{"id":7165,"date":"2020-08-15T10:51:07","date_gmt":"2020-08-15T08:51:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=7165"},"modified":"2024-09-18T10:30:11","modified_gmt":"2024-09-18T08:30:11","slug":"die-leiden-des-alten-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2020\/08\/die-leiden-des-alten-b\/","title":{"rendered":"DIE LEIDEN DES ALTEN B."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Die_Leiden_des_alten_B.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-7167\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Die_Leiden_des_alten_B_klein.jpg\" alt=\"Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Marionette_Gengenbach_2018\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Die_Leiden_des_alten_B_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Die_Leiden_des_alten_B_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Zum Ende 2018 bin ich aus dem AIMP ausgestiegen, dessen Gr\u00fcndungsmitglied ich gewesen bin. Unter der \u00dcberschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2018\/10\/alles-hat-seine-zeit-der-dank-aber-bleibt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alles hat seine Zeit: Der Dank aber bleibt<\/a>\u201c hatte ich diesem Abschied einen eigenen Blogbeitrag gewidmet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mir ist das wahnsinnig schwergefallen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber es war schon seit eben diesem Jahr 2018 vollkommen klar, dass meine Arbeit f\u00fcr UNITEDINTERIM ganz anders sein w\u00fcrde als meine f\u00fcnfzehn Jahre dauernde Arbeit f\u00fcr MANATNET. Und damit h\u00e4tte ich keine Mehrwerte mehr f\u00fcr den AIMP bringen k\u00f6nnen \u2013 und als Provider-Organisation der AIMP f\u00fcr mich auch nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute, wir sind knapp zwei Jahre weiter, muss ich zugeben: Das gesamte Ausma\u00df dieses \u201eAnders- Seins\u201c habe ich mir seinerzeit nicht im Traum vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Sie dieses \u201eAnders-Sein\u201c nicht weiter interessiert \u2013 was ich sofort verstehen werde \u2013 dann sollten Sie an dieser Stelle aufh\u00f6ren zu lesen. Und sich etwas Erfreulicherem zuwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr alle anderen habe ich ein paar nette Anekdoten parat:<\/p>\n<h2><strong>Ich habe noch nie so viel Pr\u00fcgel bezogen<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unmittelbar nachdem UNITEDINTERIM an den Markt gegangen war, kam der erste Anschiss eines Providerkollegen, dem wir \u00fcbrigens von der Idee an angeboten hatten, als Gesellschafter dabei zu sein und das Ganze mitzugestalten. Er nahm daran Ansto\u00df, dass wir direkt auf der Homepage gesagt hatten, die Providerprovision eines typischen Projektes betr\u00fcge rund 5.000 Euro im Monat. Jeder, der auch nur einigerma\u00dfen professionell in der Interim-Szene unterwegs ist, wird allenfalls kritisieren, dass die Summe wohl doch zu gering sei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Pr\u00fcgel kam, als wir nach der Testphase f\u00fcr die Nutzung der kompletten Infrastruktur tats\u00e4chlich Geld verlangten. Und dann noch sage und schreibe 45 Euro im Monat \u2013 ein Betrag, der sich seinerzeit f\u00fcr viele Interim Manager aus der Liga \u201eTagessatz 1.000 Euro plus\u201c jenseits aller Vorstellungskraft bewegte. Die Schimpfw\u00f6rter, die ich mir habe anh\u00f6ren m\u00fcssen, reichten von \u201esittenwidriges Verhalten\u201c \u00fcber \u201eRaubrittertum\u201c bis zu \u201eWegelagerei ungeahnten Ausma\u00dfes\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe Pr\u00fcgel bezogen, als wir das Blog f\u00fcr alle brachten (\u201eBraucht kein Mensch\u201c) und dann \u2013 ein Highlight in meiner ganz pers\u00f6nlichen Gei\u00dfelei! \u2013, als wir f\u00fcr die Softskills auf die Pers\u00f6nlichkeits-Struktur-Analyse setzen: Ausnahmslos jeder Mitarbeiter aber auch jeden Providers k\u00f6nne das besser einsch\u00e4tzen als solch ein \u201eDiagnostic Tool\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sollte ein weiteres Highlight der modernen Pr\u00fcgelstrafe erleben, als wir zu Beginn der Corona-Krise die Aktion \u201eBesserungsschein\u201c brachten und man mich nach allen Regeln der Kunst steinigte. Mit DDIM-Interim Managern in der ersten Reihe, von denen der eine oder andere daraufhin entr\u00fcstet die Gesch\u00e4ftsverbindung beendete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch das Ende der Gesch\u00e4ftsverbindung bedeutete unser Video <a href=\"https:\/\/youtu.be\/XA-VA0LqC2Y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interim Management &#8211; Ph\u00f6nix aus den Tr\u00fcmmern von Armageddon?<\/a> f\u00fcr einen Interim Manager, der aus unserem Kommentar zur Heuse-Studie seine ganz pers\u00f6nlichen Konsequenzen zog. Die in diesem Zusammenhang bei LinkedIn abgelaufene Wettstreit zwischen den Pro- und dem Contra-Lagern ist in unsere noch junge Unternehmensgeschichte eingegangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Effekt aus all dem ist jedoch, dass es mich nicht mehr trifft. Es perlt inzwischen ab wie Wassertropfen auf einer Nano-Beschichtung. Hierzu geh\u00f6ren auch die zwei, drei \u201eFans2, die zuverl\u00e4ssig jedes Flashlight mit einem \u201eDaumen `runter bewerten, kaum dass wir es ver\u00f6ffentlicht haben. Das musst Du inzwischen abk\u00f6nnen in der Digitalen Welt! Kannst Du das nicht, dann lass die Finger davon\u2026<\/p>\n<h2><strong>Ich verbringe ein Drittel meiner Zeit mit digitaler Technik<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00fcsste mal meine Website aktualisieren!\u201c, lautete eine popul\u00e4re Aussage noch zu Providerzeiten. Inzwischen lebe ich in der Digitalen Welt. Wenn ich morgens \u2013 noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 den Rechner hochfahre, dann \u00f6ffnen sich: UNITEDINTERIM-Frontend, UNITEDINTERIM-Backend, Twitter, Xing, YouTube, Hootsuite und der Entwicklungsserver bei <a href=\"https:\/\/www.apriljune.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">April&amp;June<\/a> in Berlin \u2013 ich habe dort regelm\u00e4\u00dfig zu testen. Es gibt praktisch keine 48 Stunden, ohne dass ich irgendein Thema, irgendeine Idee, irgendeinen Verbesserungsvorschlag in Berlin einkippe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um das alles abzurunden l\u00e4dt Outlook Mails ab in einem Stakkato, das mich an meine Zeiten bei Daimler Chrysler\/Debis und Accenture erinnert. Telefonate f\u00fchre ich kaum noch \u2013 und wenn, dann nur nach Terminvereinbarung: Unterm Strich wohl im Verh\u00e4ltnis 1 zu 10 verglichen mit Teams, Zoom oder Skype.<\/p>\n<h2><strong>Ich verbringe ein weiteres Drittel meiner Zeit mit dem Schreiben<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im engeren Freundeskreis hei\u00dft es inzwischen, ich h\u00e4tte meine eigentliche Berufung als Journalist verfehlt. So weit w\u00fcrde ich nicht gehen, jedoch bleibt Fakt: Verglichen mit meiner Aversion gegen Aufs\u00e4tze und sonstiges freies Schreiben w\u00e4hrend der Schulzeit ist mein jetziges Tun in h\u00f6chstem Ma\u00dfe verst\u00f6rend! Zu den meine Zeit aufsaugenden Aufgaben geh\u00f6ren Texte f\u00fcr die Website, Artikel, Tweets, Video-Scripts \u2013 und nat\u00fcrlich auch dieses Blog, nicht zuletzt die gegen unendlich tendierende Anzahl von Antworten auf das Mail-Stakkato aus dem zweiten Punkt.<\/p>\n<h2><strong>Ich verbringe die restlichen beiden Drittel meiner Zeit mit der Qualit\u00e4tssicherung<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4tssicherung f\u00fcr die Unterlagen der Interim Manager: Kein Witz! Ich bin an dieser Stelle mehrfach darauf eingegangen, dass ich diese Aufgabe dramatisch untersch\u00e4tzt habe! Und je mehr Unterlagen die Interim Manager \u00fcber die Infrastruktur von UNITEDINTERIM bereitstellen k\u00f6nnen (CV, PSA, 3 Case Studies, Video und Blog), umso mehr Arbeit landet auf meinen Tisch. Dahinter steckt keineswegs die Botschaft, die Interim Manager seien zu bl\u00f6de daf\u00fcr. Ganz im Gegenteil! Was fehlt, ist die Erfahrung mit diesen Dingen \u2013 und dann der Abgleich mit den aktuellen Erwartungshaltungen der Kunden in den Unternehmen. Und die kenne ich halt nicht nur aus bald 20 Jahren: Fatalerweise sind diese Anforderungen in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und da wird halt nicht goutiert, wenn ein Interim Manager eine Projekt-Station aus dem CV \u00fcber \u201eCut&amp;Paste\u201c in eine andere Ecke unseres Systems \u00fcbertr\u00e4gt und \u201eCase Study\u201c dr\u00fcberschreibt. Nein, der typische Kunde f\u00fchlt sich verschaukelt, zumindest jedoch nicht ernst genommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso wenig wird ein Kunde frohlocken, wenn seine Wissbegierde auf einen Hort von Bullet Points trifft, die beinahe naturgegeben mehr Fragen offenlassen, denn beantworten. Oder, wie in dieser Woche, wenn die Case Study sich in Allgemeinpl\u00e4tzen ergeht, statt konkret zu beschreiben, was der jeweilige Interim Manager denn nun tats\u00e4chlich gemacht hat. \u201e\u00d6ffnen Sie doch mal die Motorhaube!\u201c, habe ich dem Interim Manager geraten. Inst\u00e4ndig bitte ich darum, mir nicht die Frage zu stellen, wie sich das bei einem j\u00e4hrlichen Erl\u00f6s von 540 Euro rentieren soll\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich tue es dennoch \u2013 und durchaus reagiert der eine oder andere Interim Manager irritiert, wenn ich sein Werk nicht einfach durchwinke. Ich habe mir angew\u00f6hnt, in solchen Situationen auf diese Weise zu antworten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eIch m\u00f6chte Ihnen gern erl\u00e4utern, weshalb ich so derart darauf dringe, dass wir f\u00fcr Sie als Interim Professional mit der Positionierung [USP] und einem Tagessatz von [Betrag] Euro ein \u00fcberzeugendes Dokument zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen \u2013 und ich m\u00f6chte unbedingt vermeiden, dass ich als \u201eOberlehrer\u201c auf Sie wirke.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr Sie ist ein exzellentes Dokument \u2013 bei dieser Positionierung \u2013 absolut alternativlos, um mit der Kanzlerin zu sprechen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr mich gilt das Gleiche, denn der Markt wei\u00df, dass ich hier die Case-Studies qualit\u00e4tssichere: Und ich muss \u2013 auch hier geht es um Reputation \u2013 ein Feedback aus der Ecke \u201eWas hat der Becker denn da freigeschaltet?\u201c um jeden Preis vermeiden. An dieser Stelle bitte ich Sie aufrichtig um Nachsicht, dass ich so handeln muss.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Inzwischen habe ich 112 Case Studies freigeschaltet und 83 Blogbeitr\u00e4ge\u2026<\/p>\n<h2><strong>Ich habe praktisch keine Zeit mehr f\u00fcrs Projektgesch\u00e4ft<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch hier zeigt sich, dass es f\u00fcr mich zwingend war, den AIMP zu verlassen: Denn ein Projektgesch\u00e4ft wie es vor Jahren bei MANATNET \u00fcblich war und bei den Providern heute \u00fcblich ist, mache ich nicht mehr. Kann ich nicht mehr machen. Tut mir das leid? Nein, \u00fcberhaupt rein gar nicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inzwischen sorge ich mit der einzigen offenen Plattform im Interim-Business der DACH-Region daf\u00fcr, dass viele andere mit vielen anderen ihr Projektgesch\u00e4ft selbst machen k\u00f6nnen: Und das noch provisionsfrei. Das hat sehr viel mehr Dynamik \u2013 und so etwas liebe ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die R\u00fcckseite dieser Medaille hat jedoch eine andere Pr\u00e4gung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Leiden des alten B.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Ende 2018 bin ich aus dem AIMP ausgestiegen, dessen Gr\u00fcndungsmitglied ich gewesen bin. 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