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Makrosicht

Laut AIMP-Providerumfrage 2013 (Quelle für alle Zahlen) arbeiten in Deutschland rund 14.200 Interim Manager, wobei es andere Schätzungen gibt, die am einen Ende von kaum 5.000 und am anderen Ende von deutlich über 20.000 Interim Managern ausgehen.

Der Anteil der weiblichen Interim Managerinnen beläuft sich auf 11 Prozent. Das Marktvolumen im Jahr 2012 beziffert die Studie auf knapp 2,2 Mrd. Euro – ein Volumen, das MANATNET als etwas zu hoch ansieht.

Aus Sicht von MANATNET ist der Markt dabei, professionell zu werden, was sich nicht zuletzt in zwei Interessenvertretungen ausdrückt: Der deutschen Dachgesellschaft für Interim Management (DDIM), ursprünglich eine Vereinigung für die Interim Manager, und dem Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) mit MANATNET als einem von vier Gründungsmitgliedern.

Details

Die Interim Manager waren im Jahr 2012 durchschnittlich zu 150 Tagen im Jahr ausgelastet  und das Geschäft ist eindeutig national bestimmt: Nur noch 17 Prozent der Projekte deutscher Interim Manager wurden im Ausland übernommen. Das mag daran liegen, dass Unternehmen es bevorzugen, eigene Mitarbeiter ins Ausland zu entsenden. Denn diese Mitarbeiter kennen das Mutterunternehmen gut und können deshalb auf ein eigenes Netzwerk zurückgreifen und damit Schwierigkeiten vielfach schneller und einfacher meistern.

In den typischerweise schlank aufgestellten deutschen Unternehmen werden dadurch Lücken gerissen, dies sich jedoch durch Interim Manager im Inland vergleichsweise leicht schließen lassen. Dies und die immer länger dauernden Rekrutierungsprozesse führen dazu, dass Vakanzüberbrückungen mit 37 Prozent nach wie vor die mit Abstand häufigsten Aufnahmen sind, die Interim Manager übernehmen müssen. Restrukturierungen und Sanierungen machen hingegen (und entgegen der landläufigen Meinung) nur noch 8 Prozent aller Mandate aus.

Das Interim Management in Deutschland entwickelt sich zu einer ganz normalen Option für Unternehmen in der Personalbeschaffung. Das wird nicht zuletzt daran deutlich, dass inzwischen in knapp einem Viertel aller Fälle die Personalabteilung der Unternehmen die Auswahl des Interim Managers entscheidend bestimmt. Dennoch bleibt festzustellen, dass im wirtschaftlich unsicheren Jahr 2012 die Entscheidung über den Einsatz von Interim Managern wieder zur Chefsache wurde: Geschäftsführung und Aufsichts- oder Beiräte waren in über der Hälfte aller Fälle die Verhandlungspartner auf Seiten der Kunden.

Die größte Nachfrage (57 Prozent) nach Interim Managern kam aus vier Branchen: Maschinen- und Anlagenbau (18 Prozent), Automobilbau (17 Prozent), Chemie/Pharma (12 Prozent) und Telekommunikation, IT, Internet und Medien (10 Prozent).

Am meisten nachgefragt wurden Interim Manager für Finanz- (Controlling und kfm. Leitung; 26 Prozent; 2010: 28) und Personal-Themen (19 Prozent; 2010:7). Großunternehmen (über 500 Mitarbeiter) standen für 61 Prozent der Nachfrage - kleinere Unternehmen (unter 500 Mitarbeitern) für die restlichen 39 Prozent.

Die nachfragenden Unternehmen erwarten heute professionelle Provider als Partner. Für Neueinsteiger in diesen Markt wird es daher schwerer, solange sie nicht auf einen starken Markennamen (zum Beispiel aus der Personalberatung oder Zeitarbeit) bauen können.

Verglichen mit UK und Benelux befindet sich der deutsche Markt für Interim Management noch in einer recht frühen Phase, jedoch scheint der Reifegrad zuzunehmen. Dennoch ist auch heute noch die Personal-Dienstleistung Interim Management für knapp ein Viertel aller Unternehmen ein Fremdwort. Nicht zuletzt an diese Kunden richtet sich unsere Videothek mit kurzen, aber sehr strukturierten Clips zum Thema Interim Management.