{"id":4106,"date":"2016-10-21T15:00:47","date_gmt":"2016-10-21T13:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=4106"},"modified":"2016-10-20T14:27:20","modified_gmt":"2016-10-20T12:27:20","slug":"viel-konnen-unternehmen-von-kreativen-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/10\/viel-konnen-unternehmen-von-kreativen-lernen\/","title":{"rendered":"VIEL K\u00d6NNEN UNTERNEHMEN VON KREATIVEN LERNEN!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_viel_koennen_Unternehmen_von_Kreativen_lernen.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-4107\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_viel_koennen_Unternehmen_von_Kreativen_lernen_klein.jpg\" alt=\"Interim_Management_Blog_Foto_Juergen_Becker_Blumen_in_digitalem_Oel_Sylt_2016\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_viel_koennen_Unternehmen_von_Kreativen_lernen_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_viel_koennen_Unternehmen_von_Kreativen_lernen_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u201eSag mal, Becker, arbeitest Du nur noch? Bist Du tats\u00e4chlich einer dieser durchgeknallten Workaholics? Oder gibt\u00b4s da noch mehr in Deinem Leben?\u201c Diese Frage stellte mir tats\u00e4chlich jemand in dieser Woche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gab es einen Anlass, der hier und heute nichts zur Sache tut. In ein paar Wochen m\u00f6glicherweise schon\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Frau tendiert sicher dazu, mir liebevoll den zweifelhaften Titel des \u201eWorkaholics\u201c zu verleihen \u2013 jedoch, es \u00fcberrascht sie nicht mehr, nach einer Ehe, deren Dauer das heute \u00fcbliche Verfallsdatum l\u00e4ngst bei weitem \u00fcberschritten hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was also gibt es da noch in Deinem Leben, Becker?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, alle die mich gut kennen, wissen, dass ich eine nachhaltige Schw\u00e4che habe f\u00fcr gutes Essen, guten Wein, guten Whisky und hin und wieder eine gute Zigarre. Diese Dinge m\u00f6chte ich ungern missen, aber im Zweifel kann ich darauf weitgehend verzichten. Und ich habe in der Vergangenheit darauf verzichtet. Verzichten m\u00fcssen. Solche Phasen gibt es typischerweise im Unternehmerleben. J\u00fcngst sagte mir ein badischer Mittelst\u00e4ndler: \u201eWer solche Phasen nicht aus eigenem Erleben kennt, ist kein echter Unternehmer!\u201c<\/p>\n<h2><strong>Meine Leidenschaften: Kunst und Fotografie<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dessen ungeachtet gibt es zwei Dinge, auf die ich nicht verzichten kann: Die Kunst und die Fotografie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kunst begleitet mich seit 1989 als eine kleine Gruppe ein Unternehmen gr\u00fcndete, um K\u00fcnstler zu f\u00f6rdern. Wie so oft sind inzwischen nur noch ganz wenige \u00fcbrig geblieben, weil mit Liebe zur Kunst kein Verm\u00f6gen zu machen ist. Das ist ein knallhartes Gesch\u00e4ft, aus dem wir uns irgendwann komplett ausgeklinkt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber die Liebe zur Kunst ist geblieben und seit nunmehr knapp drei\u00dfig Jahren geh\u00f6ren K\u00fcnstler zu meinem Leben. \u201eRichtige\u201c K\u00fcnstler. Keine K\u00fcnstler, die \u201eaus dem Lauf tiefer, innerer Gef\u00fchle\u201c ihre Werke erschaffen und deren Label \u201eohne Titel\u201c dem Betrachter alle, aber auch wirklich alle Optionen offen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein ganz pers\u00f6nlicher Ma\u00dfstab an dieser Stelle ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michelangelo\" target=\"_blank\">Michelangelo Buonarroti<\/a> und keinesfalls \u2013 ich bitte um Nachsicht! \u2013 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Beuys\" target=\"_blank\">Joseph Beuys<\/a> und alle seine Eleven aus der Liga \u201eIst das Kunst oder kann das weg?\u201c. Der guten Ordnung halber: Ich respektiere alle anderen Sichtweisen \u2013 aber gefallen m\u00fcssen sie mir deswegen noch lange nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Liebe zur Fotografie \u2013 genau genommen: meine Leidenschaft! \u2013 geht zur\u00fcck auf die fr\u00fchen Jahre als Teenager. Und sie war in der Tat etwas, das \u201eLeiden schafft\u201c, weil sie mich um Haaresbreite mein Abitur gekostet h\u00e4tte. Ebenso um Haaresbreite ist sie nicht zu meinem beruflichen Leben geworden: Wie das Leben halt so spielt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beides, der Umgang mit K\u00fcnstlern und meine eigene Fotografie, steht f\u00fcr den kreativen Teil meines Lebens. Und r\u00fcckblickend muss ich konstatieren: In diesem Teil meines Lebens werden in einem gegebenen Zeitraum hundert Ideen geboren \u2013 und neunundneunzig davon werden verworfen.<\/p>\n<h2><strong>Selbst der gr\u00f6\u00dfte Kritiker an der eigenen Arbeit<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bemerkenswerte daran:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Niemand ist beleidigt, weil seine oder ihre Idee nicht realisiert wurde! Vergleichen Sie das mal mit dem Geschehen in deutschen Unternehmen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stattdessen beobachte ich, dass kreative Menschen oftmals selbst ihre gr\u00f6\u00dften Kritiker sind. Da werden dann in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit Skizzen zerrissen und ganze Bl\u00e4tter zerst\u00f6rt. Und es ist keinesfalls ungew\u00f6hnlich, wenn nach der \u201eFertigstellung\u201c eines \u00d6lgem\u00e4ldes gro\u00dfe Fl\u00e4chen \u00fcbermalt und v\u00f6llig neu gestaltet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Niemand f\u00fchlt sich schlecht, niemand hat versagt. Aber, ohne es vielleicht so zu nennen, ist jeder auf seine ganz pers\u00f6nliche Weise \u201e<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/In_Search_of_Excellence\">In Search of Excellence\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter Fotografen sind die Muster \u00e4hnlich: Es hei\u00dft, dass von 100 Fotos am Ende mindestens 80 weggeworfen werden. Da w\u00fcrde jedem Amateur das Herz brechen: &#8222;Da ist doch Tante Erna drauf!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich habe ich es so gut wie nie erlebt, dass in diesen beiden Welten eine Idee sofort verworfen wurde. Stattdessen wird die Idee aufgegriffen und man geht damit einige Zeit schwanger, besch\u00e4ftigt sich damit. Und kommt dann zur\u00fcck mit den ersten Ans\u00e4tzen, den ersten meist skizzierten L\u00f6sungen. Jedoch niemals mit etwas, das als \u201efertig\u201c bezeichnet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, wird das dann auch sehr oft verworfen \u2013 aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden. Dann wird die Idee \u00fcberarbeitet und von vorn begonnen. Oder aber, man erkennt, dass sich die Idee nicht wie vorgedacht realisieren l\u00e4sst und \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 ist das oft genug auch auf fehlende Mittel zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das wird dann \u2013 nochmal: nat\u00fcrlich \u2013 bedauert. Aber dann sch\u00fcttelt man das ab und wendet sich einer neuen Idee zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An kein einziges Mal erinnere ich mich hingegen, bei dem es von Beginn an hie\u00df: &#8222;Das geht nicht, weil \u2026.!&#8220; mit den in den Unternehmen reflexartig und b\u00fcndelweise vorgetragenen Hinderungsgr\u00fcnden. Eine denkbar schlechte Konditionierung auf dem Weg in die (digitale) Zukunft. Deshalb bin ich inzwischen sicher:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viel k\u00f6nnen Unternehmen von Kreativen lernen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSag mal, Becker, arbeitest Du nur noch? Bist Du tats\u00e4chlich einer dieser durchgeknallten Workaholics? Oder gibt\u00b4s da noch mehr in Deinem Leben?\u201c Diese Frage stellte mir tats\u00e4chlich jemand in dieser Woche. &nbsp; Daf\u00fcr gab es einen Anlass, der hier und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/10\/viel-konnen-unternehmen-von-kreativen-lernen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[4],"tags":[29,7,32,52,25,38],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4106"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4106"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4123,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4106\/revisions\/4123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}