20 STUNDEN PUSHEN MEINEN TAGESSATZ UM 50%

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker__Figur_Hagerer_Mann_die_Richtung_zeigend_Florenz_2018Das Webinar vom Mittwoch hallt noch immer nach! Zugegeben: Ich bin grundsätzlich skeptisch, wenn Webinare kostenlos angeboten werden, denn meine bisherige Erfahrung waren unterm Strich enttäuschend – und zudem entnervend.

 

All jenen Webinaren war gemeinsam, dass für mich attraktive Themen angeboten wurden wie z. B. Neukundengewinnung durch E-Mail-Marketing oder Suchmaschinen-Optimierung.

 

Ich möchte nicht einmal sagen, dass diese Webinare völlige Zeitverschwendung waren, jedoch hatten alle eins gemeinsam: Am Ende wollte man mir etwas verkaufen! DVD-Kurse oder Bücher oder beides.

 

Dies ist letztlich legitim in unserer Wirtschaftsordnung. Ebenso legitim ist auch meine Entscheidung, dann nicht zu kaufen.

 

Was ich dann jedoch als nur noch bedingt witzig empfand, war der folgende „Sales-Prozess“:

 

Das „Super-Sonder-Angebot“ als Dank an alle Webinar-Teilnehmer belief sich unmittelbar nach dem Webinar z.B. auf 69 Euro.

 

Als ich dann nach 24 Stunden noch nicht gekauft hatte, wollte man mich „unbedingt als Kunden gewinnen“ und reduzierte den Preis „jetzt für Dich“ auf „sensationelle“ 49 Euro.

 

Als ich nach weiteren 48 Stunden dann bockbeinig noch immer nicht zum Kunden werden wollte, bot man mir ein Super-Paket an – für „unfassbare 29 Euro“ und legte noch ein paar Bücher drauf.

 

Mir kam der Hamburger Fischmarkt in den Sinn („…und noch’n Aal!“) und mein Mitleid galt all denen, die im Anschluss an das Webinar gekauft hatten…

 

Ich mied Webinare seither.

Altruismus als Kern des Netzwerkens

 

Bis Rafael Knuth, bloggender Interim Manager bei UNITEDINTERIM, ein kostenloses Webinar anbot: Die eigene digitale Transformation für Interim Manager – Basiswissen Big Data & Künstliche Intelligenz für Interim Manager. [Hier finden Sie das Video des kompletten Webinars auf dem YouTube-Kanal von UNITEDINTERIM]

 

Klar, dass ich dabei war – und, soweit ich weiß, einige namhafte Interim Manager und Managerinnen aus der ersten Reihe ebenfalls.

 

Bereits im Vorfeld war klar: Herr Knuth wollte nichts verkaufen, sondern nur seine – Achtung! – eigenen Erfahrungen an die Interim-Kollegen weitergeben. In allerbester Netzwerk-Manier – und so formulierte er tatsächlich im Webinar: „Heute gebe ich nur – aber ich denke: Irgendwann kommt auch mal was zurück!“

 

Die Inhalte des Webinars waren zum Teil „furchteinflößend“, denn im Kern lautete die Botschaft:

 

Die Kunden erwarten Technologische Kompetenz – und Interim Manager, die diese Kompetenz nicht mitbringen, werden in spätestens fünf Jahren keine Chance mehr haben am Markt.

 

Ups!

 

Ich möchte an dieser Stelle nicht dafür oder dagegen argumentieren: Das muss jeder für sich ganz persönlich einordnen.

 

Dass ich selbst jedoch zu den Befürwortern dieser Aussage zähle, wissen meine regelmäßigen Leser längst.

 

Dennoch ist das „Wissen Sie, Herr Becker, ich höre in fünf Jahren ohnehin auf!“ eines Interim Managers fairerweise und sogar für mich ein überzeugendes Argument dafür, sich dennoch auch selbst jetzt und trotz allem noch entspannt zurückzulehnen.

Investitionen ins eigene Business zahlen sich für Interim Manager aus

 

Mindestens ebenso beeindruckt hat mich etwas anderes:

 

Herr Knuth berichtete aus eigener Erfahrung, beschrieb die vier wesentlichen Lernfelder für die Interim Manager, skizzierte wo welche Lernangebote zur Verfügung stehen und bezifferte den Lernaufwand auf wöchentlich zwischen 10 bis 20 Stunden über jeweils etwa sechs Monate für jeden der vier Blöcke. Und empfand das offensichtlich als vollkomen normal und weiterer Worte nicht wert.

 

Herr Knuth hatte auf alles, was gefragt wurde, eine Antwort: überzeugend, authentisch und ohne groß nachzudenken.

 

Die Antworten auf zwei dieser Fragen brennen sich ein:

 

„Wenn Sie wöchentlich 10 bis 20 Stunden ansetzen: Arbeiten Sie dann nur Teilzeit für Ihre Kunden?“ Antwort: „Nein. Ich arbeite volle Kapazität für meine Kunden. Die 10 bis 20 Stunden kommen hinzu.“

 

Ups!

 

„Sie haben gerade erwähnt, dass Ihre Kunden Ihre Kenntnisse z. B. in Python wertschätzen und dass Sie daher einen höheren Tagessatz erzielen können: Können Sie uns ein Gefühl dafür geben, um wieviel Ihr Tagessatz dadurch höher ist!“

 

Antwort: „50 Prozent!“

 

Ups! Wenn das kein fabelhafter Return on Investment ist:

 

20 Stunden pushen meinen Tagessatz um 50%!

 

Erwartet Ihr so Begeisterung vom Kunden?

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Osteria_All' antico_vinaio_Florenz_2018Seit den MANATNET-Zeiten hat sich die Häufigkeit der Interaktionen zwischen den Interim Managern und mir um das „n“-fache erhöht – wobei „n“ für mich gefühlt gegen unendlich tendiert.

 

Nun bin ich inzwischen alt – fast hätte ich geschrieben „weise“ – genug, um zu wissen: Nichts ist nur gut – und nichts ist nur schlecht! In allem Guten steckt etwas Schlechtes – und umgekehrt. Yin und Yang.

 

Was also steht an Positivem dem leichthin als negativ Empfundenen, dem Absaufen in Arbeit, gegenüber?

 

Nun, das ist ganz eindeutig:

 

Noch niemals in den vergangenen eineinhalb Dekaden habe ich je so derart viele Informationen und Reaktionen erhalten, so viele Verhaltensmuster erkennen können wie in den vergangenen zwei Jahren!

 

An dieser Stelle liegt es mir fern, irgendjemanden persönlich anzugreifen oder gar zu verletzen. Es geht mir vielmehr darum, das zu spiegeln, was ich ganz persönlich als durchaus nicht völlig untypisch zu erkennen glaube. Und damit einen Prozess der Selbst-Reflexion anzustoßen. Wie stets an vergleichbaren Stellen in meinem Blog: Jeder hat das Recht, das völlig anders zu sehen!

Resistent, arrogant und ignorant?

 

Hier sind meine ganz persönlichen, subsummierenden Oberbegriffe auf dem Weg in Richtung Advent:

 

Resistenz: Natürlich gibt es viele Interim Manager, die sind dankbar für Hinweise und Tipps, die wir geben können – auf der Grundlage der – Achtung! – Reaktionen von Kunden-Unternehmen. Überraschend viele Interim Manager, ja, und Interim Managerinnen wischen das hingegen locker vom Tisch. Bemerkenswerter Weise folgen oft die Sätze „Das höre ich jetzt zum ersten Mal“ und „Das hat noch niemand verlangt!“.

 

Arroganz: Meine Leser wissen seit 2014, welche Bedeutung ich dem CV als „Verkaufsprospekt in eigener Sache“ beimesse – und hier ganz besonders der Aktualität eben dieser Unterlage, die deshalb das UNITEDINTERIM-System nachhält! Alles deutet für mich darauf hin: Offenbar als einziges System im Markt. [Für alle, die schmunzeln möchten, empfehle ich meinen Beitrag vor genau vier Jahren „INTERIM-PROVIDER: IST DOCH EASY!“]. Dass ich überhaupt mit Interim Managern über die Aktualität der eigenen Unterlagen diskutieren muss, ist mir – offen gestanden – völlig unbegreiflich! Wer sich wirklich mit Digitalisierung oder gar bereits mit den Grundlagen von Künstlicher Intelligenz (Achtung: KI wird immer mehr hip!) beschäftigt, schüttelt verzweifelnd den Kopf, in dem fest verankert ist: Künstliche Intelligenz braucht valide Daten! Stattdessen atme ich Antworten weg wie diese beiden: „Für meine Kunden hat das immer ausgereicht!“ oder „Ihr System mag tun, was es möchte…!“

 

Ignoranz: Ausnahmslos alle Ausschreibungen, die immerhin gut 1.100 Interim ManagerInnen seit dem April dieses Jahres über UNITEDINTERIM erhalten haben, geben eine E-Mailadresse vor, an die die Interim Manager ihr Angebot senden sollen. Was aus Kundensicht in hohem Grade selbstverständlich ist (denn genau unter der angegebenen Adresse werden alle Angebote gesammelt), beeindruckt einige Interim Manager nicht die Bohne, entscheiden sie sich doch elegant für eine andere E-Mailadresse. Und, öfter als man glauben mag: Für meine! [Ja, natürlich leite ich dann die Unterlagen an den jeweiligen Kunden weiter – als weiterer kostenloser Service …!]

 

Nicht alle, jedoch die meisten Ausschreibungen der Kunden beinhalten zudem eine Abgabefrist. Dies ist Standard für alle Ausschreibungen in allen anderen Branchen – und dafür, wie könnte es anders sein, gibt es sogar Regeln! Denn irgendwann muss der Kunde alle vorliegenden Unterlagen sichten, intern besprechen und dann eine Entscheidung treffen.

 

„Nicht weiter ungewöhnlich, also!“, könnte an dieser Stelle der geneigte Leser denken! Jedoch ist eine Abgabefrist für einige Interim Manager in ihrem Selbstverständnis hochgradig irritierend! Nach Ablauf der Abgabefrist nimmt der Kunde keine Auschreibungen mehr entgegen – und dann wird´s wirklich übel: „Das wird ja wohl auf zwei, drei Tage nicht ankommen!“ oder „Machen Sie [vulgo: UNITEDINTERIM, nicht etwa der Kunde!] doch nicht solch einen Druck! Sie wissen doch: Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht!“ oder aber „Sie können doch nicht erwarten, dass ich in 48 Stunden reagiere! Ich schau doch nicht täglich in meine Mails!“.

 

Es ist wirklich nicht einfach, mich sprachlos zu sehen!

 

Jedoch: Eine solche Einstellung – und das heute! – und das im Interim Management, wo der Kunde sich stets in einer besonderen Situation befindet (nicht zwingend in einer Krise!), denn sonst bräuchte er keine Unterstützung durch einen Interim Manager oder eine Interim Managerin: Eine solche Einstellung ist mir schier unbegreiflich!

 

Dass sich solche Interim Manager nicht halten bei UNITEDINTERIM versteht sich von selbst. Und, wenn dann der Deal weg ist und die Zusammenarbeit beendet wird, würde mich obendrein auch nicht überraschen, wenn – nach bester Transaktionsanalyse – solche Interim Manager in der eigenen Wahrnehmung „nicht dumm“ sind – wir dafür „böse“. Und wie!

 

Seit einiger Zeit treibt mich eine Frage um – und ich lechze nach einer Antwort:

 

Erwartet Ihr so Begeisterung vom Kunden?

 

KI: MONTAG, 22.07H – DIE MASCHINE HAT SICH ENTLEIBT!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Graffitto_Westerland_Sylt_2017In den vergangenen Wochen ist tatsächlich zweimal der Begriff „Künstliche Intelligenz“ gefallen – und das im Umfeld des Interim Managements. Da höre ich natürlich genau hin – wenn auch mit skeptischer Miene.

 

Besonders, wenn das nicht nur ein „Buzzword-Dropping“ ist, sondern ein wenig konkretisiert wird, wie im Rahmen der vergangenen Mitgliederversammlung des AIMP, als es hieß: „Wir haben vor, Künstliche Intelligenz im internen Search-Prozess einzusetzen.“

 

Nicht, dass ich mir die skeptische Miene als langjähriger Minister der Finsternis schuldig wäre…!

 

Doch es überrascht mich – durchaus freudig erregt – wenn ein Interim-Provider plötzlich so derart neu denkt! Aus einer Branche, die sich über lange Jahre durch ein eher traditionelles Denken ausgezeichnet hat – was durchaus nicht zwingend schlecht sein muss.

 

Jedoch werden meine Leser mir zustimmen: Niemand assoziiert mit dem Begriff „Innovation“ sofort die Interim-Branche!

 

Nun ist der Begriff „Künstliche Intelligenz“ weit gefasst. Wikipedia überschreibt seinen Artikel mit „muss überarbeitet werden“ und beginnt dann: „Künstliche Intelligenz (KI, auch Artifizielle Intelligenz (AI bzw. A. I.), englisch artificial intelligence, AI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem Maschinellen Lernen befasst.“

 

Konzentrieren wir uns hier und heute auf das „Maschinelle Lernen“. Und wenden wir´s beispielhaft einmal an! Wenden wir´s an auf die Grundlagen des Interim-Business: Auf die Daten der Interim Manager – über die dann der „Search“ laufen wird, um die passenden Interim Manager zu identifizieren.

 

Eine Arbeit, die bisher ausgeprägt fleißige und leidensfähige Helfer, ja: meist Helferinnen!, in den Büros der Provider erledigen. Eine Arbeit – man möge mir diese Sichtweise an dieser Stelle gestatten! –, die ich stets als elementares Fundament der Existenzberechtigung der Provider angesehen habe. Ja, ich weiß: Es gibt weitere – aber ohne dieses Fundament geht halt nix!

We would like to enter into an new era!

Wenn also unsere neue Maschine, wenn sie am Montagmorgen – frisch lackiert und gefettet – bei einem imaginären Provider ihre Arbeit aufnehmen müsste, dann in etwa sähe so der erste Arbeitstag aus:

 

„Welcome, we are glad to have you on board. We intend to enter into a new era of tailormade service offerings to our clients and you are supposed to drive this process. Thus, we have lots of task for you, however, as a kick-off we have to do our homework and would like you to start with an in depth analysis of our Interim Manager database. Please start immediately.”

 

Der neue maschinelle Kollege quittiert die Aufgabe mit einem freudigen „Biep!“ und nimmt seine Arbeit unverzüglich auf:

 

Task 1 – Check completeness of data. Nach nur kurzer Zeit meldet die Maschine – noch in keiner Weise beunruhigt: „73,4 % of all records are incomplete. I have identified as typically missing: picture, industries, turnover and detailed, facts and figures-based description of tasks and achievements rather than job titles and hierarchy-patterns.”

 

Oh, thanks! Move on!

 

Task 2 – Check USP for availability. Schnell meldet die Maschine – ein wenig irritiert: „usp is missing in 83.1 % of all documents.“

 

Oh, thanks! Move on!

 

Task 3 – Check picture for professional standards. Unfassbar schnell meldet die Maschine zurück – sichtbar irritiert: „45.2 % of all pictures do not match professional standards“.

 

Oh, thanks! Move on!

 

Task 4 – Earmark all CVs older than 15 months from today. Zack, die Maschine meldet knirschend: “26.1 % of all cvs were identified as outdated.”

 

Oh, thanks! Move on!

 

Task 5 – Select all CVs, which explicitely outline the individual value contribution of the respective Interim Manager to his potential client: “….????….. biep….option 1: syntax error. option2: you are seriously kidding me….!”

 

Ich weiß nicht, wie diese neue Künstliche Intelligenz auf diese kleine Übung reagieren wird. Ich würde aber die folgende Reaktion auf keinen Fall ausschließen:

 

KI: Montag, 22.07h – die Maschine hat sich entleibt!

 

LEBENSLAUF? BRAUCHE MER NET!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Schaufenster_Spiegelung_Florenz_2018November. Hamburg ist schon wieder eine Woche rum!

 

Gestern war Allerheiligen. Irgendwie riecht die Welt anders an Allerheiligen. Vielleicht bin ich auch nur überarbeitet. Egal: Seit Kindesbeinen ist Allerheiligen ein klares Signal für mich: Weihnachten ist nicht mehr so arg weit weg…

 

Und damit auch nicht mehr das Jahresende.

 

Ich bin froh darüber! Denn das Jahr, das sich nun so langsam gen Ende neigt, war gekennzeichnet durch brachiale Arbeit. Und das muss sich im kommenden Jahr ändern: unbedingt!

 

„Das ändert sich nie bei Dir!“, höre ich meinen engen Kreis im innigen Chor.

 

Wer weiß? Wenn sich sogar in der Politik etwas ändert! Wenn tatsächlich die ewige Kanzlerin ihren Rückzug einläutet.

 

Ich schreibe nicht voller Häme oder Genugtuung. Sondern, weil in fast allen von uns sich der Eindruck eingenistet hatte: „Ohne die Kanzlerin? Undenkbar!“

 

Aber so ist es hin und wieder – mit dem Undenkbaren: Irgendwann denkt´s dann halt doch der erste – und dann brechen die Dämme.

 

Zu dem Undenkbaren gehörte: Der Lebenslauf der Kandidaten ist im Rahmen der Mitarbeiter-Beschaffung für Unternehmen die wichtigste Entscheidungsgrundlage, um einen Kandidaten oder eine Kandidatin zum Gespräch einzuladen.

 

Achtung: „einzuladen“ – nicht: „einzustellen“.

 

Seit Menschengedenken ist das so. Unter dieser Maxime erhält das Dokument „CV“ elementare Bedeutung für beide Seiten: Das anbietende Unternehmen und den nachfragenden Kandidaten.

 

Zu Ende gedacht wird dann für den nachfragenden Kandidaten der Lebenslauf zum „Verkaufsprospekt in eigener Sache“. Einem Mantra gleich bin ich an dieser Stelle darauf eingegangen.

CVs braucht bald kein Mensch mehr!

 

Und das anbietende Unternehmen entscheidet auf der Grundlage dieses „Verkaufsprospekts in eigener Sache“, ob es sich lohnt, den Kandidaten zum Gespräch einzuladen.

 

Das war immer so.

 

Und dann sagt der Personalchef aus heiterem Himmel:

 

„Herr Becker, ich bin sicher: Lebensläufe braucht auf absehbare Zeit kein Mensch mehr! So wie Sie z. B. bei UNITEDINTERIM vorgehen und ein fachliches Profil plus Video plus PSA bereitstellen: Fragen Sie sich da doch mal, welchen Mehrwert die allermeisten CVs da noch bieten…!“

 

Nun, bekanntlich bin ich kein bekennendes Mitglied im Club der ewig Gestrigen: Doch dieser Standpunkt ist schon krass neu!

 

Meine Leser wissen, dass ich nicht zur „Brauche mer net“-Fraktion gehöre und deshalb auch meinem Gegenüber nicht mal gleich klar gemacht habe, dass er keine Ahnung hätte und völlig falsch läge…

 

Meine Reaktion auf solche „Hämmer“ ist immer gleich: Ein, zwei Verständnisfragen stellen und mit nach Hause nehmen. Und dann etwas Zeit vergehen lassen, reflektieren und „verproben“ – geleitet von einer einzigen Frage:

 

„Was ist, wenn er (oder sie) Recht hat?“

 

In aller Regel fallen dann weitere relevante Informationen auf meinen Tisch, denn Interesse steuert Wahrnehmung. So auch in diesem Fall, als am Anfang dieser Woche der Artikel aus der Welt hier aufschlug – mit dem Titel:

 

Digitalisierung verändert die Suche nach Arbeitskräften.

 

Klar! Wissen wir längst!

 

Aber der Untertitel läßt dann doch aufhorchen:

 

Die klassische Bewerbung war einmal.

 

[Zitat]

 

Die klassische Bewerbung war einmal. Neben Xing und Linkedin kommen mittlerweile auch WhatsApp, Chatbots und Videos zum Einsatz. Künstliche Intelligenz könnte den Prozess bald noch weiter automatisieren.

 

[Zitat Ende]

 

Wir sollten also anfangen, das Undenkbare zu denken! Man stelle sicht vor: Welch‘ eine Rache an der „Brauche-mer-net!“-Fraktion, wenn auf einmal die Unternehmen skandieren sollten:

 

Lebenslauf? Brauche mer net!

 

PFLICHTENHEFT? HAB‘ ICH NOCH NIE GEMACHT!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Hausnummer_in_Vernazza_2018Gestern war´s mal wieder so weit: Ich habe ein Pflichtenheft geschrieben! Es liegt nun bei den „Stakeholdern“, wie´s heute so schön heißt – also bei allen, die etwas beitragen können, um das Ganze zu verbessern.

 

Gern gebe ich zu: Ich hasse es, Pflichtenhefte zu schreiben!

 

Dummerweise geht´s nur so. Es ist „alternativlos“, würde die Kanzlerin sagen. Und in der Tat wird kein professionelles IT-Unternehmen – und mit anderen arbeite ich nicht! – mit der Programmierung beginnen, ohne dass ein solches Pflichtenheft vorliegt.

 

Es gab Zeiten, da war mir das völlig neu – aber seit 1996 und meiner Arbeit im debis Systemhaus ist mir dies in Fleisch und Blut übergegangen.

 

Es steht halt eine nennenswerte Weiterentwicklung an, denn wir definieren die Soft-Skills bei UNITEDINTERIM neu – auf der Grundlage von „Diagnostic Tools“. Sie werden dadurch vergleichbar und vor allem überprüfbar. Ende Januar werden wir damit live gehen.

 

Und einen bisher nicht dagewesenen Mehrwert für die nachfragenden Unternehmen schaffen – aber auch für die anbietenden Interim Manager! Denn „Diagnostic Tools“, besser: deren Ergebnisse, provozieren Selbstreflexion. Und werden immer wichtiger. Auch, selbstverständlich, im Interim Management. Im modernen zumindest…

 

An dieser Stelle wird deutlich, wie sehr sich der Ansatz von UNITEDINTERIM von dem der Provider unterscheidet. Ich sage nicht, dass er besser ist: Ich sage, dass er sich deutlich unterscheidet.

 

Wenn Unternehmen bei UNITEDINTERIM nach Interim ManagerInnen suchen, dann werden sie – trotz der enormen Preisvorteile – kaum auf vertraute Dienstleistungskomponenten, die sie von den Providern kennen, verzichten wollen.

 

Deshalb muss UNITEDINTERIM das „Ich kenne die Stärken und Schwächen meiner Interim Manager persönlich!“ auf einem innovativen, auf einem belastbaren Weg abbilden. Aus meiner Sicht sind „Diagnostic Tools“ hier der Königsweg.

Sie treiben die meisten Menschen in den Wahnsinn!

 

Wir wissen aus Vorgesprächen, dass der eine oder andere sagen wird: „“Diagnostic Tools“ können das gar nicht!“. Der klassische „Es-geht-nicht-weil“-Ansatz!

 

Nun, aus mehr als 15 Jahren Erfahrung mit „Das-funktioniert-im-Leben-nicht!“-Reaktionen und gleichermaßen augeprägter Routine im Umgang mit der „Brauche-mer-net!“-Fraktion weiß ich: Hier verbirgt sich viel menschliche Angst! Angst vor dem krass Neuen!

 

Ich respektiere das seit mindestens 20 Jahren, denn damals gab mir ein Coach mit auf den Weg: „Herr Becker, Sie müssen damit umgehen, dass ein Typ Mensch, wie Sie es sind, mit seinem permanenten Drang nach Neuem die weit überwiegende Mehrheit der Menschheit in den Wahnsinn treibt! Denn die meisten Menschen ticken völlig anders – und haben eine archaisch verankerte Angst vor allem Neuen: in unterschiedlicher Ausprägung …“

 

Zur Gegenseite der Medaille gehört, dass ich hingegen wahnsinnig werde, wenn ich mich mit Administration beschäftigen muss. So weit so wenig ungewöhnlich – und selbstverständlich hat unser „Diagnostic Tool“ dies im Beta-Test offengelegt!

 

Auch hier ist weder das eine gut noch das andere schlecht! Aber es hilft jedem Kunden ganz sicher ganz erheblich, wenn er weiß, mit welcher Ausprägung von Wahnsinn er beim jeweiligen Interim Manager umgehen muss.

 

Die Provider weisen ihre Kunden ja bereits seit Jahren auf solche Ausprägungen in der Persönlichkeit der Interim Manager in ihren Pools hin. Allerdings hallt die Aussage eines Providers, mit dem ich mich vor kurzem ausgetauscht habe, doch noch immer sehr nach:

 

Pflichtenheft? Hab‘ ich noch nie gemacht!

 

DIESER WEG WIRD KEIN LEICHTER SEIN!

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Michelangelos_David_Ausschnitt_rechte_HandSelbstverständlich wurde ich am vergangenen Freitag und Samstag angesprochen: „Kein Blog, Herr Becker…?“

 

Nein, kein Blog. Ich habe für mich entschieden: Ich schreib‘ keinen Blog mehr, wenn ich im „Urlaub“ bin.

 

Ja ich weiß, meine Frau liest meine Blogbeiträge – und wird beim Begriff „Urlaub“ in schallendes Gelächter ausbrechen! Denn das Mail-Stakkato klatschte mit unveränderter Frequenz in meiner Inbox auf! Der Ausschaltknopf am Smartphone fungierte als Schleuse nur stundeweise – allein, um sich danach brachialen Flutwellen zu öffnen…

 

Nun, wie auch immer: Ich war in Florenz!

 

Als wohl größter Michelangelo-Fan in der Ortenau war diese Reise ein Pflichttermin – nachdem der letzte Besuch rund dreißig Jahre zurückliegt. Und ich seinerzeit Michelangelos David nicht sehen konnte.

 

Dies galt es unbedingt nachzuholen!

 

Nun, er hat sich offensichtlich kein bisschen verändert – der David!

 

Erschaffen zwischen 1501 und 1504. Steht er da, geschaffen von einem einzigen, besessenen Menschen – dem man heutzutage sicher den Begriff „Workaholic“ spendieren würde.

 

Geschaffen aus einem über fünf Meter langen und 12 Tonnen schweren Marmorblock aus Carrara!

 

Das war schon ein nickeliger Auftrag für eine monumentale Davidstatue, den 1501 die einflussreiche Arte Della Lana, die Wollweberzunft, in Florenz an Michelangelo vergab!

 

Vor meinem geistigen Auge erlebe ich diesen Dialog:

 

„Einzige Bedingung, Michelangelo: Du musst den Marmorblock verwenden, der seit Jahrzehnten nutzlos neben dem Duomo verrottet!“

 

„Aber, Signori! Jeder weiß, dass dieser Block fehlerhaft ist – und damit für eine monumentale Skulptur völlig ungeeignet. Er wird zerspringen!“

 

„That´s the deal, Michelangelo!”

 

“Buono. Dann sei´s so!“

 

Wikipedia schreibt:

 

„Sie wurde aus einem riesigen Marmorblock gehauen, den ein anderer Bildhauer, Agostino di Duccio, 40 Jahre zuvor erfolglos zu bearbeiten begonnen hatte und der seitdem nutzlos herumlag. Es gelang Michelangelo, ohne Rücksichtnahme auf die traditionelle Behandlung des Themas oder den historischen Charakter seines Helden, einen jugendlichen, düsteren Koloss herauszumeißeln, wachsam gespannt und ausgeglichen vor seiner großen Tat.“

 

Vor meinem geistigen Auge erscheinen sie alle – die Mahner damals, die Warner und Reichsbedenkenträger:

 

„Hey, Michelangelo, Du bist ja nicht ganz gescheit!“

 

„Jeder weiß, dass das nicht funktionieren kann!“

 

„Lass es! Das kann nichts werden! Du wirst zum Gespött der Leute.“

 

„Das gefährdet Deinen Deal mit Kardinal Francesco Piccolomini in Siena: Das wird Dich ruinieren!“

Welch eine intellektuelle Leistung!

 

Nun steht er da! Seit Jahrhunderten. Geschaffen von einem Mann, der es dennoch wagte!

 

Der vor allem neu dachte – thematisch (Nicht der Sieg des David wurde dargestellt, wie bisher üblich, sondern die Spannung vor dem Kampf) und formal (Nur der angewinkelte Arm ließ wohl die Fehler im Stein wirkungslos).

 

Das Ergebnis ist heute die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte.

 

Und das spürst Du, wenn Du vor dieser Monumental-Statue stehst – und auch nur ein Minimum an Bildung mitbringst. Ich gehe so weit zu behaupten: Wenn Du nicht aufpasst, fühlst Du Dich wie ein Wurm angesichts dieses Werks!

 

Der David hat sich in satten fünfhundert Jahren nicht verändert. Die Welt um ihn jedoch sehr wohl.

 

Und so fällt Dir bereits am Anfang des Saals die „Selfie-Mania“ auf. Gut, schon immer war es Usus, diese überragenden Motive zu fotografieren, mit heimzunehmen und die Erinnerung auf diese Weise länger frisch zu halten.

 

Man fotografierte den David.

 

Heute ist das anders! Heute fotografiert man sich selbst – gemeinsam mit dem David!

 

Ein unumstößlicher Beweis für jedermann: Ich war da! Fürs Posten bei Facebook, Instagram & Co.! Stets (gezwungenermaßen) aus Untersicht und mit ungezählten anderen Selfie-Fans an den Bildrändern. Macht nix. Weißabgleich? Macht mein Smartphone automatisch…

 

Ein Festival der Belanglosigkeit!

 

Okay, Becker: Wieder mal überragend – aber was hat das mit dem Interim-Business zu tun?

 

Auf den ersten Blick vielleicht nichts.

 

Auf den zweiten dann durchaus!

 

Um wirklich Neues, vielleicht Großes zu schaffen, musst Du völlig neu denken und musst neue, andere Wege beschreiten – jenseits des Vertrauten. Du wirst auf diesem Weg viele Menschen treffen, die Dich vor diesem Weg warnen, mitunter davon sogar abbringen wollen. Die Dich verlachen, kritisieren – und einige werden Dich sogar beschimpfen! Mit einem Wort:

 

Dieser Weg wird kein leichter sein!

 

PS: Für meine Leser mit Facebook-Account: My tribute to Michelangelo’s David

DIE ANDEREN INTERIM MANAGER WERDEN AUSSTERBEN!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Juedischer_Friedhof2_Sulzburg_2017Vor Urzeiten habe ich hier einen Beitrag gebracht, der zum meistgelesenen Beitrag meines Blogs überhaupt geworden ist – wohl weil er in englischer Sprache getitelt wurde: YOU ALWAYS HAVE TO BE THREE MONTHS AHEAD OF YOUR ADVISORY BOARD.

 

Nichts, aber auch rein gar nichts, hat sich in der Zwischenzeit ereignet, dass mich diesen Beitrag heute anders schreiben ließe!

 

Nun, von unserer Regierung einmal abgesehen, die für mich (wie stets: Jeder darf das anders sehen!) nicht den Eindruck erweckt, als hätte sie auch nur die kommenden drei Wochen auf dem Radarschirm…

 

Für mich hat dieses Credo jedoch zur Folge, dass für UNITEDINTERIM die Planung für 2019 fertigzustellen ist. Sie ist fertig gestellt.

 

Natürlich ist der Sinn einer solchen Planung, die Leitplanken für das kommende Jahr einzuziehen. Ich weiß, es wird inzwischen mitunter empfohlen, ganz auf eine Planung zu verzichten. Ich möchte dies nicht, sondern empfinde den rollierenden Plan-/Ist-Abgleich durchaus als wertvoll – selbst, wenn die Ergebnisse nicht immer erfreulich sind.

 

Wir wissen also, woher im kommenden Jahr die Erlöse kommen sollen – und wofür wir sie investieren wollen. Und wann.

 

Wir haben somit ein recht klares Bild davon, wie UNITEDINTERIM am Ende des kommenden Jahres aussehen soll. Auch das ist gut, weil es Arbeit, Zeit und Geld richtig kanalisiert. Dies ist durchaus keine triviale Aufgabe, denn hier schlagen im Wochen-Takt Ideen und Wünsche der Nutzer auf, wie UNITEDINTERIM noch besser zu machen wäre.

 

Gute Ideen, mitunter. Aber für uns oftmals nicht mit hoher Priorität zu verknüpfen.

Aus der Vergangenheit lernen

 

Die Arbeit an einer Planung führt zwangsläufig zur Vergangenheit – und zur Frage, was können wir aus der Vergangenheit lernen? Fakt ist: Wir haben viel gelernt!

 

Und letztlich kommt man nicht am „Wo stehen wir heute?“ vorbei – und sei´s als Aufsetzpunkt:

 

(1) UNITEDINTERIM wurde in der vergangenen Woche erstmals als „Führende Plattform“ bezeichnet. (Anmerkung: Going live war der 1. April 2017)

 

(2) Die Anzahl der Provider, die bei UNITEDINTERIM nach Kandidaten suchen, liegt mit 38 sehr viel höher als erwartet.

 

(3) Die Anzahl der monatlichen Abfragen (also Kandidaten-Suche) lag in den vergangenen beiden Monaten klar über 300 – und der September wird diese Hürde ebenso nehmen.

 

(4) Je Arbeitstag wird somit durchschnittlich fünfzehnmal nach einem Interim Manager oder einer Interim Managerin gesucht! Ich möchte den Provider sehen, der da mithalten kann…

 

(5) Wir gehen mit unserer Persönlichkeits-Struktur-Analyse (PSA) erste Schritte in Richtung „Diagnostic Tools“ – die zum Standard auch im Interim Management werden, will man der Prognose von Herrn Prof. Peter Hartz folgen. [INTERIM-BUSINESS DICHT AM KULTURSCHOCK]

 

(6) Unser „Interim4Interim“-Programm gibt den Interim Managern das Zeug in die Hand, selbst zum „Micro-Provider“ zu werden – und im Kerngeschäft nennenswert zusätzliches Geld zu verdienen.

 

(7) Unser „Member-gets-Member“-Programm ermöglicht den Interim Managern und Interim Managerinnen Geld zu verdienen – sozusagen im Vorbeigehen.

 

Nicht so wirklich schlecht!

 

In der Rückschau stellen wir des Weiteren fest:

 

(a) Es gibt eine große Gruppe von digital affinen, modernen Interim Managern und Managerinnen: Sie erkennen die Möglichkeiten, die ihnen UNITEDINTERIM bietet – und die Wucht, die der digitale Vertriebskanal für sie und ihr eigenes Geschäft entwickeln kann. Die 30.077 Zugriffe auf den Blogbeitrag von Judith Geiß SO WÄHLEN SIE NACH EINER ÜBERNAHME DEN RICHTIGEN INTERIM MANAGER AUS (Stand heute, 11.16h), stehen stellvertretend für vieles Andere, von dem wir in alten Zeiten nicht zu träumen wagten. [MITTENDRIN STATT NUR DABEI]

 

(b) Eine andere große Gruppe bildet die „Brauche mer net!“-Fraktion: Sie erkennen die Möglichkeiten, die ihnen UNITEDINTERIM bietet, nicht und bauen weiterhin ausschließlich auf die traditionellen Regeln in der analogen Welt. Ich respektiere dies ohne jede Einschränkung – auch wenn ich dies für eine fatale, hochgefährliche Einstellung halte [HIMMEL, VERLIER BLOSS NICHT DEN ANSCHLUSS]. Wenn die Visitenkarte dann noch ausweist: „Digitalisierungs-Spezialist“ oder „Experte für Was-auch-immer-4.0“ ausweist, wird´s kribbelig.

 

Wir werden mit beiden Gruppen leben, wobei wir uns ausschließlich der einen, der ersten Gruppe widmen werden – aus sicher nachvollziehbaren Gründen.

 

Zudem – und jetzt müssen Sie stark sein! – bin ich sicher:

 

Die anderen Interim Manager werden aussterben!

DIE ÜBERLEGENHEIT DER OFFENEN PLATTFORM

MANATNET_Interim_Management_Blog_Titel_Die_Ueberlegenheit_der_offenen_PlattformEnde Juni habe ich in meinem Beitrag „INNOVATION MACHT GLÜCKLICH“ berichtet, dass UNITEDINTERIM einen Punkt noch in der Pipeline hätte, den wir aus Kapazitätsgründen nicht zum Relaunch bringen könnten.

 

Ab heute ist es so weit: UNITEDINTERIM bringt Interim4Interim.

 

Ab heute können die Interim Manager uneingeschränkt auf ihre Interim-Kollegen und Kolleginnen bei UNITEDINTERIM zugreifen. UNITEDINTERIM stellt den Interim Managern mit dieser Funktion den gleichen Leistungsumfang zur Verfügung wie den nachfragenden Unternehmen, Institutionen und Providern – auch hier ohne Provision für UNITEDINTERIM.

 

Anders als z. B. bei XING hat UNITEDINTERIM die Kollegen, auf die die Interim Manager jetzt zugreifen können, qualitätsgesichert. So können Interim Manager schnell ihren Kunden einen Kollegen empfehlen, der ihrem eigenen Kunden helfen kann, wenn sie selbst nicht verfügbar sind.

 

UNITEDINTERIM erweitert somit sein Dienstleistungsportfolio, das konsequent auf die Belange professioneller Interim Manager im digitalen Eigenvertrieb ausgerichtet ist. Die Interim Manager können durch Interim4Interim zusätzliches Geschäft machen und zudem die Struktur ihrer Erlöse verbessern.

Interim Manager helfen ihren Kunden mit professionellen Kollegen

 

Man mag es kaum glauben: Ich habe vor langen Jahren auch selbst Interim Mandate übernommen. Im IT-Umfeld – wenn wollte das überraschen?

 

Und während jedes Mandats kam prompt die Frage eines anderen Kunden, ob ich nicht helfen könnte. Damals musste ich das ablehnen. Heute würde ich mir die Kandidaten über UNITEDINTERIM beschaffen und versuchen, mit einem dieser Kollegen die Aufgabe bei meinem Kunden abzudecken.

 

Mein Kollege hätte sich über ein Mandat gefreut – fünfzig Euro am Tag für mich hätten wir wohl eingepreist (ich bin kein gieriger Mensch…!) – und ich hätte irgendwo zwischen fünf- und zehntausend Euro zusätzlich verdient. Alle happy!

 

Wie cool wäre das denn gewesen? Leider hatte damals niemand weit und breit eine offene Plattform zur Verfügung gestellt.

 

Von der „Brauche mer net!“-Fraktion einmal abgesehen, denke ich deshalb persönlich, Interim Manager werden auf dieses – erneut kostenlose – Angebot springen. Macht es sie doch zu einer Art „Micro-Provider“ und stärkt so die eigene Kundenbindung nachhaltig – völlig unabhängig vom jeweils möglichen Zusatzgeschäft.

 

Ganz besonders wird dies auf diejenige Gruppe der professionellen Interim Manager zutreffen, die sich als Unternehmer in eigener Sache verstehen. Und davon sind halt viele bei UNITEDINTERIM.

 

So betrachtet, kann Interim4Interim durchaus eine gehörige Wucht im Markt entwickeln. Wir werden sehen…

 

Unterm Strich jedoch bleibt festzuhalten: Nach kaum eineinhalb Jahren sucht das Service-Offering-Portfolio von UNITEDINTERIM seinesgleichen in der DACH-Region.

 

Dies wäre im Rahmen einer „proprietären“ Plattform nicht möglich gewesen. Schon 1995, als wir Europe Online als Internet-zentrierte, offene Plattform gegen AOLs geschlossene Plattform aufbauten war sie ganz offensichtlich:

 

Die Überlegenheit der offenen Plattform.

 

 

AUF DEN ERSTEN BLUTSTURZ FOLGT EIN LEISES „JA, SO ISSES!“

Ich bin Fan von Förster & Kreuz.

 

Auf der gut gemachten Site begrüßen den Besucher drei Wörter als Titel:

 

„Anstifter, Mutmacher, Impulsgeber“.

 

Sie werden untertitelt „Für die Arbeitswelt von morgen“.

 

Genau mein Ding!

 

Und deshalb folge ich Förster & Kreuz bei Twitter und mit mir rund 23.500 weitere „Follower“. Eine in alten Tagen unvorstellbare Gefolgschaft!

 

Ganz offensichtlich haben Förster & Kreuz etwas zu sagen.

 

Nun gut, manchmal denke ich, „Das ist aber jetzt nun wirklich nicht neu!“, und gebe dann oftmals kleinlaut zu: „Neu nicht, aber gemacht wird´s dennoch nicht…“

Erfrischend anderes Denken

 

Was mir an Förster & Kreuz gefällt, ist dieses offene, andere Denken. Fast hätte ich geschrieben: „So herrlich erfrischend anders als die „Brauche mer net!“-Fraktion, die inzwischen die absolute Mehrheit in unserem Lande erobert zu haben scheint.

 

Da wird von einem Leipziger Schuh-Händler berichtet und im Text getitelt: „Firmenpolitik der beleidigten Leberwurst“. Allein für die Sprache haben die beiden meine Hochachtung. Und so ziemlich jeder Leser denkt: „Ja, so isses!“

 

Oder der Beitrag „Das Feuer unterm Hintern lieber selbst machen!“ macht auf bei XING mit den Worten: „Strategie ist der einfache Teil. Unser Problem ist die Umsetzung….“ Und wieder würden die meisten nach der Lektüre nickend zustimmen: „Ja, so isses!“

 

Abschließend einer meiner Favoriten: „Warum Sie nicht besser als Ihr Wettbewerb sein sollten“. Aber, geht´s noch?! Wird der einer oder andere vehement Einspruch erheben – um am Ende dennoch, wenn er ehrlich ist, kleinlaut zuzugeben: „Ja, so isses“!

 

Komm zum Punkt, Becker! Was soll das hier?

Impulse für die Interim Manager

 

Ich möchte allen, aber ganz besonders den Interim Managern und Managerinnen dieses freigeistige Duo ans Herz legen – ja ich denke sogar, für Interim Manager ist es eine Pflicht, ihm bei Twitter zu folgen: Auf diese Weise erhalten Interim Manager regelmäßig wichtige, mitunter aufrüttelnde mpulse: „Anstifter, Mutmacher“ – und eben „Impulsgeber“.

 

Denn Interim Manager brauchen diese Impulse: Für sich selbst und ihr Geschäft – aber auch für ihre Kunden, vielleicht ganz besonders für ihre Kunden!

 

Es geht letztlich um anderes Denken. Weg vom „Mainstream“. Weg von den Horden von Lemmingen. Stattdessen: Mutig. Neugierig. Und freudig.

 

Das dann in Aussagen im Slider der Homepage gipfelt: „Noch nie haben die Angepassten die Welt verändert. Denkbürokraten verändern gar nichts!“

 

Oder aber:

 

„Es gibt keine stagnierenden Branchen, nur stagnierende Manager!“

 

Aber hallo! Dann ist Stille im Raum. Und wir halten fest:

 

Auf den ersten Blutsturz folgt ein leises „Ja, so isses!“

 

JA-SAGER BRINGEN DICH NIEMALS WEITER!

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_weinendes_Kind_vom_Vater_auf_dem_Arm_getröstetDas Interim-Business hat schon enorm breit gefächerte Facetten!

 

Auf der einen Seite der CEO des börsennotierten Unternehmens, der nach dem Mandat im Mai einen weiteren Interim Manager benötigt und mich um Unterstützung bittet.

 

Das Projekt wurde wieder hart verhandelt – ich kenne das nicht anders:

 

„Ich würde es bedauern, wenn wir keine Lösung fänden, da wir uns auch bei diesem Einsatz gerne wieder auf Sie und Ihre Personalqualität verlassen möchten. Wir sind daher gerne bereit ein Premium zu bezahlen, nicht jedoch die aktuelle Differenz.“

 

Und dann haben wir wieder – ja, natürlich: auch, weil wir das Projekt gern mit diesem Kunden machen möchten! – am Preis jede mögliche Ecke abgefeilt. Nicht auf die gern als „Dumping“ gegeißelten Dimensionen, aber doch immerhin um knappe 15 Prozent. Ich spreche von wir, denn der Interim Manager hat seinen Beitrag geleistet – und ich auch. Der eine oder andere Provider mag das anders sehen – aber so verstehe ich Partnerschaft.

Ein gutes Geschäft tut allen Parteien ein wenig weh!

 

Im Ergebnis sind wir jetzt alle ein klein wenig unglücklich: Der Kunde, weil er etwas mehr zahlen wird als vorgesehen – und der Interim Manager und ich, weil wir etwas weniger einnehmen werden als erwartet.

 

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt: „Ein gutes Geschäft tut allen Parteien ein klein wenig weh!“ Dann ist das wohl ein beispielhaftes Geschäft. Und die Nachricht des CEO rundet diesen Eindruck ab:

 

„Herzlichen Dank, Herr Becker, für Ihren Einsatz und meine besten Grüße an Herrn XYZ, auch im Namen meiner Vorstandskollegen.“

 

Und dann gibt´s die andere Seite:

 

Einen Interim Manager, der seinen Unmut kundtut, dass er über UNITEDINTERIM bisher kein Mandat erhalten hat. Er ist Spezialist: Das ist gut! In einer gemäß AIMP-Providerstudie für das Interim Management wenig bedeutenden Branche: Das ist nicht gut!

 

Ich habe eine Stunde (!) in meine Antwort an diesen Interim Manager investiert – Fakten ohne Ende unterlegt mit sechs Grafiken.

 

Und ich gebe gern zu, dass ich an einer Stelle auch deutlich geworden bin:

 

„Bitte sehen Sie mir meine Offenheit nach, Herr Interim Manager: Der Wettbewerb wird immer härter und es ist inzwischen nicht mehr zu übersehen, dass das Provider-Geschäft (nicht das von UNITEDINTERIM als Infrastruktur-Anbieter) schwieriger wird. Aus meiner ganz persönlichen Sicht werden Sie nicht umhinkommen, mehr in Ihren Vertrieb in eigener Sache zu investieren – Zeit und Geld.“

Ich bin kein Vertriebler – auch nicht in eigener Sache!

 

Es ist das gute Recht des Interim Managers, das anders zu sehen:

 

„Ich bin kein Vertriebler und will auch keiner sein. Ich will als solcher auch nicht ein Interim Mandat antreten, sondern als best-qualifizierer Experte in meinem Fach.“

 

Ganz offensichtlich baut dieser Interim Manager zudem stark auf sein eigenes Netzwerk von Beziehungen – was andere Interim Manager ja auch tun und was daher völlig legitim ist:

 

„ALLE meine Mandat erfolgen über Beziehungen, Menschen in CEO- oder verantwortungsvollen Positionen oder andere, die wissen, was sie an mir haben.“

 

Dann ist ja alles in Ordnung: Der analoge Vertrieb ist abgedeckt durch ein Beziehungsnetz – und den digitalen Vertrieb deckt UNITEDINTERIM ab.

 

Dachte ich.

 

Denn es kam noch eine Nachricht – überschrieben mit „Nachtrag“:

 

„Es ist Ihr verinnerlichter Auftrag, Ihre Sache anzupreisen, das ist nachvollziehbar. Aber was bleibt? Der fade Nachgeschmack, vorgehalten zu bekommen, dass man, erlauben Sie mir die Offenheit: etwas zu blöd oder zu faul sei, die wohlfeil angebotenen, heiligen Vertriebsmittel zu nutzen. So mag ich als Kunde nicht mit mir umgegangen wissen.“

 

Eine Stunde Arbeit – nur für eine professionelle Antwort.

 

Aber darin fünf Zeilen meiner ehrlichen und offenen Meinung sorgen für faden Nachgeschmack und einen Riss in der Wohlfühl-Flora des Kunden.

 

Das ist das Elend der „Ja-Sager-Kultur“!

 

Und in dieser Kultur fühle ich mich nun ganz und gar nicht wohl. Denn seit Herbst 1987 – als die Schule eines Jesuiten-Paters mein Weltbild bersten ließ – weiß ich:

 

Ja-Sager bringen Dich niemals weiter!