{"id":4227,"date":"2016-12-09T15:00:18","date_gmt":"2016-12-09T14:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=4227"},"modified":"2016-12-09T14:46:52","modified_gmt":"2016-12-09T13:46:52","slug":"verrohen-die-sitten-im-interim-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/12\/verrohen-die-sitten-im-interim-management\/","title":{"rendered":"VERROHEN DIE SITTEN IM INTERIM MANAGEMENT?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_Fotos_verrohen_die_sitten_im_Interim_Management.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-4228\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_Fotos_verrohen_die_sitten_im_Interim_Management_klein.jpg\" alt=\"Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Rabenmaler_Dresden_2016\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_Fotos_verrohen_die_sitten_im_Interim_Management_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_Fotos_verrohen_die_sitten_im_Interim_Management_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u201eIch habe dieser Tage erfahren, dass sich die Sitten bei Interim Managern sehr ver\u00e4ndert haben! N\u00e4mlich, dass Leute ein Projekt zusagen und dann nicht erscheinen, weil sie ein anderes bekommen konnten, das ihnen, warum auch immer, besser zusagt. K\u00f6nnen Sie so ein Verhalten aus Ihrer Praxis best\u00e4tigen?\u201c So lautete am Mittwoch die Nachricht einer sehr gesch\u00e4tzten Kundin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, ich kann dieses Verhalten aus meiner Praxis nicht best\u00e4tigen. Aus der Praxis befreundeter Provider hingegen schon.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was mich am Verhalten dieser Interim Manager st\u00f6rt, ist folgendes \u2013 und daran gibt es nichts zu besch\u00f6nigen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn ich etwas zusage, dann halte ich meine Zusage. Das ist der Sinn einer Zusage! Und ich erwarte ein ebensolches Verhalten von meinen Gesch\u00e4ftspartnern. Der Bruch einer Zusage beendet in meiner Welt die Zusammenarbeit unmittelbar und unwiderruflich. (Ja, ich wei\u00df: Andere sehen das anders\u2026)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir uns weit genug zur\u00fccklehnen und das Geschehen aus der Distanz betrachten, dann wird dieses Verhalten einiger Interim Manager zwar nicht besser. Es gesellt sich jedoch ein im Ansatz vergleichbar unsch\u00f6nes Verhalten der Unternehmen hinzu: Das Absagen eines Interim-Mandates auf der Ziellinie, weil man \u201egerade eben noch eine interne L\u00f6sung gefunden hat\u201c. Und das muss ich, leider, durchaus auch aus eigener Praxis best\u00e4tigen \u2013 und wir wissen aus den AIMP-Providerumfragen: Da bin ich dann doch in allerbester Gesellschaft!<\/p>\n<h2><strong>Beide Partner nicht wirklich professionell<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun wird der eine oder andere Leser einwenden, dies sei nicht vergleichbar, denn in diesem Fall der \u201einternen L\u00f6sung aus heiter blauem Himmel\u201c hat es noch keine Zusage des Unternehmens gegeben. Das ist richtig. Dennoch: In beiden F\u00e4llen verh\u00e4lt sich einer der Partner nicht wirklich professionell:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Interim Manager, der den Kunden \u2013 die L\u00f6sung vor Augen! \u2013 zur\u00fcckst\u00f6\u00dft auf Feld eins. Mit all den unsch\u00f6nen Facetten f\u00fcr den Kunden: Vom internen Spie\u00dfrutenlauf (\u201eIch denke, Interim Manager sind so professionelle Typen?\u201c), bis zum peinlichen Versuch, andere Kandidaten doch noch zu reaktivieren, denen man eben erst abgesagt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Unternehmen, das den Interim Manager und oftmals zus\u00e4tzlich einen oder mehrere Interim-Provider vorf\u00fchrt, ohne \u00fcberhaupt Bedarf f\u00fcr seine oder ihre Dienstleistung zu haben. Denn, davon gehe ich nicht ab: Eine Personalabteilung eines Unternehmens, die nicht jede denkbare interne Option vorab gepr\u00fcft hat, macht schlicht und ergreifend keinen guten Job. Aus meiner unma\u00dfgeblichen Sicht legt ein solches Unternehmen zudem Schw\u00e4chen in der eigenen F\u00fchrungskr\u00e4fteentwicklung offen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb kann nicht die Frage sein, welches Verhalten das weniger Schlimme ist. Die Frage kann nur sein, wie wir beide Verhaltensmuster in Zukunft vermeiden.<\/p>\n<h2><strong>Einfache Antwort: Seid ehrlich zu einander!<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Antwort auf diese Frage ist verbl\u00fcffend einfach. Sie lautet: Seid ehrlich zueinander!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kein Unternehmen wird kritisieren k\u00f6nnen, wenn ein Interim Manager im ersten Gespr\u00e4ch festh\u00e4lt, dass er zum gegebenen Zeitpunkt mehrere Optionen verfolgt. Und dass er sich am Ende f\u00fcr das beste \u201ePaket\u201c aus Attraktivit\u00e4t der Aufgabe, des Unternehmens, der Laufzeit und des Tagessatzes entscheiden wird. Letztlich wird auch das Unternehmen so agieren, auch wenn es andere Parameter zum \u201ePaket\u201c schn\u00fcren wird. Dass ein Unternehmen sich im Gegenzug einen starken \u201ePlan B\u201c erarbeiten wird, f\u00fcr den Fall, dass sich der Interim Manager anderweitig entscheidet, ist selbstverst\u00e4ndlich und wird daher keinen professionellen Interim Manager \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kein Interim Manager wird im Gegenzug kritisieren, wenn ein Unternehmen von Beginn an kommuniziert: \u201eWir sind uns noch nicht wirklich im Klaren, was wir tun werden. Wir pr\u00fcfen daher derzeit alle Optionen, die wir haben. Eine davon ist das Interim Management \u2013 aber eben nur eine! Jedoch wird uns das Gespr\u00e4ch mit Ihnen sicher helfen, die f\u00fcr uns beste L\u00f6sung zu erarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Smarte Interim Manager reagieren darauf mit dem Angebot, bei dieser Pr\u00fcfung zu unterst\u00fctzen \u2013 und ziehen ihre Schl\u00fcsse daraus, wie das Unternehmen auf dieses Angebot reagiert. Wieder andere Interim Manager bitten das Unternehmen, die Gespr\u00e4che erneut aufzunehmen, wenn der interne Pr\u00fcfprozess abgeschlossen ist \u2013 nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie dann m\u00f6glicherweise nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So in etwa werden sich Profis verhalten und so entt\u00e4uschte Erwartungshaltungen vermeiden. Sie stellen auf diese Weise auch den gegenseitigen Respekt sicher \u2013 eine auch in heutigen Zeiten nicht zu untersch\u00e4tzende Haltung \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Nebeneffekt stellt sie sich dann \u00fcberraschenderweise nicht mehr, diese Frage:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verrohen die Sitten im Interim Management?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch habe dieser Tage erfahren, dass sich die Sitten bei Interim Managern sehr ver\u00e4ndert haben! N\u00e4mlich, dass Leute ein Projekt zusagen und dann nicht erscheinen, weil sie ein anderes bekommen konnten, das ihnen, warum auch immer, besser zusagt. 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