MONTAG, 29. Mai 2017 01:24 Uhr

Interim-Provider (auch Interim-Vermittler oder Interim-Agenturen genannt) sind im Kern Vertriebspartner für Interim Manager und Anlaufstellen in Sachen Interim Management für Unternehmen.

Professionelle Interim-Provider greifen auf einen Pool von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Interim Managern zu, mit denen sie zusammenarbeiten. Professionelle Interim-Provider müssen deshalb für einen anfragenden Kunden nicht erst mögliche Kandidaten zum Beispiel über soziale Netzwerke akquirieren, sondern sie können auf qualitätsgesicherte Daten der Interim Manager unmittelbar zugreifen.

In dieser Qualitätssicherung besteht einer der wesentlichen Vorteile in der Zusammenarbeit mit Interim-Providern. jedoch ist es für Unternehmen nicht immer einfach, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Details

Interim-Provider: Rolle für Interim Manager

Das Ziel jedes Interim Managers ist es, eine möglichst hohe Auslastung zu erzielen – also möglichst viele Tage in Projekten für Kunden tätig zu sein. Damit steht er vor einer schwierigen Aufgabe: Er ist im Kunden-Projekt stark engagiert und zeitlich sehr eingebunden und damit sind seine Kapazitäten für die Akquisition seines Folgeprojektes sehr eingeschränkt. Hier helfen Interim-Provider als ein zusätzlicher Akquisitionskanal neben den eigenen Aktivitäten des Interim Managers.

Ein guter Provider zeichnet sich daher durch nachweisbare vertriebliche Leistungen aus, die er für seine Interim Manager erbringt. Hier liegt eine der besonderen Stärken von MANATNET und deshalb scheut sich MANATNET auch nicht, die Vertriebsleistung den registrierten Interim Managern gegenüber offen zu legen.

Ein guter Interim-Provider wird keine Gruppe von Interim Managern gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen: Nicht die, die er besonders gut kennt; nicht die, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat – und auch nicht die, die ihm die höchste Marge ermöglichen. Stattdessen wird er sicherstellen, dass alle Interim Manager, die die Anforderungen für ein Projekt erfüllen, dem Kunden vorgestellt werden. Sofern diese Gruppe in der Praxis zu groß sein sollte, wird er das nachfragende Unternehmen bitten, die Suchkriterien enger zu fassen.

Ein guter Interim-Provider wird darüber hinaus dem Interim Manager mit Rat und Tat zur Seite stehen. So wird er die Unterlagen des Interim Managers kritisch prüfen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge machen – dies gilt besonders für den Lebenslauf, den „Verkaufsprospekt“ jedes Interim Managers: Hier gibt es in der Praxis viel zu tun. Die Marktkenntnisse des Interim-Providers können dem Interim Manager zudem helfen, seinen Preis (in der Regel sein Tagessatz) marktgerecht festzulegen.

Interim-Provider: Rolle für Unternehmen

Ein Unternehmen, das einen Interim Manager sucht, steht vor der schwierigen Aufgabe, den richtigen Interim Manager für die jeweilige Aufgabe zu finden. Einige Unternehmen nutzen hierfür ein eigenes kleines Netzwerk von Interim Managern. Nun ist der Bedarf nach Interim Managern, verglichen mit dem Bedarf an fest angestellten Mitarbeitern, noch immer gering. Die Personalabteilungen messen deshalb der Pflege dieses Netzwerkes in aller Regel nur nachrangige Bedeutung bei - Fachabteilungen ohnehin. Als Folge daraus sind die Kontakte zu den Interim Managern oder die Unterlagen der Kandidaten häufig veraltet. Zudem sind die Prozesse im Unternehmen in aller Regel nicht optimal und damit langsam und teuer. In aller Regel ist auf dieser Basis die jeweils aktuelle Marktlage nicht transparent für das Unternehmen.

Und als Quintessenz aus alldem kann das nachfragende Unternehmen nicht sicher sein, dass es den am besten geeigneten Interim Manager zum marktkonformen Preis identifiziert hat. Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Interim-Provider schließt all diese Lücken.

Ein guter Interim Provider wird darüber hinaus dem Unternehmen als Partner zur Seite stehen. Er wird gemeinsam mit dem Unternehmen zunächst prüfen, ob Interim Management die richtige Lösung für das Unternehmen ist. Er wird helfen, die Anforderungen an einen Interim Manager zu konkretisieren, um damit die Wahrscheinlichkeit, die richtigen Kandidaten vorzuschlagen, zu erhöhen. Und der Interim-Provider wird gern als Sparringspartner für das Unternehmen zur Verfügung stehen, wenn das Unternehmen seine Entscheidung unter den vorgeschlagenen Interim Managern treffen wird.

Geschäftsmodelle

Die Interim-Provider in Deutschland lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Die eine Gruppe arbeitet nach dem „Holländischen Modell“ (Dreiecksverträge): Sie akquiriert das Projekt, identifiziert den oder die Kandidaten für das nachfragende Unternehmen und verhandelt die Preise jeweils mit dem Unternehmen und dem Interim Manager. Typischerweise resultieren daraus unterschiedliche Tagessätze, die somit die Erlösmarge für den Interim-Provider ergeben. Die Abrechnung erfolgt über die Bücher des Providers, dessen Umsatz aus dem Interim-Geschäft somit praktisch der Summe aller Rechnungen entspricht, die die Interim Manager für Projekte dieses Providers stellen konnten. Häufig bietet der Interim Vermittler als Dienstleistung für das nachfragende Unternehmen eine Art Projektcontrolling an.

In Deutschland ist dies die mit Abstand größte Gruppe.

Die andere Gruppe arbeitet nach dem „Angelsächsischen Modell“ (Bilaterale Verträge): Sie akquiriert ebenso das Projekt und identifiziert die richtigen Kandidaten, jedoch verhandeln das nachfragende Unternehmen und der anbietende Interim Manager autark und ohne Einflussnahme des Interim-Providers.

Die Umsätze solcher Unternehmen, die in Deutschland klar in der Minderheit sind, entsprechen den Provisionen, die diese Vermittler für die akquirierten Projekte erhalten haben. Zu dieser Gruppe gehört MANATNET ganz bewusst.

Der Vorteil des autarken Verhandelns wird ergänzt durch den offenen Datenbankzugang und definiert so eine Alleinstellung von MANATNET im Markt.

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