MANATNET IM RESPONSIVE DESIGN

MANATNET_RESPONSIVE_DESIGNEs ist Ende Juli und es ist geschafft! Wenn Du Interim Management im Internet machst – und MANATNET tut dies seit 2003: Nach dem Platzen der dotcom-Blase war Internet seinerzeit so gar mehr „in“! – dann ist das Kräftefeld, in dem Du arbeitest durch einen zusätzlichen Pol gekennzeichnet. Zu den Interim Managern und Unternehmen, denen sich auch alle anderen professionellen Interim Management-Provider widmen, gibt es einen weiteren, enorm fordernden Player: Google.

 

Und dieser Player ändert seine Forderungen etwa alle sechs Monate. Massiv. Und um diese massiven Verschiebungen im Anforderungsprofil zu verschleiern, müssen niedliche Tiernamen her – wie zum Beispiel „Panda“ oder „Penguin“.

Google gängelt MANATNET

 

Aufgrund der Marktmacht von Google ist Dir recht schnell klar: Darauf musst Du reagieren! Es sei denn, Du möchtest Gefahr laufen, von Google als nicht folgsamer Internet-Anbieter abgestraft zu werden. Für einen Marktplatzbetreiber im Internet eine denkbar schlechte Strategie.

 

Seit kurzem fordert Google das „responsive design“ für alle Websites – somit ein für „mobile devices“ (also Smart-Phones und Tablets) optimiertes Design. Alle Sites, die dieser Forderung nicht entsprechen, werden auf den Trefferlisten von Google nachrangig berücksichtigt. Selbstverständlich kannst Du das auch lassen und stattdessen Google-Adwords kaufen – und auf diese Weise direkt zu Googles Wohlbefinden beitragen…

 

Also musst Du Dein Internet-Geschäft umbauen, auf dass Google frohlocke! Wir wissen alle, bereits seit „Brick-and-Mortar“-Zeiten: Jeder Umbau kostet Geld – und natürlich Zeit, was wir nicht vergessen wollen. Dieser würde viel Zeit und viel Geld kosten….

Wenn schon MANATNET verbessern, dann aber richtig

 

Denn: Eine weitere Besonderheit geht in einem solchen Umfeld auf meine ganz persönliche Prägung zurück: Wenn wir schon umbauen, dann aber richtig!

 

Und so haben wir vier Dinge getan:

 

  1. Wir haben die Google-Vorgaben erfüllt – wozu uns Google schelmisch gratuliert! (Hier können Sie, wenn Sie mögen, andere Sites auf ihre Eignung für „mobile devices) testen)

 

  1. Wir haben für die Interim Manager-Profile „sprechende URLs eingeführt – und die sehen dann z. B. so aus: https://www.manatnet.com/interim-manager/CEO-Internet-affine-Start-ups.html

 

  1. Wir haben die Trefferliste, die die Datenbank nach einer Abfrage liefert, wesentlich lesefreundlicher gemacht – und wir zeigen ab jetzt neben der persönlichen Headline auch noch das persönliche Profil aller Interim Manager.

 

  1. Wir haben das Layout der fachlichen Profile der Interim Manager verbessert und vor allem die Anzeige der Branchenerfahrung entschlackt. (Gern gebe ich zu: Hier feilen wir, während ich das schreibe noch ein wenig!)

 

Auch gebe ich gern zu: Ich habe mich vor diesem Umbau gefürchtet. Dennoch: Mit April & June aus Berlin, meinem langjährigen Partner an der Seite, klappte das alles ganz ausgezeichnet!

 

Matt, ausgelaugt und mit schweren Augen hoffe ich jetzt, dass unsere Aufwand vom Markt gut angenommen wird. Die ersten Feedbacks deuten das aber an:

 

„Mein Respekt und Kompliment – die Profildarstellung ist einwandfrei und sehr professionell gemacht, Sie halten den Abstand zu anderen Providern ganz gross!“

 

Ich sehne mich nach dem Wochenende….

 

Ach ja: Die Umstellung meines Blogs hier auf „Responsive Desing“ wird in den nächsten Tagen erfolgen.

 

Ganz sicher, denn es gibt keine Alternative zu:

 

MANATNET im responsive Design.

 

WIE RUINIERE ICH MEINEN RUF IN DER INTERIM-SZENE?

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Wie_ruiniere_ich_meinen_Ruf_in_der_Interim_SzeneDie erste Mail schlägt auf am Montag um 14.47 Uhr. Sie kommt von Thorsten Soll, einem von mir sehr geschätzten Interim Manager.

 

[Zitat]

 

Hallo Jürgen,

 

kennt Ihr beim AIMP diese „Initiative“ oder schmückt sich da jemand aus vertrieblichen Gründen mit fremden Federn?

 

Da Interim Manager keine Mitglieder im AIMP sind, kommt mir diese Rabattaktion sehr merkwürdig vor. Nicht, dass ich in Betracht ziehen würde, dieses „Angebot“ zu nutzen. Möchte Euch nur zur Kenntnis bringen, dass da jemand mit dem AIMP wirbt.

 

Liebe Grüße

Thorsten

 

[Zitat Ende]

 

Es ist mein erster Urlaubstag auf Sylt. Ich bin uneingeschränkt arbeitsfähig (einer der elementaren Vorteile des Internet-zentrierten Geschäftsmodells meines Unternehmens!) – jedoch nicht zu jeder Zeit. Und: Ich hasse rüde Autoresponder-Mails, die meinem Gegenüber während meines Urlaubs unmissverständlich klar machen, dass er oder sie sich zum Teufel scheren sollten. Deshalb verwende ich sie nicht. Niemals.

 

Weshalb auch? Ich bin für meine Kunden da, denn das ist mein Job! Auch wenn ich ihn im Urlaub auf Sparflamme ausübe.

 

Diese Mail, und alle folgenden Mails und Anrufe in dieser Sache werden mich bis Mittwoch beschäftigen. Ganz großes Kino!

 

Interim Manager sind eine attraktive Zielgruppe

 

Worum geht´s?

 

Frau oder Herr (ich kann das nicht erkennen) Selvican Saygaz schreibt an Interim Manager, aber auch an mich persönlich (!):

 

[Zitat]

 

Bei fast allen AIMP Veranstaltungen wird immer wieder darauf hingewiesen, Referenzschreiben sind enorm wichtig für einen Interim Manager.

 

Der immer weiter zunehmende Markt an Interim Manager macht es vielen Unternehmen schwer, den passenden Freiberufler zu finden. Jede Entscheidungshilfe ist daher willkommen. Eine Referenz kann maßgeblich zu einer Auswahl führen, da hier genaue Auskunft über Tätigkeiten, Projekte und natürlich auch die persönlichen Leistungen gegeben wird.

 

Da bei schnellen Wechseln der Auftraggeber aus vielen anderen Gründen oftmals das Ausstellen eines Referenzschreibens vergessen wird und im Nachhinein es vielleicht schwierig ist es anzufordern, können wir Ihnen schnell und unkompliziert helfen.

 

Wir erstellen Referenzschreiben professionell, schnell und für Sie völlig unkompliziert.

 

….

 

Für Ihr Referenzschreiben füllen Sie einfach unseren Bogen (siehe Anhang) aus. Wir erstellen daraus Ihr professionelles Referenzschreiben und Sie können dieses Ihren Auftraggebern zum Unterschreiben vorlegen.

 

Sonderkonditionen für alle AIMP Mitglieder 30 % Rabatt

….

[Zitat Ende; Fehler von mir nicht korrigiert]

 

Ups! In meinem Hinterkopf bildet sich das Wort „Abmahnung“.

 

Trittbrettfahren auf dem AIMP-Image

 

Zunächst: Diese Aktion ist nicht mit dem AIMP abgestimmt. Wie ich meine Kollegen kenne, hätten wir dem auch nicht zugestimmt, selbst wenn wir gefragt worden wären.

 

Und: Der AIMP gibt keine Daten von Interim Managern heraus – mit einer Ausnahme: Alle Interim Manager, die am AIMP-Jahresforum teilnehmen und zugestimmt haben, dass ihre Kontaktdaten auf der Teilnehmerliste veröffentlich werden dürfen, erhalten die Teilnehmerliste mit allen Kontaktdaten. In Listenform. Fakt ist: Auch Interim Manager, die im April nicht auf Burg Schwarzenstein gewesen sind, wurden angeschrieben.

 

Eine schnelle Internet-Recherche zu „Selvican Saygaz“ ergibt:

 

Bei Xing: Nichts!

Bei Twitter: Nichts!

Bei Facebook: Nichts!

Bei Google: Nichts – zumindest nichts, das ich verstehen könnte…

 

Letzte Chance: Domainname der E-Mailadresse eingeben…

 

Ich lande bei einem Unternehmen aus derm Rhein-Main-Gebiet. Auf den ersten Blick kein schlechter Auftritt und sogar Spiegel Online hat das Unternehmen im Juni 2010 mit einem Artikel geadelt.

 

Das Unternehmen bietet Dienstleistungen rund um das Thema Personal an: Von „Arbeitszeugnissen schreiben lassen“ über „Personaladmin auslagern“ bis „Bewerbungsunterlagen“. Und offenbar auch Interim Management – für die Linienfunktion Personal.

 

Und jetzt – ganz neu im Programm – ein Lehrstück zum Thema:

 

Wie ruiniere ich meinen Ruf in der Interim-Szene?

 

FASSUNGSLOS IM INTERIM MANAGEMENT!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Fassungslos_im_Interim_ManagementIm Interim Management brauchen Kunden in Deutschland mitunter, fast hätte ich geschrieben „oftmals“, recht lange für ihre Entscheidungen. Verblüffender Weise.

 

Aber nicht nur im Interim Management, wie man weiß. Die Gründe tun nichts zur Sache. Fakt ist: Allein anhand der Reaktionszeiten der Unternehmen, mit denen MANATNET zusammenarbeitet – und wir blicken immerhin auf ein gutes Dutzend Jahre zurück! – lässt sich ableiten: Deutsche Unternehmen sind nicht schnell genug! Und ich denke ganz persönlich, dass sich das irgendwann im Wettbewerb rächen wird – mit schnelleren Unternehmen…

 

Ich weiß, jetzt kommen wieder die „Wir sind doch damit gut gefahren!“ oder „Gut Ding braucht Weile“-Plattitüden.

 

Aber darauf will ich nicht hinaus: Es fällt halt nur auf und beschäftigt mich.

 

Jeder fünfte Interim Manager reagiert auf Anfragen nicht

 

Noch mehr beschäftigt mich jedoch, dass ich das inzwischen auch auf Seiten der Interim Manager erlebe!

 

Dass im Schnitt gut jeder fünfte Interim Manager (das sind deutlich mehr als vor gut drei Jahren) nicht einmal reagiert, wenn ich ihm oder ihr eine Projektanfrage vorstelle, auf die sein oder ihr Profil passt: Daran habe ich mich gewöhnt – kopfschüttelnd zwar und die Frage nach der Professionalität dieser Interim Manager verdrängend. Ist halt wohl so!

 

Allerdings freue ich mich schon jetzt auf irgendeinen aus dieser Liga, der mir vorwerfen wird: „Über MANATNET kommt ja nix!“…

 

Die – größere! – Gruppe der Interim Manager, die auf meine Projektanfrage „gerade gestern/in der vergangenen Woche für ein Projekt unterschrieben haben und nur noch nicht dazu gekommen sind, das Verfügbarkeitsdatum anzupassen“ sorgt – anders als früher! – nicht mal mehr für MANATNET-interne Heiterkeit.

 

Neue Evolutionsstufe der Unzuverlässigkeit

 

Jetzt hat das Larifari auf Seiten der Interim Manager eine neue Evolutionsstufe erreicht!

 

Kunde (Samstag!):

 

„Herr Becker,

 

ich kann Herrn XYZ nicht erreichen – über Mail nicht, über Festnetz nicht und über Mobil auch nicht! Ist da etwas passiert?“

 

So ganz unberechtigt ist seine Sorge nicht! Erst im Januar dieses Jahres bin ich darauf eingegangen: Reagiert nicht mehr heißt: Lebt nicht mehr!

 

Meine Antwort (Samstag!):

 

„Ich kümmere mich darum, Herr Kunde, und melde mich:“

 

Der Interim Manager hat das erste Gespräch mit dem Kunden geführt, grundsätzlich passte alles – ein paar Dinge waren noch zu klären. Und dauerten, zugegeben (siehe oben) etwa zwei Wochen.

 

Ich versuche den Interim Manager zu erreichen: Per Mail, Festnetz, Mobile, Anrufbeantworter und SMS.

 

Sonntag! Montag. Keine Reaktion. Nichts. Nada.

 

Am Dienstag dann erreicht der Kunde den Interim Manager: Der Interim Manager sagt ab.

 

Zurück bleiben ein verstörter Kunde und ich, dessen Lead-to-Deal-Quote neuerdings auch die Interim Manager zerschießen. Wie reagiere ich darauf?

 

Fassungslos im Interim Management!

 

MEHR GELASSENHEIT IM INTERIM MANAGEMENT!

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Mehr_Gelassenheit_im_Interim_ManagementIm Interim Management haben sich die Zeiten geändert! Ich erinnere mich noch gut an die Anfänge von MANATNET im Jahr 2002 – als wir mit den Planungen und den Vorarbeiten anfingen:

 

ZMM war ein paar Jahre alt, Butterflymanager und die Management Angels waren gerade gegründet. Zu den Flaggschiffen seinerzeit zählten TMP und Protem. Beide sind inzwischen vom Markt verschwunden.

 

Dafür poppten in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit neue Interim-Provider am Markt hoch, die sich – auch das in schöner Regelmäßigkeit! – in Presse-Hurra!-Meldungen als erstes das Etikett „Marktführend“ ans Revers hefteten. Und folglich von jedem aus der Providerszene von Beginn an und überaus wachsam beäugt wurden …

 

Atreus entstand und bezeichnet sich seitdem als Marktführer – und das sind sie gemessen am Geschäftsvolumen wohl auch.

 

Viele andere sind inzwischen deutlich ruhiger geworden und einige wieder in der Versenkung verschwunden.

Kein schnelles Geld im Interim Management

 

Aus meiner ganz persönlichen Sicht liegt das daran, dass im Interim Management – anders als landläufig erwartet – kein schnelles, leichtes Geld zu verdienen ist: Der eine oder andere Achtungserfolg im ersten Jahr aus dem eigenen Netzwerk ist sicher möglich – danach aber wird‘s schwer.

 

Heute muss sich jeder Provider seine Erlöse aus dem Interim-Geschäft für jedes einzelne Projekt neu im immer härter werdenden Wettbewerb erkämpfen. Denn wenn die Arbeitswelt sich weiter in Richtung flexible Arbeitsverhältnisse und Projekt-bezogene Arbeit entwickelt (und da sind sich alle Auguren einig), dann folgt daraus zwingend eine höhere Nachfrage nach Interim Managern. Und das wiederum hat das Interim-Geschäft grundsätzlich attraktiv für neue Anbieter gemacht.

 

Jedoch stehen den von den Interim-Projekten abhängigen und daher im harten Wettbewerb stark schwankenden (neudeutsch: volatilen) Erlösen Investitionen in Informationstechnik in doch recht erheblichem Umfang gegenüber: Wie sonst wollen Sie heute die Daten von mehreren hunderten oder gar tausenden Interim Managern beherrschen?

 

Dieses „Wir kennen alle unsere Interim Manager persönlich!“ halte ich – ich bitte um Vergebung! – für völligen Blödsinn! Mitunter denke ich, dahinter steckt auch der Versuch, die tatsächliche Schwäche („Wir haben keine smarte IT!“) durch Marketing-Geblubber in eine scheinbare Stärke zu verquasen: „Wir brauchen keine smarte IT, weil wir selbst so smart sind und daher alle unsere tausende Interim Manager persönlich kennen!“.

 

Zwar wird in heutigen Zeiten dem Marketing-Geschwurbel viel Gehör geschenkt. Dennoch wird jeder Mensch mit einer einigermaßen abgeschlossenen Ausbildung wissen: „Einige Interim Manager kennst Du sicher, aber alle? Ebenso sicher nicht!“

 

Neben den Investitionen in IT halte ich das Management der Kostenstruktur im Interim-Providing für eine überragend kritische Aufgabe.

MANATNET meidet Fixkosten wie die Pest

 

Schon in den frühen Achtzigerjahren – als das Bankgeschäft noch als honorig galt – wurde mir im Firmenkundengeschäft von Chase Manhattan Bank eingebläut: „Highly volatile project driven revenues do not allow for a high fixed cost base!“ Auf gut Deutsch und vereinfacht: „Projekt-Geschäft und Fixkosten passen nicht zusammen!“

 

Und ziemlich genau zwanzig Jahre später habe ich erlebt, wie richtig diese Logik ist: Als nach dem 11. September die Kunden ihre Projekte mit Accenture (Deutschland) massenweise stoppten – völlig ungeachtet bestehender Verträge („Mach mir jetzt Schwierigkeiten – und Du machst nie wieder etwas für mich!“).

 

Und die Erlöse wegbrachen. Die Kosten jedoch gleich blieben. Bis etwa 250 (!) Mitarbeiter entlassen wurden…

 

Das ist der Grund, weshalb ich für MANATNET Fixkosten meide wie die Pest. Zwar arbeiten wir mit zahlreichen Partnern zusammen: Rechenzentrum, Softwareentwicklung, Finanzen, Vertrieb, Business Development – um nur die wichtigsten zu nennen. Aber ausnahmslos alle auf einer freien, einer Projekt-bezogenen Basis. So wollte ich es immer: Ein modernes, ein „atmendes“ Unternehmen – fernab jeden „Brick-and-Mortar“-Businesses!

 

Ich weiß, dass das die meisten meiner Provider-Kollegen nicht so eng, wenn nicht sogar anders sehen – und das respektiere ich. Ich weiß aber auch, dass irgendwann wieder schwierige Zeiten für uns kommen werden. Und wer sagt denn, dass sich die Jahre der Finsternis 2008/2009 nicht wiederholen können?

 

Für die einen ist das Blödsinn. Für mich bedeutet es jedoch:

 

Mehr Gelassenheit im Interim Management!

 

MANATNET IN STARTREIHE 1 FÜR DIESEN INTERIM-MARATHON

Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_MANATNET_in_Startreihe_1_fuer_diesen-Interim-MarathonWenn Sie in Sachen Interim Management unterwegs sind, dann bleiben Sie an einem Tweet hängen, wenn er lautet: „Wie akquirieren Projektanbieter neue Freiberufler?“ Denn Interim Manager sind Freiberufler, wenn auch besondere. Und selbstverständlich lese ich diese Informationen dann aufmerksam und lerne, dass freelance.de von Timo Bock auch eine jährliche Umfrage macht: Das wusste ich bis dahin gar nicht.

 

Wenn ich die Ergebnisse der Umfrage dann lese, geht es mir überhaupt nicht darum, ob sie wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, ob sie repräsentativ sind oder halt nicht. Ob sie „gut“ sind oder eher „schlecht“. Es geht mir darum, die Ergebnisse aufzusaugen, sie ein wenig mit mir herumzutragen und darüber nachzudenken.

 

So kann es niemanden verblüffen, dass fast die Hälfte der Freiberufler mehr Zeit in die Akquisition investieren musste als im Vorjahr.

 

Eigene Datenbanken und Netzwerke besonders wichtig

 

Auch überrascht es mich keineswegs, dass die Anbieterseite (also die Unternehmen), die Freiberufler zu rund 80 Prozent aus der eigenen Datenbank (Donnerwetter: Welch ein Aufwand!) oder aus dem eigenen Netzwerk beschafft. Ähnliche Zahlen kennen wir auch aus dem Interim Management.

 

Nur knapp 17 Prozent der Unternehmen beschaffen Freiberufler häufig oder sehr häufig über Vermittler. Diese Quote liegt im Interim Management deutlich höher.

 

Und dann kommt´s: Die Unternehmen nutzen zu 50 Prozent Online-Börsen häufig für das Beschaffen von Freiberuflern – weitere 25 Prozent sogar sehr häufig. Und ich zitiere:

 

„Onlinebörsen erreichen damit in etwa das Niveau der Suche über Empfehlungen und in der eigenen Datenbank.“ Und ein wenig später: „Gefunden werden statt Suchen: Auf Seiten der Projektanbieter zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen nach Feriberuflern in Onlinebörsen suchen.“

 

Online-Börsen immer wichtiger – auch im Interim Management

 

Davon sind wir im Interim Management noch Welten entfernt! Aber letztlich überrascht mich das nicht!

 

Interim Management ist noch längst nicht so normal wie andere freie Mitarbeit in den deutschen Unternehmen – und wie wir Provider das gedacht, ja, auch gehofft hatten. Aber, da bin ich sicher, es wird mittelfristig vergleichbar normal werden.

 

Und im Zuge dieser Entwicklung werden sich die Personalabteilungen verstärkt mit der Beschaffung von Interim Managern beschaffen. Wer, bitte schön, denn sonst?

 

Und die Personaler in den Unternehmen werden Online-Börsen auch für das Interim Management erwarten…

 

An dieser Stelle gibt es für mich jedoch nicht den geringsten Grund, mich entspannt zurückzulehnen. Ganz im Gegenteil! Selbst wir bei MANATNET haben noch einen langen, schweren Weg vor uns.

 

Aber nach rund 20 Jahren in diesem Internet-Geschäft, sehe ich

 

MANATNET in Startreihe 1 für diesen Interim-Marathon.

 

INTERIM MANAGER GEGEN DEN GORDISCHEN FÜHRUNGS-KNOTEN!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Manager_gegen_den_Gordischen_Führungs_KnotenFührung im Interim Management – und darüber hinaus. Das Thema beschäftigt mich derzeit mehr als sonst. Dafür gibt es zwei Gründe: (1) Das kommende AIMP-Jahresforum widmet sich diesem Thema unter der Überschrift „INTERIM MANAGER – ZWISCHEN MANAGEMENT UND FÜHRUNG – Braucht Führung Autorität – und Autorität Hierarchien?“ und (2) die Ergebnisse der aktuellen Gallup-Studie zur „Mitarbeitermotivation“ wurden dieser Tage veröffentlicht.

 

Im Editorial des Programmheftes für das AIMP-Jahresforum bin ich, natürlich, auf Führung eingegangen. Nicht so pointiert, wie ich das an dieser Stelle tun kann: Dort schreibe ich im Namen des AIMP, hier hingegen schreibe ich in meinem eigenen Namen.

 

Die Gallup-Studie verfolge ich seit 2008 – als sie mich zum ersten Mal zutiefst erschüttert hat. In diesem Jahr – und in Deutschland einig weichgespült! –

überwiegen die Hosianna-Gesänge: Denn, man staune!, die Quote der Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, ist um 2 Prozentpunkte auf 15 Prozent zurückgegangen! Die Claqueure sind begeistert, besonders, wenn Gallup höchst-selbst erläutert:

 

„Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels scheint sich in vielen Unternehmen die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die Qualität der Führung und die Unternehmenskultur entscheidend sind, um die Mitarbeiter zu binden“, sagt ein Gallup-Sprecher über die Trendwende.

 

Ja, da waren sie aber sicher ganz begeistert, die Mitarbeiter landauf, landab! Als die Führungskräfte des Fachkräftemangels gewahr wurden und flugs alle bisherigen Verhaltensmuster Anfang 2014 jauchzend über Bord warfen.

 

Wer, in Gottes Namen, glaubt denn so etwas?

 

Von innerlicher Kündigung zur Gleichgültigkeit

 

Fatalerweise sind diese 2 Prozentpunkte direkt in die Gruppe der Mitarbeiter, denen das Unternehmen schlicht wurscht ist und die deshalb Dienst nach Vorschrift machen, übergesiedelt! Denn die Quote der Mitarbeiter, die eine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen haben, ist mit 16 gegenüber 15 Prozent im Vorjahr praktisch gleich geblieben ist – auch im Vergleich mit den Vorjahren (Grafik).

 

Im Kern also: Die innerlich Gekündigten sind zu innerlich Gleichgültigen mutiert. Donnerwetter: Welch‘ eine Leistung der Führungskräfte!

 

Oder liegen die Maßstäbe inzwischen völlig falsch?

 

Einiges spricht dafür, denn: Der eigentliche Hammer sind die 70 Prozent, die Dienst nach Vorschrift machen. Nun kann jeder, der aufmerksam durch dieses Land geht, sich davon überzeugen, dass diese Zahl wohl nicht völlig falsch ist.

 

Auch wenn wir nicht vergessen wollen, dass ein Arbeitsvertrag letztlich ein Versprechen von gegenseitigen Leistungen ist. Weshalb die Welt (vulgo: die Arbeitgeber) unisono erwarten, dass die Mitarbeiter darüber hinausgehende Leistungen erbringen sollten, sie selbst jedoch nicht („Sie müssen halt auf Ihre Karriere bei uns erst einmal einzahlen!“): Das hat sich mir nie erschlossen!

 

Ich kann folglich meinen Arbeitsvertrag erfüllen und mich dennoch emotional dem Arbeitgeber verbunden fühlen.

 

Aber offenbar ist da mehr: Gallup sagt, dass diese Mitarbeiter keine enge Bindung zum Arbeitgeber haben.

 

Und FAZnet schreibt (Zitat):

 

„Der Grund für eine mangelnde Motivation ist in den meisten Fällen der Vorgesetzte, so die Befragten. Ein Viertel von ihnen hat schon einmal aus Unzufriedenheit mit dem Vorgesetzten gekündigt, knapp 12 Prozent würden ihrem aktuellen Chef am liebsten kündigen.

 

Die Führungskräfte seien zwar durch ihre fachlichen Qualifikationen oder langjährigen Dienste in leitende Positionen geraten, jedoch fehle es ihnen meist an Führungstalent und sozialen Kompetenzen, bewertet Gallup die Ergebnisse seiner Studie. Für die Arbeitnehmer könnten daraus gesundheitliche Probleme entstehen, die wiederum das Unternehmen schädigen: Mitarbeiter, die sich von ihrem Arbeitgeber nicht unterstützt fühlen, fehlen im Jahr im Schnitt 8,8 Tage, die Hochmotivierten nur 3,8 Tage, so Gallup.“ (Zitat Ende)

 

Ein Weg ohne jede Logik

 

Fachliche Qualifikation und Dauer der Tätigkeit für´s Unternehmen als Nachweis der Befähigung für eine Führungsaufgabe.

 

Schon bei Accenture wussten wir im Jahr 2000 (und das ist immerhin 15 Jahre her!) dass dieser Weg falsch ist, denn ihm fehlt jede Logik!

 

Außer einer! Spürbar mehr Entgelt gab es (und gibt es in aller Regel auch heute) nur in einer Führungsposition – nicht jedoch im Rahmen einer Fach-Karriere! Und deshalb hatte Accenture schon damals dieselben Aufstiegsmöglichkeiten im Rahmen einer solchen Fach-Karriere vorgesehen.

 

Wieder mit einer Ausnahme: Partner konnte man auf diese Weise nicht werden.

 

Hierbei wollen wir nicht vergessen: Viele Menschen bevorzugen eine Fach-Karriere und wollen letztlich keine Mitarbeiter führen! Dies im Hinterkopf ist die gängige Praxis, die Gallup beschreibt, ein doppelter Irrsinn:

 

Die „Fach-Leute“ quälen sich in einer Rolle, in der sie sich nicht wohlfühlen – fehlen dafür aber auf der Seite der Fach-Spezialisten. Nicht viel Phantasie gehört dazu, sich vorzustellen, dass obendrein diese „Selbstkasteiung“ fern von jeder „Freude am Führen“ nicht zu überbordender Motivation auf der Seite der Mitarbeiter führen kann.

 

Wenn das tatsächlich ein Teil der Erkenntnis in den Unternehmen wird, dann erst gibt es wirklich Grund zur Freude!

 

Und prompt wird die Frage hochkommen: Wenn wir unsere Führungskräfte nicht mehr aus dem eigenen Acker herausreißen und umsetzen – wie machen wir das denn dann stattdessen?

 

„Wir schicken Frau Müller und Herrn Schmidt dann halt auf ein Führungsseminar!“

 

In Ordnung, ein allererster Schritt – aber viele, sehr viele weitere fehlen noch! Und alle brauchen viel, sehr viel Zeit. Wer aber im Unternehmen kann diese Zeit bereitstellen – ohne dass seine oder ihre Kernaufgaben leiden?

 

Niemand!

 

Sie stehen vor einer Art Gordischen Führungs-Knotens!

 

Sie können versuchen, Ihren Gordischen Knoten im Rahmen vertrauter Verhaltensmuster aufzudröseln – und Sie werden scheitern!

 

Oder aber Sie folgen der Geschichte und zerschlagen Ihren Gordischen Knoten! Holen sich statt Branchen-Insidern erfahrene Führungskräfte, die den Hoffnungsträgern individuell zeigen, wie´s geht – und wie eben nicht. Vor Ort, zielgerichtet und ohne irgendjemanden anderen im Unternehmen von der Arbeit abzuhalten….!

 

Dass das funktioniert, zeigt die Praxis:

 

Interim Manager gegen den Gordischen Führungs-Knoten!

 

STELL MAL DEIN INTERIM-BLOG IN FRAGE!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Stell_mal_Dein_Interim_Blog_infrageNicht nur ein Interim-Provider sollte regelmäßig alles in Frage stellen, was er tut:

 

Ist mein Unternehmen richtig im Interim-Geschäft positioniert?

 

Ist mein Marktplatz MANATNET noch immer ganz vorn dabei?

 

Sind die Interim Manager bei MANATNET noch immer wettbewerbsfähig?

 

Sind die Preise bei MANATNET richtig? Ist die Registrierungsgebühr zu niedrig – angesichts des enormen Aufwandes für die Qualitätssicherung?

 

Sind die beiden Preismodelle, die wir anbieten, ausreichend?

 

Muss ich mehr Videos bringen?

 

Und noch drei, vier andere Fragen, die ich hier – öffentlich – dann doch noch nicht stellen möchte: Allein die Frage könnte andeuten, in welche Richtung ich denke….

 

Und nicht zuletzt: Brauche ich dieses Blog rund ums Interim Management? Bringt mir mein Blog im Gegenzug etwas, das den gehörigen Aufwand rechtfertigt?

 

Nicht auf alle diese Fragen fallen mir die Antworten leicht – und schon gar nicht auf die die letzte, die Frage zum Blog.

 

4 Stunden je Woche für mein Interim-Blog

 

Ich schreibe mein Blog zum Interim Management aus meiner ganz persönlichen Sicht jetzt seit September 2007 – also sage und schreibe seit sechseinhalb Jahren. Und ganz offen: Ich mache das gerne!

 

Jedoch: Ich mache auch andere Dinge gerne!

 

Dessen ungeachtet ist das Schreiben meines Blogs durchaus kein Spiel, sondern ein systematischer Arbeits-Prozess, denn jeden Freitag, pünktlich um 15.00 Uhr, soll mein neuer Eintrag online gehen! In diesen Prozess investiere ich, wenn ich ehrlich bin, typischerweise 4 Stunden in der Woche: Entwurf, Bild, Feinschliff, Suchmaschinen-Optimierung, Qualitätssicherung, Online-stellen und Social-Media-Links.

 

16 Stunden im Monat. Zwei Arbeitstage eines idealtypischen Angestellten in Deutschland.

 

Was aber bringen mir diese 16 Stunden, die ich auch anders investieren könnte – von Kalt-Akquisition über Fotos machen bis Fitness-Center?

 

Ich beneide die Blogger, die nach ihren Blogeinträgen den einen oder anderen Anruf erhalten: „Hey, ich hab´ Ihr Blog jetzt eine Zeitlang verfolgt. Sie scheinen zu wissen, wovon Sie sprechen und deshalb möchte ich jetzt gern einmal mit Ihnen reden – am besten über Geschäft!“

 

Nun, kleinlaut gebe ich zu: Derartige Reaktionen auf mein Blog sind dann doch recht spärlich gesät.

 

So gesehen ist es mir dann ziemlich egal, ob Google es toll findet, wenn ich mein Blog regelmäßig füttere: Ich schreibe für meine Leser – nicht für Google.

 

Braucht der Markt heute mein Interim-Blog?

 

Und deshalb frage ich mich schon:

 

Brauchen meine Leser, braucht der Markt ein Interim Management-Blog von MANATNET? Zusätzlich zu den beiden anderen, denen ich Relevanz im Interim-Markt attestieren kann: ZMM und – mit Abstrichen, weil vor allem Recruiting-orientiert – hr.vest/consultnet?

 

Oder ist der Markt noch immer zu klein für dieses Thema? Wer sich nicht für Interim Management interessiert, liest wohl auch kein Blog zu diesem Thema – auch nicht, um mehr über das Thema Interim Management zu erfahren. Leider!

 

Immerhin, das ist ja das Schöne an meiner Welt: Immer neu, immer kritisch und immer im Bestreben, alles noch ein klein wenig besser zu machen. Hierzu gehört ganz selbstverständlich auch:

 

Stell mal Dein Interim-Blog in Frage!