UNTERWEGS IN SACHEN INTERIM MANAGEMENT

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Stresa_2017In dieser Woche hat sich die Zahl der Interim-Provider, die bei UNITEDINTERIM nach Interim Managern für ihre Projekte suchen, auf 17 erhöht. Und eine Interim Managerin, deren Daten wir – nach einiger Arbeit in der Qualitätssicherung – am 18. Oktober bei UNITEDINTERIM freigeschaltet hatten, hat am 24. des gleichen Monats ihre erste Anfrage erhalten.

 

Nicht wirklich schlecht!

 

Die Zeit, die ich für meinen Blogeintrag Donnerstags verwende, ist für die Mitgliederversammlung des AIMP in Hamburg draufgegangen: Wir hatten halt viele Themen!

 

Satzungsänderung, weil MANATNET nicht mehr auf einen eigenen Pool zurückgreift – und andere AIMP-Provider auch nicht. Auch daran kann man die Tragweite des Geschäftsmodells von UNITEDINTERIM erkennen!

 

Wahlen: Dr. Andreas Suter und Bodo Blanke wurden wiedergewählt.

 

AIMP-Jahresforum 2018 – und die neue Website.

 

Den größten Raum nahm die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ein, die ihre harten Schlagschatten vorauswirft und im Mai des kommenden Jahres einführt sein muss. So ganz leise frage ich, weshalb wir diesen irren Aufwand zigmal machen – für zig dezentrale Pools…

 

Und zu guter Letzt: Das Hamburger Regionalforum des AIMP! Traditionell wieder im Anglo German Club an der Außenalster. Schön wie immer – und rappelvoll!

 

Aus Zeitmangel bleibt mein heutiger Blogeintrag deshalb vergleichsweise kurz. Es ist halt ein sehr arbeitsintensives Geschäft, dieses Interim Management. Besonders, wenn es wieder heißt:

 

Unterwegs in Sachen Interim Management!

 

SPEZIALISTENWISSEN IM INTERIM MANAGEMENT

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Antike_Uhr_Gengenbach_2017Da ist sie nun, die neue MANATNET-Site! Mehrfach bin ich an dieser Stelle darauf eingegangen, dass sich durch UNITEDINTERIM das Interim-Business spürbar verändert hat. Und da ich das selbst mit zu verantworten habe, darf ich nicht darüber lamentieren, dass ich reagieren muss!

 

Denn die Konsolidierung von drei Pools (butterflymanager, MANATNET und REM PLUS) und die gleichzeitige kostenlose (!) Öffnung dieses neuen, extrem qualitätsgesicherten Pools für jeden registrierten, professionellen Nutzer – sogar, Achtung!, für Provider: Das hat schon für Furore gesorgt.

 

Dass UNITEDINTERIM obendrein auf sämtliche Vermittlungsprovisionen verzichtet, hat dann ein kleines Erdbeben in der Szene verursacht. Vom „Totengräber“ für die Provider war sogar die Rede. Das alles hat sich beruhigt, weil UNITEDINTERIM sich als Partner, als Dienstleister der Provider sieht – nicht als Wettbewerber, denn UNITEDINTERIM ist kein Provider!

 

UNITEDINTERIM ist ein Dienstleister für alle am professionellen Interim-Geschäft beteiligten Parteien und schafft Mehrwerte für diese drei Parteien – vor allem auf der Kostenseite. Für viele Provider wird sich in letzter Konsequenz die Frage stellen: „Wozu brauche ich einen eigenen Pool, den ich verwalten muss – und sei’s auch nur ganz verschämt mir einer Halbtagskraft – wenn ich kostenlos auf den hochgradig qualitätsgesicherten Pool von UNITEDINTERIM zugreifen kann? Eigenes Projektgeschäft macht UNITEDINTERIM jedoch nicht!

Vom Pool zum Beratungs-zentrierten Ansatz

Dessen ungeachtet steht für mich jedoch völlig außer Frage, dass sich das Geschäft der Provider ab jetzt ändern wird [INTERIM-PROVIDER STEHEN MITTEN IN EINEM CHANGE-PROZESS]! Das Geschäft der Provider wird sich von einem „Pool-zentrierten“ Denken („Ich habe den größten!“) zu einem „Beratungs-zentrierten“-Denken („Ich verstehe meinen Kunden am besten!“) verschieben.

 

Ganz besonders gilt das für mein Unternehmen MANATNET! In dem Augenblick, in dem ich die Entscheidung traf, die MANATNET-Plattform in UNITEDINTERIM einzubringen, war klar, dass die MANATNET-Site nicht die gleiche bleiben konnte: Weil MANATNET nicht das gleiche Unternehmen bleiben konnte.

 

„Wenn ich´s genau betrachte, gebe ich das Wichtigste auf, das ich habe!“, so mein Fazit im Sparring unter vier Augen.

 

„Wenn ich´s genau betrachte, ist das ein Trugschluss!“, antwortete mein Gegenüber.

 

„Wie das?“

 

„Das wichtigste bist Du! Dein Knowhow, Deine Persönlichkeit! Eckig zwar, aber ausgesprochen Kunden-orientiert, offen und absolut zuverlässig! Und keineswegs die Datenbank! Das ist wie mit Deinen Fotos: Gib einem Amateur Deine Ausrüstung – und er wird immer noch lausige Bilder machen. Nimm Du eine alte Kodak Instamatic – und Deine Fotos werden dennoch gut sein!“

MANATNET – vom Marktplatz zur Berater-Site

 

Und so habe ich sie dann aufgesetzt, die neue MANATNET-Site – als Berater-Site. Als Site rund um den Interim Management-Berater Jürgen Becker:

 

Was kann der?

Warum kann der das?

Was bringt mir das?

Was kostet mich das?

 

Im Gegensatz zur alten Site, die auf Größe ausgerichtet war, ist die neue MANATNET-Site klein. Die Profile bei XING, LinkedIn, Twitter und Facebook wurden geändert – und die Videothek bei Youtube gelöscht! Ein massiver, ein fulminanter Change-Prozess, der, das gebe ich offen zu, mir keineswegs leicht gefallen ist!

 

Kein „Wat is‘n Interim Manager?“, kein Lexikon zu allen relevanten Begriffen aus der fremden Interim-Welt und auch kein Tagessatzrechner oder sonstige Werkzeuge, die wir während der Missionarsphase verwendet haben. Auf den Punkt gebracht. Die Site einer Edel-Boutique!

 

Ja, ich weiß: Es wird wieder Kritik hageln, weil ich auf einen Retainer bestehe! “Andere machen das doch auch kostenlos!”

 

Ja, das ist auch okay. Aber ich mach´s halt nicht!

 

MANATNET ist nicht länger ein Marktplatz, sondern (nennen wir´s mal so) eine hochspezialisierte Provider-Boutique, in der der Chef persönlich hinterm Tresen steht! Hier bekommt mein Kunde nur eins – mehr habe ich nicht und mehr verkaufe ich nicht:

 

Spezialistenwissen im Interim Management.

 

EIN INTERIM MANAGEMENT-BLOG WIRD ZUR BILDERGALERIE

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Fassade_mit_Blumen_Berlin_2017Mitunter fügen sich die Dinge beinahe magisch!

 

Seit dem 1. September 2007 schreibe ich für mein Blog zum Thema Interim Management am Freitag, pünktlich um 15.00 Uhr. Es gab so gut wie keine Ausnahmen – und die die´s gab, waren Ausnahmesituationen geschuldet: Todesfällen, Krankeit oder völliger Erschöpfung.

 

Ich werde also bald mein Zehnjähriges feiern können. Kaum zu glauben!

 

Mein erster Beitrag – noch unter einer separaten Domain – lautete seinerzeit ‘ALDI-ISIERUNG’ IM INTERIM-GESCHAEFT – ODER WER DRUECKT HIER EIGENTLICH DIE PREISE? Man sieht am Titel: Nicht einmal der Umgang mit Umlauten war damals eine triviale Übung!

 

Bis zum Jahreswechsel, also geschlagene vier Monate!, kam mein Blog ohne jedes Bild aus. Dann aber wurden Bilder eingefügt – nicht zuletzt, um das Ganze ansprechender, ja, lese-freundlicher zu machen.

 

Hierfür habe ich lange, sehr lange Zeit, Fotos Dritter verwendet – meist von pics.de, die die Bilder kostenlos zur Verfügung stellten, wenn ich im Gegenzug die Quelle und den Fotografen nannte.

 

Für mich ganz persönlich war das hochgradig unbefriedigend, weil die Fotografie seit weit über 50 Jahren zu meinem Leben gehört und, ja tatsächlich, zu meinem Beruf hätte werden sollen.

Eigene Bilder fürs Interim Management-Blog

 

Irgendwann reifte dann im Rahmen meiner regelmäßigen Strategie-Runden mit unserem Internet-Partner, April & June in Berlin, die Idee, das Blog ausschließlich mit eigenen Bildern zu bestücken – auf dass meine Blog-Bilder als Nebenwirkung auch noch positiv auf Google ausstrahlten!

 

„Himmel hilf!“, war mein erster Reflex. „Wo zum Teufel soll ich denn auch dafür noch die Zeit hernehmen…?“

 

Seinerzeit habe ich eine der wichtigsten Entscheidung in meinem Leben getroffen: Du wirst Dir die Zeit dafür nehmen! Ende! Im Nachhinein stelle ich fest: Ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen in meinem Leben: Diese gehört ganz sicher nicht dazu!

 

Nicht nur, weil mir das kreative Gegengewicht zu einem doch sehr Internet- und Datenbank-geprägten Leben ausgesprochen gut tut.

 

Denn: Wenn Sie – spaßeshalber: warum sollten Sie das sonst tun? – bei Google nach „Interim Management Blog“ suchen, werden Sie mein Blog auf Position 1 der organischen Treffer finden. Mit anderen Worten: Wer immer nach diesem Begriff suchen mag: Google schlägt ihm oder ihr mein Blog als das mit der höchsten Relevanz vor.

 

Ja, verschämt gebe ich zu: Das macht mich stolz!

 

Noch mehr staune ich jedoch, wenn ich von der Anzeige „Alle“ Treffer auf „Bilder“ klicke.

 

Sie werden die meisten meiner Bilder sofort erkennen, denn sie unterscheiden sich deutlich von den allermeisten anderen. Ich sage nicht, dass sie besser sind: Aber eben anders und halt auch einzigartig im Web.

 

Anders als diese unsäglichen, aber billigen Stockfotos, die uns zu überschwemmen scheinen – und die auf mich als grauenhaft einfallslos und oftmals erschütternd klischeehaft wirken.

 

Vielleicht sieht Google das ähnlich, denn ganz offensichtlich gefällt das unserer alles beherrschenden Suchmaschine!

 

Auf alle Fälle gefällt mir, was ich sehe:

 

Ein Interim Management-Blog wird zur Bildergalerie.

 

WENIGER IST OFT MEHR: AUCH IM INTERIM MANAGEMENT

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Linien_in_weiss_und_blauIm Interim Management-Geschäft von MANATNET ist in diesem Jahr irgendetwas anders! Man erkennt das eindeutig, wenn man lange im Interim-Geschäft arbeitet:

 

So sind die Anfragen durchaus „exotisch“ geworden – wie ein Interim Manager mir gegenüber konstatierte.

 

Die Zeiten, in denen man als Interim-Provider einen Controller mit US-GAAP-Kenntnissen liefern musste, um sein Auskommen zu haben, sind lange vorbei.

 

Heute musst Du einen Technik-Leiter für den Kunststoff-Spritzguss liefern – mit Spezialistenwissen im Bereich Ultraschall-Schweiß-Technik und lernst dabei als Betriebswirt, dass es so etwas gibt.

 

Oder aber, Du musst den Qualitätsmanager für einen Automobilzulieferer in Tschechien liefern – und hierbei sind neben den einschlägigen Skills im professionellen Qualitätsmanagement Tschechisch oder Slowakisch fließend ein KO-Kriterium.

Netzwerke leistungsfähiger als Pools?

 

Für beide Aufgaben haben wir passende Kandidaten identifiziert. In beiden Fällen jedoch nicht im eigenen Pool – jedoch über den eigenen Pools. Jedes Mal bin ich beeindruckt, welche Kraft das Netzwerk des eigenen Netzwerkes hat! Und noch nie habe ich es erlebt, dass über das Netzwerk der Interim Manager von MANATNET ein passender Kandidat nicht gefunden wurde – und sei das Anforderungsprofil noch so exotisch gewesen…

 

Der Wermuths-Tropfen: Wie wichtig ist aus dieser Perspektive betrachtet dann noch der eigene Pool, der uns Interim-Providern doch so lieb und so teuer ist…?

 

Und noch etwas ist anders: Die Lead-to-Deal-Quote, deren Einbrechen ich an dieser Stelle mehrfach zum Thema [FASSUNGSLOS IM INTERIM MANAGEMENTINTERIM PROJEKTE GESTOPPT = 0 PROZENT] gemacht habe, hat sich dramatisch verbessert, und pendelt aktuell um 2:1. Ich denke nicht, dass ich diese tolle Quote auf Dauer werde halten können (und wollen!) – aber derzeit tut diese Quote richtig gut.

 

Worauf ist dieser Swing von „unterirdisch“ in Richtung „toll“ zurückzuführen?

 

Ich denke, das geht auf meine „liebevoll rüde“ Art zurück, Anfragen entgegenzunehmen:

Fünf Antworten zeigen die Qualität einer Anfrage

 

Meine Key-Accounts betreue ich selbstverständlich nach besten Kräften – ohne jede Einschränkung oder Bedingung.

 

Andere Kunden, die noch keinen solchen Status erlangt haben, müssen eine Hürde nehmen. Diese Hürde sind typischerweise fünf Fragen zur Aufgabe, die der Interim Manager übernehmen oder zum Profil, das die Interim Managerin erfüllen soll. Meist ergeben sich diese Fragen zwingend, weil der Kunde nicht daran gedacht hat, sie zu beantworten. Wenn doch, dann lasse ich mir Fragen einfallen – um der Fragen willen. Hierzu gehört z. B. die Frage: „Sagen Sie, wer wird am Ende die Entscheidung für oder gegen den Interim Manager auf Ihrer Seite treffen!“

 

Dieser (Frage-) Prozess legt sehr deutlich offen, wie ernsthaft ein Kunde bei der Sache ist. Und für einen Kunden, der nicht ernsthaft bei der Sache ist, für den arbeite ich nicht mehr: Diese Entscheidung ist inwzischen gefallen. Da gehe ich lieber raus und mache Fotos für dieses Blog….

 

Potentielle Kunden, mitunter Prospects genannt, heiße ich herzlich willkommen – und hier schwingt keinerlei Ironie durch. Ich erläutere Ihnen den Suchprozess und helfe ihnen gern dabei, den richtigen Interim Manager oder die richtige Interim Managerin zu finden – auch außerhalb des Videos “Wie finde ich einen Interim Manager bei MANATNET?”.

 

Wenn diese Kunden es dann jedoch bevorzugen, dass ich selbst die Interim Manager für sie suche, dann mache ich auch das gern – jedoch nur gegen einen Retainer, den ich unmittelbar nach Beauftragung eines Interim Managers  von MANATNET erstatte. Ich kommuniziere das ganz offen und höflich – und dann gibt es Kunden, die wollen das nicht. Das akzeptiere ich ohne jede Spur von „bad feelings“ – jedoch arbeite ich dann nicht für diese Prospects.

 

Ich mache das derart konsequent erst in diesem Jahr 2016 – und einiges deutet darauf hin, dass dies ein gangbarer Weg zu mehr Effizienz im Interim-Providing sein kann. Inzwischen denke ich:

 

Weniger ist oft mehr: auch im Interim Management.

 

SEID WIEDER MUTIG, INTERIM MANAGER!

Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Skulptur_Maedchen_schutzsuchend_SyltAb 2002 habe ich mich mit dem Thema Interim Management beschäftigt. Erstmals – das gebe ich offen zu. Bis dahin kannte ich diese besondere Dienstleistung im Rahmen der Personalbeschaffung nicht. Als CEO und Geschäftsführer von Firmen mit immerhin rund 250 Mitarbeitern kannte ich also Interim Management nicht.

 

Daher habe ich grundsätzlich sehr viel Verständnis für andere CEOs und Geschäftsführer, die Interim Management auch nicht kennen. So ein ganz klein wenig schwingt bei diesem Verständnis jedoch ein „Jungs und Mädels: Inzwischen sind wir 15 Jahre weiter!“ mit.

 

Damals lernte ich, dass es mannigfache Gründe für Interim Management gibt, vor allem aber Schnelligkeit und Offenheit.

 

Gerade das Argument „Schnelligkeit“ hatte mich bereits damals überzeugt – und ich hatte mich im Nachhinein gefragt, weshalb wir Europe Online und Unamite in der Start-up-Phase nicht auch mit Interim Managern (und Freelancern) ausgestattet haben – statt einen Irrsinns-Aufwand in das Rekrutieren von Festangestellten zu stecken, um sie dann 12 oder 24 Monate später wieder zu feuern…

 

Das Argument „Offenheit“ hatte seinerzeit für mich persönlich keine allzu große Bedeutung: Karl Heinz Achinger, debis-Vorstand und Chef des debis Systemhauses, forderte Offenheit ein – und wir waren dann auch offen. Ein „Herr Achinger, ich rate Ihnen ab von der Fusion des Unternehmens a mit dem Unternehmen x von Herrn Middelhoff“ haust Du nicht mal eben so raus, wenn Du Dein Gegenüber nicht einschätzen kannst. Inzwischen bin ich mir sicher: Diese Schule des „Sag was Du denkst und laber nicht ‘rum!“ hat die Grundlagen gelegt für meinen AIMP-internen Ruf als „Minister der Finsternis“.

 

Aber ich wusste, dass das durchaus nicht in allen Unternehmen so war und daher galt „Offenheit“ auch für mich als überzeugender Vorteil im Interim Management, weil ein Interim Manager (gleiches gilt für Interim Managerinnen) im Kunden-Unternehmen keine Karriere machen möchte. Und folglich keine Rücksicht auf Ressentiments nehmen muss – also offen und ehrlich sein kann: Genau meine Welt also!

Gefährliche Entwicklung im Interim Management

 

Heute, 15 Jahre später, hat sich die Welt gewandelt – auf Seiten der Unternehmen und auf der Seite der Interim Manger auch. Ich halte beides für gefährlich für unser Interim Management-Geschäft.

 

Ich erlebe das im Tagesgeschäft und ich bin an dieser Stelle mehrfach darauf eingegangen – und meine AIMP-Kollegen erleben das auch: Die Entscheidungsprozesse beim Kunden werden immer länger. Zwar sind die Interim Manager typischerweise in einer Woche, spätestens jedoch in zwei Wochen verfügbar – alles andere sind Ausnahmen…

 

Aber – wieder typischerweise – sind die Kunden nicht so schnell. Wie oft hören wir, „Wir müssen noch einmal einen Abstimmungsprozess durchlaufen“, „Herr oder Frau X ist in Urlaub/geschäftlich unterwegs/krank und deshalb müssen wir bis zum kommenden Monat warten“ oder „Das muss durch den Aufsichtsrat – und der tagt erst wieder in acht Wochen…!“

 

Ich kenne einen mittelständischen Kunden, der suchte einen Leiter Vertrieb. Bis der Kandidat in Festanstellung an Bord sein würde, sollte ein Interim Profi den Vertrieb schon mal auf Vordermann bringen. Da hat sich dieser Prozess über acht Monate hingezogen – lange genug, um dann den festangestellten Leiter Vertrieb zu finden. Auf Vordermann gebracht wurde zwar nichts – und auch sonst war der Vertrieb ohne Führung: Aber das war offenbar kein Problem für das Unternehmen. Merke: Nichts tun hat keine Kostenstelle!

 

Auf den Punkt gebracht: Derzeit zerschellt die Schnelligkeit der Angebotsseite oft an der Langsamkeit der Nachfrageseite! [FREITAG ANGEFRAGT – DIENSTAG ANGEFANGEN]

Schadet Ehrlichkeit meinem Interim-Blog – und damit mir?

 

Weit mehr Schwierigkeiten habe ich mit dem Wandel auf dem Feld „Offenheit“!

 

Hier in meinem Blog spreche ich offen Dinge an, die mir gefallen – vor allem aber Dinge, die mir nicht gefallen. Je offener ich über Missstände schreibe und je genauer ich den Finger in die Wunde lege, umso mehr Zugriffe erhält der jeweilige Blog-Post.

 

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich meine Blogeinträge zum Thema Projektabsagen [SO GEHT´S HALT NICHT WEITER IM INTERIM PROVIDING].

 

Ich erhalte dann auch viel Zustimmung für jene Blogeinträge („Endlich mal einer, der´s ausspricht!“), jedoch telefonisch und per Mail – entre nous, sozusagen. Nicht jedoch als Kommentar direkt im Blog. Ich hake dann mitunter nach und dann ergeben sich schon einmal kleine Korrespondenzen wie diese:

 

„Hallo Herr Becker,

 

ich suche seit 4 Monaten neue Projekte – und wenn ich für jeden “Sorry, wir haben nun doch eine interne Lösung gefunden”-Anruf einen Tagessatz bekommen hätte, würde ich jetzt in Urlaub fliegen. Tröstlich zu lesen, dass nicht nur ich mit dieser Standardlüge abgespeist werde!“

 

***

 

„Das liegt sicher nicht an Ihnen, [INTERIM MANAGER]!

 

Im Augenblick gehen wieder tolle Sachen ab im Markt. Tagessatz 600 Euro all in gehört auch dazu….  Never give up!”

 

PS: Auch dafür schreibe ich mein Blog! Denn manchmal denkt unsereins, man wäre allein mit solchen Erfahrungen – und fühlt sich entsprechend miserabel!

 

PS2: Wenn Sie Ihren Kommentar an meinen Blogeintrag hängen, dann fühlen sich vielleicht noch mehr Leidensgenossen etwas besser…“

 

***

 

„Hallo Herr Becker,

 

ich hätte das auch kommentiert – nur leider lesen hier auch ein paar potentielle Mandanten mit, da kann ich meiner … Ader leider nicht den Lauf lassen.“

 

***

 

„Verstehe, [INTERIM MANAGER],

 

meinen Sie, meine Art Blog zu schreiben, wird mir auch schaden?“

 

***

 

„Sie sind Provider – Sie haben da einen ganz anderen Status, Herr Becker.“

 

Mein Status erlaubt mir nach dieser Einschätzung, die Dinge offen auszusprechen. Der einzelkämpfende Interim Manager, mit im Umkehrschluss weniger Status, kann das heute anscheinend nicht mehr, ohne Schaden zu nehmen: Denn das ist nicht das erste Mail, das ich mit dieser Kernaussage erhalten habe! [JEDER HAT DAS RECHT, MEINE MEINUNG FREI ZU ÄUSSERN!]

 

Wie arm ist doch diese Welt geworden!

 

Noch in dieser Woche habe ich irgendwo den so gar nicht neuen Satz gelesen: „Es gibt nichts Schlimmeres als Ja-Sager ringsum“. Auch erinnere ich mich an den Spruch aus alten Tagen: „Wenn Dein Mitarbeiter Dir immer zustimmt, ist einer von Euch überflüssig!“

 

Ich denke, so geht das nicht – denn unsere Welt hat zu viele weichgespülte Ja-Sager! Es ist mehr denn je an der Zeit für ein breiteres Kreuz im Interim Management. Also:

 

Seid wieder mutig, Interim Manager!

 

DIE INTERIM-SZENE MUSS NOCH PROFESSIONELLER WERDEN!

MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Die_Interim_Szene_muss_noch_professioneller_werden„Der Begriff Interim Management ist in der deutschen Industrie verrückterweise eher negativ belegt: Deshalb verwende ich in meinen Akquisitions-Gesprächen nur noch den Begriff „Projektmanagement – auch auf der Führungsebene!“

 

Dieser Satz fiel gestern in einem Telefonat mit einem Geschäftspartner, den ich sehr schätze – und er, der Satz, hat mich zugegebenermaßen sehr nachdenklich gemacht.

 

Nein, wir sollten diesen Satz nicht leichtfertig vom Tisch wischen. Auch wenn ich das schon beinahe wieder verdrängt habe: Erst vor knapp einem Jahr habe ich hier über VORBEHALTE GEGEN INTERIM MANAGER geschrieben und – etwas länger her – vom Kunden berichtet, der im Akquisitionsgespräch entwaffnend konstatierte: „Interim Management? Gottlob sind wir bisher ohne klargekommen!“

 

Lobet den Herrn, denn er schützt uns voll aller Unbill! Nein, das ist bitte nicht als Blasphemie meinerseits zu verstehen! Und natürlich sehen das viele Unternehmen anders und haben die umfangreichen Vorteile des Interim Managements schätzen gelernt. Anders wäre ein Markt von gut 2 Mrd. Umsatz (Quelle: AIMP-Providerumfrage 2016) schlichtweg nicht möglich.

Interim Management ist noch kein Massengeschäft

 

Dennoch zeigte schon damals diese Aussage, die spontan und unvorbereitet erfolgte, wie weit doch das Interim-Geschäft noch entfernt ist von einem ganz normalen oder gar von einem „Massengeschäft“: Aber genau dort wollen wir hin!

 

Deshalb an dieser Stelle die ketzerische Frage: Kann das denn überhaupt gelingen, wenn die Begriffe an sich, Interim Management und Interim Manager(innen), noch weithin tendenziell negativ belegt sind?

 

Im spontanen Reflex antwortet man dann gern: „Oh nein, wohl kaum…!“ und versucht prompt mit alternativen, nun eher positiv belegten Begriffen gegenzusteuern. Die lauten dann zum Beispiel „Experte“ oder – moderner, weil anglophil – „Independent Professional“. Und es gibt weitere…

 

Aus meiner Sicht hilft uns das nicht wirklich aus dem emotionalen Dilemma. Stattdessen schaffen wir ein mannigfaches Begriffs-Wirrwarr, das den Kunden eher verunsichert als bestärkt zurücklässt.

 

Was also ist zu tun?

Provider müssen auf Zeit setzen und auf Qualitätsarbeit!

 

Ich denke, wir müssen zunächst konsequent hochqualitative Arbeit abliefern. Wir, das sind die Interim-Provider und die Interim Manager. Dass wir hier bereinigen und sprichwörtlich die Spreu vom Weizen trennen müssen, steht für mich außer Frage.

 

Und dann werden wir einen langen Atem brauchen. Bis die Menschen auf der Kundenseite, die Interim Management heute emotional ablehnen, altersbedingt weniger und durch andere Menschen ersetzt sein werden, die keine solchen Ressentiments kennen.

 

Ich habe diese Situation mehrfach mit dem Leasing von Autos oder Factoring verglichen:

 

Die Älteren unter uns erinnern sich schmunzelnd an die ersten Jahre im Leasing („Wenn ich nicht mal mehr mein Auto bezahlen kann, dann lass‘ ich’s besser!“) oder im Factoring („Wenn ich schon meine Forderungen verkaufen müsste, dann stünde es aber Zappen-duster um meine Firma!“).

 

Heute soll der Leasinganteil beim BMW 5er, Audi A6 und der Mercedes E-Klasse etwa drei Viertel aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge umfassen. Auch in der Klasse darunter (3er, A4 und C-Klasse) soll inzwischen die Hälfte der neuen Fahrzeuge geleast werden.

 

Und der Vollständigkeit halber: „Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. stiegen in 2015 erneut um 10,1 Prozent auf 209,0 Mrd. Euro an.“ (Quelle: DFV). Das entspricht etwa einer Vervierfachung des Geschäftes allein in den vergangenen zehn Jahren.

 

Ich habe daher genügend Phantasie, mir ein enormes Wachstum im Interim-Geschäft vorstellen zu können! Wenn wir weiter hart arbeiten, unser Geschäft nicht als Nebenerwerb oder gar als “abfallende” Dienstleistung, sondern als unser Kerngeschäft verstehen, in dem wir stets besser werden wollen. Oder, wie hieß es vor schon vor rund 35 Jahren? “In Search of Excellence”. Und genau hier denke ich: Wir sind noch lange nicht am Ziel! Mit einem Wort:

 

Die Interim-Szene muss noch professioneller werden!

 

INTERIM MANAGEMENT ZWISCHEN IRAN UND GEFASEL

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_zwischen_Iran_und_Gefasel„Muss ich da jetzt was machen, Herr Becker? Im Iran?“ Diese Frage stellte mir in dieser Woche tatsächlich ein Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens. Er hatte gerade gelesen, dass Daimler in den Iran einsteigen wird – immerhin ein Flaggschiff der deutschen Industrie.

 

„Ich kann Ihnen das aus dem Stegreif nicht beantworten, Herr X, aber ich empfehle Ihnen, zumindest einmal intensiv darüber nachzudenken!“

 

„Aber ich habe doch die Leute gar nicht, Herr Becker!“

 

Dann sollten wir vielleicht einmal gemeinsam darüber nachdenken, Herr X!“

 

In meiner Welt sind solche Telefonate Geschenke, Initialzündungen – und ich hätte diesen Geschäftsführer umarmen mögen! Denn, was ihn bewegt, wird auch viele andere Unternehmen bewegen. Und sie werden ähnliche Fragen haben. Sicher – und das ist nicht weiter verwunderlich: Ich habe nicht auf alles eine Antwort! Aber auf die Frage „Wo nehme ich die Leute her?“ habe ich sicher eine Antwort.

Neue Landing-Page: Iran

 

In meiner Welt schlägt sich so etwas unmittelbar im Internet nieder – und inzwischen auch in den Sozialen Medien. Und so war es nur folgerichtig, dass ich zunächst einmal eine „Landing-Page“ zum Thema IRAN, eine nur diesem Thema gewidmete Seite, für MANATNET geschrieben habe. Und diese Seite dann über XING, Twitter und Facebook geteilt habe – was dazu führte, dass die Iran-Seite in den folgenden zwei Tagen (!) 745mal aufgerufen wurde.

 

Ich habe keine Ahnung, wie sich die deutsche Wirtschaft in Sachen Iran verhalten wird. Aber ich denke schon, dass ein guter Teil der deutschen Unternehmen Daimler folgen und in diesen Markt einsteigen wird. Und ich bin überzeugt, dass wir ihnen dabei ein wenig helfen können.

 

Unmittelbar danach folgte mein Geburtstag!

Geburtstagswünsche in der Digitalen Zeit

 

Gut 200 Glückwünsche über Xing oder Facebook sowie E-Mail. Plus Telefonate und ein paar Freunde zu Besuch.

 

„Ja, ja, das ist heute so: Du vergisst keinen Geburtstag mehr, weil Dich die Systeme daran erinnern! Dadurch bekommst Du vielmehr Glückwünsche als vorher! Das kannst Du gar nicht mehr beantworten – sonst kommst Du zu nichts mehr!“, lautete die Analyse eines Gesprächspartners vor geraumer Zeit.

 

Er hat in allem Recht! Und dennoch beantworte ich jeden Glückwunsch. Ausnahmslos jeden!

 

„Ja, haben Sie nichts anderes zu tun, Herr Becker?“

 

Nein, habe ich nicht! Denn auch das Geschäft eines Interim-Providers mit einem Internet-zentrierten Geschäftsmodell ist irgendwann einmal “People´s Business”!

 

Jeder, der mir Glückwünsche sendet, trifft diese Entscheidung bewusst – setzt sich hin und schreibt einen kurzen Glpckwunsch! Und andere treffen ein andere Entscheidung – nämlich nicht zu schreiben. Ich denke, es gebietet der Respekt meinem Gratulanten gegenüber, dass ich mich bedanke. Im Zweifel kurz, natürlich. Aber ich halte es für ein Unding, nicht zu reagieren!

 

Und dann beschenken mich zwei Interim Manager gar reich:

 

„Sehr geehrter Herr Becker,

 

zu Ihrem heutigen Geburtstag wünsche ich Ihnen alles Gute – … Sie sind für mich das einzige Vorbild in dem Providerumfeld, bei Ihnen ist noch ein Wort wirklich ein Wort, selbst wenn wir nicht immer einer Meinung sind, dafür haben Sie meine volle Hochachtung.“

 

Und:

 

Hallo Herr Becker,

 

zu Ihrem Geburtstag gratuliere ich Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen alles Gute! Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie auch zu Ihrer Kolumne über Interim Management beglückwünschen, die ich stets verfolge und schätze, da Sie sich nicht in den weichgespülten Reigen der sonst üblichen Publikationen einreihen. Ihnen eine schöne Feier und weiterhin viel Erfolg!

 

Und schliesslich:

 

„Happy birthday, lieber Herr Becker!!!

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und Erfolg…………….. und äußern Sie bitte weiterhin frei Ihre Meinung als „Minister der Finsternis“. Wir brauchen Menschen wie Sie, die das „Mainstream Gefasel“ sachlich und kompetent hinterfragen!“

 

Was für ein Geburtstagsständchen! So lasse ich mir eine Woche in meiner Welt gefallen:

 

Interim Management zwischen Iran und Gefasel!

 

VORBEHALTE GEGEN INTERIM MANAGER

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Vorbehalte_gegen_Interim_ManagerWir Interim-Provider neigen ja dazu, unser Interim-Geschäft als das Zentrum des Kosmos anzusehen – und die Interim Manager als das Beste, was der Menschheit je passieren konnte. Ja, natürlich: Eine solche Selbst-Beweihräucherung gibt es auch andere Branchen! Ich weiß. Dennoch empfinde ich dieses Denken in der Provider-Branche als überdurchschnittlich ausgeprägt. Und der eine oder andere dekoriert sich auch noch flugs mit dem Attribut „führend“ – und fühlt sich sofort noch besser: Als Nukleus im Kern des Universums.

 

Ich kenne das aus lang vergangenen Tagen, als wir uns im Banking intern an “Double-Dip-Leasing” oder „Delayed Step-up-Swaps“ ergötzen konnten – aber nur 200 Meter Luftlinie entfernt jeder x-beliebige Passant auf dem Frankfurter Opernplatz mit einem verständnislosen „Häh?!“ reagierte.

 

Wenn wir unsere tolle Interim-Welt einmal verlassen – und das sollte jeder von uns regelmäßig tun! –, dann lernen wir gar Erstaunliches:

 

Zum Beispiel wird außerhalb unserer Interim-eigenen Welt der Begriff Interim Manager offenbar noch immer für problematisch angesehen. Ich hatte vor jetzt bald zwei Jahren bereits diesen Eindruck gewonnen – nach unserer telefonischen Kalt-Akquisition im Mittelstand. Und tatsächlich kaum glauben können („INTERIM MANAGEMENT? GOTTLOB SIND WIR OHNE KLAGEKOMMEN!“).

 

Kaum zu glauben, doch es ist wohl noch immer so:

 

Problem mit dem Begriff „Interim Manager“

 

Ein Geschäftspartner aus einer völlig anderen Welt, den ich seit rund dreißig Jahren kenne und mit dem ich regelmäßig über Vertriebs- und strategische Themen spreche  (Cassing: Institut für Absatz- und Produktentwicklung) schrieb mir in dieser Woche:

 

„Viele Unternehmen haben offenbar ein großes Problem mit dem Begriff „Interim Manager“. Dadurch entstehen maßgebliche Vorbehalte. Man kann aus den vielen Kommentaren (auch im Manager Magazin und im Spiegel) herauslesen, dass „Interim Manager“ suggeriert, dass irgendjemand in mein Haus kommt und mir sagen will, wo es lang geht. Das verursacht zunächst eine innere Ablehnung. Ich denke, Du solltest überlegen, statt von Interim Managern von Spezialisten zu sprechen. Spezialisten haben den Vorteil, dass sie meine Position nicht gefährden; dass es keine Rolle spielt, in welcher Rangordnung sie stehen; dass sie nicht nur führen wollen, sondern eine praktische Leistung liefern können, deren Einsatz ich selbst bestimmen kann.“

 

Ich bin mir nicht sicher, ob „Spezialisten“ uns hier wirklich weiterbringen oder der vergleichbare Begriff „Experten“, den ein befreundeter AIMP-Provider seit Jahren verwendet.

 

Aber eins müssen wir wohl leider noch immer als sicher unterstellen:

 

Vorbehalte gegen Interim Manager

 

MANATNET: SERVICE-LEVEL EINMALIG!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_MANATNET_Service_Level_einmaligMein Blogeintrag vom vergangenen Freitag hat die Interim-Szene erreicht – und für einigen Aufruhr gesorgt. Woher ich das weiß? Nun, „MANATNET? KANNSTE VERGESSEN!“ hat Rekord-Zugriffe. Das liegt auch daran, dass ein Blogeintrag, der aus dem suchmaschinen-optimierten Rahmen des Key-Word-Stakkato herausfällt, auch zum Beispiel über XING geteilt wird und auf diese Weise weitere Leser erreicht. Der Social-Media-Klassiker halt!

 

Das war der Sinn meines Blogs von Beginn an – und das wird er auch in Zukunft bleiben. Hier schreibe ich wöchentlich aus ganz persönlicher Sicht zum Interim Management – und das (wie manche meinen: übertrieben) kritisch. Und vor allem: Aus dem Leben.

 

Hierbei geht es mir darum, die Besonderheiten unserer Interim-Branche zu beleuchten – vor allem aber, Missstände anzuprangern: Auf dass wir alle besser werden. Durchaus nicht jedem gefällt dieser Ansatz.

Interim Management-Blog: Persönliche Sicht versus Google-Optimierung

 

Mitunter werde ich angesprochen mit dem Tenor: „Toll, was Sie sich immer einfallen lassen!“ Dann und auch hier versichere ich: Das sind ausnahmslos Tatsaschen-Berichte aus der Praxis eines Interim-Providers! Auch wenn ich als recht kreativer Mensch gelte: Das kann auch ich mir beim besten Willen nicht alles ausdenken – zumal, meine regelmäßigen Leser wissen das, die Dinge, die ich mitunter im Interim Management erlebe, die Grenzen meines eigenes Vorstellungsvermögens schonungslos offenlegen.

 

Andere Provider schreiben Blogs, um Google zu beeindrucken. Wie dieses hier, dessen Zweck es offenbar ist, den Begriff Supply-Chain zu pushen, der deshalb überschlägig siebenundzwanzigmal im Text vorkommt, davon allein siebenmal in einer H2-Überschrift – und in der Überschrift natürlich.

 

Daran ist überhaupt nichts Ehrenrühriges, aber so etwas ist nicht der Sinn dieses, des MANATNET-Blogs.

Zwischen Ärger und Glanzlichtern

 

Und deshalb ist es heute eine gute Gelegenheit, dem abgrundtiefen Ärger im Interim-Providing ein positiv strahlendes Glanzlicht entgegenzusetzen. Und damit zugleich den Einleitungssatz vom letzten Freitag zu untermauern:

 

Sieben neue Interim Manager habe ich im August freigeschaltet. Ja, das mache ich persönlich, nach der abschließenden Qualitätssicherung mit entsprechendem Protokoll – auch durch den Eigentümer von MANATNET persönlich. Sieben in einem Monat sind für MANATNET außergewöhnlich viele neue Interim Manager: typisch sind drei! Sieben Mal die individuelle Qualität zu sichern bedeutet auch für mich [Zitat eines befreundeten Provider-Kollegen: „Du bist der am besten organisierte Mensch, den ich kenne!“] einen Aufwand im Gegenwert fast eines gesamten Arbeitstages. Aber das machen alle meine Wettbewerber im Interim-Geschäft ja auch so: „Wir kennen alle unsere qualitätsgeprüften Interim Manager!“

 

Zudem, dieser Aufwand muss sein – und offenbar kommt er auch gut an bei den neuen Interim Managern, von denen mir einer schrieb:

 

„Ich bedanke mich bestens für den Abschluss des ersten gemeinsamen Schrittes. Ich arbeite nicht mit vielen Providern zusammen. Ihre direkte Ansage und den gezeigten Service Level finde ich wirklich einmalig und ausserordentlich! Und das ganze kommt in vielerlei Hinsicht als umfassendes und komplettes Paket daher, das mich auch noch intellektuell anregt. Wirklich toll! In den 5 Jahren, die ich nun Als Interim Manager tätig bin, eröffnen sich mit dem Registrierungsprozess und dem Einstieg in den Pool der Interim Manager von MANATNET mir Aspekte meiner beruflichen Tätigkeit, die ich so noch nicht erkannt habe.“

 

Gern gebe ich zu: Solch ein Feedback freut mich ganz enorm und ich schöpfe daraus die Kraft, meinen Weg der Kunden- und Dienstleistungsorientierung unbeirrt weiter zu gehen.

 

Welch ein massives Gegengewicht zum Frust des vergangenen Freitags:

 

MANATNET: Service-Level einmalig!

 

DU KUMMST HIER NET REIN JA!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Du_kommst_hier_net_rein_jaIm Interim Management unterscheidet sich MANATNET von den allermeisten anderen Interim-Providern in der DACH-Region. Das gilt auch für die Daten-Sicherheit.

 

Versuchen Sie mal, die Interim-Provider zu finden, die – außer MANATNET – ihre komplette Domain verschlüsseln – was Sie leicht am angehängten „s“ am „http“-Präfix erkennen können.

 

Von Beginn an nutzt MANATNET hierfür die SSL-Verschlüsselungs-Technologie von Norton / Symantec samt dazugehöriger Zertifikate, die wir alle zwei Jahre erneuern müssen – ein aufwändiges und durchaus nicht kostenloses Unterfangen.

 

Muss das denn sein? Machen doch die allermeisten anderen auch nicht!

 

Natürlich muss das nicht sein: Wenn ich als Interim-Provider nur allgemeine Informationen zum Interim Management und ein paar Stock-Fotos im Internet zur Verfügung stelle, dann brauche ich mich mit Daten-Sicherheit nicht zu beschäftigen!

 

Wenn ich jedoch über Internet (registrierten Nutzern) den Zugriff auf die Daten der Interim Manager gestatte, dann sieht das völlig anders aus. Zumindest nach meinem Verständnis. Auch in heutigen Zeiten, in denen die meisten Menschen Details von sich freiwillig in einem Ausmaß preisgeben (Facebook), das die Vorstellung all derer sprengt, die noch die vorletzte Volkszählung vor knapp 30 Jahren heroisch boykottiert hatten.

 

Appropriation Art – die die Lizenz zum Diebstahl?

 

Was damals zu erheblichem Unwohlsein führte (persönliche Daten preiszugeben), ist heut fast gang und gäbe: Die Freigabe von persönlichen Daten für die kostenlose Nutzung von Internet-Angeboten der jeweiligen Gegenseite. Und die jeweilige Gegenseite sammelt fleißig und beutet diese Sammlungen aus – und das durchaus nicht nur für Werbekunden!

 

[Anmerkung an dieser Stelle: Ich halte die NSA-Affäre nur für die Spitze eines Eisbergs…]

 

Heute laden die Menschen frohgemut ihre Fotos auf (zum Beispiel) Facebook oder Instagram hoch, um sie mit ihren Freunden und dem Rest der Welt zu teilen – und geben damit gleichzeitig die Rechte an eben diesen Bildern uneingeschränkt und kostenlos an Facebook oder Instagram ab. Ein Schelm, der nun darauf hinweist, dass das meiste Zeugs völlig belanglos und daher für eine Weiterverwertung völlig ungeeignet sei. Dass das durchaus auch anders und mit enormem Cash-Inflow verbunden sein kann, weist der „Künstler“ Richard Prince nach (Appropriation Art).

 

Nicht, dass mich das nicht selbst träfe! Allein der Post bei Facebook, der jeden Freitag auf meinen neuen Blogeintrag hinweist, übernimmt das Bild aus meinem Blog automatisch (!), und räumt Facebook damit sämtliche Rechte an diesen Bildern ein! Die Alternative lautet, nicht mehr bei Facebook darauf hinzuweisen: Ich denke darüber nach…

 

Interim-Providing – Transparenz und Geheimniskrämerei

 

Dies alles färbt ab. Und so erkenne ich auch in unserem Kerngeschäft Interim Management inzwischen eine verblüffende Sorglosigkeit im Umgang mit sensiblen Daten:

 

Viele Interim Manager verdaddeln ihre Zugangsdaten zu ihrem privaten und geschützten Bereich bei MANATNET. Und fragen mich dann unschuldig nach eben diesem Passwort. Natürlich habe ich das nicht – und die Interim Manager müssen sich in diesem Fall neue Login-Daten vom System geben lassen. Und auch die sehe ich nicht.

 

Warum? Sicher: Als Super-User kann ich bei MANATNET alles Denkbare tun – aber unser System protokolliert das halt unter meinem Namen – und nicht unter dem Namen des Interim Managers oder der Interim Managerin. So ist stets ersichtlich, ob ein Interim Manager zum Beispiel seine Linienerfahrung geändert hat oder ob ich das für ihn gemacht habe.

 

Die Daten der Interim Manager sind mit die wichtigsten Vermögenswerte von MANATNET. Ich gedenke sie im Interesse der Interim Manager, aber durchaus auch im eigenen, wie Zerberus zu schützen – soweit irgend möglich.

 

Solange gesellschaftlich in Sachen Datenschutz nicht alle Dämme brechen (und ich hoffe inständig, dass ich das nicht erleben werde), solange werden wir deshalb bei MANATNET die Daten der Interim Manager als sakrosankt ansehen.

 

Alle.

 

Ausnahmslos.

 

Auch die Referenzadressen, die wir niemals für Akquisitionszwecke nutzen werden (so etwas soll durchaus im Markt vorkommen).

 

In diesem einen Fall widersprechen sich Transparenz und Geheimniskrämerei einmal nicht. Denn für die Daten der Interim Manager bei MANATNET gilt:

 

Du kummst hier net rein ja!