{"id":3259,"date":"2015-11-20T15:00:58","date_gmt":"2015-11-20T14:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=3259"},"modified":"2015-11-20T12:12:11","modified_gmt":"2015-11-20T11:12:11","slug":"weitermachen-wie-bisher-ist-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2015\/11\/weitermachen-wie-bisher-ist-nicht-mehr\/","title":{"rendered":"WEITERMACHEN WIE BISHER IST NICHT MEHR!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Weitermachen_wie_bisher_ist_nicht_mehr.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-3260\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Weitermachen_wie_bisher_ist_nicht_mehr_klein.jpg\" alt=\"Fotograf_Juergen_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Weitermachen_wie_bisher_ist_nicht_mehr.\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Ja, ich war da! Beim DDIM.kongress am vergangenen Freitag und Samstag in D\u00fcsseldorf. Ein praktisch zwingend erforderlicher Akt bei diesem Thema: \u201eGet ready for the future +++ Digitalisierung &amp; F\u00fchrung +++\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine gelungene Veranstaltung \u2013 wohl nicht nur aus meiner Sicht! Und deshalb m\u00f6chte ich den Organisatoren und hier stellvertretend der wiedergew\u00e4hlten Vorsitzenden des DDIM-Vorstands, Frau Dr. Marei Strack, und Malte Borchardt meinen Respekt und meine ehrliche Anerkennung aussprechen. Das war schon Klasse!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas h\u00e4tte ich nicht gedacht, dass Sie kommen!\u201c, sagte mir ein Interim Manager vor Ort. Aber sicher! Ich hatte nie ein Problem mit der DDIM als Branchenorganisation: Ich hatte und habe hin und wieder Probleme mit Menschen! Und ich habe ganz besonders Probleme mit Menschen, die systematisch versuchten, mich zu diskreditieren, weil ich \u2013 Achtung! \u2013 im Jahr 2003 einen Internet-Marktplatz f\u00fcr das Interim Management gegr\u00fcndet hatte. Herrgott aber auch: Welch ein Teufelszeug!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den beiden hier damals f\u00fchrenden Protagonisten bin ich vor Ort konsequent aus dem Weg gegangen. Einen von beiden habe ich jedoch zumindest begr\u00fc\u00dft \u2013 \u201eSchande f\u00fcr die gesamte Interim-Branche\u201c hin und \u201eNestbeschmutzer\u201c her: Das gebietet allein der Respekt dem doch deutlich \u00c4lteren gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Welch eine Klatsche muss daher der Vortrag zum Thema \u201eDigitalisierung\u201c von Herrn Gisbert R\u00fchl, dem Vorsitzenden des Vorstands (CEO) der Kl\u00f6ckner &amp; Co SE, f\u00fcr diese Menschen gewesen sein! Herr R\u00fchl legte offen, dass Kl\u00f6ckner &amp; Co-alt (Stahlhandel mit einem auf das Ausbeuten von Intransparenzen aufbauenden Gesch\u00e4ftsmodell) nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig sei. Und dass er deshalb einen Internet-Marktplatz f\u00fcr die gesamte Industrie entwickelt \u2013 an dem folglich auch seine Wettbewerber teilnehmen d\u00fcrfen. Aber hallo!<\/p>\n<h2><strong>Die Digitalisierung fordert von Unternehmen neues Denken und Handeln<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider gab es keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine Diskussion. Ich h\u00e4tte Herrn R\u00fchl gern zwei Dinge gesagt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1) Meine Anerkennung und meinen Respekt, dass Sie das tun. Dass Sie das top-down treiben und dass Sie das neue \u201eDigitale Unternehmen\u201c, die Kl\u00f6ckner.i GmbH, weitgehend losgel\u00f6st vom Mutterkonzern agieren lassen unter der Maxime: Schnelles Umsetzen der Idee \u2013 schnelles Testen im Markt \u2013 und dann: schnelles Verbessern nach Kunden-Feedback. Jeder, der auch nur die Basics erfolgreicher digitaler Start-ups verstanden hat, wei\u00df, dass exakt dies der K\u00f6nigsweg ist [Woraus jedoch leider nicht zwingend folgt, dass jedes so aufgesetzte Start-up erfolgreich sein wird!].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(2) Allerdings sind diese Basics seit Ende des letzten Jahrhunderts bekannt. Glauben Sie mir: Ich wei\u00df wovon ich rede \u2013 als einer, der im Internet-Gesch\u00e4ft seit 1993 dabei ist. Und das aus unterschiedlichen Perspektiven: Burda (Medien und Content), Europe Online (Online-Dienst als Wettbewerber zu AOL und T-Online), debis Systemhaus (Software und Hardware) und Accenture (IT-Beratung und Umsetzung) sowie schlie\u00dflich <a href=\"http:\/\/www.manatnet.com\" target=\"_blank\">MANATNET<\/a>. Und ich habe in dieser Welt den Hype um \u201eE-Commerce\/E-Business\u201c erlebt [der heutige hei\u00dft <a href=\"http:\/\/www.cio.de\/a\/interim-manager-als-digitalisierungschefs,3250213\" target=\"_blank\">&#8222;Digitalisierung&#8220;<\/a>] \u2013 mitten hinein in die Arbeiten f\u00fcr die Jahrtausendwende und die Euro-Einf\u00fchrung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits jene Zeiten wurden gekennzeichnet durch schnelles Handeln, Testen (trial and error), gegebenenfalls Verwerfen und neu Machen. Und von vorn beginnen. Nur nicht Gefahr laufen, vom Wettbewerber abgeh\u00e4ngt zu werden. Die Handlungsmaxime in den Top-Etagen hie\u00df: \u201eKenn\u00b4 ich nicht, probier\u00b4 ich mal!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann kam der 11. September 2001. Und es geschah etwas, das bis dahin au\u00dferhalb meiner Vorstellungskraft gewesen war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem Sog krachten die B\u00f6rsen ein und wie Kartenh\u00e4user brachen sehr viele hochbewertete Internet-Unternehmen zusammen. Das Platzen der Dotcom-Blase. Ungez\u00e4hlte Aktion\u00e4re blieben am Neuen Markt zur\u00fcck \u2013 klaffende Wunden leckend, von denen sie sich letztlich nie erholten&#8230; Selbst der Neue Markt ging sang- und klanglos unter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Internet, und damit alles Digitale, verlor innerhalb weniger Monate ein Maximum an Reputation, an Goodwill \u2013 ja, an Interesse. Und die bisher an jeder Ecke sp\u00fcrbare Dynamik in der deutschen Wirtschaft implodierte in eine beispiellose Lethargie. Und genau dann <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/images\/stories\/bilder\/header\/Fuer_SITE_Capital_Heft_19_September_2003.pdf\" target=\"_blank\">gr\u00fcndeten wir MANATNET<\/a> \u2013 und ernteten Blicke, als h\u00e4tten wir die Pest am Leibe\u2026.<\/p>\n<h2><strong>Stattdessen dominieren traditionelles Denken, Langsamkeit und Angst<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Sog dieser Lethargie \u00e4nderte sich die Handlungsmaxime der in keiner Weise gegensteuernden Top-Etagen in ein knallhartes Fehler-auf-jeden-Fall-Vermeiden unter dem Banner <a href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/images\/10_JAHRE_MANATNET_INTERVIEW_MIT_JUERGEN_BECKER_MAI_2013_FOR_SITE.pdf\" target=\"_blank\">\u201eKenn\u00b4 ich nicht \u2013 mach ich nicht!\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich behaupte, davon hat sich die deutsche Industrie \u2013 anders als andere Industrien \u2013 bis heute nicht erholt. Und folglich verliert die deutsche Industrie schleichend, aber gef\u00e4hrlich, an Boden \u2013 von Ausnahmen wie Kl\u00f6ckner und einiger anderer einmal abgesehen. Und so charakterisieren heute andere Begriffe die deutschen Unternehmen \u2013 ganz besonders im Mittelstand. Sie lauten: traditionelles Denken, Langsamkeit und Angst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir Herrn R\u00fchl zuh\u00f6rten brach in Paris die H\u00f6lle los. Frankreich erlebte seinen \u201e11. September\u201c. Als \u00fcberzeugter Pazifist steht er fassungslos vor einer derartigen Barbarei \u2013 der Minister der Finsternis!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eMinister der Finsternis\u201c: Ein Titel, den mir die AIMP-Kollegen vor Jahren verliehen haben und der inzwischen wohl zu mir geh\u00f6rt \u2013 weil ich \u201eimmer so kritisch bin\u201c! Allerdings kultiviere ich meinen kritischen Ansatz auch ganz bewusst: Als Gegenpol zu der \u00fcberbordenden \u201ealles-ist-immer-super-dooper\u201c-Sicht so vieler in der Interim-Szene [<a href=\"http:\/\/www.manatnet-interim-management.de\/blog\/template_permalink.asp?id=336\" target=\"_blank\">\u201eDER AIMP-MINISTER DER FINSTERNIS HAT WIEDER ZUGESCHLAGEN\u201c<\/a>].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das ist wohl auch nicht v\u00f6llig falsch, wie mir zwei Feedbacks von Interim Managern zeigen, die am DDIM-Kongress teilgenommen hatten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1) \u201eGanz besonders sch\u00e4tze ich Ihre offenen, realistischen Worte. Es war ansonsten eine fast schon unglaubhaft positive Darstellung des Interim Managements.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(2) \u2026das angenehme und kritische Gespr\u00e4ch mit Ihnen bedanken. Es ist immer hilfreich auch die nicht so \u201erosige\u201c Seite der Medaille Interim Management aufgezeigt zu bekommen. Das sch\u00e4rft die Sinne und ist f\u00fcr alle Beteiligten hilfreich.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Neue, digitale Wege gegen den Terror?<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was also sagt der Minister der Finsternis zu den Attentaten von Paris?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke, es ist an der Zeit f\u00fcr mehr Ehrlichkeit! Nach den Tagen der Fassungslosigkeit und Trauer werden wir die Frage beantworten m\u00fcssen, wie wir auf diese menschenverachtenden Handlungen reagieren \u2013 und wie wir uns k\u00fcnftig davor sch\u00fctzen wollen. Und vielleicht ist es so, dass Europa durch diesen barbarischen Akt enger zusammenw\u00e4chst als dies bisher der Fall war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke zudem ganz pers\u00f6nlich: Ob wir wollen oder nicht, wir werden uns wehren m\u00fcssen! Denn ich glaube nicht mehr daran, dass wir mit Anti-Aggressionskursen hier weiterkommen! Und vielleicht ist es an der Zeit, auch f\u00fcr dieses \u201esich Wehren\u201c neue und digitale (!) Wege zu gehen. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/hackaktivismus-von-anonymous-prinzip-hoffnung-13921349.htmlhttp:\/\/meedia.de\/2015\/11\/16\/cyber-kriegserklaerung-per-video-hacker-kollektiv-anonymous-will-is-attackieren\/\" target=\"_blank\">Anonymus<\/a> hat genau das angek\u00fcndigt. Neue Wege\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn eins ist sicher \u2013 zumindest f\u00fcr mich:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitermachen wie bisher ist nicht mehr!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, ich war da! Beim DDIM.kongress am vergangenen Freitag und Samstag in D\u00fcsseldorf. 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