{"id":4675,"date":"2017-06-23T15:00:26","date_gmt":"2017-06-23T13:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=4675"},"modified":"2024-09-18T11:29:03","modified_gmt":"2024-09-18T09:29:03","slug":"interim-management-war-keinen-gedanken-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2017\/06\/interim-management-war-keinen-gedanken-wert\/","title":{"rendered":"INTERIM MANAGEMENT WAR KEINEN GEDANKEN WERT!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Interim_Management_war_keinen_Gedanken_wert.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-4676\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Interim_Management_war_keinen_Gedanken_wert_klein.jpg\" alt=\"Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Steinernes_Meer_2017\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Interim_Management_war_keinen_Gedanken_wert_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Interim_Management_war_keinen_Gedanken_wert_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Irgendwann wurde ich sechzig!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6ner, ein besonderer Geburtstag: Eine kleine Feier in \u00fcppigem Rahmen und eine gr\u00f6\u00dfere Feier in rustikalem Rahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine G\u00e4ste, meine Freunde beschenkten mich im Gegenzug reich \u2013 ja \u00fcppig!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Whisky-Vorr\u00e4te wurden in einem Umfang aufgestockt, dass ich jeder neuen Prohibition milde l\u00e4chelnd entgegen sehe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch Gutscheine gab\u00b4s. Einer ist noch offen \u2013 den anderen habe ich in dieser nun zu Ende gehenden Woche einl\u00f6sen d\u00fcrfen: Eine H\u00fcttentour im Steinernen Meer in den Berchtesgadener Alpen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Woll\u00b4t ich immer schon mal machen! Kein Problem \u2013 als gewiefter Jogger. Dachte ich\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei h\u00e4tte mich bereits der Prozess mit der \u00dcberschrift \u201eWie erwerbe ich das richtige Schuhwerk\u201c \u00fcberdeutlich warnen m\u00fcssen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eBrauchen Sie meine Hilfe, mein Herr?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eJa, gern. Ich brauche Schuhe f\u00fcr eine H\u00fctten-Tour! Aber die hier sehen alle gleich aus\u2026!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIn Ordnung, dann gehen wir mal r\u00fcber zu den Herrenschuhen\u2026.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einer der wertvollsten Menschen, die ich habe, diente als Bergf\u00fchrer. Sein Name sei an dieser Stelle aus Diskretionsgr\u00fcnden verschwiegen. Er erstellt die Packliste. Ich erwerbe erst, dann packe ich. Den Rest bringt der Bergf\u00fchrer mit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einschlie\u00dflich ein paar Wanderst\u00f6cke. Pah, St\u00f6cke und ich\u2026.!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden drei H\u00fctten anlaufen und dort auch \u00fcbernachten. Die Ingolst\u00e4dter H\u00fctte ist unser erstes Ziel. Wir stellen den Wagen ab auf einem Parkplatz auf etwa 1.600m \u2013 die H\u00fctte liegt auf gut 2.100m.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kleinigkeit.<\/p>\n<h2><strong>Ein Auf und Ab \u2013 wie im Leben<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach ein paar Kehren im saftigen Gr\u00fcn aufw\u00e4rts und an einer K\u00e4se-Alm mit ihren d\u00f6sig dreinblickenden K\u00fchen am Wegesrand vorbei \u2013 geht\u2019s abw\u00e4rts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie abw\u00e4rts?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Flora und Fauna weicht Stein und Schneefeldern. Ich versuche den Blick-Kontakt zur H\u00fctte herzustellen. Vergeblich!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bergf\u00fchrer ermuntert mich mit seinem \u201eGemma, gemma!\u201c, das mich die n\u00e4chsten Tage begleiten wird \u2013 und verschweigt mir die volle Wahrheit, wie er das auch in den kommenden Tagen tun wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir klettern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Schritte werden schwer. Ich bitte untert\u00e4nig um die St\u00f6cke\u2026.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eGemma, gemma! Ist nicht mehr weit\u2026!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich kann kaum noch einen Schritt vor den anderen setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eSchaust, da sammer!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am fernen Horizont schimmert im sp\u00e4ten Nachmittagslicht die Ingolst\u00e4dter H\u00fctte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Jogging-gest\u00e4hlten F\u00fc\u00dfe fragen die knapp zwei Meter h\u00f6her liegende Kommando-Zentrale, ob eine Sicherung durchgebrannt sei&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke an \u00d6tzi.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf irgendeine magische Art und Weise erreiche ich die Ingolst\u00e4dter H\u00fctte. Essen, den unfassbaren Blick genie\u00dfen \u2013 und schlafen. Um 22.00 Uhr! Ja, das geht prima.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag zum K\u00e4rlingerhaus mit unserem Abstieg auf gut 1.600 Meter dient der \u201eErholung \u2013 denn morgen wird\u00b4s ein wenig anziehen. Aber dann bist ja trainiert!\u201c, sagt mein Bergf\u00fchrer in entwaffnender Ehrlichkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Nachhinein die Untertreibung des Monats!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>500m rauf \u2013 Steine \u2013 zum Riemannhaus. Kurze Rast. 300m runter \u2013 Steine und Schneefelder. Weit und breit niemand au\u00dfer mir und dem Bergf\u00fchrer. Niemand, nichts. Nur Steine. Und Schnee. Und Schotter.<\/p>\n<h2><strong>Du bist ein Nichts!<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann wieder 500m rauf \u2013 Steine, Schneefelder, Schotter, \u201eGemma, gemma. Do issa scho, der Grat!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Grat werde ich begr\u00fc\u00dft von 5 Bergziegen, die mich bl\u00f6kend zu verh\u00f6hnen scheinen. Unfassbar!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abw\u00e4rts. Steine. Schotter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich gebe es auf, die Meter nachzuhalten. Ich laufe rein mechanisch. Noch eine Stunde. Dann:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDo is scho die H\u00fctt\u00b4n!\u201c bemerkt mein Bergf\u00fchrer gutgelaunt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sehe schemenhaft im Abendlicht die Peter Wiechenthaler H\u00fctte auf 1.750m. Mein Hirn meldet: \u201eTopographie runter ins Tal \u2013 und dann wieder rauf auf die H\u00fctte!\u201c und folgert: \u201eNur per Interkontinentalflug zu erreichen!\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch: Wir kommen an. Wie, wei\u00df ich nicht. Aber wir kommen an. Die neue, fesche H\u00fcttenwirtin ist die personifizierte gute Laune!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir schlafen wie die Steine. Auch der Bergf\u00fchrer \u2013 was ihn irgendwie menschlich macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Abstieg geht in die Knie: das ist aber auch alles. Wir lassen es uns nicht nehmen, die Einsiedelei kurz zu besuchen \u2013 was, na klar, einen fulminanten Aufstieg bedeutet. \u201eGemma, gemma\u2026!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute Morgen schreibe ich diesen Blogeintrag von einem der sch\u00f6nsten Hotels aus, das ich je besuchen durfte. Mit Blick auf die Berge, die meine Perspektive v\u00f6llig neu definiert haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAuf so oaner Toua, do bist holt ganz bei Dia! D\u00f6s erdet!\u201c sagt der Bergf\u00fchrer. Und dem hat sein Novize nichts hinzuzuf\u00fcgen. Aber auch gar nichts!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und eins ist so sicher wie ich das hier schreibe:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interim Management war keinen Gedanken wert!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwann wurde ich sechzig! &nbsp; Ein sch\u00f6ner, ein besonderer Geburtstag: Eine kleine Feier in \u00fcppigem Rahmen und eine gr\u00f6\u00dfere Feier in rustikalem Rahmen. &nbsp; Meine G\u00e4ste, meine Freunde beschenkten mich im Gegenzug reich \u2013 ja \u00fcppig! &nbsp; Meine Whisky-Vorr\u00e4te wurden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2017\/06\/interim-management-war-keinen-gedanken-wert\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[4],"tags":[29,31],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4675"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4675"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4714,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4675\/revisions\/4714"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}