{"id":3902,"date":"2016-08-19T15:00:36","date_gmt":"2016-08-19T13:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=3902"},"modified":"2016-08-19T14:16:56","modified_gmt":"2016-08-19T12:16:56","slug":"schnell-und-vernetzt-mit-externen-projektmanagern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/08\/schnell-und-vernetzt-mit-externen-projektmanagern\/","title":{"rendered":"SCHNELL UND VERNETZT: MIT EXTERNEN PROJEKTMANAGERN!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-3903\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_schneller_und_vernetzt_mit_Projektmanagern_klein.jpg\" alt=\"MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_schneller_und_vernetzt_mit_Projektmanagern\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_schneller_und_vernetzt_mit_Projektmanagern_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/MANATNET_Interim_Management_Blog_Foto_J_Becker_schneller_und_vernetzt_mit_Projektmanagern_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Sicher ist dieses Bild jedem meiner Leser gel\u00e4ufig: Es geistert seit Jahren durch das Internet und zeigt drei Fische, hintereinander im Wasser schwimmend, das Maul aufgerissen und bereit, sich gegenseitig fressen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allerdings: Die Reihenfolge der Fische entspricht so gar nicht der Darwinistischen Lehre! Vielmehr jagt der kleine Fisch verwegen den mittleren, sein M\u00e4ulchen aufgerissen soweit es eben geht, w\u00e4hrend der mittelgro\u00dfe Fisch sein Maul aufreissend sich anschickt, den riesigen Fisch zu fressen \u2013 dabei leichtfertig die Lebensgefahr missachtend, in der er selbst schwebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Internet-Klassiker, der bereits vielfach als Illustration eingesetzt wurde \u2013 meist unter \u00dcberschriften wie \u201eDer Schnelle frisst den Langsamen\u201c, \u201eChange Management\u201c oder neuerdings \u201eDisruption\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Illustration soll heute\u00a0\u2013 in Zeiten von Digitalisierung, Web 4.0 und Fabrik 4.0 \u2013 zeigen, dass tats\u00e4chlich der Tr\u00e4ge, der sich nicht den neuen Gegebenheiten Anpassende, durch den Agilen vom Markt verschwinden k\u00f6nnte. Die starke Position des kleineren \u00fcber den gro\u00dfen Marktteilnehmer liegt hierbei in seiner Wendigkeit und seiner Schnelligkeit begr\u00fcndet.<\/p>\n<h2><strong>Schnell sein war schon immer \u201ein\u201c<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schnell zu sein. Dies und ein eng aufeinander abgestimmtes, vernetztes Arbeiten haben mich so gut wie mein gesamtes Berufsleben hindurch gepr\u00e4gt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chase Manhattan Bank:<\/strong> Nie hatte ich das Gl\u00fcck, einen Kunden betreuen zu d\u00fcrfen, der mir gesagt h\u00e4tte: \u201eHerr Becker, keine Eile: In drei Monaten werden wir das Projekt A starten und wir w\u00e4ren Ihnen sehr dankbar, wenn es Ihnen m\u00f6glich w\u00e4re, uns bis dahin eine Linie zur Verf\u00fcgung zu stellen\u2026\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stattdessen wurde ich konditioniert von Kunden wie diesem: \u201eHerr Becker, wir brauchen \u00fcbermorgen 25 Mio. US-Dollar als Linie bei Ihrer Muttergesellschaft in New York, denn wir haben f\u00fcr ein Grundst\u00fcck geboten und m\u00fcssen diese Summe \u00fcbermorgen hinterlegen. K\u00f6nnen Sie uns eine Linie vor Ort bereitstellen? Ach ja, blanko nat\u00fcrlich!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seufzend nahm ich zur Kenntnis, dass dieser Anruf um 16.50 Uhr einging. Der dann ablaufende Routineprozess: Ehefrau informieren, den Survival-Shop gegen\u00fcber heimsuchen (warum blo\u00df hatte der diesen Standort?) und eine Flasche Bier und ein K\u00e4sebr\u00f6tchen holen, die Nacht im B\u00fcro durcharbeiten, gegen 7.00 Uhr den Kreditantrag dem Vorstand als morgendlichen Gru\u00df auf den Tisch legen, zum Duschen heimfahren \u2013 und rechtzeitig zur Sitzung des Credit Approval Commitees zur\u00fccksein. Nachmittags ging die Best\u00e4tigung an den Kunden heraus. \u201eDanke, Herr Becker!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Burda:<\/strong> Das Verlagsgesch\u00e4ft ist in dieser Hinsicht vergleichsweise einfach, denn die Zeitungen und Zeitschriften haben einen festen Erscheinungstermin. Nicht zuletzt die Druckereien mit ihren 3,28m Cerrutti-Tiefdruckrotationen waren eine starke treibende Kraft hinter einer absoluten Termintreue. Dar\u00fcber hinaus gab es eine weitere Kraft: In all meinen Jahren ist es niemals vorgekommen, dass einer beim Verleger anklopfte mit einer Nachricht wie dieser: \u201e\u00dcbrigens, Herr Dr. Burda, die Zeitschrift Elle kommt nicht rechtzeitig auf den Markt, weil\u2026.!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eIn time, in Budget and above customer expectation\u201c <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Alptraum-Intermezzo Europe Online, das die Shareholder als Wettbewerb zu AOL mit fliegenden Fahnen vor die Wand setzten, erfolgte sicherlich meine tiefste Pr\u00e4gung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Debis Systemhaus<\/strong> Ein \u201cPower-House\u201d! 24 Stunden-Taktung vom Vorstand abw\u00e4rts. Keine R\u00fcckmeldung innerhalb dieser 24 Stunden f\u00fchrte zwangsl\u00e4ufig zu einem Anruf: Das hast Du genau einmal gemacht\u2026.!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus Arbeitsteilung \u00fcber Unternehmen und L\u00e4nder hinweg. Plan-Build-Run: So ziemlich alles an unterschiedlichen Standorten. Projektmanagement wurde folglich \u00fcberragend wichtig \u2013 vernetztes Arbeiten der Standard. Noch heute kann ich im Schlaf das Debis-interne Ziel f\u00fcr alle Projekte runterbeten: \u201eIn time, in Budget and above customer expectation\u201c!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Unternehmen, das dies nicht beherrschte, hatte existenzielle Probleme. Und doch wurden bereits damals von einigen Unternehmen die eigenen Hochglanz-Marketingbrosch\u00fcren in schier unglaublichem Umfang verraten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie zum Hohn hatten zur gleichen Zeit, also kurz vor der Jahrtausendwende, Forscher wie z. B. Forrester erhoben, dass kaum 25 Prozent aller IT-Projekte aus Kundensicht die Projektziele erreicht h\u00e4tten und somit als erfolgreich eingeordnet worden w\u00e4ren. Umkehrschluss: 75 Prozent verfehlten die Projekt-Ziele krachend.<\/p>\n<h2><strong>Pokemons mit Interim Mandaten im Gep\u00e4ck<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun war seinerzeit ich der festen \u00dcberzeugung, dies sei der \u00dcberbeanspruchung der Mitarbeiter durch drei \u201eMega\u201c-Themen geschuldet: (1) Internet mit dem neu aufkeimenden E-Commerce, (2) Euro-Einf\u00fchrung und (3) Jahrtausendwende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mir scheint, ich habe das v\u00f6llig falsch eingesch\u00e4tzt, denn aus meiner ganz pers\u00f6nlichen Sicht klappt das vernetze, schnelle Arbeiten heute, fast 17 Jahre nach jenen \u201eMega&#8220;-Themen, schlechter denn je! Und im Ergebnis werden wir langsamer. Inzwischen f\u00e4llt auf, dass das doch recht viele Gespr\u00e4chspartner best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn mein Gegen\u00fcber mir sagt, er ruft mich an, tut er es in aller Regel nicht: Ich rufe dann an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn mein Gegen\u00fcber selbst (!) eine Deadline vorgibt, h\u00e4lt er sie so gut wie immer nicht ein: Ich rufe dann an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn mein Gegen\u00fcber Informationen oder Unterlagen zusagt, liefert er sie im Regelfall nicht: Ich rufe dann an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf meine entsprechende Frage wird dann in aller Regel geantwortet: \u201eIch hatte so viel zu tun!\u201c, was auf liebevolles Verst\u00e4ndnis auf meiner Seite trifft, renne ich doch t\u00e4glich gut 10 Stunden durch die Ortenau auf der Jagd nach virtuellen Pokemons mit fetten Interim Mandaten im Gep\u00e4ck\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Maximal verdichtet lautet die Kernaussage also: \u201eZu viel Arbeit verhindert schnelles, vernetztes Arbeiten!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der guten Ordnung halber: Es gibt Ausnahmen hiervon \u2013 und ich bin diesen \u201eAusnahme-Gegen\u00fcbern\u201c aufrichtig dankbar! <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/05\/freitag-angefragt-dienstag-angefangen\/\" target=\"_blank\">[FREITAG ANGEFRAGT \u2013 DIENSTAG ANGEFANGEN!]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert jedoch nichts daran, dass wir in der Breite eine strukturelle Schw\u00e4che in Deutschland zu haben scheinen: Schnelles, vernetztes Arbeiten! Und ich bin davon \u00fcberzeugt, dass sich diese Schw\u00e4che als fatal erweisen wird angesichts einer (wohl noch weiter zunehmenden) internationalen Arbeitsteilung. Unter dieser \u00dcberschrift wundert es mich nicht, dass die meisten Anfragen, die in den vergangenen sechs Monaten hier aufgeschlagen sind, Projektmanager jeder Couleur betrafen. Und ich glaube ganz pers\u00f6nlich, erste Anzeichen von Engp\u00e4ssen im Markt zu erkennen\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich klingt das nicht so sexy wie Sanierer und Restrukturierer. Und nat\u00fcrlich sind die Tagess\u00e4tze niedriger \u2013 aber offenbar braucht der Markt derzeit dieses Knowhow.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Langfristig ist sicher mehr zu tun f\u00fcr die Unternehmen \u2013 und vielleicht ersetzen sie sogar irgendwann dieses uns\u00e4gliche \u201eteamf\u00e4hig\u201c in den Stellenanzeigen durch \u201ef\u00e4hig, schnell und vernetzt zu arbeiten\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zurzeit jedoch ist das wohl eine gute Strategie der Unternehmen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schneller und vernetzt: Mit Projektmanagern!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicher ist dieses Bild jedem meiner Leser gel\u00e4ufig: Es geistert seit Jahren durch das Internet und zeigt drei Fische, hintereinander im Wasser schwimmend, das Maul aufgerissen und bereit, sich gegenseitig fressen. &nbsp; Allerdings: Die Reihenfolge der Fische entspricht so gar &hellip; <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/08\/schnell-und-vernetzt-mit-externen-projektmanagern\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[4],"tags":[42,21,24,46,47,32,50,40,25,31],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3902"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3931,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902\/revisions\/3931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}