MANATNET-BLOG

Anmerkungen zum Interim Management aus persoenlicher Sicht - unterhaltsam und kritisch

24
July , 2015
Friday

WENN MAN´S KANN, IST INTERIM-PROVIDING NIX BESONDERES!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Wenn_mans_kann_ist_Interim_Providing_nichts_Besonderes!In der vergangenen Woche bin ich an dieser Stelle auf das Projekt eingegangen: Diesen Interim Manager zu finden glich der populären Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

 

Aber: Wir haben es geschafft! Ich gebe zu: Ein schönes Gefühl!

 

„Hallo Herr Becker,

 

gestern sind Herr [Interim Manager] und ich „handelseinig“ geworden. Herr [Interim Manager] startet zum 28. Juli.

 

Ich melde mich in der kommenden Woche noch telefonisch bei Ihnen, bin aber jetzt erstmal ein paar Tage im Urlaub.

 

Vorab schon einmal besten Dank für Ihre Unterstützung. Alle Erwartungen erfüllt. Ein hervorragender Support und eine perfekte Auswahl.

 

Herzliche Grüße

 

[Kunde]“

 

Was war besonders an diesem Mandat?

 

Letztlich nichts.

 

Der Kunde aus einer besonderen Branche war in einer besonderen Situation – in einer ganz besonderen.

 

Die bei MANATNET registrierten Interim Manager, die für diese Aufgabe in Frage kamen, waren nicht verfügbar – inzwischen auch nicht weiter besonders.

 

Der befreundete AIMP-Provider, den ich um Hilfe gebeten hatte, hatte ebenso keinen verfügbaren Kandidaten im Pool. Nicht weiter besonders.

 

Folglich habe ich alle bei MANATNET registrierten Interim Manager um ihre Hilfe gebeten. Viel Arbeit! Für mich nichts Besonderes.

 

Im darauf folgenden Feedback gehe ich fast unter. Die Kernbotschaft: „Leider kann ich Ihnen nicht helfen!“ Auch das: nichts Besonderes.

 

Vier, fünf Empfehlungen kommen jedoch. Zwei davon passen wirklich gut. Einer sehr gut – und der gewinnt dieses Mandat. Nahezu folgerichtig – also nichts Besonderes.

 

Vorausgegangen ist intensive Kommunikation mit allen beteiligten Parteien – und ein wenig konnte ich bei der Vertragsgestaltung helfen. Das mache ich immer so, also noch immer nichts Besonderes.

 

So ist es halt:

 

Wenn man´s kann, ist Interim-Providing nix Besonderes!

 

17
July , 2015
Friday

ERSTKLASSIGES INFORMATIONSMANAGEMENT BEI MANATNET

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Erstklassiges_Informationsmanagement_bei_MANATNETWieder einmal war diese Woche bestimmt durch die Suche nach einem Interim Manager mit einem ganz besonderen Profil. Auch der Kunde gab kleinlaut zu, dass der Markt für solche Leute sehr eng sei – und daher sicher auch im Interim Management.

 

Dennoch – die enorm hohen Qualitätsanforderungen bei MANATNET zahlen sich aus! – haben wir sechs Interim Manager, die für diese Aufgabe in Frage kommen und die alle angeben, dass sie verfügbar seien. Drei davon passen aus meiner Sicht recht genau.

 

Verfügbar heißt längst nicht verfügbar

 

Ich kontaktiere die drei Letztgenannten und biete ihnen das Mandat an: Taumelnd erfahre ich, dass zwei dieser Interim Manager „gerade vor ein paar Tagen“ ein neues Interim Mandat angenommen haben und noch nicht dazu gekommen sind, das Verfügbarkeitsdatum anzupassen – während der dritte sich auch nach meinem Follow-up nicht einmal meldet.

 

Okay: Also werden halt die anderen drei Kandidaten angesprochen. Röchelnd nehme ich zur Kenntnis, dass alle drei Interim Manager „gerade vor ein paar Tagen ein neues Interim Mandat angenommen haben, und noch nicht…!“

 

Ich kann es nicht mehr hören!

 

Schlimm genug, dass ich direkt für die Tonne gearbeitet habe! Noch schlimmer ist, dass gut zwei Tage draufgehen, bis mir klar ist, dass ich noch immer auf Feld 1 stehe….

 

Und für die Lösung der Aufgabe beim Kunden bin ich noch keinen einzigen Schritt weitergekommen.

 

Was tue ich in einer solchen Situation? Ich frage einen befreundeten Provider aus dem AIMP mit einem größeren Pool. Ergebnis: Fehlanzeige!

 

Dann hilft nur noch eins: Ich bitte die Interim Manager von MANATNET um Hilfe. Dann aber geht´s richtig rund!

 

Zwar gibt es dann immer wieder Interim Manager, die mir mitteilen, sie könnten die Aufgabe abdecken, auch wenn sie KO-Kriterien des Kunden nicht erfüllen. Geduldig erläutere ich dann, weshalb KO-Kriterien KO-Kriterien heißen.

 

Sehr leistungsstarkes MANATNET-Netzwerk

 

Davon abgesehen bin ich jedes Mal begeistert, was dann von den Interim Managern an Empfehlungen zurückkommt. Zwar ist auch dann nicht jeder vorgeschlagene Interim Manager verfügbar – aber in aller Regel finde ich auf diese Weise einen guten Kandidaten.

 

Dieser Prozess ist gekennzeichnet durch sehr viel Kommunikation, denn auf einmal möchte nicht nur der vorgeschlagene Kandidat wissen, wo´s lang geht – sondern zusätzlich auch noch der vorschlagende Interim Manager.

 

In Zeiten von Internet, Rechner, Smart-Phone und Co. ist das jedoch kein Problem.

 

Denke ich.

 

Anderswo offenbar schon. Denn anders kann ich das Feedback eines Interim Managers zu dieser, die Woche bestimmenden Übung, nicht einordnen:

 

„Ich finde Ihr Informationsmanagement übrigens erstklassig, wenn ich das anmerken darf. Da könnten andere Interim-Provider noch Einiges von Ihnen lernen.“

 

Und, ganz offensichtlich, einige Interim Manager auch… !

 

Wie dem auch sei. Für uns gilt weiterhin:

 

Erstklassiges Informationsmanagement bei MANATNET

 

10
July , 2015
Friday

EINE SCHEIDUNG NACH 35 GLÜCKLICHEN JAHREN

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Scheidung_nach_35_gluecklichen_JahrenSeit 1982 habe ich die Zeitung abonniert, die sich gern als eine der besten Zeitungen der Welt bezeichnet und hinter der nach eigenen Angaben sich stets ein kluger Kopf verbirgt.

 

Seit Tag eins der Bankakademie. Dem Tag, als der inzwischen verstorbene Leiter der Bankakademie, Siegfried Suda, uns ins Buch schrieb: „Kaufen Sie sich eine Aktie und eine gute Zeitung: Sie werden die Wirtschaft ganz anders verfolgen als ohne dies!“

 

Wie Recht er hatte!

 

Gut, inzwischen in den Zeiten des Internets angekommen, fragte ich mich durchaus hin und wieder, ob ich für Informationen tatsächlich 195 Euro (einschließlich e-Paper) im Quartal ausgeben müsste, also knapp 800 Euro im Jahr. Ich habe das dennoch stets beibehalten – wohl auch, gern gebe ich das zu, weil die Zeitung einfach zu mir gehörte. Und: Wer ist nicht gern ein kluger Kopf?

 

Im Urlaub möchte ich die Zeitung jedoch nicht lesen. Ein Spleen vielleicht, vielleicht aber auch nur, weil dies meinen gewohnten Tagesablauf gleich frühmorgens bricht – ebenso wie der morgendliche Weg am Watt entlang zum Brötchenholen.

 

Daher pflege ich die Lieferung meiner Zeitung für die beiden Urlaubswochen zu unterbrechen. Und nein, ich möchte keine Gutscheine, keine Nachsendung und auch keine Spende (meiner Zeitung) an wen auch immer.

 

Das klappte seit Jahrzehnten problemlos.

 

Gibt mir Deine Kohle – das reicht völlig!

 

In diesem Jahr – wir Kunden machen das ja inzwischen im Internet selbst im Servicebereich (!) der Zeitung – in diesem Jahr lese ich erstmals:

 

„Bitte beachten Sie, dass wir für den Unterbrechungszeitraum keine Gutschrift erteilen können.“

 

Ups!

 

Erster Reflex: Du hast Dich verlesen!

 

Nein!

 

Zweiter Reflex: Das ist aber mal innovativ: Da will eine mein Geld, ohne mir etwas dafür zu geben!

 

Ich schreibe an den Service der Zeitung – einen Ansprechpartner finde ich nicht:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

habe ich das richtig auf Ihrer Website gelesen: Sie wollen mir keine Gutschrift für den Unterbrechungszeitraum erstellen?

 

Mit freundlichem Gruß

 

Jürgen Becker

Manager Network GmbH“

 

Die Antwort kommt vergleichsweise schnell:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben uns zu schreiben.

 

Mit unserem Online-Service können Sie fast alles rund um Ihr Abonnement organisieren und profitieren von exklusiven Angeboten und Gewinnspielen. Um Ihnen auch bei einer Unterbrechung der Zeitungslieferung die Möglichkeit zu geben, sich stets aktuell zu informieren, können Sie zwischen verschiedenen Services wählen.

 

Gerne senden wir Ihnen beispielsweise die gedruckte Ausgabe an Ihren Aufenthaltsort nach oder stellen Ihnen Gutscheine für den kostenfreien Bezug Ihrer Zeitung im Handel zur Verfügung.

 

Wir haben Ihnen inzwischen aus Kulanz eine anteilige Gutschrift ab dem 13. Tag Ihrer Lieferunterbrechung erteilt.

 

Können wir noch etwas für Sie tun? …“

 

Okay, die Website der Zeitung kennt meinen Namen – der Service halt eben nicht. So etwas erschüttert mich schon lang nicht mehr.

 

Kulanz, die zu Verärgerung führt

 

Die Gutschrift aus Kulanz erschütterte mich umso mehr?

 

Ich vermutete einen Fehler auf meiner Seite: Vielleicht hatte ich versehentlich zwei Monate statt zwei Wochen eingepflegt. Aber nein: Ich wollte für 14 Tage unterbrechen – und die Zeitung erteilt mir aus Kulanz eine Gutschrift ab dem 13. Tag.

 

Die haben das tatsächlich gemacht – und mir 2,17 Euro (!) gutgeschrieben. Allerdings in der Abschlussrechnung. Denn auf diese Kulanz hin hatte ich mein Abo gekündigt.

 

Keine Reaktion. Man verweigert sich, mir für 14 Tage gut 30 Euro gutzuschreiben – und verliert damit jährlich fast 800 Euro.

 

Derzeit bemühen sich andere gute Zeitungen um mich und bieten 150 Euro Cash – nur damit ich deren Bladl abonniere! Das soll einer verstehen!

 

Kaum zu glauben, aber so etwas gibt es tatsächlich im Leben:

 

Eine Scheidung nach 35 glücklichen Jahren.

 

03
July , 2015
Friday

DIE FUSION VON „PERFECTIONISTIC“ UND „HUMANISTIC HELPFUL“

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Die_Fusion_von_Perfectionistic_and_Humanistic_HelpfulSeit Chase Manhattan-Zeiten, zu denen das Haar lang noch nicht grau war und man den Führungsnachwuchs psychologisch analysieren ließ, kenne ich mein ganz persönliches Spannungsfeld. Es wird abgesteckt zwischen „Perfectionistic“ und „Humanistic Helpful“ – auf gut Deutsch: Zwischen „perfektionistisch“ und „menschenorientiert“.

 

Daran hat sich rein gar nichts geändert, wenn ich einmal davon absehe, dass ich „Perfektionismus“ inzwischen als das „Liefern von erstklassiger Arbeit“ verstehe und gelernt habe, dass mein Weg zum „erstklassig“ nicht der allein Seligmachende sein muss. Stattdessen kann es durchaus auch andere Wege geben, auf denen die Menschen (vulgo: Mitarbeiter) zum gleichen Ziel kommen können.

 

Dessen ungeachtet werden mir noch immer die entsprechend schimmernden Orden angehängt – von „Perfektionist“ bis zur „Diva“. Damit muss ich, damit kann ich umgehen.

 

Jedoch: Egal, ob wir die Ausrichtung nun „Excellence“, „Perfektionismus“ oder „Humanistic Helpful“ nennen – sie ist stets mit viel Arbeit verbunden.

 

Noch nie habe ich Arbeit gescheut. Auch viel Arbeit nicht. Ja, vielleicht brauche ich sie sogar für mein Leben. Zumindest sieht das der eine oder andere Kollege im AIMP so….

 

Und so kann es nicht verwundern, dass ich lange Zeit sehr verblüfft auf Kunden reagierte, die mich anriefen und um Hilfe baten – also um einen Interim Manager. Und dann Sätze fallen ließen wie diesen:

 

„Können Sie bitte mal schauen, ob es solch einen Kandidaten bei MANATNET gibt? Aber machen Sie sich bitte nicht viel Arbeit damit!“

 

Fragen wie „Ja, was glauben die denn…?“ oder „Welches Bild vom Interim-Geschäft haben die bloß..?“ zuckten in der Vergangenheit dann reflexartig durch mein Hirn. Aber das ist inzwischen vorbei.

 

Einfach mal schnell nach einem Interim Manager schauen

 

Denn, es fällt mir schwer, das zuzugeben, und ich brauchte lange, um zu erkennen: Diese Kunden haben letztlich den elementaren Vorteil von MANATNET erkannt!

 

Zwar haben sie sich noch nicht selbst registriert, denn sonst würden sie mich nicht anrufen. Abgesehen davon ist genau das die Logik von MANATNET: Wir haben uns viel perfektionistisch ausgerichtete Arbeit im Vorfeld gemacht – damit die Kunden (oder ich als ihr Verrichtungsgehilfe) heute und jederzeit und überall schnell nachschauen können, ob´s so einen Interim Manager gibt, den sie suchen! Und das, ohne sich viel Mühe zu machen: Wohl ein Ergebnis meiner menschenorientierten Ausrichtung.

 

Vielleicht also ist das inzwischen gar nicht mehr mein ganz persönliches Spannungsfeld, sondern viel eher eine günstige Fügung:

 

Die Fusion von „Perfectionistic“ und „Humanistic Helpful“

 

26
June , 2015
Friday

WIE RUINIERE ICH MEINEN RUF IN DER INTERIM-SZENE?

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Wie_ruiniere_ich_meinen_Ruf_in_der_Interim_SzeneDie erste Mail schlägt auf am Montag um 14.47 Uhr. Sie kommt von Thorsten Soll, einem von mir sehr geschätzten Interim Manager.

 

[Zitat]

 

Hallo Jürgen,

 

kennt Ihr beim AIMP diese „Initiative“ oder schmückt sich da jemand aus vertrieblichen Gründen mit fremden Federn?

 

Da Interim Manager keine Mitglieder im AIMP sind, kommt mir diese Rabattaktion sehr merkwürdig vor. Nicht, dass ich in Betracht ziehen würde, dieses „Angebot“ zu nutzen. Möchte Euch nur zur Kenntnis bringen, dass da jemand mit dem AIMP wirbt.

 

Liebe Grüße

Thorsten

 

[Zitat Ende]

 

Es ist mein erster Urlaubstag auf Sylt. Ich bin uneingeschränkt arbeitsfähig (einer der elementaren Vorteile des Internet-zentrierten Geschäftsmodells meines Unternehmens!) – jedoch nicht zu jeder Zeit. Und: Ich hasse rüde Autoresponder-Mails, die meinem Gegenüber während meines Urlaubs unmissverständlich klar machen, dass er oder sie sich zum Teufel scheren sollten. Deshalb verwende ich sie nicht. Niemals.

 

Weshalb auch? Ich bin für meine Kunden da, denn das ist mein Job! Auch wenn ich ihn im Urlaub auf Sparflamme ausübe.

 

Diese Mail, und alle folgenden Mails und Anrufe in dieser Sache werden mich bis Mittwoch beschäftigen. Ganz großes Kino!

 

Interim Manager sind eine attraktive Zielgruppe

 

Worum geht´s?

 

Frau oder Herr (ich kann das nicht erkennen) Selvican Saygaz schreibt an Interim Manager, aber auch an mich persönlich (!):

 

[Zitat]

 

Bei fast allen AIMP Veranstaltungen wird immer wieder darauf hingewiesen, Referenzschreiben sind enorm wichtig für einen Interim Manager.

 

Der immer weiter zunehmende Markt an Interim Manager macht es vielen Unternehmen schwer, den passenden Freiberufler zu finden. Jede Entscheidungshilfe ist daher willkommen. Eine Referenz kann maßgeblich zu einer Auswahl führen, da hier genaue Auskunft über Tätigkeiten, Projekte und natürlich auch die persönlichen Leistungen gegeben wird.

 

Da bei schnellen Wechseln der Auftraggeber aus vielen anderen Gründen oftmals das Ausstellen eines Referenzschreibens vergessen wird und im Nachhinein es vielleicht schwierig ist es anzufordern, können wir Ihnen schnell und unkompliziert helfen.

 

Wir erstellen Referenzschreiben professionell, schnell und für Sie völlig unkompliziert.

 

….

 

Für Ihr Referenzschreiben füllen Sie einfach unseren Bogen (siehe Anhang) aus. Wir erstellen daraus Ihr professionelles Referenzschreiben und Sie können dieses Ihren Auftraggebern zum Unterschreiben vorlegen.

 

Sonderkonditionen für alle AIMP Mitglieder 30 % Rabatt

….

[Zitat Ende; Fehler von mir nicht korrigiert]

 

Ups! In meinem Hinterkopf bildet sich das Wort „Abmahnung“.

 

Trittbrettfahren auf dem AIMP-Image

 

Zunächst: Diese Aktion ist nicht mit dem AIMP abgestimmt. Wie ich meine Kollegen kenne, hätten wir dem auch nicht zugestimmt, selbst wenn wir gefragt worden wären.

 

Und: Der AIMP gibt keine Daten von Interim Managern heraus – mit einer Ausnahme: Alle Interim Manager, die am AIMP-Jahresforum teilnehmen und zugestimmt haben, dass ihre Kontaktdaten auf der Teilnehmerliste veröffentlich werden dürfen, erhalten die Teilnehmerliste mit allen Kontaktdaten. In Listenform. Fakt ist: Auch Interim Manager, die im April nicht auf Burg Schwarzenstein gewesen sind, wurden angeschrieben.

 

Eine schnelle Internet-Recherche zu „Selvican Saygaz“ ergibt:

 

Bei Xing: Nichts!

Bei Twitter: Nichts!

Bei Facebook: Nichts!

Bei Google: Nichts – zumindest nichts, das ich verstehen könnte…

 

Letzte Chance: Domainname der E-Mailadresse eingeben…

 

Ich lande bei PRSM – Personalsupport Rhein Main GmbH mit der Geschäftsführerin Jennifer Herbert. Auf den ersten Blick kein schlechter Auftritt und sogar Spiegel Online hat das Unternehmen im Juni 2010 mit einem Artikel geadelt.

 

PRSM bietet Dienstleistungen rund um das Thema Personal an: Von „Arbeitszeugnissen schreiben lassen“ über „Personaladmin auslagern“ bis „Bewerbungsunterlagen“. Und offenbar auch Interim Management – für die Linienfunktion Personal.

 

Und jetzt – ganz neu im Programm – ein Lehrstück zum Thema:

 

Wie ruiniere ich meinen Ruf in der Interim-Szene?

 

19
June , 2015
Friday

WAR WOHL DOCH ALLES NICHT SO WICHTIG!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_War_wohl_doch_alles_nicht_so_wichtigEin ganz gewöhnlicher Tag in meinem Interim-Geschäft: Die Assistentin des CEOs der Holding des internationalen Mittelständlers registriert sich als Interim Manager suchendes Unternehmen bei MANATNET. Ich sehe das drei Sekunden später. Und mir geht das Herz auf – wie bei jeder neuen Registrierung.

 

Wie stets danke ich per Mail und biete meine Unterstützung an. Ganz besonders gern greifen die CEO-Büros auf mein Angebot zurück: Klar, immerhin kann das CEO-Büro Arbeit an mich auslagern. Aber, das ist im Rahmen der Geschäftsanbahnung völlig okay.

 

Ich rufe an:

 

„Was suchen Sie denn?“

 

„Wir suchen einen CFO für die Holding: Das ist eine ganz wichtige Sache hier!“

 

Ups.

 

Ein Interim-CFO ist keine triviale Sache

 

„Wissen Sie, das ist sicher keine triviale Sache, denn der Kandidat muss Ihren ganz besonderen Anforderungen entsprechen. Und die kenne ich nicht! Sagen Sie, haben Sie bereits ein Anforderungsprofil für diese Aufgabe definiert?“

 

„Ja, haben wir. Sende ich Ihnen gleich!“

 

Stille Anerkennung auf meiner Seite.

 

Eine Viertelstunde später erhalte ich das Anforderungsprofil.

 

Stille Anerkennung auf meiner Seite.

 

Der Zweiseiter gehört inhaltlich zum komplexesten, was ich jemals gelesen habe.

 

Ich rufe an:

 

„Ihr Anforderungsprofil ist heftig!“

 

„Ja?“

 

„In der Tat. Wenn wir einen Interim Manager finden wollen, dann kann ich schlecht Ihr gutes Dutzend an Anforderungen alle gleich hoch gewichten und somit als KO-Kriterien vorgeben. Ich muss daher fünf Minuten mit Ihrem CEO telefonieren, um zu verstehen, was Ihrem CEO besonders am Herzen liegt – und welche Situation der Interim Manager vorfinden wird.“

 

„Okay, aber mein CEO möchte schon mal sehen was Sie für Interim Manager haben!“

 

„Na ja, Sie sind ja jetzt als Kunde bei MANATNET registriert und können somit auf alle Interim Manager zugreifen….!“

 

„Können Sie mir nicht mal eine Auswahl senden?“

 

„Ich schlage folgendes vor: Ich sende Ihnen die Links auf die fachlichen Profile von sieben Interim-CFOs bei MANATNET, die die ersten beiden Ihrer 12 Anforderungen erfüllen. Im Gegenzug versprechen Sie mir, dass Sie Ihrem CEO sagen, dass ich ein kurzes Telefonat wünsche. Deal?“

 

„Okay. Deal!“

 

Anerkennung von meiner Seite.

 

Ich liefere eine Stunde später den Link auf alle Kandidaten, die die ersten 12 Anforderungen erfüllen: Ja, MANATNET kann das!

 

Dann warte ich 48 Stunden.

 

„Hallo, Frau X, ich warte noch auf den Telefontermin mit Ihrem CEO!“

 

„Ja, ich weiß, aber mein CEO ist sehr beschäftigt und viel unterwegs!“

 

„Oh, das trifft sich gut! Das ist bei mir als Eigentümer meines Unternehmens auch nicht anders! Wir können uns deshalb für unser Telefonat auch gern abends oder am Wochenende verabreden. Machen andere Kunden auch so!“

 

„Okay, ich werd´s ausrichten!“

 

Ich warte eine Woche.

 

Zwei Wochen lang kein Feedback

 

„Hallo Frau X, …“

 

„Ja, ich weiß. Aber mein CEO ist noch nicht dazu gekommen….!“

 

„Okay, Frau X. Ich möchte Ihnen nicht auf die Nerven gehen, aber ich habe abgespeichert, dass das ein enorm wichtiges Thema sei. Ich möchte Ihnen und Ihrem CEO signalisieren, dass ich Ihre Aufgabenstellung auch als wichtig ansehe – und mich deshalb als Eigentümer meines Unternehmens persönlich darum kümmere: Nur, wenn Ihr CEO zu nichts kommt, dann kann ich nichts für ihn tun!“

 

„Verstehe, Herr Becker!“

 

Anerkennung auf meiner Seite.

 

Ich warte eine weitere Woche.

 

„Hallo Frau X…:“

 

„Ich hab´ alles gemacht, was ich versprochen habe!“

 

„Ja, sicher, Frau X. Und dafür möchte ich Ihnen auch danken. Ganz ehrlich!“

 

„….“

 

„Aber ich muss Ihnen dennoch sagen: Erst war alles ganz wichtig, dann über zwei komplette Wochen keinerlei Feedback: Nichts! Ich gebe gern zu: Das verstört mich schon ein wenig.“

 

„Mich auch, Herr Becker:

 

War wohl doch alles nicht so wichtig!“

 

12
June , 2015
Friday

INTERIM MANAGEMENT FOLLOWS INTERIM HOUSING!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_follows_Interim_HousingAuch ein Interim-Provider braucht mal Urlaub. Nach 15 Monaten stehen zwei Wochen Sylt an. Ja, kleinlaut gebe ich zu: Ich bin Sylt-sychtig!

 

Die Ferienwohnung ist gemietet. 2 Zimmer für eben diese 2 Wochen. Weitgehend klaglos werden 2.300 Euro auf den Tisch des Herrn geblättert – und das auch noch vornweg.

 

Warum, zum Teufel, mache ich das leichterhand? Warum protestiere ich nicht lauthals ob dieses Preises?

 

Denn, festzuhalten bleibt:

 

Die Wohnung ist zwei Drittel kleiner als meine private Wohnung!

 

Und gleichzeitig ist die Ferien-Wohnung gut dreimal so teuer, wie meine private Wohnung – auf Monatsbasis!

 

Wie kann man denn nur so blöde sein, so etwas zu akzeptieren? Als smarter Betriebswirt, ausgewiesener Zahlenmensch und dunkel dekorierter Minister der Finsternis?

 

Weil diese Sichtweise schlicht falsch ist:

 

Diese Wohnung ist sehr gut, genau das, was ich jetzt auf Sylt brauche und sie ist sofort verfügbar. Der Vermieter erwartet nicht, dass ich die Hütte langfristig miete, sondern muss sich selbst darum kümmern, dass sie nicht allzu lange leer steht – und ich habe nichts mit alldem zu tun: Vorher nicht – und nachher nicht, so lange ich sie pfleglich behandele. Und das werde ich ganz sicher!

 

Ich habe keinen langfristigen Mietvertrag am Hals, sondern ich schließe die Bude am ersten Tag auf und am Ende der zwei Wochen sperre ich wieder zu und gebe den Schlüssel ab. Keine Kündigungsfristen, keine Kaution, keine Nebenkosten, keine Sorgen: Denn ich habe Urlaub!

 

Und ich finde meine Wohnung für den Urlaub – wenn ich denn nicht versuche, stets dieselbe zu ergattern – über Vermittler, die sich darauf spezialisiert haben und dessen Kerngeschäft es ist, mich auf diese Weise glücklich zu machen.

 

Gute, lang etablierte und anerkannte Vermittler, die ihren Sylter Markt bestens kennen und folglich mir gute Hütten anbieten können – und es gibt die anderen. Aber die spreche ich ohnehin nicht an: Wer würde ein solches Risiko gehen? Oder, die modernen unter uns, finden ihr Domizil über Internet-Marktplätze wie z. B. Airbnb.

 

Was um Himmels willen soll das alles in meinem Interim-Blog?

 

Nun, die Analogie zum Interim Management ist schon erstaunlich. Nur vergleichen halt hier im Interim Management unfassbar viele Kunden die Interim Manager mit festangestellten Mitarbeitern. Und lassen prompt diese Vergleichsrechnung zu Gunsten der „Privaten Wohnung“ ausfallen. Im Ergebnis bleiben sie dann daheim und fahren folglich erst gar nicht in Urlaub – um im Bild zu bleiben.

 

Sie lassen dabei all das außen vor, was Interim Management ausmacht.

 

Die entscheidende Frage lautet nun: Warum ist beim „Interim Housing selbstverständlich, was beim Interim Management immer und immer wieder neu erklärt werden muss?

 

Lassen wir sie stehen, diese Frage. Aber auf absehbare Zeit gilt:

 

Interim Management follows Interim Housing!

 

 

PS: Ich danke Herrn Dr. Loose für die Idee zu diesem Blogeintrag

 

05
June , 2015
Friday

WAS GEHT DA AB IN EINIGEN FIRMEN?

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Was_geht_da_ab_in_einigen_FirmenIm Interim Management erlebe ich mitunter haarsträubende Dinge. Daher kann mich so schnell nichts aus der Ruhe bringen. In dieser Woche jedoch war ich dicht dran, denn zweimal hat mein Gesprächspartner den Begriff „unprofessionelles Verhalten“ verwendet.

 

Einmal ein Interim Manager: „Dieses Verhalten des Kunden ist unprofessionell!“ und dann die Personalchefin eines anderen Kunden: „Das Verhalten meiner Geschäftsführung ist unprofessionell – und dafür bitte ich Sie um Entschuldigung. Ich distanziere mich von diesem Arbeitsstil!“

 

Donnerwetter! Das hat Format! Und lässt mich dennoch verstört zurück…

 

Abhaken – weitermachen!

 

In beiden Fällen ist das Interim Mandat weg – und übrig bleibt ein ganz erheblicher finanzieller Schaden für mein Unternehmen.

 

Es wird daher kaum verwundern, wenn der Grad meiner Brückentäglichen Glückseligkeit stark unterentwickelt ist. Dennoch habe ich mich entschieden, auf beide Geschichten hier nicht weiter einzugehen.

 

Weshalb?

 

Nun, zunächst ist mir in der Vergangenheit vorgeworfen worden, ich sei (hier in meinem Blog) zu negativ.

 

Ich! – Im Selbstbild ein deutlich positiv orientierter Mensch. Ein Mensch, der es gewohnt ist, nach dem Guten im Schlechten zu forschen, denn stets ist da etwas! Und ein Mensch mit einer schier gegen unendlich tendierenden Frustrations-Schwelle. Es widerspricht dem keineswegs, wenn ich momentan eine gewisse Affinität mit dem Max Liebermann zugeschriebenen und jüngst in den Sportteilen wiederbelebten Spruch empfinde: „Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!“

 

Aber dann: Ich kann´s ja ohnehin nicht ändern! Also keine Kräfte vergeuden: Kurz kotzen, dann abhaken und weitermachen!

 

Hoch Innovatives durch MANATNET

 

Und mich auf die guten Sachen konzentrieren: Mein ganz persönlicher Erste-Hilfe-Kasten für die angeschlagene Gefühlswelt!

 

Und es gibt letztlich doch einiges, was gut läuft:

 

Gestandene Interim Manager, die mir schreiben „…und möchte noch hinzufügen, dass ich Ihre Plattform als besonders gut und bestens geeignet für das Geschäftsfeld Interim Management betrachte.“ oder „…danke ich Ihnen für Ihre wirklich professionelle Unterstützung und wünsche Ihnen weiterhin guten Erfolg.“

 

Dann das eine oder andere, das ab Juli die führende Rolle von MANATNET auf der Internet-Seite festigen wird. Ich liebe so etwas!

 

Und vor allem die Unternehmen, die MANATNET unterstützt – und die dadurch deutlich besser dastehen als vorher. Neuerdings auch durch hoch-innovativen 3D-Druck.

 

Aber ich gebe kleinlaut zu, dass diese Frage mich durchaus quält:

 

Was geht da ab in einigen Firmen?

 

29
May , 2015
Friday

DU KUMMST HIER NET REIN JA!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Du_kommst_hier_net_rein_jaIm Interim Management unterscheidet sich MANATNET von den allermeisten anderen Interim-Providern in der DACH-Region. Das gilt auch für die Daten-Sicherheit.

 

Versuchen Sie mal, die Interim-Provider zu finden, die – außer MANATNET – ihre komplette Domain verschlüsseln – was Sie leicht am angehängten „s“ am „http“-Präfix erkennen können.

 

Von Beginn an nutzt MANATNET hierfür die SSL-Verschlüsselungs-Technologie von Norton / Symantec samt dazugehöriger Zertifikate, die wir alle zwei Jahre erneuern müssen – ein aufwändiges und durchaus nicht kostenloses Unterfangen.

 

Muss das denn sein? Machen doch die allermeisten anderen auch nicht!

 

Natürlich muss das nicht sein: Wenn ich als Interim-Provider nur allgemeine Informationen zum Interim Management und ein paar Stock-Fotos im Internet zur Verfügung stelle, dann brauche ich mich mit Daten-Sicherheit nicht zu beschäftigen!

 

Wenn ich jedoch über Internet (registrierten Nutzern) den Zugriff auf die Daten der Interim Manager gestatte, dann sieht das völlig anders aus. Zumindest nach meinem Verständnis. Auch in heutigen Zeiten, in denen die meisten Menschen Details von sich freiwillig in einem Ausmaß preisgeben (Facebook), das die Vorstellung all derer sprengt, die noch die vorletzte Volkszählung vor knapp 30 Jahren heroisch boykottiert hatten.

 

Appropriation Art – die die Lizenz zum Diebstahl?

 

Was damals zu erheblichem Unwohlsein führte (persönliche Daten preiszugeben), ist heut fast gang und gäbe: Die Freigabe von persönlichen Daten für die kostenlose Nutzung von Internet-Angeboten der jeweiligen Gegenseite. Und die jeweilige Gegenseite sammelt fleißig und beutet diese Sammlungen aus – und das durchaus nicht nur für Werbekunden!

 

[Anmerkung an dieser Stelle: Ich halte die NSA-Affäre nur für die Spitze eines Eisbergs…]

 

Heute laden die Menschen frohgemut ihre Fotos auf (zum Beispiel) Facebook oder Instagram hoch, um sie mit ihren Freunden und dem Rest der Welt zu teilen – und geben damit gleichzeitig die Rechte an eben diesen Bildern uneingeschränkt und kostenlos an Facebook oder Instagram ab. Ein Schelm, der nun darauf hinweist, dass das meiste Zeugs völlig belanglos und daher für eine Weiterverwertung völlig ungeeignet sei. Dass das durchaus auch anders und mit enormem Cash-Inflow verbunden sein kann, weist der „Künstler“ Richard Prince nach (Appropriation Art).

 

Nicht, dass mich das nicht selbst träfe! Allein der Post bei Facebook, der jeden Freitag auf meinen neuen Blogeintrag hinweist, übernimmt das Bild aus meinem Blog automatisch (!), und räumt Facebook damit sämtliche Rechte an diesen Bildern ein! Die Alternative lautet, nicht mehr bei Facebook darauf hinzuweisen: Ich denke darüber nach…

 

Interim-Providing – Transparenz und Geheimniskrämerei

 

Dies alles färbt ab. Und so erkenne ich auch in unserem Kerngeschäft Interim Management inzwischen eine verblüffende Sorglosigkeit im Umgang mit sensiblen Daten:

 

Viele Interim Manager verdaddeln ihre Zugangsdaten zu ihrem privaten und geschützten Bereich bei MANATNET. Und fragen mich dann unschuldig nach eben diesem Passwort. Natürlich habe ich das nicht – und die Interim Manager müssen sich in diesem Fall neue Login-Daten vom System geben lassen. Und auch die sehe ich nicht.

 

Warum? Sicher: Als Super-User kann ich bei MANATNET alles Denkbare tun – aber unser System protokolliert das halt unter meinem Namen – und nicht unter dem Namen des Interim Managers oder der Interim Managerin. So ist stets ersichtlich, ob ein Interim Manager zum Beispiel seine Linienerfahrung geändert hat oder ob ich das für ihn gemacht habe.

 

Die Daten der Interim Manager sind mit die wichtigsten Vermögenswerte von MANATNET. Ich gedenke sie im Interesse der Interim Manager, aber durchaus auch im eigenen, wie Zerberus zu schützen – soweit irgend möglich.

 

Solange gesellschaftlich in Sachen Datenschutz nicht alle Dämme brechen (und ich hoffe inständig, dass ich das nicht erleben werde), solange werden wir deshalb bei MANATNET die Daten der Interim Manager als sakrosankt ansehen.

 

Alle.

 

Ausnahmslos.

 

Auch die Referenzadressen, die wir niemals für Akquisitionszwecke nutzen werden (so etwas soll durchaus im Markt vorkommen).

 

In diesem einen Fall widersprechen sich Transparenz und Geheimniskrämerei einmal nicht. Denn für die Daten der Interim Manager bei MANATNET gilt:

 

Du kummst hier net rein ja!

 

22
May , 2015
Friday

FASSUNGSLOS IM INTERIM MANAGEMENT!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Fassungslos_im_Interim_ManagementIm Interim Management brauchen Kunden in Deutschland mitunter, fast hätte ich geschrieben „oftmals“, recht lange für ihre Entscheidungen. Verblüffender Weise.

 

Aber nicht nur im Interim Management, wie man weiß. Die Gründe tun nichts zur Sache. Fakt ist: Allein anhand der Reaktionszeiten der Unternehmen, mit denen MANATNET zusammenarbeitet – und wir blicken immerhin auf ein gutes Dutzend Jahre zurück! – lässt sich ableiten: Deutsche Unternehmen sind nicht schnell genug! Und ich denke ganz persönlich, dass sich das irgendwann im Wettbewerb rächen wird – mit schnelleren Unternehmen…

 

Ich weiß, jetzt kommen wieder die „Wir sind doch damit gut gefahren!“ oder „Gut Ding braucht Weile“-Plattitüden.

 

Aber darauf will ich nicht hinaus: Es fällt halt nur auf und beschäftigt mich.

 

Jeder fünfte Interim Manager reagiert auf Anfragen nicht

 

Noch mehr beschäftigt mich jedoch, dass ich das inzwischen auch auf Seiten der Interim Manager erlebe!

 

Dass im Schnitt gut jeder fünfte Interim Manager (das sind deutlich mehr als vor gut drei Jahren) nicht einmal reagiert, wenn ich ihm oder ihr eine Projektanfrage vorstelle, auf die sein oder ihr Profil passt: Daran habe ich mich gewöhnt – kopfschüttelnd zwar und die Frage nach der Professionalität dieser Interim Manager verdrängend. Ist halt wohl so!

 

Allerdings freue ich mich schon jetzt auf irgendeinen aus dieser Liga, der mir vorwerfen wird: „Über MANATNET kommt ja nix!“…

 

Die – größere! – Gruppe der Interim Manager, die auf meine Projektanfrage „gerade gestern/in der vergangenen Woche für ein Projekt unterschrieben haben und nur noch nicht dazu gekommen sind, das Verfügbarkeitsdatum anzupassen“ sorgt – anders als früher! – nicht mal mehr für MANATNET-interne Heiterkeit.

 

Neue Evolutionsstufe der Unzuverlässigkeit

 

Jetzt hat das Larifari auf Seiten der Interim Manager eine neue Evolutionsstufe erreicht!

 

Kunde (Samstag!):

 

„Herr Becker,

 

ich kann Herrn XYZ nicht erreichen – über Mail nicht, über Festnetz nicht und über Mobil auch nicht! Ist da etwas passiert?“

 

So ganz unberechtigt ist seine Sorge nicht! Erst im Januar dieses Jahres bin ich darauf eingegangen: Reagiert nicht mehr heißt: Lebt nicht mehr!

 

Meine Antwort (Samstag!):

 

„Ich kümmere mich darum, Herr Kunde, und melde mich:“

 

Der Interim Manager hat das erste Gespräch mit dem Kunden geführt, grundsätzlich passte alles – ein paar Dinge waren noch zu klären. Und dauerten, zugegeben (siehe oben) etwa zwei Wochen.

 

Ich versuche den Interim Manager zu erreichen: Per Mail, Festnetz, Mobile, Anrufbeantworter und SMS.

 

Sonntag! Montag. Keine Reaktion. Nichts. Nada.

 

Am Dienstag dann erreicht der Kunde den Interim Manager: Der Interim Manager sagt ab.

 

Zurück bleiben ein verstörter Kunde und ich, dessen Lead-to-Deal-Quote neuerdings auch die Interim Manager zerschießen. Wie reagiere ich darauf?

 

Fassungslos im Interim Management!