Friday 13. May 2016

DAS INTERNET DER ZEIT-EXPANSION

MANATNET_Interim_Blog_ Fotograf_J_Becker_Titel_das Internet_der_Zeit_ExpansionNiemand wird mir attestieren, ich hätte Berührungsängste mit dem Internet und allem, was dazugehört!

 

Wie auch? Ich habe bereits an „Internet-Themen“ gearbeitet, als die meisten Menschen in Deutschland das Wort „Browser“ eher mit dem Entfernen von buntem Herbstlaub durch überlaute Blaser in den Händen städtischer Bediensteter assoziierten als mit dem World Wide Web.

 

Ich habe mich in die unsinnigen Diskussionen eingebracht, ob denn das Geschäft im Internet nun Internet-Commerce, Electronic Business, Internet Business, Web Business oder sonst wie heißen sollte – bis IBM auf einer CeBIT (im Jahr 1999, glaube ich; bin mir aber nicht sicher) mit einem unfassbaren Genie-Streich (wohl finanziert durch unfassbare Budgets: damals ging das noch!) den Begriff E-Business etablierte. Unter anderem durch den Aufdruck auf übergroßen Tüten, die dann so ziemlich jeder der fast 700.000 Besucher der CeBIT (man stelle sich vor!) durch die Hallen trug.

 

Ich habe es erlebt, dass das (unter anderem von BroadVision) propagierte Konzept des „One-to-One“-Marketings vom deutschen Markt äußerst kritisch beäugt und von den Datenschützern in heute kaum vorstellbaren Prozessionen gegeißelt wurde.

 

Ich habe seitdem vieles kommen und auch einiges gehen sehen – mit dem (aus meiner Sicht) Höhepunkt der Rollercoaster „Second Life“ samt „Linden-Dollars“ – an die sich in Deutschland anscheinend kaum noch jemand erinnern kann. Natürlich habe ich mir das alles anschauen müssen: Als Betreiber eines Internet Marktplatzes führt kein Weg daran vorbei, selbst wenn die Ausrichtung auf das Interim Management eine sehr spezialisierte ist.

Testen – sonst kannst Du nicht mitreden

 

Und so habe ich die großen Neuerungen stets getestet: Blog, XING, LinkedIn, YouTube, Twitter und Facebook. Nicht zuletzt aufgrund eines subtilen Drucks von Google unter dem Motto: „Google findet es gut, wenn Deine Site [Platzhalter] macht und „rankt“ solche Sites höher.

 

Was haben diese Namen alle gemeinsam? Sie verursachen Arbeit auf meiner Seite. Und wenn ich alles addiere, dann verursachen sie nennenswerte Arbeit.

 

Und wenn ich das dann alles kritisch betrachte, dann komme ich zu dem Ergebnis, dass ich durchaus zugemüllt werde. Besonders empfinde ich das so bei:

 

XING: Wer dort alles wirbt,  was dort alles angeboten wird und auf welche wichtigen Themen ich unbedingt hingewiesen werden muss, das ist schon ganz erstaunlich!

 

Twitter: Ich habe heute ganze 269 Follower und ich folge 274 Twitter Accounts. Damit bin ich ein Niemand in der Twitter-Welt! Dennoch finden sich an meiner Timeline (so heißt das dort) täglich im Schnitt 180 Tweets wieder.

 

Und schließlich Facebook: Für mich persönlich die Bunte für die Digital Natives – und die Bunte habe ich noch nie gemocht!

Folgeproblem: Digitale Zeitfresser

 

Was tue ich also dagegen, dass mir solche Dienste die Zeit rauben? Ich rufe Twitter und Facebook kaum noch auf – beide Dienste laufen nur noch nebenher. Und ich kenne mich: Das ist der Anfang vom Ende.

 

XING nutze ich nach wie vor intensiv und der Dienst bescheinigt mir prompt auf die digitale Schulter klopfend einen Aktivitätslevel von 100 %. Der Attraktivitätslevel, den ich im Gegenzug an XING vergebe, ist in der jüngeren Vergangenheit kontinuierlich abgesackt – und folglich steht der Dienst auf meiner ganz persönlichen Watch-List, die überschrieben ist mit: Zeitfresser!

 

Gerade hat ein Blog die 10 Phasen des Internet beschrieben – darunter als letzte Phasen das „Internet der Sensorik“ und das „Internet der Values“. Mehr und mehr wünsche ich mir eine „11te Phase des Internet“, die wir idealerweise vorziehen sollten:

 

Das Internet der Zeit-Expansion.

 

Friday 06. May 2016

FREITAG ANGEFRAGT – DIENSTAG ANGEFANGEN!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_Freitag_angefragt_Dienstag_angefangenGern gebe ich zu, dass ich mich mitunter frage, ob das Interim Management überhaupt eine Zukunft hat. Dabei denke ich weniger an juristische oder versicherungstechnische Hürden, die ja in der jüngeren Vergangenheit spürbar höher geworden sind.

 

Hierbei denke ich auch nicht an den härteren Wettbewerb oder daran, dass der eine oder andere Interim Manager den kommenden Anforderungen nicht gewachsen sein könnte.

 

Ich denke daran, dass viele Unternehmen in Deutschland immer länger für ihre Entscheidungen brauchen. So hat zum Beispiel ein mittelständisches Unternehmen mit immerhin weit über 200 Mitarbeitern und deutlich über 50 Mio. Euro Umsatz im November 2015 eine Anfrage bei MANATNET platziert: “Wir brauchen den Interim-Leiter Vertrieb, der den Vertrieb „auf Vordermann“ bringen soll. Muss aus unserer Branche kommen – und, ganz wichtig!, muss Aussendienst-Erfahrungen mitbringen. Wir haben seit Jahren keinen Leiter Vertrieb, und daher macht der Vertrieb aus unserer Sicht was er will – nicht unbedingt was wir wollen! Eigentlich suchen wir deshalb einen neuen Vertriebsleiter in Festanstellung!“ Klar, dagegen spricht ja auch gar nichts. Nur, das dauert halt.

 

In schöner monatlicher Regelmäßigkeit bekommt das Unternehmen „neue Bewerbungen rein, die wir uns erst anschauen müssen! Erst dann wollen wir über den Interim Manager entscheiden…“

 

Keiner der Bewerber passte bisher.

 

Bis heute nicht. Sechs Monate später noch nicht!

 

Nach einem halben Jahr ist das Unternehmen somit keinen Schritt weiter. Der Vertrieb dümpelt weiter dahin und macht weiter wie bisher – nach eigenem Gusto: Ausgerechnet der Vertrieb!

 

Ausnahmslos jeder Interim Manager für den Vertrieb hätte das Unternehmen in dieser Situation weiter gebracht. Und die Asse von MANATNET, zum Beispiel dieser hier, hätten inzwischen den Bereich aufgeräumt, neu aufgesetzt und dem neuen Vertriebsleiter in Festanstellung den „Acker bestellt.“

Ein Land der „Schnarchnasen“?

 

„Time to Market“ nennt man so etwas. Und es scheint so, als hätte Deutschland das weitgehend verlernt! Und so sorgte Thomas Huber, Chef von Cassing Institut für Absatz- und Produktentwicklung, für Schnappatmung im Auditorium des AIMP-Jahresforums 2016 als er wörtlich sagte:

 

„Bis so einige Schnarchnasen hier in Deutschland aufgewacht sind, haben die [die Asiaten] den Markt längst gemacht – und wir hecheln hinterher…!“

 

Ich sehe das weitgehend auch so: In einigen Bereichen ist Deutschland langsamer geworden, wenn ich das z. B. mit der Zeit 1995 bis 2001 vergleiche – und Deutschland hechelt in diesen Bereichen durchaus hinterher. Und: Die allermeisten verdrängen das, wollen diesen die wohlige Behaglichkeit zerstörenden Zustand schlichtweg nicht wahrnehmen…

Langsamkeit erwürgt Interim Management

 

Wenn sich diese Langsamkeit noch weiter ausbreitet: Wofür brauchen wir dann noch Interim Manager und Interim Managerinnen? Welchen Vorteil bringt die kurzfristige Verfügbarkeit, wenn die Unternehmen nur noch im Schneckentempo agieren?

 

Und dann gibt es die Unternehmen, die ich liebe:

 

Freitagmorgen, 9.20h: „Herr Becker, wir brauchen einen Programm-Manager in [Osteuropäisches Land]!“

 

Programm-Manager Automotive ist mit die schwierigste Aufgabenstellung, die ich mir derzeit vorstellen kann…: „Wann?“

 

„Montag! Wir haben eine Krisensituation im Anlauf. SOP ist in acht Wochen!“

 

„Na, dann fang´ ich mal an zu buddeln…!“ Mein Hirn meldet verschämt: “Mit fliegenden Fahnen geht Dein Wochenende den Bach ´runter….”

 

Freitagmorgen, 10.20h: Projektvorstellung per E-Mail an die 7 Kandidaten, deren Profil passen kann und die sofortige Verfügbarkeit angeben….

 

Freitagmorgen, 10.45h: Die ersten Antwortmails schlagen auf; „Herr Becker ich habe gerade gestern ein neues Projekt angenommen und bin daher nicht mehr verfügbar….“ Und ewig grüßt der Schenkelklopfer: Wer´s glaubt, wird selig!

 

Zwei Kandidaten bleiben übrig. Einen habe ich gerade noch in Asien erreicht – vor seinem Heimflug. Sein Lebenslauf ist nicht aktuell. Wir regeln das am Samstag…

 

Freitagmittag, 14.20h : „Hallo Herr XYZ, ich habe 7 Kandidaten kontaktiert:

 

  • 5 sind nicht verfügbar – im Zweifel, weil am Montag ein Zahnimplantat ansteht.
  • 1 hat auf meine Nachricht auf seiner Voice-Mail noch nicht geantwortet.
  • 1 überarbeitet sein Profil mit mir.

 

Das wird wieder darauf hinauslaufen, dass wir am Wochenende diesen Prozess weitertreiben: Aber das kennen wir beide ja bereits.“

 

Freitagnachmittag, 16.54h:

 

„Klasse! Kriegen wir so bestimmt hin.

VG

XYZ“

 

Sonntag findet das erste Telefonat mit dem Kandidaten „aus Asien“ statt. Montag, 11.30 findet das Gespräch mit der Geschäftsführung der Holding vor Ort statt.

 

Am Dienstag nimmt der Interim Manager seine Arbeit auf.

 

So geht´s auch! Und ich bin zutiefst davon überzeugt: Diese Unternehmen werden erfolgreich sein – und das ist der Sinn von Interim Management:

 

Freitag angefragt – Dienstag angefangen!

 

Friday 29. April 2016

EINE SUPERSTIMMUNG IN DER MEHRZWECKHALLE!

AIMP-JAHRSESFORUM_2016_TISCHDEKO_KLEINHeute vor genau einer Woche hat der Vorstand des AIMP die Urkunden für die Interim Manager des Jahres 2016 unterzeichnet – unmittelbar bevor die Festveranstaltung begann.

 

Um diese Zeit ist alle Anspannung auf meiner Seite verschwunden: Ich kann jetzt ohnehin nichts mehr ändern! Alles ist getan, ab jetzt übernimmt das Team von Burg-Schwarzenstein. Und ich weiß: Die können das! Trinkgelder sind gegeben: Ich tue das seit ewigen Zeiten bereits vor jeder Veranstaltung – ja, bis zurück in die Mitte der achtziger Jahre, als wir bei Chase Manhattan Bank im Hotel Kempinski Frankfurt Gravenbruch unseren Jazz-Brunch ausrichteten.

 

Ich gehe noch einmal duschen – und ich sammele mich ein wenig: Nach der AIMP-Academy, die gleich zu Ende sein wird, brauche ich das. Und dann in den dunklen Anzug.

 

Unten sind schon die ersten Gäste angekommen. Zu dieser Zeit gelingt es mir noch, jeden persönlich mit Handschlag zu begrüßen. Ich mache das gern.

 

„Waren Sie im Urlaub, Herr Becker?“, werde ich mehr als einmal gefragt. Offenbar hat mich die Dusche wiederbelebt. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich vollkommen ausgelaugt! Aber gut, wenn man´s nicht auf Anhieb sieht…

Ausrichtung: Wohlfühlen

 

Der Geräuschpegel auf der Burgterrasse nimmt zu – im gleichen Verhältnis zur Anzahl der eintreffenden Gäste. Man kennt sich und fühlt sich wohl – mit Blick über die Weinberge auf den Rhein, mit einem Glas Winzersekt in der Hand und beiläufig angebotenem Finger-Food.

 

Kurz vor 19.00 Uhr noch einmal ein kurzer Blick auf meine kleine Begrüßungsrede. Später wird mich ein Gast traurig ansprechen: „Leider war ich etwas zu spät, Herr Becker! Und daher habe ich leider Ihre Begrüßung verpasst.“

 

„Möchten Sie wissen, was ich gesagt habe?“

 

„Ja, gern!“, lautet die reflexartige Antwort.

 

Ich greife in die Anzugjacke und überreiche sie ihm.

 

„Danke! ….“ – Die Verblüffung ist offensichtlich.

 

Alles klappt wie am Schnürchen.

 

„Können Sie nicht absichtlich mal einen kleinen Fehler einbauen…?“, fragt mich Herr Tesche. „Das ist ja fast zu perfekt…!“

 

Wir gehen in den großen Saal – zur Festveranstaltung, die später kritische Menschen als „Feuerwehrfest“ und „Vereinsfeier in der Mehrzweckhalle“ bezeichnen werden – nunmehr zu meiner großen Verblüffung.

Bei Fehlern sofort lieferfähig

 

Bodo Blanke beginnt mit der Ehrung der Interim Manager des Jahres 2016: Das Micro ist tot! Einfach so – unseren Testlauf hämisch verratend.

 

Durchatmen! Ganz ruhig! Ein paar Knöpfe drücken: Nichts!

 

Ein neues Micro holen: Nichts!

 

Eine neue Anlage holen: Nichts!

 

Wir entscheiden: Es muss dann halt ohne Micro gehen….!

 

Ich versuche 160 sich unterhaltende Gäste zur Ruhe zu bringen: Schließlich gelingt es mir…

 

„Herr Tesche, Sie hatten sich doch eine Panne gewünscht: So schnell sind wir lieferfähig….!“

 

Lacher. Bodo Blanke beginnt. Und das Micro funktioniert sofort. Zu den Mysterien im Cyberspace gesellt sich ein Mysterium im Audio-Space.

 

Der Abend wird toll. Das Essen: toll. Die Weine: toll. Gespräche ohne Ende. Offenbar haben sich die Interim Manager viel zu erzählen.

 

Meine Begrüßungsrede für morgen früh geht mir durch den Kopf. Ich verdränge das und kümmere mich weiter um meine Gäste. Die Rede liegt ja fertig auf meinem Zimmer. Ein Kollege wird morgen dazu sagen: „Es gibt ja so Momente, die einer Veranstaltung den Charakter für ihren weiteren Verlauf verleihen. Dazu zählt sicherlich Deine Eröffnungsrede, die wirklich sehr gelungen war. Herzlich, kurzweilig, humorvoll, irgendwie familiär, aber auch professionell. Danach konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.“

 

Vor der Tür rauche ich eine Cohiba mit Heinz Sommer. Der Rote von der Côte du Rhone harmoniert bestens….

 

Bis kurz nach Mitternacht glaube ich zu erkennen:

 

Eine Superstimmung in der Mehrzweckhalle!

 

Friday 15. April 2016

REITE KEINEN TOTEN GAUL – NICHT MAL IM INTERIM MANAGEMENT!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_MANATNET_reite_keinen_toten_gaul_nicht_mal_im_interim_managementMeine Leser wissen: Ich habe für Banken gearbeitet, für einen Medien-Konzern und für eine Unternehmensberatung. Ich habe für ein “IT-Powerhouse“ gearbeitet, einen Online-Dienst aufgebaut – und dann doch zu Grabe getragen.

 

Und ich habe mein eigenes Unternehmen MANATNET gegründet – im Jahr 2002. Obendrein arbeite ich in der Internet-Welt seit ihren Anfängen in Deutschland im Jahr 1995.

 

Im Kern bin ich jedoch ein Vertriebs-Mann: Zumindest verstehe ich mich so. Ich habe strategische Vertriebsarbeit gemacht, ich habe operativen Vertrieb gemacht einschließlich Telefonakquise, Außendienst und Key Account Management. Und reden wir nicht darum herum: Ich arbeite gern direkt für und mit Kunden.

 

Folglich beschäftigen mich zwei Fragen seit meinen Anfängen im Bankgeschäft – und seit dem ständig:

 

(1) Wie sichere ich meine Kunden gegen den Wettbewerb?

 

(2) Wie bekomme ich neue Kunden?

 

Die Antworten auf beide Fragen werden dadurch nachhaltig erschwert, dass der Wettbewerb ganz offensichtlich durch die gleichen Fragen gerieben wird…

 

Die klassische Antwort auf die Frage „Wie bekomme ich neue Kunden“ – die Älteren unter uns wissen das – lautet: „Cold Calling“. Also: Such´ Dir Deine Wunschkunden (auf welchem einfachen oder auch komplexen Weg auch immer), ruf sie an, mach´ einen Termin – und verkaufe Deine Dienstleistung!

Selling is a numbers game?

 

Hierzu gehören dann Quoten und Relationen, die zu Beispiel lauten: Du musst 100 Telefonate führen, um 10 Termine zu machen. Aus diesen 10 Terminen wirst Du dann ein Geschäft abschließen.

 

Und darauf wurden Planungen aufgesetzt: Ich brauche 25 Neukunden in diesem Quartal – folglich muss ich (bei diesen Relationen) 2.500 Unternehmen anrufen. Also: Auf geht´s! Allein war das dann nicht zu schaffen – und damit war die Geschäftsgrundlage gelegt für Call Center (Typ „Outbound“).

 

Ein großer Protagonist dieser Logik ist Stephan Schiffmann („Selling is a Numbers´ Game“) – und ich gebe offen zu: Ich habe einige seiner Bücher gelesen und ich war ein Fan dieser Logik. Vielleicht noch vor gut fünf Jahren – ganz sicher aber vor 10 Jahren.

Fehlschlag: Cold Calling

 

Dummerweise sind all die Versuche, die MANATNET etwa alle fünf Jahre unter dieser Logik gestartet hatte, nicht erfolgreich gewesen:

 

2003 (zur Gründung von MANATNET) – Zielgruppe 5.000: Kein nennenswerter Erfolg!

 

2008 – Zielgruppe 600 Unternehmen: Kein nennenswerter Erfolg!

 

2013/14 – Zielgruppe 600 Unternehmen: Fehlschlag!

 

Natürlich, ein solches Ergebnis, das all meinen bisherigen Erfahrungen widerspricht, verunsichert mich zutiefst! Und die Reflexe, die durchs Hirn zucken, reichen von „Hast Du denn alles verlernt?“ über „Was zum Teufel machen wir falsch?“ bis hin zu „Du bist einfach zu blöde!“.

 

Wie dem auch sei: Im Jahr 2014 habe ich eine Entscheidung getroffen: Nie wieder „Cold Calling“ – denn „Cold calling is a waste of money!“

 

Doch mit einem sehr unguten Gefühl – und die Verunsicherung blieb.

 

Dauerhaft!

 

Doch seit heute ist das anders. Seit heute weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war! Wir haben spätestens vor knapp zwei Jahren erlebt, wie es ist, einen toten Gaul reiten zu wollen!

 

Denn Sales for Life (B2B-Sales Spezialist; Toronto, Kanada) veröffentlicht heute eine Infografik unter dem Titel:

 

The Death Of Cold Calling

 

Ich empfehle die Lektüre. Dringend! Und danach einen guten Wein oder Whisky.

 

 

Denn wir werden ein dickes Brett bohren müssen…

 

Reite keinen toten Gaul – nicht mal im Interim Management!

 

Friday 08. April 2016

INNOVATIONEN GEBEN DER ZUKUNFT EINE ZUKUNFT

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_MANATNET_Innovationen_geben_der_Zukunft_eine_ZukunftSchade, dass heute nicht wieder der 1. April ist! Ich hätte noch die eine oder andere gute Idee gehabt – zur Freude meiner Leser. Toll, wenn dann meine Leser sich revanchieren – nun auf meiner Seite Freude-bringend – und kommentieren wie z. B. Frau Dr. Strack: „Da sehen Sie, welche Dimension disruptiven Denkens man Ihnen zutraut, Herr Becker. Immer für eine Überraschung gut.“

 

Das Thema „Disruptives Denken“ ist derzeit schwer aktuell. Dabei ist disruptives Denken überhaupt nichts Neues:

 

So kann ich mir gut vorstellen, dass seinerzeit die Droschken-Kutscher mitleidig und im Wortsinne von oben herab auf die knallenden und stinkenden Automobile herabblickten…

 

Und auch die Diskussionen der Erfinder des Rades in Europa sind womöglich wenig erbaulich gewesen:

 

„Wir haben das Rad erfunden!“

 

„Wer zum Teufel braucht ein Rad? Was bringt das?“

 

„Sei wesentlicher Vorteil ist das Abrollen seines Umfangs auf dem Untergrund!“

 

„Häh?“

 

„Und: Wir müssen aufpassen, dass wir nicht gegen die Asiaten verlieren: Die haben so etwas auch in der Pipeline!“

 

„Was scheren uns die Asiaten!“

Disruptives Denken ist letztlich nicht neu

 

Mich selbst begleitet dieses „disruptive“ Denken letztlich mein gesamtes Leben lang. Nur einmal – muss ich kleinlaut zugeben – habe ich eine „Disruption“ völlig falsch eingeschätzt: Die Digitalfotografie! Ich habe mir nicht vorstellen können, mit welcher Wucht die Bits und Bytes das Silberhalogenid hinwegfegen und Ikonen wie Kodak mit in den Abgrund reißen würden.

 

Ich habe die Macht des Internet hingegen nicht unterschätzt: Bereits 1996 gab es Stimmen die verkündeten, künftig würde so ziemlich alles übers Internet verkauft – vom Auto bis hin zu Schuhen. Vor allem die Männer hatten mannigfache Gründe, weshalb das nie im Leben funktionieren könne…

 

Heute macht allein Zalando dicht an drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

 

Es hat mich nicht überrascht, dass CDs die Vinylscheiben verdrängten – und es überrascht mich nicht, dass sie nun selbst von Streaming-Diensten verdrängt werden.

 

Und ich bin vorbereitet darauf, dass wir an den Anfängen einer neuen umwälzenden und umbrechenden Kraft stehen: Die additive Fertigung – auch 3D-Druck genannt.

 

Hör auf uns zu sagen, wie toll Du bist, Becker!

Die mentale Polung macht´s

 

Stimmt, denn darum geht es auch gar nicht. Vielmehr geht es darum: Sein wir mutiger in unserer Vorstellungskraft! Und lassen wir uns von drei Fragen leiten:

 

  1. Macht das Neue irgendetwas schneller oder einfacher?
  2. Macht das Neue irgendetwas billiger?
  3. Macht das Neue irgendetwas möglich, was so bisher nicht möglich war?

 

Wenn wir alle drei Fragen mit „ja“ beantworten können, dann Obacht! Möglicherweise stehen wir vor einer bahnbrechenden Änderung…

 

Das hilft uns auch, auf dem Boden zu bleiben, denn machen wir uns nichts vor: Der Begriff Disruption ist aktuell schwer in Mode! Und wie wir alle wissen, ändert sich die Mode recht schnell.

 

Bleiben wir einfach wachsam – und streichen wir aus unserem Sprachgebrauch jeden Satz, der mit einem „Es geht nicht, weil …!“ beginnt – und ersetzen wir ihn konsequent durch ein „Ich kann mir vorstellen, dass….!“

 

Natürlich wird nicht alles so kommen, wie wir uns das vorstellen! Und natürlich ist das Umstellen auf das Neue nicht leicht! Ich bin der erste, der das zugibt: Allein die Umstellung auf eine neue Software-Version ist (anders als in den Marketing-Abteilungen formuliert), nicht nur vorteilhaft, denn sie wird auf jeden Fall bisherige Arbeitsroutinen brechen und den Anwender dadurch langsamer machen.

 

Und natürlich wird es vieles geben, das wir uns vorstellen können –was aber dann doch nicht so kommt. Dies ist dann stets Hochzeit für die „Hab ich doch gleich gesagt!“-Fraktion.

 

Gönnen wir ihnen ihren kleinen Triumph – und denken wir stets daran:

 

„Innovationen geben der Zukunft eine Zukunft1)!

 

 

1)© Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Friday 01. April 2016

MANATNET ÜBERNIMMT SCHLOSSHOTEL BÜHLERHÖHE

Buehlerhoehe_kleinBevor die Presse sich darauf stürzen wird, kann ich in meinem Blog bereits darauf eingehen. Auch hier wieder offenbart sich der Wert meines Blogs als freitägliches, schillerndes Highlight der Interim-Szene!

 

Meine treuen Leser wissen, dass mich seit Jahren die Frage umtreibt: „Wie stellen Interim Manager langfristig ihren Marktwert sicher?“ Dieses Thema beschäftigt mich derart, dass ich im Editorial des Programms für das diesjährige Jahresforum darauf eingegangen bin:

 

„Wenn Erfahrung und Wissen den Marktwert eines Interim Managers bestimmen – wie deckt ein Interim Manager dann das Risiko ab, das sich aus der Halbwertzeit des Wissens (etwa 5 Jahre) ergibt? Wie kommt ein Interim Manager an die neuen Themen heran, kann dort adäquates neues (Spezialisten-) Wissen für seinen künftigen Marktwert aufbauen? Während die Kunden systematisch sein enormes ‘altes Wissen‘ ausbeuten?“

 

Auch der Vorsitzende des Vorstands des AIMP, Dr. Andreas Suter, sieht dieses Spannungsfeld und überschreibt seine Gedanken zur Eröffnung des AIMP-Jahresforums 2016 mit: „Innovation und Erfahrung – ein Widerspruch?“

 

Ich bin somit nicht allein mit dieser Frage! Und so kann es nicht verwundern, dass sowohl das AIMP-Jahresforum auf Burg Schwarzenstein als auch der vorgeschaltete Lehrgang der AIMP-Academy „FIT FÜRS INTERIM MANAGEMENT“ knapp einen Monat vor der Veranstaltung fast ausverkauft sind. Fast ausverkauft! Meine Güte!

„bad feelings“ bei Interim Managern und mir

 

Das bedeutet: Wie schon im vergangenen Jahr werden wir erneut zahlreichen Interim Managern sagen müssen: „Tut uns leid! Alles dicht!“ Und auf völliges Unverständnis stoßen…

 

Und jedes Mal „bad feelings“ auf Seiten der Interim Manager – weil man wieder „Time to Market“ unterschätzt und im Wettlauf mit den Kollegen das Nachsehen hatte!

 

Und jedes Mal „bad feelings“ auf meiner Seite ob tränengebadeter Interim Manager – die mich bis tief in die Nacht hinein verfolgen und meine wertvollen Whisky-Bestände nachhaltig dezimieren: Es gibt daher akuten Handlungsbedarf!

 

Größere Facilities müssen her! Sofort! Facilities, die jedoch gleichwohl mit dem enorm hohen Qualitätslevel von Burg Schwarzenstein mithalten können…

 

Jetzt ist es vollendet: Dieses Mega-Projekt epochalen Ausmaßes, das ich neben meinen anderen Verpflichtungen (AIMP, Althistorische Narrenzunft Offenburg e. V., MANATNET und Ehefrau) nur unter Einbindung erfahrener Interim-Professionals bei MANATNET aus praktisch allen relevanten Bereichen (Bau und Facility-Management, Property-Management, Corporate Finance und Hotelerie unterstützt durch Spezialistenwissen aus dem Universitäten Umfeld) stemmen konnte und bereits unmittelbar im Anschluss an das AIMP-Jahresforum im vergangenen Jahr gestartet hatte.

Fun & Risk im Interim Management

 

Ich gebe zu, wir hatten ein wenig Glück, weil die russischen Investoren nicht zu Potte kamen. Dennoch bin ich sehr stolz und ein wenig gerührt, dass wir künftig genügend Raum für die Festveranstaltung zum „Interim Manager des Jahres“ (Branchen-Jargon: „Interim-Oscars“), das AIMP-Jahresforum und auch die AIMP-Academy zur Verfügung haben – vor allem aber ausreichend Zimmer, um die prognostizierte, weiter spürbar steigende Zahl von Interim Managern und führenden Interim-Providern adäquat unterbringen zu können.

 

Für MANATNET und für mich als Unternehmer ist diese Entscheidung zudem ein großer Schritt im Rahmen meiner breit angelegten Diversifikations-Strategie. Und selbstverständlich auch nicht ohne Risiko: Denn, natürlich sind umfangreiche Umbaumaßnahmen erforderlich, die sich jedoch aus den bekanntermaßen üppigen Provider-Margen spielend finanzieren lassen.

 

Mit Stolz darf ich somit eine weitere Innovation verkünden, die die Interim-Szene verblüffen wird:

 

MANATNET übernimmt Schlosshotel Bühlerhöhe!

 

Friday 18. March 2016

APP-SOLUTE SERVICE-ORIENTIERUNG IM INTERIM MANAGEMENT

AIMP_APP_kleinSeit den letzten beiden Jahren gehen wir beim AIMP-Jahresforum stets einen Schritt in Richtung Neuland. Der einzige Treiber hierbei ist, den Teilnehmern am Jahresforum zusätzlichen Service anbieten zu können.

 

So haben wir im vergangenen Jahr erstmals Slideflight genutzt und auf diese Weise die Charts der AIMP-Providerumfrage simultan auf den Mobilgeräten der Teilnehmer zur Verfügung gestellt.

 

In diesem Jahr haben wir die App zum AIMP-Jahresforum gebaut. Ein wesentlich aufwendigeres und daher auch teureres Unterfangen! Aber, es war jeden Aufwand wert.

 

Natürlich – und eigentlich banal – stellt die App alle Informationen zum AIMP-Jahresforum bereit – vom Programm über die Redner und Workshops bis hin zur nicht zu unterschätzenden Speisekarte von Burg Schwarzenstein. Die richtigen Kracher liegen jedoch ganz wo anders – und bringen uns zudem weg vom Papier:

 

Teilnehmer-Portfolio: Jeder, der das im Rahmen der Registrierung erlaubt hat (und das sind so gut wie alle!), kann ein eigenes, kleines Profil hinterlegen – einschließlich Bild. Ein „ich wollte unbedingt Frau XYZ treffen“ ist auf diese Weise sehr viel einfacher vor Ort in die Tat umzusetzen.

 

Interaktion mit den Workshop-Paten: Bereits jetzt, sechs Wochen vor dem Event, können die Teilnehmer in Ruhe Fragen an die Workshop-Paten einreichen – auf die die Paten dann vorbereitet im Workshop eingehen werden. Wir hoffen, auf diese Weise die Teilnehmer viel besser in die Workshops einbinden zu können.

 

Interaktion mit den AIMP-Providern: Zudem können alle Teilnehmer alle AIMP-Provider bereits jetzt über die App kontaktieren, Fragen stellen oder auch ein kurzes Treffen vor Ort vereinbaren.

 

Und last but not least:

 

Feedback-Prozess: Der bisherige Feedbackbogen, wird durch ein Online-Tool ersetzt. Jetzt dürfen Sternchen vergeben werden…

 

Wir werden wohl noch das eine oder andere am Wochenende schleifen – dann das ist immer so. Aber spätestens Anfang der kommenden Woche werde ich alle Teilnehmer am diesjährigen AIMP-Jahresforum informieren können, dass die App life geschaltet wurde. Und dann bin ich wirklich gespannt, ob die Interim Manager unsere kleine Innovation gut finden werden.

 

Oder zumindest die Ausrichtung des AIMP auf:

 

App-solute Service-Orientierung im Interim Management.

 

Friday 11. March 2016

MANATNET: NICHT FÜHREND? – DAFÜR RICHTIG GUT!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_MANATNET_nicht_fuehrend_dafuer_richtig_gutEs war wohl Zeit für Positiv-Chips! Der dickste solcher Chips ist stets ein Mandat, das wir mit einem Interim Manager oder einer Interim Managerin besetzen können. Dieses Mal im öffentlichen Bereich. Donnerwetter! Hat doch diese Branche traditionell die Rote Laterne inne in der AIMP-Providerumfrage – mit einem Anteil von hartnäckig 0 Prozent. In UK ist das völlig anders – wie Insider wissen.

 

Auch dieses Feedback, das ich in dieser Woche erhalten habe, hallt lange nach:

 

„Ihnen vielen Dank für Ihre Unterstützung. Bereits die mit Ihnen erarbeite Projektdefinition hat zum inneren Klärungsprozess bei mir beigetragen.“

 

Oder:

 

„@XYZ: Sorry, ich hatte fast vergessen Dir die Kontaktdaten zu senden. Herr Becker ist Gründer und Inhaber von MANATNET. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren, er ist ein sehr erfahrener und im höchsten Maße professionell arbeitender Provider/Vermittler von Interim Managern. Anbei die Kontaktdaten von Herrn Jürgen Becker.”

 

Und schließlich:

 

„Ein Projekt-Briefing, wie Sie es mir vor meinem Gespräch mit dem Kunden zur Verfügung gestellt haben, liefert kein anderer Provider, den ich kenne – und ich kenne viele…!“

 

Selbstverständlich gefällt mir diese Anerkennung – so ganz uneitel wie ich bin!

 

Vor allem aber lässt es mich einigermaßen gelassen meinen Weg gehen neben den zahlreichen – oftmals selbsternannten – „führenden Interim-Providern“, derer sich Deutschland so glücklich schätzen darf.

 

Einen „Claim“ nennt man so etwas heutzutage. Und ich bin an dieser Stelle schon hin und wieder darauf eingegangen.

 

Mitunter, beim Joggen, denke ich darüber nach, ob und wenn ja, wie ich den MANATNET-Claim „Der auf das professionelle Interim Management spezialisierte Internet-Marktplatz für die D-A-CH-Region“ kürzer und knackiger machen kann.

 

Im Augenblick wälzt sich im Kopf:

 

MANATNET: Nicht führend? – Dafür richtig gut!

 

Friday 04. March 2016

HOHER FEIERTAG DES INTERIM MANAGEMENTS

Logo_AIMP_Jahresforum_2016Ja, ich gebe zu: Ich gehe auf dem Zahnfleisch!

 

Das Programm für das AIMP-Jahresforum 2016 ist fertig – nur zwei, drei Namen fehlen noch. Ansonsten sind alle Redner und Referenten „unter Dach und Fach“. Der Ablauf ist mit Herrn Reuß, dem Veranstaltungs-Manager von Burg Schwarzenstein, besprochen. Die neuen Konferenzräume integriert. Das Essen bestellt und der Wein auch. Ein gewisser Eigennutz ist auch in diesem Jahr nicht zu verschweigen.

 

Die AIMP-Site hat ein neues Design erhalten: „Responsive“ – auf dass Google auch hier frohlocke! Zugegeben: Das war auch erforderlich für die App, die wir derzeit bauen und die einen bisher nie dagewesenen Service für die Teilnehmer am AIMP-Jahresforum 2016 bereitstellen wird: Von „Wer ist vor Ort?“ über die Speiskarte bis hin zur Möglichkeit, bereits im Vorfeld Fragen an die Workshop-Paten zu stellen.

 

Und wir haben die Schulung der AIMP-Academy für Neueinsteiger komplett neu aufgesetzt nach dem Feedback von gut 800 Interim Managern aus dem Herbst des vergangenen Jahres: „FIT FÜRS INTERIM MANAGEMENT“ heißt unser Angebot, das wir erstmals im „Bundle“ mit dem AIMP-Forum anbieten – auch das ein Vorschlag der Interim Manager. Ich selbst habe das Projektmanagement hierfür übernommen – und übernehme, neben Kerstin Beyreis, Klara Sachse und Gabriele Schmitz natürlich einen Part selbst: Nicht, dass ich mich langweile….!

50 Anmeldungen zum AIMP-Jahresforum am Tag 1

 

Dienstagabend haben wir das Online-Registrierungs-Tool freigeschaltet. Mittwochabend hatten sich bereits über fünfzig Teilnehmer angemeldet. Das kann ja heiter werden…!

 

Irgendwie fällt mir gerade auf, dass ich das neben meiner marginalen Aufgabe MANATNET stemme. Neben ein paar schönen Anfragen und den daraus resultierenden kleinen Sachen – vom schriftlichen Briefing angefangen („Ich kenne keinen Provider, der das so ausführlich macht, wie Sie…!“).

 

Alles okay also – doch so ganz langsam keimt in mir die fieberhafte Wahnvorstellung, es könne auch Jahre geben, in denen ich das Jahresforum nicht mehr organisiere.

 

Wahn halt. Habe ich nicht dieses Wort erst am vergangenen Freitag verwendet…?

 

Anyway. Von nichts kommt nichts!

 

Wie schrieb ein Interim Manager unmittelbar nach seiner Registrierung?

 

„Ich freue mich – Ihre Veranstaltung mit Weitblick und Ausblick, fürstlichem Wohlfühlfaktor und den entsprechenden hochkarätigen Gästen ist inzwischen in meinem Kalender als

 

“hoher Feiertag des Interim Managements.“

 

Friday 26. February 2016

IM INTERIM MANAGEMENT HAT AUCH WAHN SINN!

Fotograf_J_Becker_fuer_MANATNET_Interim_Blog_Titel_im_Interim_Management_hat_auch_Wahn_Sinn

5 Uhr morgens im Büro. Du bist völlig durchgeknallt, Becker!

 

Stimmt. Ohne jeden Zweifel. Und dann versuchst Du, kreativ zu sein und Dein Blog zu schreiben….?

 

Hast Du Deine Zeit nicht im Griff? Warst doch immer so stolz auf Dein striktes Zeitmanagement….

 

Stimmt. Ohne jeden Zweifel.

 

Aber es sind halt viele Dinge zusammengekommen: Für das AIMP-Jahresforum war das Editorial zu schreiben, das Programm aufzusetzen für den Layouter, die Finanzplanung für dieses größte jährliche Projekt des AIMP festzuzurren, die neue Site im Responsive Design abzunehmen, das neue Anmelde-Tool für die Online-Registrierung aufzusetzen und zu testen – und: An der App fürs AIMP-Jahresforum weiterzuarbeiten. Muss Mitte März fertig sein…

 

Obendrein meinen Vortrag für die AIMP-Academy vorbereiten. Die Schulung für Einsteiger wurde komplett überarbeitet auf der Grundlage des Feedbacks von über 800 Interim Managern. Und: Diese Schulung bieten wir erstmals in Verbindung mit dem AIMP-Jahresforum auf Burg Schwarzenstein an – und können so einen unschlagbaren Preis im Paket anbieten.

Je weniger Zeit Du hast, umso mehr wirst Du brauchen

 

War da nicht noch was? Ach ja: MANATNET, meine eigene Firma! Beinahe hätt´ ich´s vergessen und sie wäre untergegangen in all den AIMP-Themen. Und wie´s dann immer so ist (Murphy´s Law): Je weniger Zeit Du hast, umso mehr wirst Du brauchen.

 

Natürlich freue ich mich, wenn meine Kunden nach Interim Managern fragen – mitten in diese Berge von Arbeit hinein – und dann noch so viele, wie noch niemals zuvor in einem Monat. Natürlich freue ich mich: Daran gibt es doch überhaupt keinen Zweifel!

 

Und natürlich sind das – ganz egoistisch – die wichtigeren Aufgaben verglichen mit jeder Aufgabe für den AIMP.

 

Wirklich?

 

Nein, leider nicht…

 

Für mich haben sie die gleiche Bedeutung. Und exakt da liegt das Problem. Die Option, Dinge nicht zu machen oder zu schieben, gibt es daher nicht.

 

Stattdessen werden dann eben zusätzliche Kapazitäten geschaffen – und erneut alles verraten, was die Lehrbücher sagen – und der eigene Verstand schon lang als richtig eingeordnet hat. Zusätzliche Kapazitäten schaffen, indem man halt um 5 Uhr im Büro ist und auf diese smarte Weise weitere rund vier Stunden zur Verfügung hat, die man frohgemut in Arbeit investieren kann. Welch ein Wahn!

 

Doch rede ich mir ein:

 

Im Interim Management hat auch Wahn Sinn!