiter oder gar Umsätze
  • Ohne Angaben zu Aufgaben – dafür mit Titeln und Berichtswege
  • Unternehmensjargon, den kein dritter Leser entschlüsseln kann
  • Und schließlich – öfter als man glauben möchte: “Interim Manager und Berater seit 2008”. Ende. Keine Informationen über die Zeit seit 2008. Keine Projektliste. Nichts.

 

Ich weise den Interim Manager dann stets darauf hin, dass sein Dokument den Qualitätsstandards von UNITEDINTERIM nicht entspricht, dass obendrein ein solches Dokument im Wettbewerb mit anderen Interim Managern nicht bestehen kann – und der Interim Manager in der Folge daraus Geschäft verlieren wird.

 

Keineswegs erwarte ich, dass mir der Interim Manager ob dieses Feedbacks in inniger Zuneigung um den Hals fällt. Aber die Reaktionen vieler (!) Interim Manager ist dann doch verblüffend:

 

„Bisher bin ich mit der dieser Version meines Lebenslaufs gut klargekommen! Das hat noch nie einer kritisiert. Ich denke, da sollten Sie sich anschließen.“

 

„Ein Dokument kann ohnehin nie `rüberbringen, wie qualifiziert ich bin. Im Gespräch werde ich aber den Kunden sicher überzeugen.“

 

„Wir haben offensichtlich unterschiedliche Sichtweisen: Bitte löschen Sie meine Daten.“

 

Und so wundert es hier niemanden mehr, dass rund 400 Interim Manager Schlange stehen, um bei UNITEDINTERIM aufgenommen zu werden – wir jedoch können sie nicht aufnehmen, weil deren Unterlagen alt, unvollständig oder unterirdisch sind.

 

Dreistufig ist das Follow-up, das wir für diese Interim Manager machen. Denn wir haben grundsätzlich kein Interesse daran, gute Interim Manager vom digitalen Vertriebskanal auszuschließen. Wir helfen auch im Rahmen unserer Möglichkeiten – und wir arbeiten sogar an einer entsprechenden Dienstleistungskomponente.

 

Am Ende jedoch führt daran kein Weg vorbei – und es heißt für diese

 

Interim Manager: Up or out!