{"id":5569,"date":"2018-07-13T15:00:34","date_gmt":"2018-07-13T13:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=5569"},"modified":"2024-09-18T11:07:48","modified_gmt":"2024-09-18T09:07:48","slug":"mittendrin-statt-nur-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2018\/07\/mittendrin-statt-nur-dabei\/","title":{"rendered":"MITTENDRIN \u2013 STATT NUR DABEI"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Mittendrin_statt_nur_dabei.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-5570\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Mittendrin_statt_nur_dabei_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Mittendrin_statt_nur_dabei_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Mittendrin_statt_nur_dabei_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Der neue, bereits in jenen Tagen der sp\u00e4ten 1980er Jahre f\u00fcr das Establishment irritierend innovative Chef des Firmenkundengesch\u00e4fts erhielt zwei Auftr\u00e4ge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1) Restrukturieren Sie unser Firmenkundengesch\u00e4ft: Machen Sie es schlank, effizient und profitabel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(2) Wir m\u00f6chten ins Privatkundengesch\u00e4ft einsteigen: Machen Sie das.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Vorstand der National Westmister Bank im noblen Frankfurter Westend hatte das \u201eHigh Potential\u201c aus der Kaderschmiede von Chase Manhattan exakt daf\u00fcr abgeworben \u2013 und wusste beide Themen in guten H\u00e4nden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die erste Aufgabe war ein Kinderspiel \u2013 verglichen mit der zweiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nichts war vorhanden: Keine \u201eProdukte\u201c und Dienstleistungen, keine Mitarbeiter, keine Kunden. Nichts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem Electronic Banking im Firmenkundengesch\u00e4ft eingef\u00fchrt worden war \u2013 bereits damals trotz des \u201eGerman-typical\u201c \u201aBrauche mer net!\u2018\u201c \u2013 wurde die zweite Aufgabe in Angriff genommen.<\/p>\n<h2><strong>Der Albtraum jedes Marketing-Chefs<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir schufen das erste Mehrwert-Konto, dem wir den brachial-innovativen Namen \u201eProkonto\u201c spendierten \u2013 und vieles, was der seinerzeit typische Kunde gebrauchen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann ging es ans Vermarkten \u2013 an Kunden, die uns nicht kannten und die allesamt bereits ein Konto bei einem der in Frankfurt ungez\u00e4hlten starken Wettbewerber hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Alptraum jedes Marketing-Chefs!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute w\u00fcrde man sagen: \u201eWir haben uns der Herausforderung gestellt!\u201c Seinerzeit hie\u00df es: \u201eWie zum Teufel sollen wir das schaffen?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir entschieden uns f\u00fcr Direktmarketing \u2013 also Mailings per Post. E-Mails gab&#8217;s damals nicht! Damals, weit vor den Segnungen der DSGVO, ein recht kommodes Unterfangen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adressen kaufen, Anschreiben texten, versenden, Abwarten und Bestellungen einsammeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bedauerlicherweise hatten bereits damals die Response-Quoten (Bestellungen durch Anzahl der Aussendungen in Prozent) die Ein-Prozent-Marke deutlich gerissen und somit galt eine Quote von 0,5% in jenen Jahren als sch\u00f6ner Erfolg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Quote hatte ich als zu niedrig angesehen \u2013 und deshalb haben wir uns nur noch damit besch\u00e4ftigt, wie wir eine h\u00f6here R\u00fccklaufquote erzielen konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der K\u00f6nigsweg lautete schlie\u00dflich: Wir m\u00fcssen das Anschreiben drastisch aufwerten und dem Empf\u00e4nger etwas schenken, das ihn emotional ber\u00fchrt und er idealerweise auf seinen Schreibtisch stellen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir entschieden uns f\u00fcr einen roten Londoner Doppeldeckerbus von Matchbox, dessen Reklamefl\u00e4chen das Banner der National Westminster Bank zierte. Wir pr\u00e4sentierten den Bus in einem silberfarbenen Karton (ja doch: schon damals aus recyceltem Material) \u2013 aufklappbar. Auf der aufgeklappten Innenseite prangte das Anschreiben in B\u00fcttenpapier (!) und von mir eigenh\u00e4ndig (!) unterschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Mailingaktion hatte 5.000 Empf\u00e4nger, ruinierte die Feinmotorik meiner rechten Hand f\u00fcr die kommende Woche \u2013 und brachte 160 neue Kunden. Die daraus abgeleitete Response Quote von 3,2 Prozent sorgte weithin f\u00fcr Beachtung \u2013 in der Bankenwelt und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles toll also!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es sei denn, wir stellen die Kosten f\u00fcr diese Aktion dagegen: Herstellung des Mailings plus Porto beliefen sich pro St\u00fcck ziemlich genau auf 12 DM, also der Einfachheit halber hier rund 6 Euro \u2013 Opportunit\u00e4tskosten wie z. B. meine Signierstunden nicht eingerechnet. Also: Wir haben rund 30.000 Euro investiert, um 160 Kunden zu bekommen \u2013 also knapp 190 Euro je Neukunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum diese \u00dcberlieferung an dieser Stelle?<\/p>\n<h2><strong>Viel zu aufwendig \u2013 viel zu teuer!<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, niemand k\u00e4me wohl heute auf eine solche Idee. Viel zu aufwendig und damit viel zu teuer!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Risikoschwelle liegt zudem erheblich h\u00f6her, denn normale Mailing-Aktionen landen heute typischerweise direkt und unge\u00f6ffnet im Papierkorb. Folglich sind die Response-Rates im Keller: Lang schon misst man nicht mehr in Prozent, sondern in Promille.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr die Interim Manager, die ja stets vor den Fragen stehen; \u201eWie komme ich an neue Kunden?\u201c und \u201eWie komme ich an neues Gesch\u00e4ft?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hierbei allein auf die Provider zu setzen, ist sicher eine riskante Strategie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interim Managern, die mir heute berichten, dass sie Mailings planen oder Telefonaktionen, rate ich dringend davon ab. Eigenen Erfahrungen haben gezeigt: Es ist sinnvoller, wenn sie diese Gelder spenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWas schlagen Sie denn dann vor, Herr Becker?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWenn Sie schon keine gro\u00dfen Response-Quoten erwarten d\u00fcrfen, dann bedauern sie das nicht, sondern akzeptieren diese Gegebenheit. Und dann gehen Sie damit professionell um. Nutzen Sie alles, was Ihnen kosteng\u00fcnstig zur Verf\u00fcgung steht. Ich empfehle Twitter und besonders Blogbeitr\u00e4ge, auf die Sie sehr einfach und so gut wie kostenlos verlinken k\u00f6nnen. Obendrein wird ein guter Blogbeitrag Ihre Kompetenz im Markt untermauern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ja, ich wei\u00df, auch ein Blog kostet Geld. Wohl 1.000 Euro pro Jahr, wenn Sie\u00b4s selbst aufsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als smarter Interim Manager k\u00f6nnen Sie aber auch das <a href=\"https:\/\/www.unitedinterim.com\/blogs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog von UNITEDINTERIM<\/a> nutzen, das allen registrierten Interim Managern kostenlos zur Verf\u00fcgung steht. Und das wir f\u00fcr Sie bewerben \u2013 und nicht Sie selbst, wie Sie das f\u00fcr Ihr eigenes Blog tun m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann k\u00f6nnen Sie erleben, was Judith Gei\u00df erlebt: 24.798 Zugriffe auf ihren Blogbeitrag <a href=\"https:\/\/www.unitedinterim.com\/blogs\/so-waehlen-sie-nach-einer-uebernahme-den-richtigen-interim-manager-aus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSo w\u00e4hlen Sie nach einer \u00dcbernahme Ihren Interim Manager aus\u201c<\/a>!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-5576 size-full\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BLG_STATS_JUDITH_GEISS.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BLG_STATS_JUDITH_GEISS.png 800w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BLG_STATS_JUDITH_GEISS-300x58.png 300w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BLG_STATS_JUDITH_GEISS-768x149.png 768w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BLG_STATS_JUDITH_GEISS-500x97.png 500w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fragen Sie sich, was gerade diesen Beitrag so stark macht!<\/p>\n<p>Fragen Sie sich, wie Sie das auch schaffen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und fragen Sie sich vor allem, ob Sie es sich leisten k\u00f6nnen, au\u00dfen vor zu bleiben, wenn Ihr Wettbewerb all diese Dinge nutzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen Sie die Finger von Mailings und Telefonakquise: Damit nerven Sie nur noch! Gehen Sie stattdessen neue, moderne Wege \u2013 und erschlie\u00dfen Sie sich Ihre Zielgruppen mit Inhalten, die Ihre Zielgruppe als wertvoll empfindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich macht auch das Arbeit! Aber glauben Sie mir: Der rote Doppeldeckerbus war sp\u00fcrbar noch sehr viel mehr Arbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und auf einmal sind Sie als Interim Manager:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mittendrin \u2013 statt nur dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Der neue, bereits in jenen Tagen der sp\u00e4ten 1980er Jahre f\u00fcr das Establishment irritierend innovative Chef des Firmenkundengesch\u00e4fts erhielt zwei Auftr\u00e4ge. &nbsp; (1) Restrukturieren Sie unser Firmenkundengesch\u00e4ft: Machen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2018\/07\/mittendrin-statt-nur-dabei\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[4],"tags":[57,9,24,8,32,20,56,34],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5569"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5569"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5589,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5569\/revisions\/5589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}