{"id":3850,"date":"2016-07-29T15:00:59","date_gmt":"2016-07-29T13:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=3850"},"modified":"2016-07-29T11:32:38","modified_gmt":"2016-07-29T09:32:38","slug":"vertrauen-geht-auch-jedem-untergang-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/07\/vertrauen-geht-auch-jedem-untergang-voraus\/","title":{"rendered":"VERTRAUEN GEHT AUCH JEDEM UNTERGANG VORAUS"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Vertrauen_geht_auch_jedem_Untergang_voraus.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-3852\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Vertrauen_geht_auch_jedem_Untergang_voraus_klein.jpg\" alt=\"MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Vertrauen_geht_auch_jedem_Untergang_voraus\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Vertrauen_geht_auch_jedem_Untergang_voraus_klein.jpg 400w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/MANATNET_Interim_Blog_Foto_J_Becker_Vertrauen_geht_auch_jedem_Untergang_voraus_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Tats\u00e4chlich gibt es noch mehr in meinem Leben als Interim Management. Und so jogge ich jeden Morgen eine Stunde lang durch die schwarzen W\u00e4lder \u2013 mitunter etwas mehr. Hierf\u00fcr gibt es zwei wesentliche Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als engagierter Koch und Feinschmecker habe ich eine Schw\u00e4che f\u00fcr gutes Essen (und guten Wein) \u2013 eine Eigenschaft, die Kalorien schafft und auf Dauer den K\u00f6rper schlafft. Regelm\u00e4\u00dfiges Joggen kurbelt die Verbrennung ebendieser Kalorien an \u2013 und bringt, wie beruhigend!, Inflow und Outflow ins Gleichgewicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mindestens gleich wichtig: Der Kopf hat Ruhe und wird frei in der Natur, das Hirn erh\u00e4lt eine Sauerstoff-Dr\u00f6hnung \u2013 und die wiederum regt die Leistungsf\u00e4higkeit des Hirns an, bei mir sogar in der kreativen Ecke. Daher wird mich niemand mit Ohr- oder gar Kopfh\u00f6rern durch den Wald rennen sehen\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich gebe es gern zu: Ich nehme tats\u00e4chlich Aufgabenstellungen, ja Probleme mit zum Joggen! Und bemerkenswerter Weise komme ich in aller Regel \u2013 ermattet zwar \u2013 aber doch mit einer L\u00f6sung, zumindest aber mit einem L\u00f6sungsansatz heim.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Derzeit besch\u00e4ftigt mich sehr die eher negative Schwingung im Begriff \u201eInterim Manager\u201c, auf die ich in meinem Blog vom vergangenen Freitag eingegangen bin <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/07\/die-interim-szene-muss-noch-professioneller-werden\/\" target=\"_blank\">[DIE INTERIM-SZENE MUSS NOCH PROFESSIONELLER WERDEN]<\/a>. Und ich habe tats\u00e4chlich hier noch keine L\u00f6sung \u2013 soweit auch die F\u00fc\u00dfe tragen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und so besch\u00e4ftigt mich dies:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Woche habe ich ausf\u00fchrlich mit einem mittelst\u00e4ndischen Unternehmer gesprochen, der sein Unternehmen in zweiter Generation durch die Jahre ab 2003 f\u00fchren musste. Die Bankenkrise also mitgemacht hat und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Automobilindustrie und damit sein eigenes Unternehmen.<\/p>\n<h2><strong>400.000 Euro f\u00fcr Berater versenkt<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese zwei Stunden werde ich nicht so schnell vergessen: Auf Druck der Banken mussten erst der eine, dann der andere Berater an Bord geholt werden \u2013 die halt berieten \u2013 gegen fettes Sal\u00e4r (sogar Unternehmensanteile standen im Raum: auf Dr\u00e4ngen der Banken!) \u2013, jedoch nichts \u201emachten\u201c <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2016\/06\/ein-interim-manager-ist-ein-interim-manager\/\" target=\"_blank\">[EIN INTERIM MANAGER IST EIN INTERIM MANAGER]<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende wurden gut 400.000 Euro cash an die Berater \u00fcberwiesen: Fast das Vierfache des Jahresgehaltes des Eigent\u00fcmerunternehmers und ein Betrag, bei dem so mancher Mittelst\u00e4ndler in die Knie gegangen w\u00e4re. Dieser halt auch \u2013 und in diesem Sog der Eigent\u00fcmer gleich mit: Er musste Privatinsolvenz anmelden. Die Berater nicht&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vier Jahre sp\u00e4ter hat er sich davon noch immer nicht erholt \u2013 auch wenn mein Gegen\u00fcber einen bemerkenswert gelassenen und positiv gestimmten Eindruck auf mich gemacht hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wei\u00df: Ich habe nur die eine Version der Geschichte geh\u00f6rt \u2013 und sicher hat die andere Seite auch eine andere Sicht auf dieselbe Entwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch, und auch wenn es immer unbewiesen bleiben wird: Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass es in jener Situation mit einem <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/interim-manager\/Sanierung-Krisenmanagement-Restrukturierung.html\" target=\"_blank\">Restrukturierungs- und Banken-erfahrenen Interim Manager<\/a> gelungen w\u00e4re, dieses Schicksal abzuwenden. Allein der Begriff \u201eBankenhaftung aus Quasi-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung\u201c h\u00e4tte zu hochinteressanten Diskussionen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber es ging noch weiter:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Unternehmen kam nach der Insolvenz wieder auf die Beine. Auf wackeligen Beinen und zitternd zwar und unter anderem Namen sowie mit dem bisherigen Eigent\u00fcmer als angestelltem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer an Bord \u2013 mit einem Gehalt leicht oberhalb der Pf\u00e4ndungsfreigrenzen.<\/p>\n<h2><strong>Aus nach Dekaden des Erfolgs<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Unternehmen entwickelte sich leidlich positiv und sollte dann an einen Investor verkauft werden. Auch das entwickelte sich positiv: Zu Beginn dieses Jahres fand das Unternehmen \u00fcber eigene Kan\u00e4le (!) einen Investor und stellte ihn den Key Accounts pers\u00f6nlich vor, w\u00e4hrend das Team seiner Anw\u00e4lte das Unternehmen auseinandernahm. Auf die Frage der Kunden, was denn noch schiefgehen k\u00f6nnte, antwortete der Investor \u00fcberzeugend mit einem souver\u00e4n schlagfertigen \u201eDass ein anderer mehr bietet als ich\u2026!\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach gut drei Monaten packten die Anw\u00e4lte ein und verlie\u00dfen mit einem Gru\u00df zum Wochenende das Unternehmen \u2013 nicht ohne darauf hinzuweisen, dass im \u00dcbrigen die Verhandlung jetzt zu Ende w\u00e4re: Der Investor h\u00e4tte es sich anders \u00fcberlegt und w\u00fcrde nicht einsteigen\u2026.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der anschlie\u00dfende Anruf beim Investor unter der \u00dcberschrift \u201eSo geht\u00b4s aber auch nicht!\u201c lief ins Leere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von \u201eBreak up-Fees\u201c oder Penalties hatte der Mittelst\u00e4ndler ganz offensichtlich nie geh\u00f6rt. Nach Dekaden des Erfolgs wird das Unternehmen zum Ende dieses Monats nunmehr geschlossen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tilt! Game over!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe nicht vor, an dieser Stelle in das \u201eBerater-Bashing\u201c oder \u201eHeuschrecken\u201c-Geblubber einzustimmen. Ich frage mich, weshalb ein Mittelst\u00e4ndler wie dieser nicht viel mehr fragt \u2013 und sei\u00b4s nur, um seine eigene Entscheidung \u201e\u00fcbungshalber\u201c mal gemeinsam mit einem Dritten in Frage zu stellen. Oder mal seine XING-Kontakte durchzuschauen (wof\u00fcr habe ich die eigentlich?), ob da nicht jemand dabei ist, der solche Aufgabenstellungen kennt und vielleicht mit Rat, wenn schon nicht mit Tat, zur Seite stehen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es tut mir leid: Ich begreife das einfach nicht. Auch nicht nach 33 km Jogging! Aber mir kam beim Laufen ein Bonmot von Erhard Blanck (deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler) in den Sinn:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vertrauen geht auch jedem Untergang voraus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tats\u00e4chlich gibt es noch mehr in meinem Leben als Interim Management. Und so jogge ich jeden Morgen eine Stunde lang durch die schwarzen W\u00e4lder \u2013 mitunter etwas mehr. 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