{"id":2610,"date":"2015-02-06T15:00:10","date_gmt":"2015-02-06T14:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/?p=2610"},"modified":"2015-02-07T11:03:45","modified_gmt":"2015-02-07T10:03:45","slug":"interim-management-lohnt-vor-allem-im-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2015\/02\/interim-management-lohnt-vor-allem-im-mittelstand\/","title":{"rendered":"INTERIM MANAGEMENT LOHNT VOR ALLEM IM MITTELSTAND"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand\" href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2611\" src=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand_klein.jpg\" alt=\"Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand\" width=\"300\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand_klein.jpg 300w, https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Interim_Management_lohnt_vor_allem_im_Mittelstand_klein-245x300.jpg 245w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Als der <strong><a title=\"AIMP-Restrukturierungsmanager des Jahres 2014\" href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/index2.php?option=com_jmanager&amp;controller=jmanager&amp;view=jmanager&amp;layout=detail&amp;uid=1097\" target=\"_blank\">Interim Manager von MANATNET<\/a><\/strong> die technische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des mittelst\u00e4ndischen Unternehmens aus der Metallverarbeitung \u00fcbernahm, gaben die Banken dem Unternehmen noch drei Monate. Das Privatverm\u00f6gen des Eigent\u00fcmers samt Domizil der mehrk\u00f6pfigen Familie lag auf dem Block.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gestern (gut zwei Jahre sp\u00e4ter) berichtete der Interim Manager, dass das Unternehmen f\u00fcr 2014 einen Gewinn von 0,7 Mio. Euro ausweist. Die Banken haben das Unternehmen inzwischen aus der \u201eSonderbetreuung\u201c entlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kunden, f\u00fcr die MANATNET \u2013 genauer: die <strong><a title=\"Interim Manager Suche bei MANATNET\" href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/jmanager.html\" target=\"_blank\">Interim Manager von MANATNET<\/a><\/strong> \u2013 arbeiten, sind sehr vielschichtig. Die Aufgabenstellungen f\u00fcr die Interim Manager ebenso.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch ist es f\u00fcr mich un\u00fcbersehbar, dass die Aufgabenstellungen im Mittelstand stets mit viel Geld zu tun haben: Mehrfach bin ich an dieser Stelle darauf eingegangen <strong><a title=\"RETURN ON INTERIM MANAGEMENT: 7 MONATE + 800K CASH ON TOP!\" href=\"https:\/\/www.manatnet.com\/blog\/2014\/11\/return-on-interim-management-7-monate-800k-cash-on-top\/\" target=\"_blank\">(RETURN ON INTERIM MANAGEMENT: 7 MONATE UND 800K CASH ON TOP).<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Die St\u00e4rken des Mittelstandes sind auch seine Schw\u00e4chen<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der deutsche Mittelstand ist stolz \u2013 und Deutschland ist stolz auf seinen Mittelstand: Mit Recht, absolut! Das R\u00fcckgrat der deutschen Wirtschaft, gr\u00f6\u00dfter Arbeitgeber und was wei\u00df ich\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und gebetsm\u00fchlenartig wird die Kontinuit\u00e4t im deutschen Mittelstand, sein langfristiges Denken und Handeln gelobt. Hierzu geh\u00f6ren lange Betriebszugeh\u00f6rigkeiten, Azubis, die \u00fcber die Jahre in leitende Aufgaben hineinwachsen und ein verkl\u00e4rend als \u201eWir sind eine gro\u00dfe Familie!\u201c beschriebenes Arbeitsklima.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun m\u00fcssen wir nicht erst die Chinesische Philosophie bem\u00fchen, um uns bewusst zu werden, dass sich hinter jeder St\u00e4rke eine Schw\u00e4che verbirgt \u2013 und umgekehrt. Selbst der deutsche Standardwortschatz kennt: \u201eKeine Rose ohne Dornen!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und folglich erweist sich die lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit im deutschen Mittelstand eben nicht nur als Segen, weil sich die Mitarbeiter des Unternehmens dauerhaft selbst pr\u00e4gen \u2013 von einer Generation auf die n\u00e4chste. Ohne, dass wesentlich neues Blut zugef\u00fcgt wird. Frech gesagt: Eine Art Unternehmens-interner Inzest!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Folge sind Dinge, die andere Unternehmen als ganz selbstverst\u00e4ndlich verinnerlicht haben, mitunter vollkommen unbekannt: \u201eBrauche mer net!\u201c Das mag durchaus an der einen oder anderen Stelle unkritisch sein. Wenn das jedoch unternehmensweit und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum so l\u00e4uft, dann ist das existenzgef\u00e4hrdend!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Gesellschafterstrukturen als Bremsklotz<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum also stemmt sich der Mittelstand so selten gegen diese Entwicklung? Ich denke ganz pers\u00f6nlich und das klingt jetzt sehr b\u00f6se, dass der letztlich \u00fcber Dekaden verw\u00f6hnte deutsche Mittelstand es nicht gewohnt ist, sich um des Denkspiels willen einmal selbst in Frage zu stellen. Stattdessen treffe ich auf sehr starke, durch den Erfolg in vergangenen Jahren weiter gest\u00e4rkte Pers\u00f6nlichkeiten, deren Schattenwurf die kleinen Pflanzen am Wurzelwerk tief unter ihnen, wenn schon nicht vertrocknen, dann aber sicher nicht \u00fcppig sprie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und so verl\u00e4uft ein Gespr\u00e4ch mit Mitarbeitern ab dem Moment v\u00f6llig anders, an dem sich der Senior an den Tisch setzt: Offenheit weicht Vorsicht \u2013 und jedem Externen f\u00e4llt sofort auf, wie sehr dem Senior nach dem Mund geredet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese starken Pers\u00f6nlichkeiten sind heute allesamt um die Siebzig \u2013 und haben damit begonnen, ihr Unternehmen \u2013 Anteile und Management \u2013 in j\u00fcngere H\u00e4nde zu legen: Die der eigenen Kinder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Recht so! Nur, auch die Kinder geh\u00f6rten lange zu den Pflanzen am Wurzelwerk und brauchen nun eine geh\u00f6rige Zeit, um kr\u00e4ftig auszutreiben. Sofern nach Jahren des Schattendaseins ein Austreiben denn \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist und wenn es denn der Senior zul\u00e4sst \u2013 und nicht noch einen Schreibtisch im B\u00fcro des Juniors hat\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich selbst kenne drei solcher F\u00e4lle!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Folge ist die Gesellschafterstruktur typischerweise sehr heterogen. Oftmals sind Vater, Mutter und die Kinder Gesellschafter \u2013 mitunter obendrein weitere Verwandte nachrangigeren Grades. Ebenso oft sind die Interessen unterschiedlich und decken sich nicht zwingend mit den Interessen des Unternehmens. Auf diese Weise wird jede Gesellschafterversammlung zum Martyrium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und jedes Mal frage ich mich, wie in einer solchen sozialen Gruppe sachlich kontroverse Diskussionen m\u00f6glich sein sollten, wenn dadurch der Familienfrieden mit z. B. der Mutter gef\u00e4hrdet ist?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Kommunikation schlecht<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Widerspruch zum verkl\u00e4renden \u201eWir sind eine gro\u00dfe Familie\u201c kritisieren die Mitarbeiter verbl\u00fcffender Weise in den mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, die ich kenne (ja, ich wei\u00df: Es gibt auch andere!), stets die interne Kommunikation: \u201eMa sagt uns ja nix!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sicher, der eine oder andere wird sagen: Starke Pers\u00f6nlichkeiten sagen halt, wo\u00b4s lang geht! Fertig!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sage: Wirklich starke Pers\u00f6nlichkeiten fragen und h\u00f6ren zu \u2013 und sagen dann im Zweifel, wo\u00b4s langgeht.<\/p>\n<p>Das bindet Mitarbeiter ein und, ganz entscheidend, das zeigt tats\u00e4chliche Wertsch\u00e4tzung: Ich sch\u00e4tze Deine Meinung, denn sie ist wertvoll f\u00fcr mich!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und die der anderen auch. Denn nur gemeinsam sind wir stark!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stattdessen geben Mitarbeiter ihr Bestes \u2013 im eigenen Beritt. Was rechts und links geschieht, interessiert nicht. Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Auswirkung des eigenen Tuns auf andere: gleich Null! Eine eigene Burg zur Selbstverteidigung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Risiken? \u201eDavon wei\u00df ich nichts!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel? \u201eMer tun scho, was mer k\u00f6nne!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fehler? \u201eDas ist dem Schorsch sei Sach&#8216;!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fehlerkorrektur? \u201eKann ich nix f\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann der Klassiker: Wir m\u00fcssen das anders machen! \u201eBringt nix: In drei\u00dfig Jahren habe mer schon alles versucht!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Haben Sie mal versucht, ein nasses St\u00fcck Seife zu fangen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen \u201eShop-Floor\u201c f\u00fchrten sie ein, die Interim Manager, und legten alle Kennzahlen dort offen. Und sie demonstrierten eine Gelassenheit und Seelenruhe, die jeden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stoa\">Stoiker<\/a> h\u00e4tten erblassen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und zementierten meine \u00dcberzeugung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interim Management lohnt vor allem im Mittelstand<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der Interim Manager von MANATNET die technische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des mittelst\u00e4ndischen Unternehmens aus der Metallverarbeitung \u00fcbernahm, gaben die Banken dem Unternehmen noch drei Monate. 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