INTERIM-BUSINESS DICHT AM KULTURSCHOCK

Gern würde ich über etwas für mich enorm Wichtiges schreiben: Aber ich darf noch nicht – muss abwarten bis zum kommenden Freitag.

 

Ich könnte – theoretisch – auch meinen Lesern die Stimmung am Freitag verderben und über die Datenschutz-Grundverordnung schreiben. Und darüber, dass der Antrag, den die FDP im Deutschen Bundestag eingereicht hatte, Vereine und kleine Unternehmen von Abmahnungen gegen Bagatellverstöße (!) auszunehmen, von der CDU/CSU abgelehnt wurde. Für mich persönlich ist das nicht mehr nachvollziehbar.

 

Oder dass wir in meinem Verein dank DSGVO inzwischen vier neue Formulare geschaffen haben.

 

Oder dass der Verein einen Fachanwalt beauftragt hat, zu klären, wie wir mit Bildern der aktiven Mitglieder künftig umzugehen haben. Zwei einfache Fragen führten zur anwaltlichen Antwort über sage und schreibe zweieinviertel DIN A4-Seiten in Calibri 11 Punkt ….

 

Lassen wir das, denn es gibt andere schöne Sachen zu berichten – aus Interviews, die in diesen Tagen gegeben wurden:

 

In der alt-ehrwürdigen Interim-Branche fallen derzeit moderne Begriffe! Hierzu gehören „Realtime-Angebot“ und „Diagnostic-Tools“.

Realtime-Angebot im Interim-Business

 

Ludwig Heuse, ein renommierter Provider in Kronberg, sagt im Interview mit Springer Professional:

 

[Zitat] „Mit Kandidaten sind wir gut bestückt. Kunden haben inzwischen die Erwartung, dass sie in Realtime ein Angebot mit Kandidaten präsentiert bekommen, die frei und verfügbar und für das Projekt geeignet sind. Wer das als Provider nicht bringt, ist weg vom Fenster.“ [Zitat Ende]

 

Ich freue mich ganz besonders über diese Aussage von Ludwig Heuse – und er wird´s mir nachsehen: Wir beide waren in der einen oder anderen Sitzung durchaus nicht immer einer Meinung! Dem jedoch gibt´s nichts hinzuzufügen. Ich bin mal gespannt, welcher Interim-Provider sich unserer Meinung anschließen wird.

 

Und obendrein auch noch entsprechend handeln wird…

Diagnostic-Tools als Teil der Unterlagen von Interim Managern

 

Die zweite bemerkenswerte Aussage stammt aus einem Interview, das die Vorsitzende des Vorstands der DDIM, Dr. Marei Strack, im Rahmen des AIMP-Jahresforums 2018 mit Herrn Prof. Dr. Peter Hartz geführt hat.

 

Herr Prof. Hartz erwartet: „Es sind vor allem die Mittelständler, die sich mit Interim Managern verstärken müssen, weil sie oft Innovation, Produktion und Tagesgeschäft nicht unter einen Hut kriegen. Weil sie nicht groß genug dafür sind, um eine eigene Abteilung dafür zu haben wie damals VW.“

 

Auf die Frage, wie für ihn die Zukunft des Interim Managements in der Arbeitswelt der hochqualifizierten Führungskräfte von morgen aussähe, antwortet er:

 

„Ich glaube, dass es ein wachsender Markt ist, der sich weiterentwickelt und in dem auch hochqualifizierte Interim Manager über Crowdworking-Plattformen ihre Aufträge kriegen. Diese Entwicklung sollten Interim Manager im Auge behalten …“

 

Frau Dr. Marei Strack hakte nach: „Können Sie sich denn vorstellen, dass Sie heute eine Führungskraft auf zweiter oder dritter Ebene über eine Crowdworking-Plattform suchen würden?“

 

Prof. Peter Hartz: „Heute noch nicht, aber Sie werden sehen, wie stürmisch sich das Crowdworking entwickeln wird.“

 

Und dann kam es so zwingend wie ich freitags meinen Blog schreibe:

 

Dr. Marei Strack: „Aber wie können denn auf einer Crowdworking -Plattform die „Soft Skills“, also z. B. die Führungseigenschaften, eines Interim Managers dargestellt werden? In Ihrem Vortrag haben Sie die zunehmende Bedeutung von Diagnostiktools hervorgehoben. Ist das ein Ansatz?“

 

Prof. Peter Hartz: „Ja, durchaus auch als Bestandteil der eigenen Bewerbungsunterlagen. Interim Manager können anhand von Diagnostiktools ihre Talente und zusätzliche Fähigkeiten ausarbeiten lassen und diese in ihren CV einbauen. Das wird im HR-Bereich schon zunehmend gemacht.“

 

Wir halten fest: Prof. Dr. Hartz ist davon überzeugt, dass Plattformen in der Zukunft noch mehr hochqualifizierten Interim Manager zu Aufträgen verhelfen werden. Er spricht sich zudem für Diagnostic-Tools auch im Interim Management aus, um über Plattformen auch die „Soft Skills“, also z. B. die Führungseigenschaften abbilden zu können.

 

Ich höre sie schon, die unentwegten Rufer mit einem spitzen „Brauche mer net!“ auf den Lippen. Denn das ist ja in der Tat ein krasser Ansatz!

 

Und in der Tat ließe sich der Einsatz von Diagnostic-Tools in unserer Welt nur in einer Überschrift verdichten:

 

Interim-Business dicht am Kulturschock.

 

INTERIM MANAGER: WERDET ENDLICH NEUGIERIG (VIDEOS)

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Plastik_Kampen_Sylt_2018Nein, ich werde meinen Blog nicht zu politischer Agitation verwenden! Erstens mache ich so etwas grundsätzlich nicht. Und zweitens ist das nicht der Sinn dieses Blogs – das ich zum Start vor vielen Jahren überschrieben habe mit:

 

Anmerkungen zum Interim Management aus persönlicher Sicht – unterhaltsam und kritisch

 

Auf die beiden Attribute „unterhaltsam“ und „kritisch“ lege ich besonderen Wert: Wenn ich nicht unterhaltsam schreibe, dann mach das meinen Lesern keine Freude.

 

Und wenn ich nicht kritisch schreibe, mir nicht.

 

Diese meine Freude bezahle ich mit regelmäßigen Blessuren, weil eine kritische Einstellung nicht mehr unbedingt populär ist in unserem Lande – was mich in tiefe Konflikte stürzt, denn ich bin von Kindesbeinen auf einen kritischen Geist ausgebildet worden.

 

Niemand, der auch nur offenen Auges durch diese Zeiten geht, wird bestreiten, dass es Deutschland gut geht. Das ist die eine Seite der Medaille in polierter Platte.

 

Die andere Seite trägt erhebliche Verschleiß-Spuren, die die dauerhafte Werthaltigkeit der Medaille doch arg in Frage stellen.

 

Ich möchte an dieser Stelle kein Horrorszenario auftischen. Aber es gibt halt zahlreiche Bereiche, die uns schwer nachdenklich machen sollten – z. B. die Netzabdeckung (4G ist in Deutschland immer noch Neuland; Quelle: Statista), die Deutschland auf dem fünftletzten Platz einordnet. Immerhin haben wir Russland, Armenien, Weißrussland und Irland abgehängt….

 

Oder die Standorte der leistungsstärksten Supercomputer: Hier stehen in China rund zehnmal so viele wie in Deutschland.

 

Ein anderer Bereich, an den ich denke, ist die Bildung (in der Breite).

 

Auf den Punkt gebracht: Auf wichtigen Feldern sind andere inzwischen besser als wir – zum Teil erheblich!

 

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich unser Land auf seinen Lorbeeren ausruht. Fatalerweise haben solche Blätter die unangenehme Eigenschaft, über die Zeit zu verdorren!

 

Was soll das, Becker, in einem Interim-Blog?

 

Nun, ich habe den Eindruck, dass das durchaus in weiten Teilen auch für die Interim-Szene gilt!

Der Interim-Szene fehlt die Neugier

 

Diejenigen meiner Leser, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich gern rede – im Sinne von Vortrag oder Präsentation. Sie wissen auch, dass ich noch viel lieber zuhöre.

 

Ich habe in den vergangenen, sagen wir, drei Jahren sehr viel zugehört – zwangsläufig, wird der eine oder andere sagen: Ihr habt UNITEDINTERIM aufgebaut und damit musstet Ihr viel fragen und zuhören.

 

Und bei mir hat sich der Eindruck verfestigt, dass sich viele Interim Manager und Managerinnen – nicht alle, denn sonst wär niemand bei UNITEDINTERIM – durch ein verblüffend traditionelles Denken auszeichnen. Was aus meiner Sicht mit dem Beruf des Interim Managers, von dem die Kunden im Zweifel neue Ideen und neue Ansätze erwarten, kaum zu vereinbaren ist.

 

Der eine oder andere Interim Manager scheint das auszublenden. Und nur wenige Interim Manager scheinen das mitzubringen, was als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Zukunft angesehen wird: Neugier! Hierzu habe ich einen Video-Clip aus der Diskussionsrunde beim letzten AIMP-Jahresforum für meine Leser hochgeladen.

 

Neugier bedeutet, zu fragen: Was ist das – und wobei kann uns das möglicherweise (!) helfen. Selbstverständlich kann man das mal falsch einschätzen! Aber es ist um ein Vielfaches schlimmer, sich erst gar nicht damit zu beschäftigen.

 

Es scheint jedoch so, als wären wir noch weit entfernt von einer flächendeckenden, vielleicht sogar ansteckenden Neugier. Und so höre ich gar mannigfache Gründe, weshalb zum Beispiel „Interim Management über Plattformen nicht funktionieren werde…“ – zuletzt erst vom Ehrenvorsitzenden des AIMP im Rahmen seiner Rede beim AIMP-Jahresforum…

 

Inzwischen kommt mir das so vor wie das berühmte Pfeifen im Walde: Im „furchteinflößenden” Umfeld beruhigen wir uns selbst durch vertraute Melodien.

 

Währenddessen wird immer deutlicher, dass erst die Plattformen entscheidende Mehrwert-Dienste möglich machen, auf die die Kunden künftig bestehen könnten.

 

Und – Prügel ist programmiert! – die Plattformen scheinen den Interim Managern derzeit vorauszulaufen – und in der Folge scheinen viele Interim Manager  zurzeit hinterher zu hecheln. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich den zweiten Videoclip aus der Diskussionsrunde beim letzten AIMP-Jahresforum an: „Erst das Denken – dann die Tools.“

 

Wer künftig noch etwas lauter pfeifen möchte, der möge sich das hier zum Wochenden anschauen: “Businesses can now hire and manage contractors without agencies” (InteriMarket, London).

 

Im März habe ich noch geschrieben: Interim Manager – bleibt neugierig!

 

Vielleicht sollte ich besser schreiben:

 

Interim Manager – werdet endlich neugierig!

 

BIN IM PROJEKT: DA GEHT SONST NIX!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Hart_versus_zerbrechlich_Murnau_2018“10 Dinge, die man nicht beim ersten Date tun sollte!““4 Fragen, die Sie Ihrem Social Media-Manager besser nicht stellen!”

 

Derart aufgebaute Headlines sind derzeit sehr schwer in im Netz! Verleiten Sie doch den durch ur-menschliche Neugier getriebenen Zeitgenossen eben auf einen solchen Link zu klicken – auf dass er den für das jeweilige Thema erhofften Vitaminschub an Weisheit erlange.

 

Andere mögen das anders sehen – für mich gehören solche Links in die Ecke der „Clickbaits“: Das sind Klick-Köder mit dem erklärten Ziel, höhere Zugriffszahlen zu bekommen – und somit die Werbeeinnahmen zu erhöhen. Achten Sie mal drauf: Derart aufgebaut Ratschläge, oft als „verneinte Drohung“ formuliert und stets mit einer Zahl garniert, sind mega populär!

 

Offen gestanden: Ich kann sie nicht mehr hören! Oder lesen…

Einfallsloser Versuch der globalen Exculpation

Auch nicht mehr hören kann ich den einfallslosen Versuch der globalen Exculpation doch durchaus auffallend vieler Interim Manager:

 

„Ich bin im Projekt! Und deshalb konnte ich nicht [setzen Sie hier eine Aufgabe Ihrer Wahl ein]!“

 

Aus dem eigenen Erleben während der vergangenen nunmehr 15 Jahre setze ich ein: „Lebenslauf aktualisieren“, „Blog schreiben“, „das Amateurfoto durch ein professionelles ersetzen“ sowie „ein Video hochladen“. Nicht zu vergessen der unangefochtene Klassiker: „Mein Verfügbarkeitsdatum aktualisieren“.

 

Klar, ich habe das gestoppt: Die 28,13 Sekunden, die es bei bestehender Internet-Verbindung und leerem Browser dauert, sich bei UNITEDINTERIM einzuwählen, im persönlichen Bereich „Ändern der Stammdaten“ aufzurufen, ein neues Datum einzutragen und dann zu speichern: Dafür lässt das alles auffressende Projekt nicht den Hauch eines Spielraums! Klar.

 

Vor meinem geistigen Auge entwickelt sich dann in reinstem Neofin das Bild des bis an die Selbst-Aufopferung getriebenen Interim-Märtyrers, der alles – aber auch wirklich alles – dem Projekt und damit dem Wohl seines Kunden unterordnet: Die Aufnahme von Nahrungsmitteln, Schlaf, Gesundheit, den Lebensabschnitts-Partner, eigene Interessen und Pläne (einschließlich AIMP-Jahresforum) sowie jede auch noch so kleine Aufgabe, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Projekt steht….

 

Ruhig, Becker…!

 

So ganz kann Dein Bild nicht die Welt richtig wiedergeben! Denn sonst würdest Du mit Interim Managern nicht zum Beispiel diese Diskussionen führen:

 

„Mein Tagessatz beinhaltet acht Stunden Arbeit. Über alles darüber hinaus müssen wir reden – und vor allem: Muss der Kunde bezahlen….“

 

„Ich habe im übernächsten Monat drei Wochen Urlaub geplant: Dafür werde ich das Projekt unterbrechen!“

 

„Ich kann erst morgens nach 8.00 Uhr hier abreisen und muss spätestens am Freitag um 18.00 Uhr wieder hier sein!“

Kein Verständis für Nebelkerzen!

Das führt uns zu der Frage: Was geht denn hier ab?

 

Hier meine ganz persönliche Sicht, der sicher nicht jeder zustimmen wird – und auch nicht muss:

 

(1) „Ein Projekt“ ist das Kerngeschäft eines jeden Interim Managers. Dass ein Projekt anspruchsvoll ist und dass ein Projekt in aller Regel nicht mit einem Engagement auf dem Level „Normal Null“ zu stemmen ist: Das steht völlig außer Frage. Dass  ein Projekt jedoch vorgeschoben wird und als Nebelkerze herhalten muss,  um von eigenen Schwächen im (Zeit-) Management abzulenken, kann nicht verfangen. Zumindest nicht bei mir.

 

(2) „Ein Projekt“ ist kein Exklusiv-Angebot im Portfolio der Interim Manager. Auch fest angestellte Manager führen Projekte – und es gibt angestellte Manager, die machen das durchaus gut! Und auch fest angestellte Manager messen ihrem Projekt erste Priorität bei.

 

So betrachtet, ist ein Projekt per se rein gar nichts Außergewöhnliches und ein mit der Person des Interim Managers untrennbar verbundenes Attribut, mit dem ein Interim Manager, ja, beinahe Mitleid heischend, alle „ich habe das nicht geschafft“-Situationen heilen könnte.

 

Durchaus spreche ich hier aus eigener Erfahrung – als die „Regel“-Arbeitszeit um 0.30 Uhr endete und wir um 3.30 Uhr das Büro verließen, wenn es mal etwas später wurde. „The Ghost“ nannte man mich seinerzeit im Innside Luxemburg: „Er wohnt hier, aber niemand bekommt ihn zu Gesicht!“ Keine anderen Aufgaben litten – die Ehe jedoch schon. Freunde auch.

 

(3) Wenn wir das – unangenehmerweise – bis zu Ende denken, dann stellen wir fest: Es ist ein Wert-Treiber im Geschäftsmodells jedes Interim Managers, den Grad der eigenen Auslastung zu optimieren – also möglichst viele Tage im Jahr „im Projekt“ zu sein und damit solche Tage dem jeweiligen Kunden in Rechnung stellen zu können. Also im Idealfall jeden einzelnen Tag des Jahres. Zwar gelingt das nur in den seltensten Fällen. Wenn es jedoch gelänge, wäre der Triumph der Zielerreichung, eines dauerhaften „Ich bin im Projekt und kann deshalb [alles andere] nicht mehr!“, der sichere Weg in ein Austrocknen auf allen denkbaren Ebenen.

 

So leid´s mir tut und obwohl ich diskontieren muss, dass ich mich eher in der Ecke der Workaholics wohlig eingerichtet habe als in der der Freizeitmaximierer: Ich habe keinerlei Verständnis für diesen Spruch:

 

Bin im Projekt: Da geht sonst nix!

 

GENAU DESHALB HABEN WIR UNITEDINTERIM GEGRÜNDET

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Terrassen_Ensemble_auf_Burg_Schwarzenstein_2018Ja, es wurde bereits am Dinner-Tisch der Festveranstaltung des AIMP-Jahresforums angesprochen: „Dreimal keinen Blog in diesem noch jungen Jahr! Das gab´s noch nie…!“

 

Ja, Asche auf mein Haupt! Es stimmt. Und dafür gibt es rein gar keine Entschuldigung. Nur ein unterwürfiges Heischen nach Verständnis.

 

Für mein Blog ist sie neu, diese hohe Ausfallquote, und sie hat rein gar nichts damit zu tun, dass ich meinem Blog keine Bedeutung mehr beimesse – oder gar: Dass ich nicht mehr gern schreibe.

 

Ganz im Gegenteil!

 

Es hat damit zu tun, dass ich – neben dem marginalen Job bei UNITEDINTERIM und dem am Wegesrande liegende Interim Provider-Geschäft bei MANATNET im Steuerungskreis meiner Narrenzunft für das Narrentreffen im kommenden Jahr tätig bin.

 

Merke: Als Vorstand, verantwortlich für die Finanzen, solltest Du stets mit am Tisch sitzen.

Wie bekloppt bist Du eigentlich?

 

Oft genug frage ich mich: „Wie bekloppt bist Du, dass Du Dir das antust!?“ Und, ganz offen: Dafür gibt es keine sachliche Begründung. Nur eine emotionale.

 

Du machst das, weil Dein Herz daran hängt und weil Du die Menschen, mit denen Du zusammen bist, nicht enttäuschen möchtest. Eine fulminante Gruppendynamik also…!

 

Das ist im Kern nichts anderes – wenn auch um den Faktor 22 größer – als ein AIMP-Jahresforum auszurichten.

 

Sicherlich: Es gibt einen kleinen Kostenersatz. Nun, „Ersatz“ ist vielleicht nicht der wirklich richtige Begriff, denn für den maximal möglichen, jährlichen Kostenersatz bei den Narren würde der durchschnittliche Interim Manager keinen einzigen Tag arbeiten.

 

Folglich werden gegen unendlich tendierende Arbeiten im Hintergrund gemacht, weil das jeweilige Herz daran hängt. Das wiederum ist auch beim AIMP-Jahresforum der Fall.

 

In diesem Jahr eins der „Post-Becker-Ära“ gilt das ganz besonders für Constance Bräuning-Ast von REM PLUS und Patricia Christen von der EBS. Ich behaupte an dieser Stelle: Niemand, der´s nicht wusste, konnte einen Wechsel im Organisationsteam erkennen!

 

Meinen ehrlichen Respekt!

 

Das war ein tolles Jahresforum mit Thorsten Soll unter den drei Interim Managern des Jahres. Ich habe ihm mehrfach gratuliert – ich kann an dieser Stelle darauf verzichten. Ein klasse-Typ: Verdient hat er´s!

Die Arbeit nach dem Zerplatzen der Rententräume

 

Viel gesprochen wurde darüber, wie das Arbeiten in der Zukunft wohl aussehen könnte.

 

Herr Prof. Dr. Hartz hat alle Zuhörer mit einem innovativen Cluster für die arbeitende Bevölkerung überrascht – für die Zeit nach dem Zerplatzen der heute gewohnten Renten-Eintritts-Träume. Ich habe vor, in einem meiner nächsten Blogbeiträge darauf einzugehen.

 

Es ging auch um Kommunikation: „Sie müssen durchaus damit rechnen, dass Ihr Projektmitarbeiter Ihnen per WhatsApp aus dem Fußballstadion antwortet.“, war ein Kommentar im Workshop.

 

Und es ging – wenn konnte das überraschen? – um die Digitalisierung. Und natürlich irgendwann auch um die Digitalisierung der Interim-Provider selbst.

 

Und dann stand ein Interim Manager auf und fragte coram publico tatsächlich: „Was tun Sie als Provider in der Digitalisierung – und was tun Sie, um mit uns digital zusammenzuarbeiten?“

 

Da war dann große Ratlosigkeit im Raum und man versuchte, sich mit Allgemeinplätzen irgendwie gesichtswahrend aus der Situation zu retten.

 

Meine Antwort auf diese Frage bestand genau aus zwei Sätzen:

 

„Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Digitalisierung aus einer bestehenden Provider-Organisation heraus voranzutreiben.

 

Genau deshalb haben wir UNITEDINTERIM gegründet.“

 

KLAR, DASS DU SELTSAM DRAUF BIST, BECKER!

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Generalprobe_Fasenteroeffnung_2018_AHNZDer eine oder andere mag es kaum glauben – und dennoch: Es gibt auch für mich ein klitzekleines Leben neben dem Interim-Business! Ja, tatsächlich!

 

Zwar war die mit weitem Abstand bestimmende Tätigkeit in den vergangenen Monaten das Qualitätssichern der neuen Interim Manager bei UNITEDINTERIM. Und, wenn ich mir den „Backlog“ so anschaue, wird das auch bis in den Sommer so bleiben.

 

Dennoch kratzte spürbar und nachhaltig ein anderes Thema an meinen knappen Zeitbudgets: Meine Tätigkeit als Vorstand der Althistorischen Narrenzunft Offenburg e. V.! Ein Schwergewicht innerhalb der Vereinigung der Schwäbisch-Alemannischen Narrenzünfte e. V. (VSAN) und immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission.

 

Die Finanzen für diese Zunft mit ihren 500 Mitgliedern zu verantworten, ist sicher kein Kinderspiel und bedeutet ohne jeden Zweifel spürbar zusätzliche Arbeit für mich. Auch hierin wird ein Beweggrund für meine Entscheidung offensichtlich, das AIMP-Jahresforum ab 2018 in andere gute Hände zu übergeben.

 

Hast Du nicht genug zu tun, Becker?

 

Doch. Schon. Sicherlich.

 

Warum machst Du das dann?

Gegengewicht zum Interim-Business

 

Die Antwort ist ganz einfach: Als intellektuelles und emotionales Gegengewicht zum Interim-Business – mit drei Blockgewichten!

 

  1. Durchlüften von Herz und Hirn: Die Interim-Welt ist krass anders als die der Narren. Meistens, jedenfalls. Die Welt der Narren erdet zudem, weil die Narren zum Beispiel so etwas wie Selbstgefälligkeit nicht kennen. Aber, da gibt es kein Vertun, auch die Welt der Narren ist nicht immer konfliktfrei! Dennoch muss ich glashart festhalten: Menschen dieser Welt sind so gut wie ausnahmslos geprägt durch Geben – nicht durch Nehmen.

 

  1. Schreibtraining: Ich schreibe für die Zunft. Nicht alles, aber doch viel – zum Beispiel für die Große Redoute. Ich trainiere dadurch meine Schreiberei durch eine völlig andere Art von Texten – als die, die ich im Interim-Business verfasse. Die Texte für die Zunft verfolgen so gut wie immer nur einen Zweck: Sie sollen Spaß und Freude bringen – von der Korrespondenz mit der GEMA einmal abgesehen.

 

  1. Foto-Eldorado: Ich fotografiere viel für die Zunft, die mir somit Gelegenheit gibt, meine zweite große Leidenschaft (ja, natürlich: neben dem Interim-Business!) auszuleben. Dass das auf diesem Level möglich ist, dazu gehört sehr viel Vertrauen meiner „Modelle“ – die sich darauf verlassen können, dass ich sie nicht in unvorteilhafter Situation oder Pose für die Ewigkeit festhalten werde. Ich glaube, nur so lässt es sich erklären, dass ich mich uneingeschränkt hinter der Bühne sowie im Ankleide- und Schminkraum bewegen kann. Dafür bin ich zutiefst dankbar.

 

Dass dann, über die Seite der Zunft bei Facebook, so unfassbar viel mehr Menschen meine Fotos anschauen als das in analogen Zeiten je denkbar war, ist ein wunderbarer Nebeneffekt. Er demonstriert nebenbei die Wucht der Digitalisierung…

 

Ein recht persönlicher Blogbeitrag heute – aber ich denke, auch das gehört mal hier hin.

 

Möglicherweise denkt jetzt aber auch der eine oder andere meiner Leser:

 

Klar, dass Du seltsam drauf bist, Becker!

 

SIE SUCHEN EUCH, INTERIM MANAGER, FINDEN ABER NICHTS!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Juedischer_Friedhof_Sulzburg_2017„In zwei von drei deutschen Unternehmen, die bereits auf Interim Management setzen, verfügt die eigene Personalabteilung nach Ansicht der Fachabteilungen über kein ausreichend belastbares Netzwerk an Interim Managern.“

 

So beginnt die Pressemitteilung von Aurum von Anfang dieser Woche. Aurum Interim Management hatte insgesamt 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen zum Thema Interim Management befragt.

 

Demnach halten 67 Prozent der Führungskräfte das Interim Manager-Netzwerk der eigenen HR-Abteilungen nicht für ausreichend. Das ist durchaus alarmierend, weil die Personalbereiche den Fachabteilungen bei zwei Drittel aller befragten Unternehmen, die Interim Manager einsetzen, zuarbeiten.

 

Stimmt. Und auch ist es völlig legitim, wenn Aurum aus all dem den Wert der Provider für die Unternehmen ableitet. „Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte schätzen es, dass sie über einen Provider eine größere Auswahl an Kandidaten zur Verfügung haben und weniger lange nach einem passenden Interim Manager suchen müssen.”

 

Allerdings schwingt hier für mich durch, dass die Arbeit mit Providern noch längst keine Selbstverständlichkeit ist, denn sonst müsste man über das als „nicht ausreichend“ kritisierte Unternehmens-eigene Netzwerk kein Wort verlieren – sondern stattdessen festhalten: „Ist ohnehin nicht unser Kerngeschäft…!“

 

Ebenso bleibe ich hängen an dem „größere Auswahl“ und „weniger lange suchen“.

 

Ich formuliere das einmal anders: Wenn wir im Unternehmen Festanstellungen besetzen wollen, dann haben wir eine ausreichende Auswahl und müssen auch nicht lang suchen – im kleinen Markt des Interim Managements hingegen schon!

 

Ich neige dazu, dem zuzustimmen!

Es fehlt an Awareness im Interim Management

 

Also, Interim Manager: Es fehlt an „Awareness“! Die Unternehmen suchen Euch – aber sie finden Euch nicht…

 

Folglich besteht akuter Handlungsbedarf!

 

Wo werden heute Menschen – gleichgültig in welchem Umfeld! – suchen? Die ersten, möglicherweise vorsichtigen Schritte gehen? Sich vielleicht auch erst einmal „schlau machen“?

 

Sicher: Im Internet! Sie suchen dort – und sie erwarten Antworten dort. Sofort. Nicht erst in 48 Stunden….

 

Und dort im Internet finden sie dann die Interim Manager, die sie suchen….

 

Tatsächlich?

 

Ich kenne Interim Manager, die tun tatsächlich sehr viel für ihre eigene Präsenz im Internet – und die fassen dann auch schon einmal ein paar Tausender an.

 

Und ich kenne viele, die tun aber auch rein gar nichts. Eine eigene Website? Blödsinn! GMX-Adresse reicht… Michael Zachrau hat das wunderbar glossiert: [WARUM UNS DIE DIGITALE TRANSFORMATION NICHT BETRIFFT]

 

Wir müssen das mal unmissverständlich sagen: Solche Interim Manager kann schlichtweg kein Unternehmen finden!

Ich hab’ ja nichts zu sagen!

 

Ich kenne kaum einen Interim Manager, der ein eigenes Blog unterhält! „Ich habe die Zeit nicht!“ (na gut) oder „Ich hab ja nichts zu sagen!“ (hoppla!) lauten dann die Top-Platzierungen in den Charts der beliebtesten Ausreden.

 

Aber es werden immer mehr, die Kräfte mit Kollegen bündeln. Ohne sich zu verausgaben oder sich gar um die Vermarktung des eigenen Beitrags kümmern zu müssen! Sie nutzen das UNITEDINTERIM-Blog – und freuen sich über mehr als 10.000 Zugriffe auf die besten Posts (so der Fachbegriff). Eine smarte, noch immer einzigartige Lösung im Interim Management der gesamten DACH-Region! Denn jeder Autor schreibt in der Regel ein-, zweimal im Halbjahr, stützt damit seine eigene Reputation im Interim Business und tummelt sich zudem in einer Content-Maschine, die Google inzwischen sehr wohl bemerkt und goutiert hat.

 

Und weil UNITEDINTERIM keine Provisionsansprüche schützen muss, fehlt auf keinem Blogbeitrag die E-Mailadresse des Interim Managers oder der Interim Managerin. Potentielle Kunden können somit den Anbieter direkt erreichen und über ihre Anfrage sprechen.

 

Und selbstverständlich reagiert der Markt darauf!

 

Es ist ja eine besondere, die vorweihnachtliche Zeit: Ich wünsche mir deshalb vom Christkind, dass das immer mehr Interim Manager erkennen. Und entsprechend handeln. Sich dadurch selbst nachhaltig stärken, die „Awareness“ für sich selbst verbessern und damit auch für die gesamte Interim-Branche.

 

Dass sie erkennen, dass ein professionelles Interim Management ohne Kommunikation, ohne Vertrieb und ohne Investitionen in das eigene Geschäft – ja, tatsächlich! – nicht funktionieren kann!

 

Warum? Es funktioniert auch sonst nirgends.

 

Aber wenn wir dann neben dem analogen auf den digitalen Kanal setzen, dann wird das zunächst einmal viel, viel schneller: Das wird sicher die Unternehmen freuen (siehe oben).

 

Und es wird viel, viel billiger! Ich kann das aus vielerlei Erfahrungen belegen – zum Beispiel durch die AIMP-Foren: Früher haben wir jährlich für 1.500 Euro Programme gedruckt. Heute stellen wir diese Informationen über eine App zur Verfügung – und die Druckkosten entfallen.

 

Einher geht dieses Sparen auf der quantitativen mit einem Quantensprung auf der qualitativen Seite: Zum Beispiel können Teilnehmer vor Ort die anderen Teilnehmer kontaktieren oder aber Fragen über die App an die Workshop-Leiter senden.

 

Natürlich haben wir diese App einmal bauen und Geld in die Hand nehmen müssen – ja, sicher! Dann aber eben nicht mehr…

 

Die Kernaussage lautet daher: Kosten runter und Qualität rauf!

 

Diese Kernaussage leitet uns in unserem gesamten Tun bei UNITEDINTERIM. Denn eins geht gar nicht:

 

Man sucht Euch, Interim Manager, findet euch aber nicht!

 

UNTERWEGS IN SACHEN INTERIM MANAGEMENT

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Stresa_2017In dieser Woche hat sich die Zahl der Interim-Provider, die bei UNITEDINTERIM nach Interim Managern für ihre Projekte suchen, auf 17 erhöht. Und eine Interim Managerin, deren Daten wir – nach einiger Arbeit in der Qualitätssicherung – am 18. Oktober bei UNITEDINTERIM freigeschaltet hatten, hat am 24. des gleichen Monats ihre erste Anfrage erhalten.

 

Nicht wirklich schlecht!

 

Die Zeit, die ich für meinen Blogeintrag Donnerstags verwende, ist für die Mitgliederversammlung des AIMP in Hamburg draufgegangen: Wir hatten halt viele Themen!

 

Satzungsänderung, weil MANATNET nicht mehr auf einen eigenen Pool zurückgreift – und andere AIMP-Provider auch nicht. Auch daran kann man die Tragweite des Geschäftsmodells von UNITEDINTERIM erkennen!

 

Wahlen: Dr. Andreas Suter und Bodo Blanke wurden wiedergewählt.

 

AIMP-Jahresforum 2018 – und die neue Website.

 

Den größten Raum nahm die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ein, die ihre harten Schlagschatten vorauswirft und im Mai des kommenden Jahres einführt sein muss. So ganz leise frage ich, weshalb wir diesen irren Aufwand zigmal machen – für zig dezentrale Pools…

 

Und zu guter Letzt: Das Hamburger Regionalforum des AIMP! Traditionell wieder im Anglo German Club an der Außenalster. Schön wie immer – und rappelvoll!

 

Aus Zeitmangel bleibt mein heutiger Blogeintrag deshalb vergleichsweise kurz. Es ist halt ein sehr arbeitsintensives Geschäft, dieses Interim Management. Besonders, wenn es wieder heißt:

 

Unterwegs in Sachen Interim Management!

 

TUE DAS, WAS GETAN WERDEN MUSS: AUCH ALS PROVIDER

Inte-rim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Engel_mit_Pferdekopf_Westerland_Sylt_201Der Umbau der MANATNET-Site hat begonnen. Wir werden ihn in diesem August abschließen.

 

Ah, ein Relaunch! Wie aufregend!

 

„Tu quoque, Becker?“, mag der eine oder andere unter meinen Lesern denken, „Auch Du jetzt mit dieser Selbstbeweihräucherung?! Es reicht völlig, wenn andere den Relaunch ihrer Site zum weltbewegenden Großereignis hochstilisieren!“

 

Stimmt. Punkt.

 

Nur ist die Situation etwas anders. Vielleicht sogar sehr viel mehr anders!

 

Was mache ich mit einer etablierten Marke („MANATNET“), wenn der Markenkern verschwunden ist, der da bisher lautete „Erster Online-Marktplatz für das professionelle Interim Management in der DACH-Region“…?

 

Dieser Markenkern ist verpufft, weil wir unsere Datenbank als eine der tragenden Säulen des Geschäftskonzepts bei UNITEDINTERIM eingebracht haben.

 

„Wir werden die MANATNET-DB in ehrendem Gedenken halten! ????“, schrieb mir am Mittwoch ein von mir sehr geschätzter Interim Manager.

 

Prima: Nur ist sie halt weg!

Das Tafelsilber der Provider – der eigene Pool

 

Und obendrein wird der MANATNET-Pool konsolidiert mit zwei anderen Pools bei UNITEDINTERIM – und alles wird einmal gründlich „durchgeharkt“, wie es ein anderer Interim Manager aus der ersten Reihe bezeichnete.

 

MANATNET hat keine Datenbank mehr und auch nicht länger mehr einen eigenen Pool – ein eigener Pool, der von so gut wie jedem Interim-Provider als Tafelsilber des eigenen Unternehmens angesehen wird.

 

Nach dem Minister der Finsternis hat Uwe Sunkel das als zweiter öffentlich (nicht hinter verschlossenen Türen!) in Frage gestellt: „Warum Big Data die Provider ersetzen kann“. Aus meiner Sicht verantwortet allein das unscheinbare Hilfsverb „kann“, dass man ihn darob nicht stante pede gekreuzigt hat.

 

Da ging es also hin, das MANATNET-Tafelsilber und nahm gleich den digitalen Nibelungenschatz mit: die MANATNET-Datenbank!

 

Und zurück bleibt ein Name, den die meisten in der Interim-Welt kennen (okay, manche kennen MANATNET, halten den Kopf dahinter jedoch für die Inkarnation des Beelzebub), eine Domain die in ihrer fast 15-jährigen Geschichte sehr viele Interim-Provider, nicht alle!, hinter sich gelassen hat – und dieses Blog, das als eins der populärsten Blogs der Interim-Szene gilt: wenn nicht als das populärste! [WETTSTREIT DER INTERIM-BlOGS]

 

Soll ich MANATNET nicht besser zusperren?

 

Da stehst Du dann – und fragst Dich ernsthaft (ja, tatsächlich!), ob Du Dein Unternehmen, Dein Lebenswerk, nicht doch besser zusperren solltest – den Blick stur auf die Whiskey-Sammlung gerichtet. Als ob dort die Antwort läge…

 

Lag sie nicht!

 

Ein Freund hatte die Antwort:

 

„MANATNET war nie die Datenbank – und schon gar nicht der Pool: Denn den haben andere auch, wenn auch keinen ohne Torsi oder Leichname.

 

MANATNET warst immer Du – der Mensch, der dahintersteht – ohne jeden Zweifel:

 

Inzwischen bist Du eine eigene Marke in der Interim-Welt – was die AIMP-Jahresforen in Deiner Ägide sicherlich untermauert haben: Der Minister der Finsternis: Kritisch, ehrlich, schnell, alles Neue einem Staubsauger gleich aufsaugend, ein wenig verrückt – und absolut zuverlässig.

 

Das ist der Markenkern: Baue weiter darauf!“

 

Das werde ich – ganz sicher.

 

Es wird daher keinen Relaunch von MANATNET geben, sondern eine völlig neue Ausrichtung meiner Arbeit für meine Kunden – nur der Name und die Domain bleiben.

 

Und wir werden sehr dicht an das herankommen, was ich bereits vor rund zwei Monaten an dieser Stelle geschrieben hatte: [MANATNET ERFINDET SICH GERADE NEU]

 

Traurig?

 

Nein, kein bisschen!

 

Veränderungen gehören zu meinem Leben seit sehr vielen Jahren. Denn sie lenkt mich – diese Überzeugung, diese Triebfeder:

 

Tue das, was getan werden muss: auch als Provider!

 

SIE SIND WOHL NICHT GANZ GESCHEIT, HERR INTERIM MANAGER!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Zipfelmaenner_Westerland_Sylt_2017Ich muss das schreiben: Ich muss einfach! Dieses Ding ist so unglaublich, dass der eine oder andere vermuten wird, dass ich mir das ausgedacht habe. Aber: Das ist echt! Das ist Realsatire!

 

Und ich weiß, dass meine Leser solche Geschichten lieben…

 

Die Mail schlug hier auf am Mittwoch um 16.37 Uhr – von einem Interim Manager, der sich bei UNITEDINTERIM registriert und ich folglich mit der Qualitätssicherung begonnen hatte. Worauf hin wir als nächsten Schritt stets zwei Rechnungen versenden: ja, tatsächlich! Eine für die Qualitätssicherung und eine für die Nutzung von UNITEDINTERIM…

 

Sehr geehrter Herr Becker,

 

ich erhalte soeben Ihre Rechnungen und falle aus allen Wolken!

 

Das ist reine ABZOCKE und ich fordere Sie hiermit auf, die Rechnungen umgehend zu stornieren und mein Konto sofort zu löschen.

 

Ansonsten werde ich rechtliche Schritte gegen diese Art der hinterhältigen Geldmacherei einleiten und auf sämtlichen Blogs und Portalen (sing , LinkedIn, Facebook) vor UNITEDINTERIM warnen und ihre Machenschaften offenlegen.

 

Keines der sonstigen Interim Portale ist derart hinterhältig !

 

Ich fühle mich von Ihnen betrogen und hinters Licht geführt.

 

Sollten Sie diese Rechnungen weiter aufrecht halten, so werde ich die Angelegenheit einem entsprechenden Fachanwalt übergeben.

 

Interim Manager

[keine Signatur]

 

Ich habe meine Antwort noch am selben Abend verfasst, das Ganze dann überschlafen, wieder und wieder gefeilt und nochmals durchdacht. Und dann habe ich um 15.58 Uhr auf „Senden“ geklickt:

 

„Sie sind wohl nicht ganz gescheit, Herr Interim Manager!

 

Ihre Mail ist sachlich falsch und im Ton sicherlich unterste Schublade dessen, was ich seit langem erlebt habe: Ihr Versuch, mir unredliches Verhalten vorzuwerfen, während ich als einer der gradlinigsten und ehrlichsten Provider im Markt gelte, würde sicher für schenkelklopfende Heiterkeit in der Interim-Szene sorgen – und Sie gleichzeitig als neu ins Interim-Geschäft einsteigender Anbieter diskreditieren.

 

Sie bewegen sich folglich auf ganz dünnem Eis…

 

Vorab: Die Rechnung an Sie wurde storniert und Ihre Daten wurden gelöscht, denn es ist völlig undenkbar, dass wir mit einem Menschen wie Ihnen zusammenarbeiten werden.

 

Nun zu den Fakten:

 

  • Von jeder – ausnahmslos jeder! – Seite unserer Website haben Sie Zugriff auf unsere Preisliste (monatliche Flatrate gegen Provisionsverzicht!) und auf unsere AGB. Zusätzlich zeigen wir unsere Preise in der Kopfnavigation.
  • Unsere AGB sind überschrieben: HINWEIS: DIE NUTZUNG DIESER DIENSTLEISTUNG IST MIT – WENN AUCH MARGINALEN – KOSTEN VERBUNDEN!
  • Sie haben sich am Mittwoch, den 14.06.2017 um 16:53 Uhr registriert. Im Rahmen Ihrer Registrierung sind Sie gebeten worden, unsere AGB zu akzeptieren. Dies haben Sie durch Anklicken des entsprechenden Feldes getan. Bevor Sie auf die Idee kommen, dies zu bestreiten: Wenn Sie das nicht tun, dann unterbindet das System jeden weiteren Schritt Ihrerseits.
  • Weil wir uns, anders als Sie uns unterstellen, Fairness und Transparenz verschrieben haben, hat unser System Sie daraufhin kontaktiert, Sie gefragt, ob Sie tatsächlich unsere Vereinbarung akzeptieren möchten – und wenn Sie das möchten, dann hat Sie unser System für diesen Fall gebeten, Ihre Entscheidung zu bestätigen, indem Sie auf den systemseitig erzeugten Bestätigungslink klicken.
  • Diesen Bestätigungslink haben Sie am gleichen Tag, jedoch etwas später (Mi 14.06.2017 17:39 Uhr) von der IP-Adresse ***.*.192.39 bestätigt. Um es auf den Punkt zu bringen: Dieses Verfahren nennt sich „Double-Opt-In-Verfahren“, ist Standard im Internet und wird vor jedem Gericht in Deutschland Bestand haben. Dass wir darauf verzichten, unsere Ansprüche gegen Sie geltend zu machen, versteht sich allerdings von selbst.

 

Dass Sie jedoch aus all dem „Hinterlist“ ableiten und uns „Abzocke“, „Machenschaften“ und „Geldmacherei“ unterstellen, empfinde ich als Unverschämtheit jenseits jeden Beispiels – und als eine verblüffende Wahrnehmungs-Störung auf Ihrer Seite.

 

Wir beenden hiermit unsere Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung – auch, um unsere Kunden zu schützen: Es ist Usance im professionellen Interim-Business, dass Verträge gelesen werden, bevor man sie akzeptiert.

 

Sollten Sie auf die absurde Idee kommen, Ihr Zerrbild auch noch – auf welchem Weg auch immer – zu verbreiten, werden wir unmittelbar darauf reagieren und Sie wegen Verleumdung und übler Nachrede belangen.

 

Abschließend möchte ich Sie inständig bitten, unbedingt davon abzusehen, auf meine Mail zu antworten.

 

Jürgen Becker

[mit Signatur]

 

Nun bin ich mal gespannt, wer das in Zukunft noch toppen will – obwohl ich in jüngerer Zeit gelernt habe: Ausschließen kann ich das keinesfalls!

 

Es gibt so viele tolle Menschen unter den Interim Managern – und ich bin dankbar dafür, dass ich so derart viele davon kennenlernen durfte: Über MANATNET, über die AIMP-Jahresforen und jetzt über UNITEDINTERIM.

 

Diese Menschen sind es jedoch, die unsere kleine Interim-Welt bestimmen – ihr den professionellen Stempel aufdrücken und sie so attraktiv machen für unsere Kunden. Und es ist unser aller Aufgabe, dafür zu sorgen, dass solche Menschen, die – mit einer Prägung wie der Absender dieser Mail – neu ins Interim Management einsteigen wollen, nicht allzu viel Schaden anrichten.

 

Das, was ich dagegen tun kann, tue ich: Ich schließe ihn vom Mitmachen bei UNITEDINTERIM aus – und, das bin ich mir schuldig gewesen, ich beginne ein Schreiben, wie ich es noch nie begonnen habe:

 

Sie sind wohl nicht ganz gescheit, Herr Interim Manager!

 

WENN WIR HEUTE NICHTS ÄNDERN, BLEIBT NICHTS SO WIE ES IST

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Westerland_Sylt_2017Das AIMP-Jahresforum ist längst rum (schauen Sie sich mal den schönen Trailer an!) und UNITEDINTERIM hat nach der Betaphase sein erstes Quartal hinter sich.

 

Unfassbar viel Arbeit – aber unterm Strich war es ein gutes Quartal. Wie stets, kommen ein paar Dinge so wie geplant – aber ein paar andere kommen halt anders als geplant.

 

Was anders kam als geplant, war der Kommunikationsbedarf in die Zielgruppe der Interim Manager hinein – in der sich gefühlt jeder zweite als Spezialist für Change oder Digitalisierung versteht.

 

Wohl nicht so sehr in eigener Sache…

 

Zunächst jedoch: Wir haben enorm positives Feedback erhalten! Von „Endlich tut sich mal was in der verschrumpelten Provider-Szene!“ bis „Donnerwetter! Weshalb hat das bisher noch niemand so gemacht?“

 

Diese Reaktion ist im Kern darauf zurückzuführen, dass das Geschäftsmodell von UNITEDINTERIM anders und dabei ganz einfach ist:

 

Keine Bronze-, Silber- oder Gold- und womöglich Platin-Modelle. Keine Basic-, Standard- und Premium-Angebote – allesamt mit anderen Preisschildern, versteht sich.

 

Nein! Eine Flatrate vergleichbar mit Ihrem Handyvertrag. Ende! Dafür verlangt UNITEDINTERIM keinerlei Provisionen und bietet stattdessen jede Menge Dienstleistungen – meist über dritte Partner, wenn die das besser und günstiger als wir selbst darstellen können:

 

Vom Aufbereiten des CV samt Erarbeiten des eigenen USP über die günstige Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung bis zum regresslosen Ankauf der Forderung aus der Rechnung an Ihren Kunden.

 

Von der Analyse aller Tagessätze bei UNITEDINTERIM bis zum Blog für die Interim Manager (nicht für uns!).

 

Wir werden im kommenden Monat 6.000 Entscheider in Unternehmen per Post (!) anschreiben und dank unserer Investoren Mittel in einem solchen Umfang bereitstellen, wie ich es mir bei MANATNET nicht habe träumen lassen.

 

Wir arbeiten mit einem der anerkannt besten SEO-Spezialisten in Deutschland zusammen und haben nach nur drei Monaten die allermeisten aus unserem Wettbewerbsumfeld in Sachen Relevanz bei Google bereits hinter uns gelassen (Einer ist noch deutlich vor uns: ihn gilt es jetzt einzuholen…!).

 

Und wir investieren monatlich (!) einen mittleren vierstelligen Betrag in die Weiterentwicklung von UNITEDINTERIM.

 

Das Wichtigste: UNITEDINTERIM verlangt keine Provisionen

 

Der alles entscheidende Vorteil für die Interim Manager ist jedoch, dass keine Provision anfällt, wenn Kunde und Interim Manager über UNITEDINTERIM direkt zusammenfinden!

 

Dass wir hier von richtig viel Geld reden (das unserer Flatrate kaum das Label der berühmten „Peanuts“ zugesteht), weiß jeder, der auch nur ein einziges Projekt über einen Interim-Provider gemacht hat. Ganz deutlich an dieser Stelle: Ich verteufele das nicht, denn viele Provider erbringen im Gegenzug eine wertvolle, geldwerte Dienstleistung – für den Interim Manager ebenso wie für den Unternehmens-Kunden.

 

Das ist auch im Elektro- oder Schuh-Fachgeschäft so! Dennoch kaufen viele Menschen das Zeug inzwischen im Internet.

 

Merke, denn daran führt rein kein Weg vorbei: Beratung kostet Geld und muss auf irgendeinem Weg vom Kunden bezahlt werden!

 

Es gibt aber nun mal auch Kunden, die möchten auf eben diese Beratung verzichten – und dafür günstiger einkaufen. Ich mache das z. B. bei meinen Kameras und Objektiven so. Da weiß ich exakt, was ich will – und was nicht: Fertig!

 

Exakt deshalb ist UNITEDINTERIM kein Provider, sondern ein Dienstleister. Für Interim Manager und Unternehmen, die genau wissen, was sie wollen! Und davon gibt durchaus einige – und ich erwarte, dass es immer mehr werden…

 

Während der eine oder andere Interim-Provider sein Geschäftsmodell durch UNITEDINTERIM in den Grundfesten gefährdet sah, tun sich überraschend viele Interim Manager noch schwer, das zu verinnerlichen.

 

Suchen verzweifelt nach dem vertrauten Provisionsmodell – und hängen sich an unserer marginalen Flatrate auf. Diskutieren allen Ernstes mit mir über 45 Euro im Monat, die sie obendrein noch als Betriebsausgabe absetzen können. Bei Tagessätzen stets deutlich jenseits der 1.000 Euro…

 

Ganz offensichtlich stehen wir hier mitten in einem Change-Prozess, der – wie stets – sehr viel an Kommunikation erfordert.

 

Dem stellen wir uns.

 

Dessen ungeachtet gilt jedoch – auch, wenn wir es vielleicht zweimal lesen müssen:

 

Wenn wir heute nichts ändern, bleibt nichts so wie es ist!